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Biologie (Fach) / Evolution (Lektion)
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- Beschreibe die zwei verschiedenen Artbegriffe - morphologischer Artbegriff: Lebewesen, die sich zueinander zum Verwechseln ähnlich sehen, gehören zu einer Art - biologischer Artbegriff: Arten sind Gruppen von Individuen (=Populationen), die sich miteinander sexuell fortpflanzen können & von anderen Populationen reproduktiv isoliert sind
- Beschreibe die Theorien der Artenentstehung - göttl. Schöpfungsgedanke: alle Arten wurden "zu Beginn erschaffen" und sind unveränderlich (Konstanz der Arten) - Deszendenztheorie: Entstehung der Arten aufgrund eines gemeinsamen Vorfahrens durch Veränderung
- Was sind homologe Organe? - ... sind Organe, die den gleichen Grundbauplan aufweisen und sich auf eine gemeinsame stammesgschichtliche Ausgangsform zurückführen lassen
- Was sind analoge Organe? - ... sind solche Organe, die in Folge der gleichen Funktion gleich oder ähnlich aussehen, aber einen unterschiedlichen Bauplan haben
- Erkläre das Kriterium der Lage - Organe in einem vergleichbaren Gefügesystem die gleiche Lage einnehmen und den gleichen Grundbauplan besitzen, können aber unterschiedliche Funktionen habe
- Erkläre das Kriterium der spezifischen Qualität - zahlreiche Einheiten des Baus übereinstimmen (menschl. Zahn und Hautschuppe eines Hais, Lunge & Schwimmblase bei Knochenfischen)
- Erkläre das Kriterium der Stetigkeit - Zwischenform mit allmähliche Übergang von der einen zur anderen Struktur erkennen lassen (Lunge & Schwimmblase bei Knochenfischen, primäres Kiefergelnk bei Knochenfischen und Gehörknöchelchen der Säuger)
- Was ist eine Progressionsreihe & was ist eine Regressionsreihe? Homologie: Organe lassen sich in stammsgeschichtlichen Reihen vom einfachen zum komplizierten ordnen - Regressionsreihen sind Abwandlungsreihen bei denen homologe Reihe Schritt für Schritt einfacher oder in ihrer Zahl reduziert werden
- Was sind analoge Organe? - sehen gleich oder ähnlich aus, haben aber einen unterschiedlichen Bauplan
- Wie entstehen analoge Organe? - unabhängig voneinander und zu ähnlichen Formen führen -> Konvergenz
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- Beispiele für Analogie - Stromlinienform bei Wirbeltieren im Wasser, Grabbein, Kiemen, Flügel
- Eignen sich Analogie und Konvergenz zum Nachweis von Verwandtschaft? - nein. Entstehen oft durch gleichen Selektionsdruck in ähnlichen Lebensräumen und haben nix mit gleichen Verwandtschaft zu tun
- Beleg der Evolution Geschlechtsdrüse - ursprünglich wie bei anderen WT waren die Geschlechtsdrüsen im Körper des Männchens. Dass sich Hoden im Hodensack befinden, ist ein neues abgeleitetes Merkmal bei Säugetieren. Die männlichen Geschlechtsdrüsen verlagerten sich von der Körpermitte zu den Beinen - das erklärt den langen umständlichen Weg
- Beleg der Evolution Rudimente Rudimente sind funktionslose, rückgebildete Strukturen. Sind im Laufe der Stammesgeschichte entstanden, wenn sich die Lebensweise einer Art geändert hat
- Beleg der Evolution Atavismus - "Rückschlag" zum Aussehen eines stammesgschichtlichen Vorfahren - bei einzelnen Individuen treten Merkmale wieder auf, die schon vor langer Zeit im Laufe der Stammesgeschichte dieser Art verschwunden sind (Gene von früheren Merkmalen werden nicht ohne weiteres aus der Erbanlage entfernt, sind immer noch vorhanden, werden allerdings blockiert)
- Wieso sind zur Überprüfung von Verwandtschaft DNA besser als Aminosäuren? (3) 1. Aminosäure braucht man bestimmte Menge und "Art" von DNA, bei DNA braucht man nur kleine Menge von DNA dank PCR 2. genetische Code ist redundant: mehrere Basentriplets können für eine Aminosäure codieren 3. kleinschrittigere Analyse möglich, da man auch Mutationen erkennen kann, die keinen Einfluss auf die Aminosäurensequenz hatten
- Was ist die synthetische Evolutionstheorie? - Verknüpfung von Zellbiologie & Genetik mit Darwins Evolutionstheorie - Kernaussage: alle evolutiven Veränderungen beruhen auf Veränderung von Genfrequenzen im Genpool von Populationen -> Prozesse die dafür sorgen nennt man Evolutionsfaktoren (Rekombination, Mutation, natürliche Selektion, Genfluss & Gendrift)
- Gerichtete Selektion? - gerichtete Selektion bevorzugt Merkmale, die einseitig von der mittleren Merkmalsausprägung in der Population abweichen, und fördert daher eine Verschiebung der Merkmale in die bevorzugte Richtung (Stummelflügel bei Fruchtfliegen - nicht flugähig, niedrige reproduktive Fitness da sie schneller gefressen werden)
- Disruptive Selektion? - selektiert "gegen" Individuen mit durchschnittlichem Merkmal (Schnabel mittelgroß, kann weder große noch kleine Samen picken, schlechte Ernährungsmöglichkeiten und niedrigere Fortpflanzungschancen)
- Stabilisierende Selektion? - unterstützt Individuen mit einem durchschnittlichen Merkmal (Vögel mit großen/kleinen Flügel sind im Nachteil beim Fliegen und verrecken)
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