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Gaddnbau (Fach) / Fyddo (Lektion)
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- Nennen Sie 5 Gruppen von Pflanzenschutzmitteln und die Zielorganismen gegen die sie wirken sollen. Bakterizide-->Bakterien, Fungizide-->Pilze, Insektizide-->Insekten, Akarizide-->Milben, Nematizide-->Nematoden
- Was versteht man unter einem Pflanzenstärkungsmittel. Worin unterscheiden sich Pflanzenstärkungsmittel von den Pflanzenschutzmitteln? PStM= Stoffe, die ausschließlich dazu bestimmt sind, allgemein der Gesunderhaltung der Pflanze zu dienen. PStM: bedürfen keinem Zulassungsverfahrenàungeprüft und größtenteils ungetestet auf den Markt gebracht, frei erhältlich, Kennzeichnung: „Pflanzenstärkungsmittel“ PSM: strenges Zulassungsverfahren, Kennzeichnung: „Pflanzenschutzmittel“, nur mit Sachkundeausweis erwerbbar
- Pflanzenschutzmittel werden auf verschiedene Art und Weise ausgebracht. Welche Ausbringungsformen werden bei Pflanzenbehandlungen unterschieden? Spritzen, Sprühen, Nebeln, Gießen, Streuen
- Was versteht man unter einer Saatgutbeizung? Welchem Zweck dient sie? Behandeln von Saatgut mit flüssigen oder pulverförmigen Pflanzenschutzmitteln, um eine Verschleppung von Erregern über das Saatgut zu unterbinden oder den Keimling zu schützen
- Erläutern Sie durch welche Merkmale die Wirkungsweisen von Kontakt- und systemischen Fungiziden charakterisiert sind und welche Vor- und Nachteile sie aufweisen. Kontaktfungizide: Mittel bleibt auf der Pflanzenoberflächte und bildet eine protektive Schicht, die Sporenkeimung verhindert Vorteile: breites Wirkspektrum, keine Resistentbildung Nachteile: geringe Wirkdauer, vollst. Benetzung erforderlich, Neuzuwachs ungeschützt, Verluste durch Regen Systemische Fungizide: Wirken kurativ, diffundieren in das Gewebe, breiten sich teilsystemisch und systemisch aus und hemmen das Myzelwachstum in der Pflanze Vorteile: spezifische Wirkung, keine vollst. Benetzung erforderlich, Neuzuwachs geschützt, längere Wirkdauer, keine Verluste durch Niederschläge Nachteile: Spezifische Wirkung⇒Gefahr der Resistenzbildung
- Welche Wirkungsweisen werden bei Insektiziden hinsichtlich der Aufnahme des Wirkstoffes durch das Insekt unterschieden? Aufnahme über Insektenoberfläche (Kontaktgifte, lokal auf Pflanze-->Indirekt, oder direkt) Aufnahme gasförmig über Stigmen (Atemgifte), Aufnahme über Nahrungsaufnahme (Fraßgifte, lokal oder systemisch an/in Pflanze)
- Welche Folgen hat die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln für den Verbraucher und was wird getan, um Risiken zu minimieren. Definieren Sie den Begriff Wartezeit. Folgen: Rückstände im Endprodukt-->Aufnahme von Verbraucher Risikominimierung: tox. Untersuchungen, Zulassungsverfahren, gesetzlich festgelegte Rückstandshöchstgehalte und damit verbundene Wartezeiten, Integrierter Pflanzenschutz Definition Wartezeit: Zeitspanne, die während der letzten Anwendung des Mittels und frühesten Nutzung des Ernteguts eingehalten werden muss, um sicherzustellen, dass bei sachgemäßer Anwendung des PSM die gesetzlich festgelegte maximale Rückstandsmenge nicht überschritten wird.
- Stellen Sie das „Nationale Zulassungsverfahren“ für Pflanzenschutzmittel dar (§ 34 PflSchG) Über das BVL erfolgt die Zulassung für max. 10 Jahre (und Widerruf) unter Einvernehmen des UBA(bewertet Umweltverhalten&Auswirkungen) und unter Benehmen des JKI(bew. Wirksamkeit, Pflanzenverträglichkeit&Nutzen) und BfR(bew. gesundheitliches Risiko). Grundvoraussetzung für Zulassung: Ergebnis der EU Wirkstoffprüfung
- Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird im § 12 des Pflanzenschutzgesetzes geregelt. In welchen Anwendungsgebieten darf ein Pflanzenschutzmittel nur zum Einsatz kommen? Wie ist die Aufbrauchfrist geregelt? Nur entsprechend der bei Zulassung festgelegten Anwendungsgebieten (Pflanze&Schadorganismus) und -bestimmungen Anwendung nicht zugelassener Mittel ist Verboten Nicht zugelassene Mittel können noch 18 Monate ab den Tag des Endes der Zulassung angewandt werden Anwendung außerhalb der bei Zulassung festgelegten Anwendungsgebiete ist untersagt (Ausnahmen bei Genehmigung im Einzelfall)
- Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird im § 12 des Pflanzenschutzgesetzes geregelt. Auf welchen Flächen dürfen Pflanzenschutzmittel nicht zum Einsatz kommen? Nennen Sie Beispiele. befestigte Freilandflächen und sonstigen Freilandflächen, die weder landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich noch gartenbaulich genutzt werden (Gleisanlagen, Wege und Wegränder, Straßen, Hof- und Betriebsflächen,…)
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- Nennen Sie die Elemente eines reduzierten Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln durch gezielte Anwendung. Sachgerechte Anwendung (Zulassung, geprüfte Geräte, sachkundiger Anwender, Dokumentationspflicht) Keine starren Behandlungsfolgen nach Kalender Anwendungen risiko- und schadensbezogen(Kontroll- und Prognosemethoden) Anwendung nach Schadensschwellen
- Definieren Sie den Begriff „Wirtschaftliche Schadensschwelle“. Was ist eine Bekämpfungsschwelle? Wirtschaftliche Schadensschwelle: Ab einem gewissen grad des Schadens Maßnahmen ergreifen; wirtschaftlich, wenn die ertraglichen Einbußen höher werden als die Kosten für PSM Bekämpfungsschwelle: Maßnahmen ergreifen eher ein Schaden zustandekommt