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Entwicklungspsychologie (Fach) / Fragen und Konzepte (Lektion)
Definitionen
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- Traditionell Entwicklung vollzieht sich... für alle Personen relativ identisch; in geordneten Sequenzen; hin auf ein Entwicklungsziel; ist nicht umkehrbar
- Variabilität der normale Zeitraum für den Erwerb des freien Gehens ist 9-18 Monate -> hohes Maß an interindividueller Variabilität
- Äquifinalität aus verschiedenen Ausgangsbedingungen wird das gleiche Entwicklungsziehl erreicht
- Multifinalität eine Startbedingung mündet in viele zwischenzeitliche Entwicklungsausgänge
- Nichtlinearität im Entwicklungsverlauf erfolgt zugunsten eines qualitativen Entwicklungsfortschritts ein Rückschritt auf ein vorheriges Niveau
- Transitorische Regression vorrübergehende Rüchentwicklung
- Interindividuelle Unterschiede = zwischen Personen/Individuen ->Personenspezifität
- Intraindividuelle Unterschiede = innerhalb einer Person ->Situationsspezifität
- Reifung = gentisch ausgelöste, alterbezogene Aufbauprozesse von Strukturen und Funktion der Organe, des ZNS usw...
- sensible Perioden = sind als Entwicklungsabschnitte definiert, indenen spezifische Erfahrungen maximale positive oder negative Wirkungen haben, also Perioden erhöhter Plastizität unter dem Einfluss spezifischer Bedingungsfaktoren.
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- Entwicklung als Konstruktion Entwicklung ist eine beliebige sachlich wie logisch geordnete Folge von Konstruktionsschritten, die durch Strukturanalysen verständlich zu machen sind.
- Entwicklung als Sozialisation Erfolgt durch Anleitung und Anforderung, Information und Belehrung, Beobachtung und Nachahmung von Vorbildern, Strafen und Belohnungen, usw…• Durch Familie, Schule, Beruf, Freunde, Medien• Lebenslang und in verschiedene Richtungen
- Entwicklungsaufgaben: sind altersnormiert, d.h. Personen gleichen Alters sind mit denselben Aufgaben konfrontiert
- Kritische Lebensereignisse: sind unvorhersehbar, betreffen einzelne Personen
- Kritische Lebensereignisse können Entwicklungskrisen hervorrufen: Personen sind emotional belastet, aber nicht in der Lage, eine angemessene Lösung zu entwickeln oder sich an die veränderte Situation anzupassen
- absolute Stabilität = wenn keine Veränderung festgestellt wird.
- relative Stabilität = die Positionen der Individuen bleiben erhalten
- 7 Leitsätze (nach Baltes, 1990) 1. Entwicklung endet nicht im frühen Erwachsenenalter 2. Multidimensionalität und -direktionalität 3. Entwicklung als Gewinn und Verlust 4. Entwicklung hat Spielräume (Plastizität) und Grenzen (limits) 5. Geschichtliche Einbettung 6. Kontextualismus 7. Multidisziplinäre Betrachtung
- 7. Multidisziplinäre Betrachtung Psychologische Entwicklung muss multidisziplinär gesehen werden, also auch im Kontext anderer Disziplinen, die sich mit menschlicher Entwicklung beschäftigen. • Biologie• Medizin• Soziologie• Bildungswissenschaft • Pädagogik• …
- 6. Kontextualismus Entwicklungsverläufe unterliegen der Wechselwirkung verschiedener Entwicklungseinflüsse: Altersbedingt:Beeinflussen Personen unterschiedlicher Kohorten in einem ähnlichen Alter (z.B. Pubertät, Schulbeginn, Berentung); Geschichtlich bedingt:Betreffen zu bestimmten historischen Zeitpunkten Personen unterschiedlicher Geburtskohorten gemeinsam (z.B. Wirtschaftskrisen, Kriege, technologische Innovationen); Nicht-normativ:Beeinflussen unabhängig von Alter und historischem Zeitpunkt einzelne Personen zufällig (z. B. kritische Lebensereignisse)
- 5. Geschichtliche Einbettung Entwicklung variiert auch in Abhängigkeit von historisch-kulturellen Bedingungen
- 4. Entwicklung hat Spielräume (Plastizität) und Grenzen (limits) Entwicklung ist plasitisch (Leistungsmaxima, kann durch Gedächtnistraining überschritten werden.Entwicklung ist durch eine hohe intraindividuelle Plastizität gekennzeichnet.Der Entwicklungsverlauf einer Person variiert in Abhängigkeit von ihren Lebensbedingungen und Lebenserfahrungen.
- 3. Entwicklung als Gewinn und Verlust Zusammenspiel zwischen den Prozessen, aber das Verhältnis ändert sich.Entwicklung nicht nur Zuwachs in der Kapazität/Effizienz. Über die gesamte Lebensspanne hinweg Zusammenspiel aus Gewinn (Wachstum) und Verlust (Abbau) zusammen. Kompensationsstrategien
- 2. Multidimensionalität und Multidirektionalität Unterschiedliche Fähigkeiten zeigen über die Lebensspanne hinweg unterschiedliche Entwicklungsverläufe. Auch zwischen einzelnen Individuen gibt es große Entwicklungsunterschiede.
- Das Zwei-Komponenten Modell der intellektuellen Entwicklung Mechanik = Basisprozesse der Infoverarbeitung. -> fluide Intelligenz Pragmatik = Wissenskörper: Fakten und Strategien. -> kristalline Inteligenz
- 1. Entwicklung endet nicht im frühen Erwachsenenalter Alter ist nicht Abbau! -> es gibt immer gewinne und Verluste