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Landschaftsökologie (Fach) / Ökosystem Wiese und Weide (Lektion)
Grünlandbewirtschaftung, Ökologie des Grünlands
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- Unterscheidung von Dauergrünland natürliches Dauergrünland: - Steppenheide- Grasfluren in Flussauen- alpine Matten- Salzwiesen künstliches Dauergrünland: Dauerwiesen: - Heuwiesen- Grünfutterwiesen- Streuwiesen Dauerweiden:- Hutung- Triftweide- Standweide- Protionsweide Nebennutzung:- Straßenränder- Deiche- Flug- und Golfplätze
- Dauergrünland in der alten BRD - südlich mehr Wiesen - nördlich mehr Weiden
- Nutzungsbedingte Umweltfaktoren - Wiese - Mahd, Schnitt (ein- bis mehrfach) -> schlagartige und vollständige Abräumung der assimilationsfähigen Vegetationsdecke (Änderung des Mikroklimas) - Düngung - Maschineneinsatz
- Nutzungsbedingte Umweltfaktoren - Weide - Fraß = kontinuierliche, selektive, nie vollständige Entfernung in unterschiedl. Höhe--> Assimilation zwar eingeschränkt aber nie unterbrochen - Rückführung eines Teils der entfernten Nährstoffe durch Kot und Harn - Tritt (räuml. und zeitl. variabel) - (Düngung und Maschineneinsatz)
- Bewirtschaftungsverfahren - Streuwiese (späte Mahd, wenig Düngung, viel Ertrag und hohe Artenvielfalt) - Futterwiese, 1 schürig + Nachweide (wenig Ertrag aber dafür sehr hohe Artenvielfalt) - Futterwiese 2 schürig (viel Düngung, viel Ertrag, Artenzahl sinkt drastisch) - Triftweide (wenig Ertrag & Düngung, sehr hohe Artenvielfalt aber mehr Unkraut als Futterpflanzen) - Standweide + Säuberungsschnitt am Ende (Ertrag und Düngung höher, Artenvielfalt geht zurück) - Umtriebs- Mähweide (Ertrag und Düngung sehr hoch, Artenvielfalt sehr niedrig)
- Weideverfahren - Hut- oder Triftweide (ca. 1350 Arten)--> Unterbeweidung - Standweide (ca. 300 Arten) --> Anfangs Unterbeweidung dann aber Überbeweidung, Geilstellen) - Umtriebsweide (ca. 75 Arten) --> Wechsel von Weide und Mahd, weder Unter- noch Überbeweidung
- Weidewirkung unterschiedlicher Weidetiere - Schafe und Pferde selektieren stark, scharfer Biss - Rind selektiert am wenigsten, rupft mit Zunge - Schaf tritt nur leicht und punktuell, nur leichte Bodenverdichtung - Kotstellen bei Schafen gleichmäßig verteilt, bei Pferden auf bestimmte Stellen konzentriert, bei Rindern verteilt aber verstärkt an Lagerstellen
- Eigenschaften von Weideunkräutern + Reduzierungsmöglichkeit - giftig oder schwer bekömmlich für Nutztiere - Platz- und Nährstoffräuber (auch Bäume/Sträucher auf Weiden) - kein großer Nährwert/Futtermittelwert --> können z.T. durch frühe Nutzung, Beweidung, angepasste Düngung und Pflege des Grünlands zurückgedrängt werden
- Ökologische Präferenzen gefährdeter Gefäßpflanzen - bevorzugen magere, nährstoffarme (oligotrophe) Standorte - helle, warme, trockene oder sehr nasse Standorte
- Heutige Bedeutung von Magerwiesen - Kulturrelikte- Beitrag zum Erhalt der Biodiversität- Markenzeichen einer Erholungslandschaft- Beitrag zum Umweltschutz (Senkung der Nitratbelastung im Grundwasser) - Medizin für zivilisationskrankes Vieh (viele Kräuter)- Grundlage für Premiumprodukte (z.B. Heumilch)
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