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Landschaftsökologie (Fach) / Klausurfragen (Lektion)

Beispielfragen

Diese Lektion wurde von d_myrrhe erstellt.

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  • Wie wirkte sich die Flurneuordnung in der zweiten Hälfte des 20 Jh. auf die a-, b-, und y- Diversität in der Kulturlandschaft aus. Erklären Sie auch die Fachbegriffe ---
  • Erklären Sie den Unterschied zwischen Aspektfolge und Sukzession. Welche Formen der Sukzession kennen Sie (Fachbegriffe und Erklärung)? Aspektfolge= Abfolge des jahreszeitlich bedingten Erscheinungsbilds und Arteninventars eines Lebensraums Sukzession= Natürlicher Prozess der nach einer ökologischen Störung abläuft, bis Klimaxstadium erreicht ist > Primär:Vegetationsentwicklung auf neu entstandenem, vormals unbewachsenen Substrat. Primärstandorte bestitzen kein organisches Material, Organismen müssen erst dorthin einwandern  > Sekundär: Etablierung einer Ersatzgesellschaft oder Regeneration vormals bereits existenter Vegetation > Autogen:Vegetationsveränderung aufgrund biotischer Interaktionen bzw. biotischer Modifikationen der Umwelt > Allogen:Vegetationswandel durch "äußere" Einwirkungen bzw. abiotische Faktoren
  • Was versteht man unter dem „Mosaik-Zyklus-Konzept“ und welche Bedeutung hat es für den Naturschutz? Erklärt die zeitliche Abfolge verschiedener Entwicklungsphasen eines Ökosystems (Sukzessionsstadien) und ihr räumliches Nebeneinander durch einen zyklischen Prozess. Wird hauptsächlich auf Wald-Ökosysteme angewendet.  Die Diversität nimmt mit steigendem Alter des Waldes & fortlaufender Sukzession zu und ein dynamisches Gleichgewicht stellt sich ein. Totholz ist wichtig für die Regeneration des Waldes und bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten
  • Erklären Sie drei Grundthesen der Inseltheorie der Biogeographie und ihre Bedeutung für den Artenschutz in unserer Kulturlandschaft? 1. Es herrscht ein hoher Artenumsatz (Turnover), da Gleichgewicht von Aussterben und Zuwanderung von Arten.  2. Arten sterben auf kleinen Inseln schneller aus, da Randeffekte höher sind und geringeres Ressourcenangebot sowie niedrige genetische Variabilität. 3. Zuwanderung ist umso geringer, je mehr ökologische Nischen bereits gebildet wurden und je weiter die Insel vom Festland entfernt ist.  => Um Artenreichtum eines Gebiets zu erhalten ist eine bestimmte minimale Größe erforderlich, die von Flächenansprüchen der Arten abhängt. Minimierung der Randeffekte auf das Gebiet. Wenn Biozönose aus Arten mit unterschiedl. Habitatansprüchen besteht, sind mehrere kleine Reservate von Vorteil. 
  • Was versteht man unter den Begriffen „Altsiedelland“ und „Jungsiedelland“? Woran kann man diese Landschaften heute noch erkennen? Altsiedelland: Bewirtschaftet bereits vor 900 v.Chr., es wurden hauptsächlich natürliche "Gunsträume" besiedelt wie Südwestdeutschland und die Gäulandschaften. Einzelne Große Flächen wurden bebaut. Jungsiedelland: Durch Bevölkerungsdruck wurden bis dahin weitgehend unbesiedelte Regionen (Mittelgebirgsräume) aber auch Richtung Osten besiedelt. Dies waren klimatisch und topographisch eher benachteiligte Regionen. --> Unterschieden sich in Siedlungs- und Flurformen und in der traditionellen agrarsozialen Organisation sowie vorherrschenden Wirschaftsformen (Jungsiedelland: Waldhaine für Vieh und Wölbäcker) 
  • Worin unterschieden sich historische Kulturlandschaften vor ca. 1850 von heutigen Kulturlandschaften in Mitteleuropa. Die Landschaften waren geprägt von ihrer Nutzungsform. Es herrschte integrierte Forst-, Wald- und Weidewirtschaft. Die Biodiversität war am höchsten. Danach wurden die einzelnen Nutzungsformen auf separaten Flächen verteilt ausgeübt. 
  • Welche Bedeutung hatte die Einführung der Dreifelderwirtschaft für Mensch und Landschaft im Mittelalter? Ackerflächen konnten sich durch zeitweise Brachlegung besser erholen und steigerte den Ertrag. Missernten konnten abgeschwächt oder überbrückt werden und durch hohe Erträge stieg der verkauf und handel.
  • Die Ackerbegleitflora trägt mittelbar zur Kontrolle von phytophagen Wirbellosen („Schädlingen“) bei. Stimmt diese Aussage? Begründen Sie Ihre Antwort! Ja, da die Schädlinge mehr oder weniger auf diese Pflanzenarten spezialisiert sind zuerst diese befallen. Zudem beherbergen sie eine ganze Reihe von nützlichen Insekten und Spinnen, die die Schädlinge fressen bzw. zurückdrängen.
  • Was versteht man unter „selektiver Unterbeweidung“ und welche Folgen hat sie auf die Futterqualität und die a-Diversität? Durch hohes Futterangebot werden weniger bevorzugte Pflanzen auf der Weide stehen gelassen und können sich vermehren. Dies führt zwar zu einer Erhöhung der a-Diversität aber senkt die Futterqualität
  • Zu welchem Zweck wurden Streuwiesen angelegt und was macht sie zu bevorzugten Objekten des Naturschutzes? Nutzung von eher feucht-nassen Wiesen, die für Ackerbau ungeeignet waren um Rauhfutter (Heu) und Einstreu - vor allem für Milchviehwirtschaft - zu gewinnen. Auf diesen sehr extensiv genutzen Wiesen leben bundesweit seltene Tier- und Pflanzenarten, die nur in Streuwiesen genug Licht bekommen, da die hochwüchsige Vegetation fehlt.
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  • Nennen Sie drei wichtige Eigenschaften von Pflanzen, die diese zu Weideunkräutern machen. - giftig oder schwer bekömmlich für Tiere - keine hohe Futterqualität - Verdrängen gute Futterpflanzen  (Platz- und Nährstoffräuber)
  • Nennen Sie 4 wichtige Lebensraumeigenschaften bzw. –funktionen von Streuobstwiesen. 1. Dreidimensionale Nutzfläche (Grünland, Obst, Holz)  2. Bäume als Lebensräume  3. Hohe Raumdiversität und damit viele ökologische Nischen 4. Schutz vor Sonneneinstrahlung und Regen 5. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitstagesgänge sind ausgeglichener 6. Setzt Windgeschwindigkeit herab
  • Nennen Sie 4 lineare, morphologische Strukturen in der Kulturlandschaft. Welche Bedeutung haben diese Strukturen für den Naturschutz? - Stufenraine/ Lesesteinreihen  - Gehölzfluren  - Gewann - 
  • Was ist der Unterschied zwischen einer segregierten und einer integrierten Landnutzungskonzeption? Bei der Integrierten wurden die Nutzungsformen Land-, Forst-, und Weidewirtschaft vereint und auf einer Fläche gleichzeitig betrieben.  Danach wurden die einzelnen Nutzungsformen auf einzelne, getrennte Flächen segregiert. 
  • Warum hatte das tausendjährige Hochwasser (Magdalenen-Hochwasser) im Juli 1342 derart gravierende Folgen für Landschaft und Menschen Mitteleuropas? Das Hochwasser sorgte für großflächige Überschwemmungen und Erosionen. Brücken wurden zerstört, Flussläufe änderten sich oder verlandeten. Durch folgende regenreiche Sommer und den erodierten Boden gab es extreme Ernteeinbußen, das zu großen Hungersnöten führte.