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Ethik (Fach) / Spezifische Situationen (Lektion)
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- Psychologische Ethik - Arbeitsdefinition Entwicklung von Normen, die: - Verantwortungsvollen Umgang mit Manipulationspotenzial umfassen - Besondere Verletzlichkeit vulnerabler Personen berücksichtigen - Potentielle moralische Konflikte bei Entwicklung neuer Techniken und Anwendungen antizipiert und berücksichtigen - Ausbildung eines Berufsethos der Psychologe ermöglichen
- Deduktives vs. Induktives Vorgehen Deduktiv = von allgemeinen Normen und Prinzipien auf Einzelfälle schließen Induktiv = Normen und Entscheidungen ausgehend von besonderen Fällen entwickeln
- Vier-Prinzipen-Ansatz von Beauchanp und Childress 1. Pespekt vor der Selbstbestimmung 2. Nichtschaden/ Schadensvermeidung 3. Wohltun/ Fürsogeprinzip 4. Gerechtigkeit
- Vier-Prinzipien-Ansatz - Reflektiertes Gleichgewicht - Entwicklung moralischer Einzelurteile über vier Prinzipien - Konkreter Anspruch eines Prinzips, bis Widerspruch zu anderem Prinzip entsteht (Anspruch mindestens gleichwertig) - Ziel = Kohärenz, Einzelurteil revidieren oder Normen modifizieren
- Vier-Prinzipien-Ansatz - Kohärenz erzielen - Vier Prinzipien sind gleichwertig und werden für spezifischen Fall spezifiziert - Prinzipien wichten (zB weniger Lebenszeit, aber mehr Lebensqualität) - Neue Aspekte, wieder gewichten - Normativ-ethisches Instrument zur moralischen Urteilsfidnung
- Untersuchungsmethoden im Internet - Reaktiv --> Befragungen (digitalisierte Fragebögen, Onlineinterviews) - Nonreaktiv --> Beobachtung (Verhaltensbeobachtung in Chats, MUDs, MMOGs)
- Online-Forschung - F2F Begegnung fehlt = veränderte Wahrnehmung von und Umgang mit Probanden - Weniger voreingenommen, weniger Vorteile - Zeitlich asynchron > Neue ethische Dilemmata
- Vorteile von Online-Forschung Forscherperspektive: - Hidden populations (Drogenkonsumenten, Sozialphobiker...) - Spart Zeit und Kosten - Keine geographischen Grenzen - Beobachtung seltener Verhaltensweisen Probandenperspektive: - Leichte Teilnahme - Abbruch leichter - Subjektiv mehr Anonymität
- Nachteile von Online-Forschung Forscherperspektive: - Identität nicht überprüfbar - unreliable Antworten - Begrenzte Interventionsmöglichkeiten Probandenperspektive: - Induzieren emotionaler Reaktion - Verletzung Vertraulichkeit - Befürchtete oder tatsächliche Datenschutzverletzung
- Ethische Implikationen bei Online-Forschung 1. Autonomie 2. Fürsorge 3. Nichtschaden
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- Online-Forschung - Autonome Entscheidung - Informed consent - eigene Kontaktdaten immer angeben
- Online-Forschung - Fürsorgeprinzip - Vertraulichkeit (möglich?) - Verletzung der Privatsphäre (Öffentliche Chatforen?)
- Online-Forschung - Nichtschadensprinzip - Konfrontation mit Distressing-Info (Drohungen gegen andere oder Selbst, Reaktion?)
- Berufsethische Richtlinien DGPs - Online-Forschung 1. Ausschluss von Täuschung, oder Heilen nach Täuschung durch Kontaktaufnahme 2. Ausschluss von Personenidentifikationen ohne persönliche Zustimmung 3. Sicherheit von Datenerhebung, -Sammlung und -übermittlung
- Ethics Guidelines for Internet-mediated Research - Code of Human Research Ethics - Wissenschaftliche Integrität - Soziale Verantwortung - Nutzen maximieren und Schaden minimieren