6

Entwicklungspsychologie (Fach) / Psychodynamische Theorien (Lektion)

Freud & Erikson

Diese Lektion wurde von aherbert erstellt.

Lektion lernen

  • Grundgedanken von Freud's Psychoanalyse - Persönlichkeitstheorie und Therapieform a) struktureller Unterteilung des psychischen Apparat: ES, ICH, ÜBER- ICH  b) topografischer Unterteilung " " ": Bewusstsein, Vorbewusstsein, Unbewusstsein c) Dynamik " " ": Libido als Triebenegie, Eros und Thanntatos - Dynamik der Libido in den ersten paar Lebensjahren bestimmt maßgebliche die spätere Persönlichkeit -> Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung - Entwicklungsaspekt: ersten fünf Phasen der psychosexuellen Entwicklung -> Ausbildung und Entwicklung der Instanzen ICH und ÜBER- ICH
  • Phasen der psychosexuellen Entwicklung 1. orale Phase (0-1. Lebensjahr) -> Entwicklung des Selbstkonzepts aus einem anfänglichen Adualismus von Mutter und Kind -> Mutter- Kind- Beziehung hat sehr hohen Stellenwert 2. anale Phase (2-3. Lebensjahr) -> Kontrolle- und Machterleben über motorische und verbale Manipulation der Umwelt 3. phallische Phase (4.-5. Lebensjahr) -> Entwicklung des ÜBER- ICHs durch u.A. Überwindung des Ödipuskomplex, Identifikation mit der Rolle als Mann/ Frau 4. Latenzphase (bis Beginn der Pubertät) -> Sublimierung der Triebe in kulturell und sozial akzeptierte Strebungen 5. genitale Phase (ab Beginn der Pubertät) -> Entwicklung der erwachsenen Sexualität: Triebregungen richten sich auf gegengeschlechtliche Partner außerhalb der Familie
  • Freud's Erkenntnismethode -> Hypnose, Traumdeutung, freie Assoziationen, Übertragungsdeutung -> Einzelfallanalysen von Psychisch-gestörten -> Erzählungen von Erwachsenen, die von ihrer Kindheit berichten (Ableitung des Phasenmodells), nie Untersuchung von Kindern !
  • Menschenbild hinter der Psychoanalyse - mechanistisches Menschenbild - „passiv“ in dem Sinne, dass Mensch komplett von seinen Trieben (ES) gelenkt wird, eher reagieren als selber handeln - aktive Elemente durch das ICH, ICH- Arbeit
  • psychodynamische Theoretiker jenseits von Freud a) ICH- Psychologen: genauere Untersuchung von Freuds ICH b) Neo- Analytiker: größere Abweichung c) Identitätstheoretiker: Rolle der Umwelt, soziale Interaktionen werden mehr in die Theorie einbezogen, ICH wird selbstständiger -> Identität statt ICH (Adler, Erikson, Horney, Keegan)
  • Eriksons Identitätstheorie - komplexe Theorie der Identitätsentwicklung - enthält viele Komponenten, die auch bei Freud zu finden sind ( z.B. Instanzen) - 8-Phasenmodell (übers ganze Leben hinweg) - jede Phase wird auf 10 Dimensionen beschrieben - jede Entwicklungsphase hat eine bestimmte Entwicklungsaufgaben (Entwicklungskrise) -> gelingt dies nicht, wird die Aufgabe in späte Lebensphasen mitgenommen - Fokus auf psychosoziale Entwicklung (eine der 10 Dimensionen): mit Entwicklungphase verändern sich nicht nur erogene Zonen, sondern vor allem auch soziale Erwartungen -> systemische Sichtweise: körperliche und psychische Veränderungen stehen in Wechselwirkung mit dem sozialen Kontext
Anzeige