25
Gaddnbau (Fach) / Fyddo (Lektion)
Anzeige
- Wie dringen Bakterien in die Pflanze ein? Nennen Sie die wichtigsten Infektionswege. natürliche Öffnungen (Stomata, Lentizellen, Hydathoden) nichtkutinisierte Stellen (Wurzelhaare, Narben, Nektarien) Wunden (Wachstumsrisse, Wunden durch biotische oder abiotische Einflüsse)
- Wie besiedeln Bakterien ihre Wirtspflanze? Aufenthalt in Interzellularen⇒Toxinbildung⇒Gewebezerstörung&Austritt von Zellinhaltsstoffen⇒Massenvermehrung⇒lok. Besiedlung der Interzellularen durch Eigenbewegung⇒Systemische Besieglung durch Eindringen in Leitungsbahnen
- Erläutern Sie, auf welche Art und Weise bakterielle Nassfäuleerreger das Wirtsgewebe zerstören? Mazeration: Auflösung des Zellverbandes durch Ausscheidung von Cellulasen und Pektinasen
- Erläutern Sie die Begriffe „Haupt- und Nebenfruchtform“. Welche Funktion üben sie aus Hauptfruchtform (Teleomorph) ist ein Entwicklungszyklus von Pilzen/Pilzähnlichen, bei dem durch geschlechtliche Fortpflanzung, also meiotisch Fortpflanzungseinheiten (Sporen) entstehen. Sie dient der Überdauerung und der genetischen Neukombination und erfolgt einmal pro Entwicklungsperiode.Als Nebenfruchtform (Anamorph) wird ein Pilz bezeichnet, wenn er in einem Entwicklungszyklus vorliegt, bei dem die Fortpflanzungseinheiten asexuell, also mitotisch gebildet werden und zur schnellen Ausbreitung dienen. Bildung 20-30 mal pro Veg.periode.
- Zusatzfrage: Stellen Sie die sexuellen Fortpflanzungsmechanismen von Pilzen dar Gametogamie=Gametenkopulation (Geschlechtszellen verschmelzen) Gametangiogamie=Gametangienkontakt (Geschlechtsorgane befruchten sich) Somatogamie=Verschmelzen zweier Hyphenzellen
- Stellen Sie den allgemeinen Entwicklungszyklus der Oomyceten schematisch dar. asexueller Zyklus: Myzel⇒Zoosporangien⇒Zoosporen⇒Keimung⇒Myzel sexueller Zyklus: Myzel⇒Gametangienbildung(Antheridium, Oogonium)⇒Gametangiogamie⇒Oospore⇒Keimung⇒Myzel
- Auf welche Art und Weise pflanzen sich Oomyceten asexuell fort? Wie überdauern sie? Oomyceten pflanzen sich asexuell fort, indem das Myzel mitotisch in großer Anzahl Zoosporangien mit Zoosporen bildet. Oomyceten überdauern in Form von Oosporen, welche durch Meiose sexuell gebildet werden.
- Stellen Sie den allgemeinen Entwicklungszyklus der Ascomyceten schematisch dar. Nebenfruchtform: Myzel⇒Konidienlager⇒Konidien⇒Keimung⇒Myzel Hauptfruchtform: Myzel⇒Gametangienbildung(Ascogonium, Antheridium)⇒Gametangiogamie⇒Fruchtkörperbildung⇒Ascusbildung⇒Ascosporen(8 Stk./Ascus)⇒Keimung⇒Myzel
- Welche Fruchtkörpertypen bilden Ascomyceten im Rahmen ihres sexuellen Entwicklungsganges aus? Kleistothecien, Perithecien, Pseudothecien, Apothecien
- Auf welche Weise bilden Ascomyceten im Rahmen ihrer asexuellen Vermehrung Konidien aus? Auf Konidienträder, in Acervuli, Pyknidien oder in Sporodochien
- Anzeige
- Erläutern Sie die Begriffe „Sporodochium“, „Acervulus“ und „Pyknidium“. Sporodochium ist ein Konidienlager, bei dem die Konidienträger aus einem kissenartigen Hyphengeflecht hinausragen Acervulus ist ein Konidienlager, welches flach unterhalb der Epidermis gebildet wird. Pyknidium ist ein Konidienlager, bei dem die Konidien in Kugel-/Flaschenförmigen Behältern entstehen.
- Zusatzfrage: Wo ist der Apfelschorf im Winter? Besiedlung des Interzellularraum des Mesophylls der Blätter⇒ Herbst-Winter: saphrophytische Phase im Laub, von dort aus: sexuelle Vermehrung⇒Pseudothecien⇒zweizellige Ascosporen
- Welche fünf Sporenstadien bildet ein Rostpilz im Rahmen eines vollständigen Zyklus aus? Spermatien⇒Aecidosporen⇒Uredosporen⇒Teleutosporen⇒Basidiosporen
- Mit welchen Sporen breitet sich ein Rostpilz im Sommer aus? Mit welchem Sporenstadium überdauert er? Welche beiden Sporenstadien führen den Wirtswechsel durch? Sommer: Uredosporen Winter (Überdauerung): Teleutosporen Wirtswechsel: Aecidosporen und Basidiosporen
- Welche Sporenlager und Sporenstadien bildet ein wirtswechselnder Rostpilz der Euform auf seinem Nebenwirt aus? Welche Sporenstadien bildet er auf seinem Hauptwirt aus? Nebenwirt: Spermogonien:Spermatien⇒Aecidium:Aecidosporen⇒Wirtswechsel Hauptwirt: Uredolager:Uredosporen⇒Teleutolager:Teleutosporen⇒Basidien:Basidiosporen⇒Wirtswechsel
- In welche Gruppen werden die phytophagen Nematoden auf der Basis ihrer Lebensweise eingeteilt? Oberirdisch: Sprossbefallene Nematoden (ektoparasitische oder endoparasitische Blatt, Blüten und Stengelnematoden) Unterirdisch: Wurzelnematoden (wandernde ekto- oder endoparasitische, sedentäre zysten- oder gallenbildende Nematoden)
- Nennen Sie zwei Ordnungen hemimetaboler und zwei Ordnungen holometaboler Insekten. Nennen Sie fünf Ordnungen von Insekten (lateinische u. deutsche Bezeichnung). holometabol: Diptera (Zweiflügler), Lepidoptera (Schmetterlinge), Coleoptera (Käfer) hemimetabol: Thysanoptera (Thripse), Homoptera (Pflanzensauger)
- Erläutern Sie den allgemeinen vollständigen Entwicklungszyklus einer wirtswechselnden Blattlaus. Winter: Wintereier ⇒Frühjahr: 4 Larvenstadien⇒Fundatrix(Stammmutter)⇒Virgines↻Virgines ⇒Migrantes(Sommer:Wirtswechsel)⇒Virgines↻Mirantes ⇒Sexuparae(Herbst: Wirtswechsel)⇒Sexuales(Weibchenmütter, Männchen)⇒Ovipare(von Weibchenmütter hervorgebracht, von Männchen begattet) ⇒Winter: Wintereier Überall eingeschlechtliche Vermehrung, außer Begattung der Oviparen Sommer: krautiger Sommerwirt Herbst, Winter, Frühling: holziger Winterwirt
- In der biologischen Schädlingsbekämpfung kommen Nutzarthropoden zum Einsatz. Man unterscheidet Räuber und Parasitoide. Worin liegt der Unterschied? Nennen Sie Beispiele für jede Gruppe. Räuber benötigen viele Beutetiere, um sich zu entwickeln (Raubmilben, Raubwanzen, Marienkäfer, Räuberische Gallmücken) Parasitoide benötigen nur ein Wirtstier für Eiablage (Schlupfwespen)
- Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wird im § 12 des Pflanzenschutzgesetzes geregelt. In welchen Anwendungsgebieten darf ein Pflanzenschutzmittel nur zum Einsatz kommen? Wie ist die Aufbrauchfrist geregelt? Nur entsprechend der bei Zulassung festgelegten Anwendungsgebieten (Pflanze&Schadorganismus) und -bestimmungen Anwendung nicht zugelassener Mittel ist Verboten Nicht zugelassene Mittel können noch 18 Monate ab den Tag des Endes der Zulassung angewandt werden Anwendung außerhalb der bei Zulassung festgelegten Anwendungsgebiete ist untersagt (Ausnahmen bei Genehmigung im Einzelfall)
- Zu den Oomyceten gehört die wichtige Gattung Phytophthora. Welche Schadbilder verursachen Phytophthora-Arten im Pflanzenbau? Braune Flecken an Stängel u. Blätter, grauweißer Sporangienträgerrasen blattunterseits, Kraut fault und stirbt ab, eingesunkene bleigraue Flecken an den Knollen
- Durch welche Merkmale zeichnen sich die Falschen Mehltaupilze aus? Wo werden Sie systematisch eingeordnet? Welche Witterungsbedingungen fördern ihr Auftreten? Familie der Falschen Mehltaupilze (Peronosporaceae) gehören zur Ordnung Peronosporales, Klasse Oomycetes, Stamm Oomycota, Reich Chromista. F.M. sind meist wirtsspezifische obligate Endoparasiten. --> biotrophe Lebensweise Förderung durch feucht-kühle Witterung und lange Blattnässeperioden
- Nennen Sie die wichtigsten Merkmale der Echten Mehltaupilze und beschreiben Sie das allgemeine Schadbild der Erreger. Echte Mehltaupilze (Ordnung Erysiphales) sind obligate, meist wirtsspezifische Ektoparasiten. Sie Verursachen allgemein einen weißen Belag auf befallenen Pflanzenteilen, welche dann eintrocknen.
- Erläutern Sie den allgemeinen Entwicklungszyklus eines Echten Mehltaupilzes. Entspricht dem allgemeinen Entwicklungszyklus der Klasse der Ascomyceten: Nebenfruchtform: Myzel⇒Konidienlager⇒Konidien⇒Keimung⇒Myzel Hauptfruchtform: Myzel⇒Gametangienbildung(Ascogonium, Antheridium)⇒Gametangiogamie⇒Fruchtkörperbildung⇒Ascusbildung⇒Ascosporen⇒Keimung⇒Myzel Besonderheit: sind Ektoparasiten und bilden Kleistothecien und Konidienträger
- Beschreiben Sie das allgemeine Schadbild Falscher Mehltaupilze. Sie verursachen blattoberseits gelbliche Flecken. Blattunterseits bilden sie einen weißgrauen Sporangienträgerrasen. Befallene Blätter nekrotisieren und trocknen ein.