9

Systematische Zoologie (Fach) / Arthropoda (Lektion)

Onychophora (Stummelfüßer), Tardigrada (Bärtierchen), Chelicerata ( z.B Arachnida Spinnen)

Diese Lektion wurde von sidneymarie972 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Arthropda Gruppe Eigenschaften & Merkmale - artenreichste Tiergruppe - nicht mit Annelida verwandt - allemöglichen Habitate & angepasste Ernährungsweise - mit Tiere, die sich häuten verwandt z.B. Nematoda Merkmalstransformationen: - bezeichnet man als Arthropodisation Wichtige Merkmale: - dünne Proteincuticula wird durch alpha-chitin verstärkt  positive Aspekte: verbesserter mechanischer Schutz & verbesserter Verdunstungsschutz  negative Aspekte: Wachstum ohne periodische Häutung nicht möglich; Häutungen risikoreich (währenddessen bewegungsunfähig) - ventral inserierte Extremitäten mit primärer Lauffunktion (u. Mundwerkzeuge & Antennen, Cerci) - segmentale Coelomsäcke aufgelöst, Lumen der sekundären verschmilzt mit dem der primären Leibeshöhle (Mixocoel, einheitlicher Hohlraum) - offenes Blutgefäßsystem (schlauchförmiges Herz mit seitlichen Öffnungen) - Haemolymphe (Reduktion des Blutgefäßsystems) Fehlen der Spiralfurchung Fehlen der Trochophoralarve, grundlegend andere Larvenform oder direkte Entwicklung
  • Onychophora (Stummelfüßer) - 5-15 cm - Tropen, südliche gemäßigte Zonen (z.B Australien, Neuseeland) - auf feuchte Habitate beschränkt Morphologie: - wurmförmige Tiere mit Stummelextremitäten & geringeltem Körper - haben ursprünglichste Merkmalsausstattung: weitgehend homonome Rumpfsegmente  Hautmuskelschlauch weitgehend erhalten segmentale Metanephridien mit Coelomresten Für diese Gruppe charakteristisch: 1 Paar Oralpapillen mit Schleimdrüsen (sezernieren Enzyme zur extraintestinalen Verdauung in die Mundhöhle) büschelförmife Tracheen (Atmung
  • Tardigrada (Bärtierchen) - weltweit verbreitet - mikroskopisch klein - in Süßwasser, feuche, terrestrische Habitat  Morphologie: - sehr gedrungen - Rumpf aus nur 5 Segmenten mit 4 Paar stummelförmigen Extremitäten Für diese Grupppe charakterisierend: - Miniaturisierung - geringe Segmentzahl - Atmungsorgane und Herz fehlen - Buccalstilette --> abstechen von Pflanzenzellen oder MOs - Tönchenbildung (Cryptobiosis): Anpassung an ungünstige Perioden; wiederstandsfähige, fast völlig dehydrierte Dauerform mit eingezogenen Extremitäten & Schutzhülle, Stoffwechsel fast eingestellt (überstehen jahrelange Trockenheit)
  • 2. Stufe der Arthropodisation Niveau des Grundplanes der Euarthropoda ( Chelicerata, Crustacea, Myriapoda, Insecta) Panzerung, Ausbildung eines Exoskeletts - Cuticula in Sklerite & Membranen differenziert --> zwei Hauptschichten: äußere, harte Exocuticula & innere, weiche Endocuticula - Chitinfibrillen in versch. Proteingrundsubstanzen eingelagert --> in den Sklertiten - hartes, sprödes Sklerotin --> Membranen - weicheres, geschmeidigeres Arthropodin --> Resilin - elastische Eigenschaften - äußere Schicht --> chitinfreie Epicuticula --> bei terrestrischen Formen Wachschicht  Arthropodien - Extremitäten mit echten Gelenken - ursprünglich Spaltfuß: basaler Basipodit (Spaltbein), typischerweise mit inneren Kauladen Neuer Extremitätentyp - große Bedeutung für evolutiven Erfolg Funktionen:   Lokomotion (Laufen, Schwimmen, Graben)   Sinnesfunktion (Antennen)   Nahrungsaufnahme (Mundwerkzeuge)                                      Respiration   Fortpflanzung (Kopulationsorgane, Legebohrer) Ventrale Nahrungsrinne: Nahrung wird zwischen den Basalen Kauladen der Extremitäten verarbeitet Komplexaugen & einfach gebaute Medianaugen aus zahlreichen Einzelelementen (Ommatiden) aufgebaut
  • Euarthropoda - Untergliederung nach unterschiedl. Spezialisierungen von Extremitäten des Kopfbereiches & Unterteilung in Tagmata (Segmentgruppen) 2 große Schwestergruppen - Chelicerata (spinnenartige) - Mandibulata (Krebse, Tausendfüßler & Insekten)
  • Chelicerata Tagmata & Unterklassen 1. Xiphosura (Schwertschwänze, artenarme, marine Gruppen) 2. Pycnogonida oder Pantopoda (Asselspinnen) 3. Arachnida (Spinnentiere) Segmente: 1 Labrum (Oberlippe) 2 Antenne reduziert - ein paar Antennen am 2. Segment Grundplan der Euarthropoda 3 3-gliedrige Cheliceren - Extremitätenpaar zu scherenartigen Mundwerkzeugen umgewandelt 4 Laufbeinpaar oder Pedipalpen (Kiefertaster) 5-8 einästige Stabbeine Reduktion des Exopodit
  • Arachnida (Spinnentiere) - 95% der Chelicerata  - terrestrische Lebensweise - Reduktion der ventralen Nahrungsrinne --> Nahrungsaufnahme wird völlig umgesetzt  --> Mundöffnung sehr stark verengt - Reduktion der Komplexaugen (Einzelaugen), zusätzlich Medianaugen (Hauptaugen) - Pedipalpus  --> erstes Laufbeinpaar des 4. Segmentes wird abgewandelt & spezialisiert; dient als Greif- oder Tastorgan, teilweise Überträger von Spermatophoren Fächerlungen - Luftatmungsorgane als Fächerlungen/ Tracheen Teilgruppen: Skopione Weberknechte Geißelspinnen Milben  Araneae (Spinnen)
  • Araneae (Spinnen) - Bauchganglienkette zu sternförmigen Bauchganglion verschmolzen - Exkretionsorgane (Coxaldrüsen) nur in Prosoma (Vorderteil); Ausstülpungen von Mitteldarm dienen zusätzlich der Exkretion Extraintestinale Verdauung: Beute wird präoral chemisch zerkleinert & über einen Saugpumpenmechanismus aufgenommen - Atmung über Fächer- oder Röhrentracheen oder Fächerlungen - Räuber oft mit 8 oder 10 Augen - Spinnwarzen (am Hinterteil)
  • Ascari (Milben) - oft parasitisch;vereinfachter Körperbau - ökologisch erfolgreichste Arachnidengruppe - Ixodes-Arten (Zecken) übertragen Lymphe-Krankheit (Borreliose)  - Varroa-Milben durchbohren mit ihr Cheliceren, die Cuticula des Wirts (Bienen) und saugen Haemolymphe
Anzeige