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Grundlagen der Pflanzenproduktion 2 (Fach) / Phytomedizin (Lektion)

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Diese Lektion wurde von wanzi erstellt.

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  • Nenne mind. 5 der wichtigsten Getreidepilze Mehltau (Blumeria graminis) Braunfleckigkeit Blattfleckigkeit Spelzenbräune Roste (Puccina spec) Steinbrande Flugbrande
  • Übertragungsweg des Virösen Gelbverzweigung und Wirtspflanzen Übertragung durch Blattläuse Wirtspflanzen: - Gerste, Weizen, Roggen, Hafer - MAis -Reis - Kultur- und Wildgräser
  • Zu welcher Gruppe gehört das Gelbverzweignungsvirus? Luteovirus-Gruppe
  • Wie wird das Gelbverzwergungsvirus noch genannt? Barley Yellow Dwarf Virus
  • Was sind die Hauptvekotren des Gelbverzweigungsvirus? insgesamt 25 Blattlausarten bekannt Hauptvektoren: - Große Getreideblattlaus - Haferblattlaus - bleiche Getreideblattlaus - grüne Getreideblattlaus
  • Welche Faktoren führen zu einer erhöhten Infektionsgefahr durch das Gelbverzweigungsvirus? - hohe Herbsttemperaturen - Frühsaat - Windstille - bei milden Wintern auch Frühjahrsinfektion von Bedeutung (anholozyklische Überwinterung der Blattläuse)
  • Was sind die Symptome bei einem virösen Gelbverzweigungsbefall? - Nester chlorotischer Pflanzen ab Herbst oder Frühjahr - verstärkte Auswinterung - verstärkte Bestockung - Zwergwuchs - Stärkestau - Rotfärbung - Reduzierte Kornbildung
  • Bei welcher Art ist der Verlust durch Gelbverzweigungsvirus am stärksten? Hafer
  • Was sind Maßnahmen zur Bekämpfung des Gelbverzweigungsvirus? Spätsaat von Wintergetreide Frühsaat von Sommergteriede Niedrige N-Düngung Rasche Vernichtung von Ausfallgetreide
  • Was sind biotrophe PAthogene und was sind Beispiele dafür? Biotroph = von lebenden Organismen ernährend zb Mehltau Roste Brande
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  • Taxonomische Stellung des MEhltau Stamm: Ascomycota Reich: Fungi Ordnung: Erysiphales Familie: Erysiphaleae = Blumeria graminis
  • Morphologie des Mehltau farbloses,einkerniges, verzweigtes und septiertes Myzel Konidien in Ketten an kurzen Knidienträgern, K meist einkernig Bildung von schwarzen Kleistothezien (Fruchtkörpern)
  • Wirtspflanzen des Blumeria graminis Gerste, Weizen, Hafer, Roggen Kultur- Wildgräser wirtsspezifische Forma specialis --> 8 Spezialformen die nur auf bestimmten Wirtspflanzen parasitieren
  • Wie überwintert Blumeria graminis? Als Myzel auf Getreide und Grünland
  • Wann keimen die Konidien der Blumeria graminis? bei 3-31°C und ca 95% Luftfeuchtigkeit
  • Was sind die wirtschaftlichen Auswirkungen von Blumeria graminis? - Verminderung von Kornzahl und-gewicht - geringere Frosthärte - ab 4% bedeckte Blattfläche verringerte Assimilation
  • Wann werden neue Konidien des Mehltaus gebildet? nach 7 Tagen bei günstigen Bedingungen: geringe Luftfeuchte, hohe Temperaturen
  • Benennen Sie die beiden wichtigsten Parasitierungsstrategien von Pilzen Biotroph (von lebenden Organismen ernährend) und pertotroph (besiedeln lebendes Gewebe, töten es ab und ernähren sich von totem Gewebe)
  • Ablauf der Pathogenese des Blumeria graminis 1. Keimung der Konidien mit KEimschlauch 2. Bildung des Appressoriums (Haftscheibe) 3. Eindringen in die Kutikulazelle 4. Bildung Haustorium 5. Bildung weiterer Keimschläuche und Verzweigungen, 6. Bildung weiterer Appressorien und Haustorien 7. Entstehung dichtes Myzel 8. Wenn Pflanze abstirbt, Bildung Kleistothecien, Ausschleudern der Ascosporen im Herbst 9. Überwintern als MYzel auf aufgelaufenen Pflanzen (Wintergetreide)
  • Wie viele Stunden nach der Infektion findet 1. die KEimung 2. die Penetration der Zelle 3. Bildung des Haustoriums statt? 1. Keimung nach 4 Stunden 2. Penetration nach 10 Stunden 3. Haustorium nach 16 Stunden
  • physiologische Symptome bei Blumeria graminis Befall verminderte Photosynthese verminderter Ertrag veränderte Translokation von Assimilaten Verschiebung von sink und source Verhältnissen vermindertses Spross und Wurzelwachstum verminderte Nährstoffaufnahme verfrühte Seneszenz
  • Was sind Kulturmaßnahmen gegen Blumeria graminis? Spätsaat von Wintergetreide verhaltene V-Düngung
  • In welchen Getreidearten gibt es Resistenzgene für Blumeria graminis? Gerste Weizen
  • Beispiele für Perthotrophe PAthogene Blattflecken und Verbräunungen bei Weizen: - Blatt- und Spelzenbräune - Fusariosen -DTR-Blattflecken bei Gertse - Netzflecken -Streifenkrankheit - Blattflecken - Ramularia-Blattflecken
  • Welche Faktoren fördern einen Befall durch Blatt- und Spelzenbräune bei Weizen? - hohe Temperatur - Niederschläge im Frühsommer - infiziertes Saatgut - Strohreste - kurzstrohige Sorten, Halmverkürzungen
  • Zu welcher Gruppe der tierischen Schaderreger gehört der Maiszünsler und das Getreidehähnchen? Insekten mit beißend-kauenden Mundwerkzeugen
  • Was ist der bedeutendste Schädling an Mais? Zu welcher Familie gehört dieser? Maiszünsler Familie: Lepitoptera (Schmetterlinge)
  • Was sind die typischen Befallsmerkmale beim Maiszünsler? - geringere Standfestigkeit durch den Fraß des Stengels --> Stängelbruch, Fahnenknicken - Minierfraß und Lochfraß an Blättern - vermehrter Pilzbefall
  • Wie und wo überwintert der Maiszünsler? als Raupe in Maisstoppeln auf Feld
  • Lebenszyklus Maiszünsler Verpuppung im Frühjahr Schlupf im Mai Flug und Paarung Juni, Juli, August Lebensdauer 10-15 Tage Eiablage auf Blattunterseite Larven schlüpfen nach 1-2 Wochen Überwinterung als Raupe in Stoppeln
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  • Wie viele Eier legt das Maiszünsler-weibchen? bis zu 600 in Paketen von 20-30 Eiern
  • Was kann man anbautechnisch gegen den Maiszünsler tun? - Hächseln und Einarbeiten der Stoppel - Fruchtwechsel - Entfahnen - Sorten mit geringen Stengelbruch anbauen
  • Was sind Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiszünslers? biologische Kontrolle - Schlupfwespen konventionell: Pyrethroidbehandlung bei 80-100cm Höhe Ökologisch: - Bacillus thuringensis - Spritzbrühe - Spinosad gentechnische Verfahren: Injizierung von Gen aus Bacillus thuringensis
  • Zu welchen Schaderregern gehört die Getreideblattlaus? zu den mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen
  • Welche Schäden richtet die Getreideblattlaus an? direkter Schaden: Assimilatentzug (Phloemsauger) indirekter Schaden: Virusübertragung, Produktion von Honigtau --> Pilze morphologisch keine auffallenden Veränderungen
  • Was bedeutet monözischer und diözischer Entwicklungszyklus und welche Schaderreger haben diese? Monözisch: Verbleiben trotz Generationswechsel auf derselben Pflanze/ Überwintern auf ihrer Futterpflanze zb Grüne & Große Geitreideblattlaus Diözisch: Wirtswechsel, Überwinterung auf anderer Pflanzenart Bleiche Getreideblattlaus und Haferblattlaus
  • Welche Blattläuse durchlaufen einen Holo- und welche einen Anholozyklus? Holozyklisch: Bleiche Getreideblattlaus Haferblattlaus & Grüne Getreideblattlaus (in kalten Wintern) Anholozyklisch: Milde Winter: Haferblattlaus Große Getreideblattlaus
  • Wo befällt die Große Getreideblattlaus am häufigsten? Und wo die Bleiche Getreideblattlaus? Große Gbl: an den Ähren Bleiche Gbl: an den Blättern zwischen Zeit der Blüte und Milchreife, besonders unter Fahnenblatt
  • Was sind die pflanzenbaulichen Bekämpfunsmaßnahmen gegen die Getreideblattlaus? - Spätsaat - reduzierte Stickstoffdüngung - Wahl wenig anfälliger Sorten - Nützlingsförderung
  • Was sind die pflanzenbaulichen Bekämpfunsmaßnahmen gegen die Getreideblattlaus? - Spätsaat - reduzierte Stickstoffdüngung - Wahl wenig anfälliger Sorten - Nützlingsförderung
  • Wo verpuppt sich das rot- und wo das blauhalsige Getreidehähnchen? Rothalsig: im Boden Blauhalsig: Auf Blatt
  • Was sind vorbeugende Maßnahmen gegen das Getreidehähnchen? - Sommergetreide nicht in unmittelbarer Nähe zu Wintergetreide säen - Stärker behaarte Getreidesorten --> Haftung schlechter - Zügige Jugendentwicklung der Pflanzen fördern - Nürtzlingsförderung durch Saumbiotope oder Aussaat von Blühstreifen
  • Schadschwelle Getreidehähnchen meistens nicht bekämpfungswürdig Weizen und Gertse: ab 0.5-1 Ei und LArve pro Fahnenblatt Roggen und Hafer: 0,5/0,75-1,5 Ei und LArve / Fahnenblatt
  • Schadschwelle Getreideblattlaus Frühjahr - Ende Ährenschieben --> Spritzung ab 20-30% befallener Blätter bis Ende Blüte --> Spritzung ab 60-80% befallener Ähren und Fahnenblätter oder 3-5 Läusen pro Ähre bis Milchreife --> Spritzung bei über 80% Befall von Ähre und Fahnenblätter
  • Was ist die bedeutendste Pilzkrankheit an Kruziferen? Wurzelhals- und Stängelfäule
  • Wie lange in die Infektionszeit mit Wurzelhals- und Stängelfäile? Wann entsteht der Hauptschaden? ganzjährig möglich Hauptschaden im Herbst
  • Entwicklungszyklus der Wurzelhals- und Stängelfäule - Wachstum und Bildung von Ascosporen auf abgestorbenem Gewebe (saprophytisch), 3 Jahre lebensfähig - Hauptinfektion mit hauptsäcjlich Ascosporen im Herbst, durch Wunden von bspw Rapserdfloh - Nach Infektion: Stängelläsionen, Blattflecken - Anschließend asexuelle Vermehrung und Verbreitung der Pyknosporen durch Regenspriter und Wind - nach Ernte lebt Pilz saprophytisch auf Ernteresten
  • Bekämpfungsmaßnahmen gegen Wurzelhals- und Stängelfäule - Schnelle Beseitigung von Ernterückständen (Sorgfältiges Unterpflügen, Ausfallraps beseitigen) - Fruchtfolge - Schädlingsbekämpfung (Erreger dringt über Verletzungen von zb Rapserdfloh ein) - Fungizidbehandlung
  • Welcher Pilz ist Auslöser für die Weißstängeligkeit beim Raps? Sclerotina sclerotiorum
  • Entwicklung Sclerotinia sclerotiorum - Infektionsausgang durch Sklerotien (Überdauerungsform im Boden) - Auswachsen von MYcel oder Apothecien bei genügend Feuchtigkeit und ca 15-20°C - Infektion v.a. in Blattachseln durch ausgeschleuderte Ascosporen - keine sexuelle Vermehrung, Monozyklus (einjährig)