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Verwaltungswissenschaft (Fach) / Max Weber- Bürokratiemodell (Lektion)

11 Elemente + Beschreibung/Funktion/Vor- Nachteile

Diese Lektion wurde von Erayte erstellt.

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  • Zur Einordnung - Bürokratiemodell Weber orientierte sich zwar teilweise an der preußischen Verwaltung, er wollte aber nicht einfach ein besstehendes System beschreiben oder gals als "anzustrebendes Modell" vorschreiben, sondenr ein "Idealtypus" entwickeln. Idealtypen greifen für wesentlich gehaltene Systemmerkmale heraus, führen sie auf ihren Wesenkerns zurück und fügen sie dann zu einem einheitlichen Gedankenkonstrukt zusammen --> Er nimmt also wirklich nur die ganz wesentlichen Elemente und frag "Was sind die Elemente idealerweise leisten?" Zusammengefasst - sie sind also keine Realitätsveschreibungen oder Handlungsanleitungen, sondern vielmehr eine Art "Analyseinstrument" - Am Idealtypus kann man die Realität messen und Abweichungen, Dysfunktionen, und Veränderungen erkennen und beschreiben ("Ideal und Wirklichkeit")
  • 11 Elemente 11 Elemente sind: 1. Formalisierung durch schriftliche Regeln 2. Schriftlichkeit/ Aktenkundigkeit 3. Arbeitsteilung/ Spezialisierung 4. Amtshierarchie/ Instanzenzug 5. Rekrutierung aufgrund nachgewiesener Fachqualifikation 6. Trennung von Amt und Person 7. Trennung von laufendem Prinzip und Budgethoheit 8. Lebenszeit/- Hauptamtlichkeitsprinzip 9. Gregelter Aufstieg (Laufbahnprinzip) 10. Standesgemäße Geldentlohnung (Alimentation) 11. Disziplin und Berufsethos 
  • 1. Formalisierung durch schriftliche Regeln Die idealtypische Bürokratie ist zunächst gekennzeichnet durch schriftliche Regeln Das ist die legale Herrschaft kraft satzung und die deutlichste/ reinste Ausprägung ist die Bürokratie. Die Bürokratie bestimmt sich zunächst mal durch die schriftlichen Regeln 1. Formalisierung durch schriftliche Regeln - Rechtsbindung und -Steuerung, Gesetzmäßigkeit Vorteile: - korrekte, an das Recht gebundene Arbeitsweise - stabiles, geordnetes System Nachteile:  - "Betriebsblindheit" durch strikte Einhaltung der Regeln - Mangelnde Flexibilität
  • 2. Schriftlichkeit/ Aktenkundigkeit Verwaltung nimmt seit dem Beginn der staatlichen Ordnung spezialisierte Aufgaben wahr und benötig dafür insbesondere Informationssysteme "Schriftlichkeit"/ "Aktenkundigkeit" sind Grundmerkmale von Verwaltungstätigkeiten - Akte = "geordete Zusammenfassung des Schriftgutes zu einer bestimmten Angelegenheit innerhalb der öffentlichen Verwaltung, aus der möglichst jederzett der Sachstahnd und die weitere Bearbeitung zu ersehen sein wollen" Akten sind ein Arbeitsmittel und gleichzeitig ein Nachweis was in welcher Art und Weise getan wurde. 2. Schriftlichkeit/ Aktenkundigkeit Mehrdimensionale Funktionalität: - Arbeitsmittel und Nachweis (Perspektive des Bediensteten) - Kontrollmöglichkeit (Pespektive des Vorgesetzten/ Herrschenden) - Dokumentation von Leistungsbringung/ -erhalt (Perspektive des Beherrschten)
  • 2. Schriftlichkeit/ Aktenkundigkeit Verwaltung nimmt seit dem Beginn der staatlichen Ordnung spezialisierte Aufgaben wahr und benötig dafür insbesondere Informationssysteme "Schriftlichkeit"/ "Aktenkundigkeit" sind Grundmerkmale von Verwaltungstätigkeiten - Akte = "geordete Zusammenfassung des Schriftgutes zu einer bestimmten Angelegenheit innerhalb der öffentlichen Verwaltung, aus der möglichst jederzett der Sachstahnd und die weitere Bearbeitung zu ersehen sein wollen" Akten sind ein Arbeitsmittel und gleichzeitig ein Nachweis was in welcher Art und Weise getan wurde. 2. Schriftlichkeit/ Aktenkundigkeit Mehrdimensionale Funktionalität: - Arbeitsmittel und Nachweis (Perspektive des Bediensteten) - Kontrollmöglichkeit (Pespektive des Vorgesetzten/ Herrschenden) - Dokumentation von Leistungsbringung/ -erhalt (Perspektive des Beherrschten) Vorteile: - Probleme können frühzeitig erkannt und beseitigt werden - Man kann prüfen, oib die Arbeit vom Bediensteten ordnungsgemäßg ausgeführt wurde Nachteile: - Das Gefühl ständig kontrolliert zu werden. folglich angespannte Atmosphäre 
  • 3. Arbeitsteilung/ Spezialisierung - beschreibt die horizontale sachbezogene Tätigkeits- und Zuständigkeitsverteilung (zwischen unterschiedlichen Verwaltungsbereichen) Vorteile: - Vermeidung von Fehlern durch Arbeitsteilung  - vorgefertigte Schemata und Arbeitsteilung
  • 4. Amtshierarchie/ Instanzenzug - vertikale sachbezogene Tätigkeits- und Zuständigkeitsverteilung (Innerhalb eines Verwaltungsbereichs) - Über-/ Unterordnungsverhältnisse (Ämterpyramide) - Befehlsweg (Weisungsrecht ggü. untergeordneter Instanz) - Dienstweg (bei Problemen wird die nächsthöhere Instanz eingeschaltet) - Appelationsweg (Festgelegter Berufungs- und Beschwerdeweg) Das bedeutet, dass die Amtshierarchie nicht nur einfach die formale Aufbau-Organisation ist, sondern gleichzeitig all diese Dinge klarmacht wie innerhalb dieser hierarchischen Organisation korrekt gearbeitet wird. All das setzt die Rekrutierung aufgrund nachgewiesener Fachqualifikation voraus Vorteile: - Bequemlichkeit durch wenig Verantwortung
  • 5. Rekrutierung aufgrund nachgewiesener Fachqualifikation Rekrutierung aufgrund nachgewiesener Fachqualifikation ist die formalisierte Regelung und Überprüfung von Ausbildung-, Zugangs- und Einstellungserfordernissen  --> Damit letzlich die Umsetzung des Leistungsprinzips Es werden also formalisierte Regelungen (Prüfungen) aufgestellt, um zu prüfen ob die Person die erforderlichen Fachqualifikationen/ Voraussetzungen erfüllt. Vorteile: - es wird sichergestellt, dass die Arbeit von einer dazu qualifizierten Person erledigt wird
  • 6. Trennung von Amt und Person Bei der Trennung von Amt und Person wird das Amt zeitlich begrenzt wahrgenommen, es gibt keine Erbämter Das Amt kann nicht belieben weitergegeben werden, man ist nicht der Besitzer des Amtes Eine sachbezogene und "unpersönliche" Amtsführung unabhängig der persönlichen Vorlieben und Abneigungen ist gefordert Eine neutrale, nicht bevorzugende und benachteiligende Amtsführung unabhängig der persönlichen Vorlieben und Abneigungen ist das, was man in einer Bürokratie möchte. Also ein ggü. dem Volk korrekt arbeitender Bedienstete ("Amtsperson"). Vorteile:  - sachbezogen und unpersönlich - Gleichbehandlung aller - Neutralitöt Nachteile: - Maschinenartikeit (Entpersönlichung) - Mangelnde Flexibilität
  • 7. Trennung von laufendem Betrieb und Budgethoheit Verwaltung entscheidet nicht selbst über ihr Budget, sondern bekommt Mittel zugeteilt (In der Demokratie steht Budgethoheit dem Parlament zu) Die Regierung entscheidet nicht über den Haushalt/Budget, sondern Parlament
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  • 8. Lebenszeit/ Hauptamtlichkeitsprinzip - Dauerhaft stabile Dienstverhältnisse ("Bamtentum"), die als Hauptberuf ausgeübt werden - Zur Vermeidung vion Konkurrenzverhätnissen und Inkompabilitäten strenge Genehmigungspflichtenbei Nebentätigkeiten warum dauerhauft und Stabil? - weil wir eben die staatlichen AUfgaben dauerthaft wahrnhemen müssen - weil wir dafür nicht exobitante Löhne zahlen können Das bedeutet, wenn ich von jemandem verlange, dass er hauptamtlich für mich arbeiten soll. dann muss ich auch dafür sorgen, dass diese Person eine gewisse Sicherheit hat und daher kommt dieses "Lebenszeitprinzip" Vorteile: * Gute Bezahlung/ Lebenszeitprinzip Nachteile: * Erschwert Nebentätigkeiten auszuüben
  • 9. geregelter Aufstieg (Laufbahnprinzip) Gliederung des öffentlichen Dienstes in: - Laufbahnen (z.B. nicht technischer Verwaltungsdienst) - Laufbahngruppen (z.B. "einfacher", "mittlerer", "gehobemnr", "höherer" Dienst) - Laufbahnämter (z.B. "gehobener" Dienst: A9-12) Formalisierter Ein-/Aufstieg: - Laufbahnbefägiung als Voraussetzunh  für Eingangs-/ und Einstiegsamt - nachfolgende Laufbahnä,mter werden in der Reihe nach unter Einhaltung von Mindesfristen aufgrund von Beförderungen durchlaufen - bewusst geringe Durchlässigkeit zwischen Laufbahngruppen, hohe formale Voraussetzungen für Laufbahnaufstieg in Wirklichkeit: ist es mehr Anzusehen als eine Absicherung insbesondere ggü. Dach- und Fachfremnden Einflüssen. Man hat bewusst eine Hürde geschafften, um zu sagen "wir wollen diese formalen Qualifikationen haben , damit hier nicht irgendhemand reinkommen kann aufgrund von sachfremden Kriterien" Das gleiche ist mit dem langsamen Aufsteig von Amt zu Amt (A9 - A12) gemeint. Das soll nämlich den Bediensteten zu schützen z.B. vor Überforderung. Vorteile: - Schutz sowohl für die Bediensteten als auch für den Apparat - (Aufsteig) gerichtlich prüfbar - Aufsteigsmöglichkeiten Nachteile: - starres System/ erschwerte Aufsteigsmöglichkeiten - Eigeninitiative hindernes System
  • 10. Standesgemäße Geldentlohnung (Alimentation) Dienst- und Versorgungsbezüge müssen einen nach Dienstrang, Amt und Entwicklung der allgemeinen Verhältnisse angemessenen Lebensunterhalt als Voraussetzung für eine hauptberufliche Lebenszeittätigkeit gewährleisten. Das bedeutet, dass es bestimmte Grenzen gibt, in denen man den Bediensteten bezahlen muss, wenn er/sie beamter ist. All diese Dinge sind gerichtliche überprüfbar Vorteile: - Alimentation -Angemessene Bezahlung - Gerichtliche Überprüfbarkeit
  • 11. Disziplin u. Berufsethos (z.B. Pflichterfüllung, Neutralität, Amtsverschwiegenheit) Öffentliche Bedienstete unterliegen zahlreichen Amtspflichten, Geboten und Verboten  Berliner Landesbeamtengesetz enthält z.B. - Regelungen zu Abordnung/ Versetzung/ Mehrarbeit aus dienstlichen Gründen - Nebentätigkeiten - Verbot der Annahme von Belohnungen/ Geschenken - Festlegung von Wohnung/ Aufenhtalt aus dienstlichen Gründen - Dienstvergehen von Ruhestandsbeamten Vorteile: - gesetzestreue sowie unbestechliche Beamte - Diesziplinargesetz Nachteile: - Starke Kontrolle und Zwang eines Beamten (Eischränkung bei Wohnort/ Nebentätigkeit etc.)
  • Bürokratiemodell Kritik Weber erkennt mögliche Nachteile/ Gefahren bürokratischer Organisation, die sich untrennbar aus deren "Maschineneratigkeit" ergeben - Entpersönlichung und Einschränkung der Selbstveranwortung der Bediensteten - Keine Eigeninitiative  ABER die Trennung von Amt und Person und die Regelbindung waren vorgesehen. Man nahm in Kauf, dass es keine Eigeninitiative der Bediensteten gibt. - Entwicklung von "Eigengesetzlichkeit aufgrund der Größe und des Spezial-Wissen von Bürokratien kann zu probleme der politischen Steuerung und Kontrolle führen. Weber wollte aber eine Maschine, weil die Maschine am schnellsten, fachkundigsten und i.d.R billiger als die formell unentgeltliche ehrenamtliche ist. Es ist ganz wichtig, wenn man über die Kosten von Verwaltungen oder ähnliches redet.Man sollte immer überlegen welche Alternativen es gibt. Max Weber sagt eben es ist ein großer Maschinenartiger Apparat, der für hochspezialisierte Fachaufgaben gemacht ist und diese Fachaufgaben kann Maschine einfach viel besser als alle anderen Apparate und Leute, die dafür nicht geschult worden sind. Nach dem Bürokratiekonzept organisierte Verwaltung sind inbesondere ausgerichtet auf die ... - gesetzestreue  - sachbezogene - korrekte - unbestechliche -berechenbare - überprüfbare  Erledigung von Staats- und Verwaltungsaufgaben