22

Hebammentätigkeiten (Fach) / Krankenpflege (Lektion)

x

Diese Lektion wurde von LenaFeistl erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Urinmenge pro Miktion und Häufigkeit nach Lebensalter Ngb.: 5-10 ml/Mik ca. 8-10*pro Tag Sgl.: 15-30 ml/Mik ca. 12-18* pro Tag Schulkind: 150 ml/Mik ca. 6-8* pro Tag Erwachsener: 200-400 ml/Mik ca. 4-6* pro Tag
  • Path Veränderungen der Urinzusammensetzung Hämaturie --> Blut im Urinz.B. durch Nierensteine, Tumore (HarnblasenCA, Nierentumor)Physiologisch: Menstruation Leukozyturie --> Path. Ausscheidung von weißen BlutkörperchenHinweis auf HWI Bakteriurie --> Bakterien im UrinEntzündungen, z.B. HWI Proteinurie -->Erh. Aussscheidung von Proteinen (<150 mg/l pro Tag)Nierenerkrankungen (z.B. Glomerulonephritis, Diabetes m.)Physiologisch: SS<300 mg/l pro Tag ohne weitere Beschwerden
  • Path. Veränderungen der Urinmenge/-produktion Polyurie Harnvol > 2,5-3L/24h --> zu viel Flüssigkeitszufuhr, Hyperglykämie, Diabetes insipidus Oligourie Harnvol. < 500ml/24h --> zu niedr. Flüssigkeitsaufnahme, erhöhter Flüssigkeitsbedarf, Schock Anurie Harnvol. < 100ml/24h --> Nierenversagen, chron. Niereninsuffizienz, Schock, verstopfter BDK
  • Miktionsstörungen Harnverhaltunfähigkeit, gefüllte Blase zu entleeren, evtl. schmerzhaft--> Behinderter Abfluss mechanisch (ProstataCA, Verletzungen, Tumore)--> Post OP nach Spinale/PDA (Sectio)--> Psychisch bedingt Pollakisurie Häufiges Wasserlassen kleiner Mengen (Tagesmenge physiologisch)--> SS, HWI, Stress, Verengungen durch Tumore der Blase/Prostata AlgurieSchmerzhaftes Wasserlassen-->HWI, Hanblasensteine DysurieSchmerzhaftes oder erschwertes Wasserlassen verbunden mit nicht zu unterdrückendem Harndrang --> HWI
  • Störungen des Miktionszeitraumes Nykturie vermehrtes nächtliches Wasserlassen---> SS (Blasenkapazität), HWI, vermehrte Flüssigkeitsaufnahme am Abend (va Koffein, Alkohol), Einengungen der Harnwege, Herzinsuffizienz
  • Belastungsinkontinenz nach Geburt Definition, Was passiert?, Einteilung? Ursache bei Frauen/Männern? Symptome? Therapie? auch Stressinkontinenz genannt= unfreiwilliger Harnabgang bei körperlicher BelastungWas passiert? Durch Druck auf Bauch bei Schwäche des Beckenbodens --> Harnröhre wird durch Sphinkter ungenügend verschlossenEinteilung: Grad 1 (Husten, Niesen, Lachen), Grad 2 (Heben, Treffensteigen, Aufstehen), Grad 3 (im Liegen) Ursache bei Frauen: Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, allgem. Bindegewebsschwäche, Hormonmangel jenseits der Wechseljahre Ursache bei Männern: Veretzung des Schießmuskels bei OP (evtl. auch nur vorübergehend) Symptiome: tröpfchenweise bis starker unwillkürlicher Harnabgang bei körperlicher Betätigung ohne das Auftreten eines Harndrangs Therapie:  konservativ (Beckenbodentraining, Pessartherapie, Biofeedbacktraining), Operativ (bei Senkung der inneren Geschlechtsorgane - Blase, Gabärmutter, Scheidenvorfall)
  • Dranginkontinenz bei HWI Definition? Ursache? Symptome? Prophylaxe? Definition:Überaktivität der Blasenmuskulatur --> Harnblase nicht mehr in der Lage, größere Mengen Harn zu sammeln und zu speichern, obwohl Verschlussmechanismus intakt ist Ursache:Häufigere HWI mit steigendem Alter, besonders Frauen betroffen Restharn (lokale Abflussbehinderung, Prostatahyperplasie, Blasensteine, Blasentumor)Herabgesetzte Abwehr gegenüber InfektionenDK unachtsam gelegt Symptome:häufiger, starker HarndrankBrennen beim UrinierenTeils heftige Schmerzen im Unterbauch Prophylaxe:LM, die den Harn ansäuern (Preiselbeersaft/-tabletten)Regelmäßige HarnentleerungHygiene beachtenWasserlassen nach dem GeschlechtsverkehrGenügend Flüssigkeitszufuhr
  • Beratungsmodell nach Hummel-Gaatz/Doll Anamnese1. Beziehung herstellen2. Beratungsbedarf/Bedürfnisse erfassen3. Ziele aushandeln4. Lösungen entwickeln5. Gespräch reflektieren6. Beratungssituation beendenDokumentation
  • Ngb - Stuhl Farbe, Konsistenz, Menge, Geruch, Beimengungen/Bestandteile Farbe: Mek (grün-schwarz), Übergangsstuhl (schwarz-grün-gelb)Konsistenz: Mek (klebrig, zäh), Ü-Stuhl (dünnfl., breiig)Menge: innerh. der ersten 24-36 h --> 1- mehrmals tägl.Geruch: neutralBeimengungen/Bestandteile: Galle, Lanugohaare, Darmepithelien, Fruchtwasser, Bakterien
  • Säugl (Muttermilch) - Stuhl Farbe, Konsistenz, Menge, Geruch, Beimengungen/Bestandteile Farbe: gold/senfgelb (grünl. bei ox mit O2)Konsistenz: breiing, cremig, teilw. dünnflüssigMenge: 1-5 * tägl (<14 Tage physiolog)Geruch: süßlichBeimengungen/Bestandteile: unverdautes Eiweiß, Wasser, Gallensäfte, Bakterien
  • Anzeige
  • Säugl (Formula) - Stuhl Farbe, Konsistenz, Menge, Geruch, Beimengungen/Bestandteile Farbe: hellbraunKonsistenz: teigig, erdnussbutterartig, knetmassenähnlichMenge: 1-3*tägl. <3Tage physiologGeruch: mäßiger GeruchBeimengungen/Bestandteile: Wasser, Gallensäfte, Bakterien
  • Kd, Jugendl, Erwachsene (Mischkost) - Stuhl Farbe, Konsistenz, Menge, Geruch, Beimengungen/Bestandteile Farbe: mittel-/dunkelbraun (Färbung durch LM --> Karotte rot, Spinat grün, Fleisch dunkel, Milch hell, Eisen/Blaubeeren braunschwarz)Konsistenz: von fest bis breiigMenge: 1-2 * tägl. abh von Art der Nahrung und Bewegung, <3 Tage physiologischGeruch: kaum bis leicht übelriechendBeimengungen/Bestandteile: Nahrungsreste, Wasser, Gallensäfte, Bakterien
  • Kriterien zur Stuhlbeobachtung 1. Geruch2. Farbe/Aussehen3. Stuhlmenge (ca. 120-300g/Portion, 1-2 * tägl, 3*wöchentl.)4. Form und Konsistenz (Bristol stool care)Typ1- einzelne feste KügelchenTyp2 - Wurstartig, klumpigTyp3 - Wurstartig mit rissiger OberflächeTyp4 - Wurstartig mit glatter OberflächeTyp5 - Einzene weiche glattrandige KlümpchenTyp6 - Einzelne weiche Klümpchen mit unregelm. RandTyp7 - Flüssig ohne feste Bestandteile1-2 Obstipation, schwer auszuscheiden3-4 Physiolog Stuhl, leicht auszuscheiden5-7 Diarrhoen, leicht auszuscheiden 5. BeimenungenSchleim - Reizdarm, TumoreBlut, Schleim, Eiter - Colitis Ulcerosa, Morbus ChronBlutauflagerungen - Tumore, Entzündungen, HämorrhoidenUnverdaute Nahrung - VerdauungsstörungenParasiten - Spulwürmer/andere Parasiten
  • Hämorrhoiden Knotenartige Erweiterung oberflächlicher Äste der V. rectalis superior (Grad 1-4) Symptome: Schmerzen, Juckreiz, evtl. Butungen, Druckgefühl (Häufig verschlimmerung unter Geburt) Beratung: Kühlung (Schmerzlindernd/gefäßverengend)Hygiene!Fetthaltige Salben (Lanolin, Vaseline)Auf weichen und regelm. Stuhl achtenBallaststoffreiche Kost & ausreichend FlüssigkeitszufuhrGlygerinzäpfchen
  • Stuhlinkontinenz: Ursachen? Grade? Prävention und pflegerische Unterstützung Verlorengehen der frühkindl. erworbenen Fähigkeit, den Stuhl ort- und zeitgerecht abzusetzen --> Unwillkürlicher Verlust von Darminhalt (Luft, Darmschleim, Stuhl) Ursachen nach Geburt:Verletzung des Schließmuskels (Risiko: gr. Kd., gr. Kopf, Lageanomalie d. Kopfes, Schulterdystokie, 1. Kd., schwache Beckenbodenmuskulatur) Grade:1: leichte unfähigkeit zw. Abgang von Winden und dünnem Stuhl zu unterscheiden2: mittlere Unf. Stuhldrang & unkontrollierten Abgang von Winden und dünnem Stuhl zu unterdrücken3: Schwere Stuhlinkontinenz mit völlig unkontrolliertem Abgang von Winden und festem Stuhl Prävention & pflegerische Unterstützung:Dammschutz (Kopf tritt langsamer aus)Position der Frau unter GeburtEpisiotomie (Wenn absehbar dass Schließmuskel verletzt wird)Beckenbodentraining--> Bei verletztem Schließmuskel evtl. OP nötig, wenig sitzen!
  • Der Darm nach der Geburt & Beratung Lage des Darms reguliert sich nach 3-4 Wochen --> Verringerte Stuhlentleerung in den ersten 2 Tagen, da: - Oft Durchfall vor/während Geburt --> Geringe Füllmenge- Geringe Nahrungsaufnahme bei & nach Geburt- Verminderte Peristaltik & Tonus der Darmmuskulatur- Angst vor Schmerzen bei Stuhlentleerung (evtl. auch Hämorrhoiden)- Geringe Mobilisation im Frühwochenbett- Fremde Toilette, fremde Umgebung- Flüssigkeitsverlust unter Geburt duch Schwitzen, geringes Durstempfinden, Erbrechen, verstärkte Atmung Erste Defäkation post partum sollte spätestens am 3. Tag erfolgen, sonst wird immer mehr Wasser entzogen & STuhl wird trockener und schwerer auszuscheiden Beratung:- Ausgewogene Kost (Vollkorn, Obst&Gemüse, Müsli, Milchpro -->Anregung der Darmtätigkeit)- Flüssigkeitszufuhr erhöhen (Stilles Wasser, Tee, dünne Saftschoren)- Bei mühsamer Suhlentleerung: 1-2 EL Leinsamenin Joghurt, eingeweichte Pflaumen, 3-4 EL Milchzucker, ggf. Laxanziengabe--> Rechtzeitige Aufklärung vermindert Ängste vor 1. Toilettengang (Epi/Nähte können nicht aufgehen, Vorlage gegen Vulva & Damm drücken erleichtert Defäkation und verringert Nabenschmerz)
  • Angst der Frau die Scham loszulassen Angst vor Abgang von Stuhl oder Urin unter Geburt --> Frau äußert Befürchtungen, mag nicht mitschieben, öffnet sich nicht - Mut zusprechen: positives Zeichen --> Geburtsfortschritt, Neugierde auf Kd. wecken, Frau ist mit ihrer Angst nicht alleine-Ggf Klistier anbieten wenn sie Befürchtungen äußert (Routinemäßig unnötig --> entzieht wasser und Kraft)- Homöopathie: Nux vomica C6 oder C30 zur Prophylaxe- Professionelles Handeln: zügige, unauffällige & geruchsarme Beseitigung, eigenen Ekel unter Kontrolle halten, keine Vorwürfe machen, Situation so angenehm wie möglich machen, Lüften, Raumduft, Streichholz, respektvoller Umgang mit den Wahrnehmungen der Frau--> Geringfügige Kontamination mit E.coli schaden Ngb. nicht, sind sogar bedeutsam für die Entwicklung des Immunsystems des Kd.
  • Tachykardie - physiologische/pathologische Ursachen, Symptome, Therapie anhaltend beschlechnigte Herzfrequenz > 100spM beim Erwachsenen (bei >150 spm: ausgeprägte Tachykardie) physiologische Ursachen:körperliche Asntrengung (Wehen)Erhöhter O2 Bedarf bei körperlicher ArbeitAnpassungsreaktion des Körpers auf EmotionenSchwangerschaftKaffee-/AlkoholkonsumWechseljahe bei Frauen pathologische UrsachenKrankhaft erhöhter Stoffwechsel (Fieber, Hyperthyreose, erh. O2 Bedarf)Blutverlust, Anämie (Ausgleich verminderter Transportmittel für O2)HerzinsuffizienzStörungen des HerzreizleitungssystemsFlüssigkeitsverlust (massive Diarrhoe)Starke SchmerzenVergiftungen Symptomepochendes Gefühl in der BrustSchwitzen/fechte HändeSchwindelSchneller Atem oder AtemnotZitternÜbelkeitInnere Unruhe Therapie:Beseitigung der GrunderkrankungGabe von betablockernBenzodiazepingabe (bei psychischen Ursachen)
  • Bradykardie - physiologische/pathologische Ursachen, Symptome, Therapie verminderte Herzfrequenz <60 spM beim Erwachsenen physiologische Ursachen(tiefe) EntspannungSchlafLeistungssportler Pathologische UrsachenStoffwechselerkrankungen (Hypothyreose)Bewusstlosigkeit/KomaZNS Schädigung (z.B. Schädel-Hirn-Trauma)Störungen des Herzreizleitungssystems (Rythmusstörungen)Arzneimittelüberdosierung (z.B. Betablocker)Reizung des N. Vagus SymptomeOft SymptomlosMüdigkeitAtemnotSchwindelSynkopeKälteempfindlichkeitSehstörungenAngst/Nervosität Therapie:Beseitigung der GrunderkrankungMedikamente nur im Notfall: Adrenalin, AtropinGgf. Herzschrittmacher
  • Asystolie - physiologische/pathologische Ursachen, Symptome, Therapie physiologische Ursachen / Pathologische Ursachen:primär: Ausfall des Sinus-Knotenssekundär: Stromunfall, Hypovolämie, Hypoxie, Hypothermie, Hyper-/Hypokaliämie, Hypoglykämie, Lungenembolie Symptome:KreislaufstillstandAtemstillstandZyanotisches HautbildEvtl. generalisierte Krämpfe Therapie:NOTFALL! Führt innerhalb kürzester Zeit zum Tod.Karidopulmonale ReanimationEvtl. Gabe von Adrenalin
  • Extrasystole (Pulsrythmusveränderung) - physiologische/pathologische Ursachen, Symptome, Therapie außerhalb des regulären Grundrythmus auftretender Herzschlag Physiologische Ursachen:Kurzzeitige ÜbermüdungStarke EmotionenKaffe-/Alkoholkonsum Pathologische Ursachen:HypokaliämieHerzmuskelerkrankungenHyperthyreoseDrogeneinnahme Symptome:Herzstolpern Therapie:Kausaltherapie (Zusammenhänge herstellen)BetablockerKaliumgabe
  • Normwerte Puls Föten: 11-160 spMSgl.: ca. 130 spMKinder: ca. 100 spMJugendl.: 85 spMErwachsene: 70 spMSenioren: 80 spM