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Corporate Governance (Fach) / Lektion 3 - Kontroll- und Überwachungskonzept im CG-Diskurs (Lektion)

Lektion 3 - Kontroll- und Überwachungskonzept im CG-Diskurs

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  • Überwachung Spektrum von Aktivitäten deren Gegenstand die Gegenüberstellung von Ist- und Soll-Objekten ist  verfolgt das Ziel Abweichungen zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten
  • Bereiche der Unternehmensführung a) Willensbildung und b) Willensdurchsetzung dient der Erreichung der betrieblichen Ziele
  • weitere Aktivitäten der Überwachung - Bestimmung des Ist-Zustands, also Festlegungen zur Quantität und Qualität - Ableitung des Soll-Zustands, also Festlegungen zum definierten Maßstab - Gegenüberstellung von Soll- und Ist-Zustand, sowie die Bemessung und Untersuchungauftretender Abweichungen - Informationsgewinnung zu solchen Untersuchungsergebnissen- vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung bzw. zum Abbau von Abweichungen
  • Systematisierung von Überwachung werden anhand ihres Zeitbezugs systematisiert - Kontrolle = Überwachungsaktivitäten, die in den betrieblichen Ablauf integriert sind und simultan zu den Prozessen von direkt oder indirekt prozessabhängigen Personen vollzogen werden - Prüfung (auch: Revision) = eine dem Planungs- und Realisationsprozess zeitlich nachgelagerteÜberwachungsaktivität, die idealerweise durch eine prozessunabhängige, unbefangenePerson durchgeführt wird - Aufsicht = wird von internen oder externen Akteuren antizipativ im Bereich der Planungsphasevollzogen
  • Überwachungsfunktionen Korrekturfunktion = Maßnahmen zur Gegensteuerung; Effizienzgrad wird durch Quantität und Qualität der vorliegenden Informationen bestimmt Präventivfunktion = Überwachungsaktivitäten können einen psychologischen Effekt auf das Management haben im Sinne des Überwachenden zu agieren Entlastungsfunktion = die Gewissheit der Überwachung kann aufseiten des Managements zu einer Verringerung der Entscheidungsunsicherheit in risikoreichen Zeiten führen, die ansonsten zu einer Entscheidungsparalyse führen könnten
  • Überwachungsgegenstand Fokussierung auf ausgewählte Aspekte im CG-Kontext, u.a.: - strategische Entscheidungen mit langfristigem Charakter - Entwicklung und Implementierung von Planungs- und Kontrollsystemen - Konzipierung und Einführung von Organisationssystemen
  • Überwachungsträger Vielzahl an Akteuren und/oder Institutionen denkbar sowohl unternehmensintern als auch –extern möglich verfügen über höchst spezifisches Überwachungsinstrumentarium
  • Überwachungsnormen Grundvoraussetzung einer wirksamen und glaubwürdigen Überwachung Normen im Sinne von Soll-Objekten 3 Kategorien: 1. Ordnung = eindeutige Regeln, bspw. juristische oder mathematische Vorschriften 2. Ordnung = werden unter Bezugnahme von allgemeingültigen Maßstäben im objektiven Sinne gebildet 3. Ordnung = werden aus objektivierbaren Kriterien gebildet --> nur 1. Ordnung exakt bestimmbar – 2. und 3. Ordnung besitzen einen qualitativen und/oder quantitativen Bewertungsspielraum --> daher Grundsätze
  • Grundsätze bei Überwachungsnormen Vermeidung und Begrenzung subjektiver Ermessungsspielräume bei Soll-Objekten 2. und 3. Ordnung durch Grundsätze - Rechtmäßigkeit = ausdrückliche Beachtung legislativer Maßstäbe - Ordnungsmäßigkeit = Orientierung an allgemeingültigen Maßstäben der Betriebswirtschaft - Zweckmäßigkeit = Fokussierung auf echte Managemententscheidungen (solche die dem Erhalt bzw. dem Ausbau der betrieblichen Wettbewerbsfähigkeit dienen) - Wirtschaftlichkeit
  • Überwachungsurteil Dokumentation der Ergebnisse der Überwachungsarbeit Begründung und Belegung von Abweichungen bei den betrachteten Ist- und Soll-Objekten idealerweise inkl. Empfehlungen und Anregungen zur Behebung der identifizierten Abweichung
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  • Arten von Überwachungsurteilen - Alternativurteile = Zuweisung zu sich gegenseitig ausschließenden Kriterien - Gradurteile = diesen liegt eine Rangfolge von Erkenntnissen (beispielsweise in Form von Benotungen) zugrunde - Quantitätsurteile = Wertungen zu Ergebnissen aus Prozessen der Erkenntnisgewinnung (beispielsweise Veränderungen des Jahresüberschusses aufgrund alternativer Bewertungsmethoden)
  • Übergeordneter Zweck der Überwachungsaufgabe Vermeidung von Nachteilen für die Eigentümer durch Handlungen des Managements aber: Nicht jede Unternehmenskrise ist das Produkt mangelhafter oder unzureichender Überwachung --> stattdessen: die Unternehmensführung wird in ihrem Bemühen um den Erhalt bzw. den Aufbau der betrieblichen Wettbewerbsfähigkeit mehr und mehr mit schlecht strukturierten Entscheidungssituationen in der für sie relevanten Unternehmensumwelt konfrontiert --> Darstellung dieser Entwicklung im Konzept der Zeitschere  
  • Unterschied Komplexität vs. kompliziert eine komplizierte Situation kann durch die betroffenen Akteure in einem angemessenen Zeitraum durchdrungen und verstanden werden  Komplexe Systeme hingegen können in kurzer Zeit eine große Anzahl unterschiedlicher Zustände annehmen, die von nicht linearen, multikausalen Ursache-Wirkungszusammenhängen gekennzeichnet sind --> das übliche Ursache-Wirkungs-Denken ist nicht zielführend --> Entscheidungen in komplexen Kontexten gehen de facto mit einer nicht unerheblichen Irrtums- bzw. Fehlerwahrscheinlichkeit einher
  • Governancemechanismen alle Entscheidungs- und Kontrollstrukturen eines Unternehmens, die zur Behebung bzw. Verringerung des CG-Problems beitragen und damit einen Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen herbeiführen können Der Wert von Unternehmen ohne Anwendung solcher Mechanismen führt zu einer Second-Best-Situation Das Einsatzoptimum führt zu einer Annäherung an die First-Best-Situation
  • Schlussfolgerungen aus der Einsatzintensität von Governancemechanismen - verdeutlicht die Existenz einer quasi optimalen Einsatzintensität von solchen Disziplinierungsmaßnahmen - der mit den Governancemechanismen erzeugte Unternehmenswert kann als Differenz zwischen dem Niveau der „First best“-Lösung und den Residualkosten aufgefasst werden
  • interne Governancemechanismen - Aufsichtsgremien - Anreizsysteme - Kapitalstruktur - Revision
  • externe Governancemechanismen - Produktmarkt - Arbeitsmarkt - Kapitalmarkt (Ratings)