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Waldnutzung und Natuerschutz (Fach) / Auerhuhn (Lektion)
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- Lebensraum des Auerhuhn Lichte Bergmischwälder: Fichte, Kiefer, Tanne, Buche, Ahorn, Salweide, Vogelbeere Bodenvegetation mit großer Vielfalt: Zwergsträucher wie Heidelbeere und Preiselbeere in Mischung mit anderen Krautpflanzen und Gräsern Wichtig sind lichte Strukturen mit Lücken, aber auch dunklen Bereichen für Schutz gegen Fressfeinde und Kälte
- Verbreitung des Auerhuhns Vor alem in Skandinavien und Russland (werden dort auch noch gejagt) in Zentraleuropa Vorkommen viel kleiner
- Was ist der haupsächliche Grund für den Rückgang des Auerhuhns? Lebensraumverschlechterung und Lebensraumverlust
- Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf das Auerhuhn? Wetterdynamik --> Reproduktionserfolg (Küken können sich zu Beginn nicht selbst wärmen, kaltes nasses Wetter vermindert R-Erfolg) Vegetationszeit länger --> veränderte dunklere Waldstrukturen Störungsdynamik (Borkenkäfer ) --> Veränderung Waldstruktur
- Handlungsfelder im Aktionsplan Auerhuhn Forstwirtschaft Infrastruktur/Windenergie jagd Tourismus Wissenschaft
- Auerhuhn ald Schirmart: Welche tiere könnten auch von hochmontanen, lichten Strukturen profitieren? Baumpieper Ringdrossel Kreuzotter Alpine Gebirgsschrecke hochmoorgelbling Waldameise Nordfledermaus Braunfleckiger Perlmuttfalter
- Wie viel Hektar funktionell zusammenhängenden Lebensraum wäre nötig? 50.000 hektar (aktuell 15.000)
- auf mindestens 30% der auerhuhnrelevantenFlächen (Priorität 1 und 2) geeignete Habitatbedingungennachhaltig zu erhalten oder zu schaffen Freiflächen/Lücken(0,1 –1,0 ha) auf Min 10% Schlussgrad 50 bis 70% auf min 20% fichten-oder kiefern-dominiert auf min 10% Gleichzeitig maximum 30% der Fläche mit dichten Strukturen (Dickungen, gedrängte Stangenhölzer, hohe und dichte Naturverjüngung)
- In welchen handlungsfeldern kann Habitatpflege für Auerhühner betrieben werden? 1. Habitatpflegein Durchforstungsbeständen 2. Habitatpflegein Jungbeständen 3. Schaffen von Lücken 4. Spezielle Pflegemaßnahme
- Was gilt bei allen Maßnahmen der Habitatpflege? •Nährstoffentzug --> Rinden-, Ast-, und Kronenmaterial beseitigen oder konzentrieren •Eingriffe wenn möglich in den Durchforstungsalltag einbauen •Eingriffsstärke variieren --> verhindert homogene Strukturen •Vitale Heidelbeerdecke erhalten und fördern
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- Zu was dienen die tiefbeasteten Nadelbäume für die Auerhühner? Schlafbäume Ruhebäume?
- Habitatpflegein Durchforstungsbeständen Überschirmungsgrad auf < 70 % reduzieren Durchforstungsstärke nicht gleichmäßig durchführen -->Wechsel von lichten und dichten Strukturen Insbesondere wuchsarme Sonderstandorte bieten sich an (Felsen, Moore, Blockhalden) Rückegassen und Schussschneisen möglichst breit anlegen und vorhandene Lücken (z.B. Käferlöcher) weiter ausformen; auch Randlinien wie Bachläufe oder Besitzgrenzen bieten sich an Vorhandene Mischbaumarten(Kiefer, Tanne, Vogelbeere, Birke) und tiefbeasteteFichten fördern und ggf. freistellen Sichtschutz zu Wegen berücksichtigen
- Habitatpflege in Jungbeständen Pflegelinien anlegen (3-8 m Breite); Form nicht schematisch, Abstand zueinander 15-40 m -->Rückegassen, Schussschneisen, Bachläufe, Abteilungsgrenzen, Besitzgrenzen Vorhandene Lücken ausformen: Durchmesser: ca. 20 –30 m Entnahme von Fichten priorisieren -->Kiefern und Laubhölzer, mit Ausnahme der Buche können auf der Fläche verbleiben Anfallendes Reisig und sonstiges Material beseitigen oder zumindest konzentrieren -->Nährstoffentzung! Sichtschutz zu Wegen berücksichtigen
- Schaffen von Lücken und Freiflächen Größe von 0,1-1,0 ha Bestehende Lücken und Schneisen ausformen (z.B. Käfer-und Sturmwurflöcher) Hauptsächlich Fichte entfernen Nicht in Bestockung bringen von Lücken/Freiflächen Großzügiges Entfernen der Naturverjüngung auf der Fläche ,kleinere Verjüngungskegel können teilweise verbleiben Sonderstandorte bieten sich an
- Spezielle Pflegemaßnahmen Wenn keine der drei o.g. Maßnahmentypen zutreffen Beispiele: unerschlossene Bestände Heidelbeerschnitt mit Mulcher Freiwilligeneinsätze Rücken mit Pferde
- Fördersätze Durchforstung 500 Euro/ ha + 200 euro/ha Freiräumungspauschale
- Jungbestandspflege Fördersatz 1000 €/ha + 300 €/ha Freiräumungspauschale
- Schaffen von Lücken/Verzicht auf Wiederbestockung Fördersatz 3000 €/ha + 200 € Freiräumungspauschale 1000 €/ha für die Freihaltung/Nachpflege
- Spezielle Pflegemaßnahmen Fördersatz Erstattung der nachgewiesenen Nettokosten abzüglich 80% eines möglichen Holzerlöses Kein Holzerlös: volle Kostenübernahme