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Pflegeprozesse 2.2 (Fach) / Testfragen 02.03.2021 (Lektion)

2.2 Pflegeprozesse, Gruber-Hofmann

Diese Lektion wurde von BFI187 erstellt.

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  • Warum ist das Bewusst machen und die Reflexion von subjektiven Theorien für die Entstehung eines professionellen Berufsverständnissen von Bedeutung? Je stärker man in der Ausbildung Aussagen aus Pflegemodellen verinnerlicht, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die einzelne subjektive Theorie eine Deckungsgleichheit zu anerkannten Pflegetheorien aufweist. Ergebnis ist die Professionalisierung des Pflegehandelns.
  • Worin unterscheiden sich subjektive Theorien von wissenschaftlichen Theorien? Subjektive Theorien sind biografisch geprägt durch ihre persönlichen Erfahrungen und eventuell durch Einblicke, die im Rahmen von Praxisphasen erworben wurden. Häufig wird das Handeln durch subjektive Theorien geleitet. Sie sind äußerst stabil und veränderungsresistent.   Wissenschaftliche Theorien sind abstrakte Bilder der Wirklichkeit, ein spezifischer Ausschnitt der Realität, welche mit Systematik betrachtet werden. Sie beschreibt die Beziehungen zwischen den ausgesuchten Phänomenen. Unterschiede sind hinsichtlich .... ·         des Handelns: Subjektive Theorien sind  biografisch geprägt durch persönliche Erfahrungen, Einblicke im Rahmen von Praxisphasen, sie sind stabil und veränderungsresistent. wissenschaftliche Theorien denken methodisch über ein Objekt nach ·         der Generierung von Wissen: Im Alltag kommt Wissen durch Handeln zustande. Durch Lösung einer Aufgabe erhöht der Mensch sein Wissen. Eine Aufgabe ergibt sich aus den Gegebenheiten, also der Umwelt, des Moments in der sich ein Mensch befindet.Wissenschaft nimmt Gegebenheiten nicht als gegeben hin, sondern legt sie fest und kommt so zu Erkenntnissen. Diese werden systematisch erforscht. ·         der Sprache:Umgangssprache des Alltages steht der abstrakten Sprache der Wissenschaft gegenüber. ·         Deutung von Erkenntnissen:Im Alltag wird eine Erkenntnis hingenommen und nicht hinterfragt. Das Wissen wird vom Menschen immer wieder angewendet, wenn dieser es für richtig empfindet. Wissenschaftliche Theorien werden aus verschiedenen Perspektiven bezüglich ihres Sinnes hinterfragt.
  • Wie entsteht eine wissenschaftliche Theorie? ⇒ Beobachtung ⇒ Spekulation (denkbare Zusammenhänge) ⇒ Hypothese (wissenschaftliche Formulierung) ⇒ Prüfung nach festgelegten Regeln ⇒ Theorie
  • Welchen Nutzen haben Pflegetheorien und Modelle? Pflegesituationen zu erklären, um sie vorhersehbar, kontrollierbar und untersuchbar zu machen. Damit wird professionelles, reflektiertes und nachprüfbares Handeln möglich. Nutzen für: ·         Gesellschaft ·         Berufsindentifikation ·         Forschung ·         Ausbildung ·         Institution
  • Nutzen von Pflegemodellen / Norma Lang: Wenn wir etwas nicht benennen können, können wir es nicht kontrollieren, finanzieren, lehren, erforschen und auch nicht in die Politik einbringen. (Norma Lang)
  • Welche Einteilung von Pflegetheorien kennen Sie? 1. Metatheorien2. Theorien großer Reichweite (global)3. Theorien mittlerer Reichweite4. Theorien geringer Reichweite
  • Welche Einteilung von Pflegemodellen/Theorien hat A. Meleis getroffen? 1. Bedürfnistheorien (Orem, Henderson...)2. Interaktionstheorien (Peplau, Travelbee...)3. Humanistische Theorien (Nightingale....)4. Ergebnistheorien (Rogers...)
  • Zu welchen vier zentralen Themenbereichen müssen Pflegemodelle Aussagen treffen? 1. Mensch2. Gesundheit- und Krankheit (Wohlbefinden)3. Pflege4. Umwelt
  • Überlegen Sie, welche der folgenden Aussagen von D. Orem stammen könnte: • Der Mensch strebt nach größtmöglicher Unabhängigkeit • Das Handeln des Menschen ist vorbestimmt • Der Mensch gestaltet sein Leben selber, er trägt auch Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber. • Der Mensch strebt nach größtmöglicher Unabhängigkeit • Das Handeln des Menschen ist vorbestimmt • Der Mensch gestaltet sein Leben selber, er trägt auch Verantwortung der                       Gemeinschaft gegenüber.
  • Würde D. Orem einen gut eingestellten Diabetiker als gesund bezeichnen? Begründen Sie Ihre Antwort. Nein. Der Mensch ist nicht gesund, aber er hat ein gutes Wohlbefinden. Das Wohlbefinden ist nicht an Gesundheit gekoppelt.
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  • Beschreiben Sie mit eigenen Worten, was mit dem Begriff Selbstpflegebedarf und Selbstpflegedefizit gemeint ist. Selbstpflegedefizit ist ein Zustand, wo der Mensch nicht mehr imstande ist, eine oder mehrere nachfolgende Tätigkeiten selbständig durchzuführen: zu esensich zu waschenauf die Toilette zu gehensich anzukleidensein Äußeres zu pflegen. Dieser Zustand kann vorübergehend, bleibend oder fortschreitend sein. = Die gestörte Balance zwischen den Handlungsmöglichkeiten des Menschen einerseits und den an sie gerichteten Anforderungen in der eigenen Pflege (oder der Pflege abhängiger Kinder und Erwachsenen). Selbstpflegebedarf ist gegeben, wenn die Selbstpflege beeinträchtigt ist – hier wird professionelle Hilfe benötigt
  • Woran wird der Erfolg der pflegerischen Intervention gemäß den Aussagen von D. Orem gemessen? Je selbständiger ein Patient ist oder wird, umso effektiver war die Pflege.
  • Zählen Sie jene Kriterien auf, die die Selbstpflege beeinflussen? 1. Alter2. Geschlecht3. Gesundheit4. Wachstum / Entwicklung5. Soziale / kulturelle Umgebung6. Gesundheitswesen7. Familie8. Lebensstil
  • Fähigkeiten, um Selbstpflege durchführen zu können: 1. den Bedarf an Selbstpflege richtig einzuschätzen2. die Entscheidung zur Durchführung der Tätigkeiten richtig zu treffen3. die ordnungsgemäße Durchführung der Tätigkeiten 4. Überprüfung der Effizienz derselben.
  • Sie haben Ihre Annahmen zu Ihrem Menschenbild niedergeschrieben – wo können Sie Übereinstimmungen zum Menschenbild von D. Orem finden? • Der Mensch ist ein selbständiges Wesen und verantwortlich für sein TUN.• Er handelt aus freier, innerlicher Entscheidung.• Er steht in Beziehung zu seiner Umgebung und ist eingebunden in eine Gemeinschaft
  • Argumentieren Sie Übereinstimmungen und Abweichungen. Der Mensch soll selbstbestimmt handeln und nicht aufgrund von äußeren Reizen. Dies ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen (Autonomie). Das zweite Grundbedürfnis ist jene nach Bindung. Somit können Menschen nicht unabhängig voneinander leben, sondern sind immer auf Hilfe und Zuwendung von anderen angewiesen.
  • Kreuzen Sie die richtigen Antworten an: o Pflegetheorien sind abstrakte theoretische Konstrukte, die mit der konkreten Pflegepraxis           nichts zu tun haben.o Pflegemodelle dienen ausschließlich der Forschung.o Pflegemodelle sind Abstraktionen der Wirklichkeit der Krankenpflege. Sie                       beschreiben,  erklären und kennzeichnen die Pflegerealität ihrem Umfeld, ihren             Strukturen und ihren Verlaufsformen.o Pflegemodelle sollten grundsätzlich zu der Biografie der Autorin, ihren persönlichen                     Wertvorstellungen und über das Gesundheitswesen ihrer Kultur eine Aussage machen.o Die Autorinnen von Pflegemodellen sollten ihre Vorstellungen zu den zentralen             Aspekten der Pflege machen
  • Nenne 8 lebensnotwendigen Anforderungen, die durch Selbstfürsorge befriedigt werden müssen: 1. Ausreichende Zufuhr von Luft2. Ausreichende Zufuhr von Wasser3. Ausreichende Zufuhr von Nahrung4. Zufriedenstellende Ausscheidungsfunktionen5. Ausgewogenes Verhältnis von Aktivität und Ruhe6. Ausgewogenes Verhältnis von Alleinsein und Geselligkeit7. Verhütung von Gefahren, die den Menschen bedrohen8. Entwicklung innerhalb sozialer Gruppen („normal sein“)
  • Nennen Sie die drei Schlüsselkonzepte von D. Orem 1. Selbstpflege (Erwachsene wollen Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen)2. Selbstpflegedefizit (Vorherrschende Einschränkung)3. Pflegesysteme (Aussagen über Art der Pflege zur Erreichung der Unabhängigkeit)