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Grundlagen (Fach) / Vitalparameter (Lektion)
Grundlagen. Vitalparameter
Diese Lektion wurde von michellefkoetzel erstellt.
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- Puls Physiologische Grundlagen Während Systole kontrahiert der Herzmuskel und pumpt ruckartig Blut in die Aorta. --> Pulswelle wird erzeugt, die das Blut in die peripheren Gefäße treibt. Diese Welle kann als Puls an oberflächlichen Arterien getastet werden
- Messen des Puls Zeitpunkt: bei Aufnahme und im Verlauf tgl messen, immer unter gleichen Bedingungen. Bei AZ verschlechterung oder Veränderung der Situation Messtechnik: Arterie mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger tasten. (NICHT DAUMEN --> EIGENPULS) 15Sek zahlen, Wert x 4. Dabei auf Rhythmus und Qualität achten. Bei Aufnahme, Arrhythmie, Brady- oder Tachykardie 1 Min häufigster Messort: A. radialis Indikatioren für andere Messorte: Beurteilung der Beindurchblutung (A. tibialis posterior, A. dorsalis pedis) kein Puls an radialis messbar (zb Schock) --> Hals oder Leistenarterie
- Pulsfrequenz Anzahl der getasteten Pulswellen pro Minute
- Pulsrhsythmus rhythmischer Puls: gleich lange Abstände zwischen den Pulswellen arrhythmischer Puls: unterschiedlich lange Abstände zwischen den Pulswellen
- Physiologische Schwankungen des Puls nach unten nach oben nach unten: bei Sportlern, im Schlaf nach oben: psychischer Erregung, Anstrengung, Kaffeekonsum Nach Befinden des Pat fragen: Atemnot? kaltschweißig? andere vitalzeichen auffällig?
- Bradykardie durch Medikamente (Beta-Blocker, Digitalispräperate etc) Vergiftungen Störrung der Erregungsbildung bzw -überleitung ins Herzen (Infarkt, Hyperkaliämie) erhöhter Hirndruck (Vagusreiz) Erwachsener: <60
- Tachykardie durch Schmerzen Fieber verminderte Herzpumpleistung Flüssigkeitsmangel Schilddrüsenüberfunktion Hypokaliämie Herzinfarkt Medikamente (Bronchodilatoren) Erwachsener: > 100
- Pulsqualität Harter Puls: Hypertonie weicher Puls: Hypotonie
- Blutdruck Physiologische Grundladen Blutdruck ist ein Maß für die Kraft, die das zirkulierende Blust auf die Gefäßwände ausübt. Abhängig von der Pumpleistung des Herzens und den Gefäßwiderstand der Arterien
- Blutdruck Pumpleistung ergibt sich aus dem Schlagvolumen (in ml) und der Herzfrequenz (Schläge/Min)
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- RR Gefäßwiderstand ist abhängig vom Durchmesser der Gefäße. Je kleiner der Durchmesser, desto größer ist der Widerstand. --> RR Hoch
- Windkesselfunktion die elastische Aorta dehnt sich während der Systole aus und nimmt Blut auf. Dann zieht sie sich in der Diastole zusammen und sorgt dafür, dass das Blut mit nur moderatem Durckabfall gleichmäßig weiterfließt
- Messen des RR Zeitpunkt: bei Aufnahme, im verlauf tgl messen unter gleichen Bedingungen, bei AZ verschlechterung Technik: kann mithilfe einer Druckmanschette auskultatorisch, palpatorisch oder oszilatorisch gemessen werden. --> Riva-Rocci (Manschette und Stethoskop) x Oberarm auf Herzhöhe x Passende Manschettengröße wählen (2/3 der Oberarmlänge) x Manschette nicht zu locker anlegen x zügig aufpumpen und Radialispuls tasten x Stethoskop nicht mit Daumen festhalten (Eigenpuls) x nicht zu lange stauen und Luft nicht zu rasch oder zu langsam ablassen
- Messen des RR Zeitpunkt: bei Aufnahme, im verlauf tgl messen unter gleichen Bedingungen, bei AZ verschlechterung KEINE RR MESSUNG BEI SHUNT LYMPHÖDEM ABLATIO MAMMAE GEFÄßZUGANG PLEGIE/PARESE Technik: kann mithilfe einer Druckmanschette auskultatorisch, palpatorisch oder oszilatorisch gemessen werden. --> Riva-Rocci (Manschette und Stethoskop) x Oberarm auf Herzhöhe x Passende Manschettengröße wählen (2/3 der Oberarmlänge) x Manschette nicht zu locker anlegen x zügig aufpumpen und Radialispuls tasten x Stethoskop nicht mit Daumen festhalten (Eigenpuls) x nicht zu lange stauen und Luft nicht zu rasch oder zu langsam ablassen
- systolischer arterieller RR Druck in den großen Arterien wöhrend der Systole entspricht dem systolischen Druck in der linken Herzkammer
- diastolischer arterieller RR Druck in den großen Arterien während der Diastole
- mittlerer arterieller Druck (MAD) Druck der durchschnittlich in den Arterien herrscht Normal: 70-100 mmHg
- Blutdruckamplitude Differenz zwischen Systole und Diastole
- RR Normalwerte Erwachsener: 120/80 mmHg ältere Menschen 140/90 mmHg
- Hypertonie >140/90 mmHg schädigt langfristig Herzmuskel, Nieren und Innenwände der Gefäße (Arteriosklerose) primäre Hypertonie: Ursache unbekannt sekundäre: Nirenerkrankung, hormonproduzierender Tumor, Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung
- Atmung Physiologische Grundlagen Körper bemötigt für Stoffwechsel ständig frischen Sauerstoff Sauerstoffarmes Blut wied mit Sauerstoff aus der Einatemluft angereichert Gasaustausch findet in den Alveolen statt Kohlenstoffdioxid wird durch die Ausatmung abgegeben
- Atemfrequenz erheben Zeitpunkt: Aufnahme, Verlauf, immer unter gleichen Bedingungen, AZ Verschlechterung Ein Atemzug besteht aus Ein- und Ausatmung Technik: Atmung unbemerkt beobachten . 1 Min (zb nach Pulsmessen)
- apperative Untersuchungen Atmung Lungenfunktonstest: Bestimmung der Atem- und Lungenvolumina Blutgasanalyse: Bestimmung der CO2- und Sauerstoffwerte im arteriellen Blut Sauerstoffsättigung (SO2) Anteil des mir Sauerstoff gesättigten Hämoglobins
- Eupnoe normale Atmung 12-18
- Dyspnoe Atemnot
- Orthopnoe starke Atemnot, bei der sich Pat aufrichtet um die Atemhilfsmuskulatur einzusetzen
- Schnappatmung IST KEINE ATMUNG Pat schnappt nur noch gelegentlich nach Luft, die Schnappatmung geht der Apnoe voraus.
- Apnoe Pat atmet nicht mehr
- Tachypnoe Beschleunigte Atmung >20 bei Fieber, Atemwegserkrankungen, Herzinsuff, Schock, Anämie
- Bradypnoe verlangsamte Atmung <12 bei Schdel-Hirn-Traume gesteigerter Hindruck Entzündungen des Gehirns Überdosierung von Opiaten
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- Veränderung der Atemtiefe flach und langsam: Opiatvergiftung (BGA --> da CO2 nicht ausreichend abgeatmet wird) flach und schnell: meist schmerzbedingte Schonatmung vertiefte Atmung: Blut übersäuert, versucht Körper CO2 durch sehr tiefe Atemzüge los zu werden (Kuß-Maul-Atmung) Schonatmung: reduzierte Atemtiefe aufgrund von Schmerzen
- Atemgeräusche inspiratorischer Stridor: pfeifendes Geräusch bei Einatmung. Typisch bei Verengung der oberen Atemwege, zb Kehlkopfentzündung exspiratotischer Stridor: pfeifendes Geräusch bei Ausatmung. Typisch bei Verengung der unteren Atemwege, zb Asthma bronchiale schnarchen: flatternde Bewegung des Gaumensegels, da Zunge zurückfällt
- Veränderung des Atemrhythmus Schlafapnoe: Atempausen >10 Sekunden. meist verengte Atemwege oder Bluthochdruck Cheyne-Stroke-Atmung: Atemzüge flacher bis Atempause eintritt, dann wird Atmung wieder tiefer: Lebensbedrohliche Störung des Atemzentrums Biot-Atmuhng: unregelmäßige Atempausen, Atemtiefe schwankt. Störung des Atemzentrums zb bei erhöhtem Hirndruck
- Geruch der Ausatemluft Azeton (obstartig) bei anhaltendem Insulinmangel bauen Zellen Fett ab, um Energie zu gewinnen, Dabei entstehen Ketonkörper, die in die Atemluft gelangen Ammoiniak: Bei schweren Lebererkrankungen reuchert sich Ammoniak im Blut an. Dies führt zu stechend beißenden Atemgeruch Urin: Nierenerkrankung
- Körpertemperatur Physiologische Grundlagen Q Das Regelzentrum der Thermoregulation sitzt im Hypothalamus. Das Hirnareal erhält ständig Infos über die Körpertemp von den Thermorezeptoren des Körpers. Weicht der Istwert vom Sollwert ab, reagiert der Hypothalamus mit Ausgleichsmaßnahmen. Istwert zu niedrig: Wärmepoduktion durch hochfrequente Muskelarbeit erhöht (Zittern) Istwert zu hoch: Wärmeabgabe durch Erhöhung der Schweißproduktion gesteigert Fieber ist eine Reaktion auf Infektions- Tumor- oder Autoimmungerkankungen, bei der im Hypothalamus der Sollwert der Körperkerntemp erhöht ist
- Körpertemperatur messen Indikation für häufigere Messung: Infektionen oder erhöhte Infektionsgefahr (nach OPs oder Immunabwehrschwäche), Bewusstseinsstörung, zerebrale Erkrankungen, Verbrennungen und Erfrierungen, Frühgeburt, kranke Kinder und Säuglinge Messorte: äußerer Gehörgang ( aurikulär): Bei langem Liegen auf dem Ohr oder zu viel Ohrenschmalz oder Hörgeräten --> falsche Werte im After (rektal) : Kontraindikation: Hömorrhiden, hohe Blutungsneigung unter der Zunge ( sublingual): Normwerte: 6,1-7,1 Messorter beurteilen: Stirn, Leiste, Achsel: zu ungenau rektal, aurikulär: entsprich in etwa der Körperkerntemp vaginal: entspricht der Körperkernemp aber wegen Intimsphäre
- Temperatur Normwerte aurikulär: 35,9 -37,6
- physiologische Temperaturschwankungen durch Hormone, körperliche Aktivität, Sport, im Tagesverlauf
- Hypothermie Werte unter 36 durch postoperartive Thermoregulation
- Hyperthermie Werte über 37,5 durch zb unerwünschte Arzneimittelwirkung, Flüssigkeitsmangel
- Fieber Werte ab 38,1