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Führung (Fach) / Führungsansätze und Theorien (Lektion)
- Führungsansätze und -theorien · keine generell gültige Führungstheorie · Aussagen über Perspektiven und Entwicklung: o Bedeutung von Führungseigenschaften o Führungsverhaltensweisen und o Führungssituationen im Hinblick auf den Erfolg von Führungskräften treffen · Unterscheidung zwischen o Führungsansatz: übergeordneter Begriff - Theorien und Modelle, grundsätzliches Konzept, liegt Theorien und Modellen zugrunde Führungstheorie: · Drei verschiedene Strömungen der Personalführungsforschung: o Eigenschaftsorientierte Ansätze (= Eigenschaftstheorien und -modelle der Führung) o Verhaltensorientierte Ansätze (= Führungsstiltheorien und -modelle) sowie o Situative Ansätze (=situative Führungstheorien und -modelle) · Kriterien zur Beschreibung des Führungsverhaltens o Eindimensionale Führungsansätze: normieren das Führungsverhalten nach dem Entscheidungsspielraum der FK o Zweidimensionale Führungsansätze: basieren auf Beziehungsorientierung und Aufgabenorientierung zur Beschreibung des Führungsverhaltens o Mehrdimensionale Führungsansätze: verwenden mehr als zwei Kriterien zur Beschreibung von Führungsstilen
- Eigenschaftstheorie = historisch älteste (Trait Theory) · Grundkonzept: Führungserfolg hängt maßgeblich von Persönlichkeitseigenschaften der Führungskraft bestimmt · Effektiv Führende besitzen bestimmte Eigenschaften, die geeignet sind, andere maßgeblich zu beeinflussen · Eigenschaften als zeitstabil und situationsunabhängig definiert, klar feststellbar und messbar · Handeln der Führungskraft ist das Ergebnis dieser Persönlichkeitsmerkmale · Diese Sichtweise gilt heute als überholt.
- Great-Man-Theory Ø Great-Man-Theorie: wird häufig mit Eigenschaftstheorie gleichgesetzt; ausgerichtet an berühmten Einzelpersonen in der Geschichte aus Politik und Militär § Fünf Merkmalsgruppen aus Studien, die einen korrelativen Bezug zum Führungserfolg haben (von Rosenstiel, 2003): § Befähigung (Intelligenz, Wachsamkeit, verbale Gewandheit, Originalität, Urteilskraft) § Leistung (Schulische Leistung, Wissen, sportliche Leistung) § Verantwortlichkeit (Zuverlässigkeit, Initiative, Ausdauer, Aggressivität, Selbstvertrauen, Wunsche, sich auszuzeichnen) § Partizipation (Aktivität, Sozialibilität, Kooperationsbereitschaft, Anpassungsfähigkeit, Humor) § Status (Sozioökonomische Position, Popularität)
- Theorie der charismatischen Führung Ø : meist die erstgenannte, geht von der Annahme aus, dass die Ausstrahlung einer FK in hohem Maße das Verhalten der Geführten beeinflusst; kann zu außerordentlichen Motivation und überdurchschnittlichen Leistungen der Geführten führen § Max Weber (1976): Charisma = Auslöser für Autorität § Indikatoren für charismatische Führung: § auf Seiten der Mitarbeiter: absolutes Vertrauen, Akzeptanz, Zuneigung, Folgsamkeit und Loyalität § auf Seiten der FK: ungewöhnliche ausgeprägte visionäre Kraft, starker Machtwille, Dominanz, Einflussstreben, hohes Selbstbewusstsein und Glaube an die eigenen Werte § Risiko: kritisches Hinterfragen bleibt aus; charismatische Persönlichkeiten sind in der Lage, fundamentale Veränderungen zu bewirken, was zu außerordentlichen Erfolgen oder eben auch Misserfolgen führen kann à reflektierter Umgang erforderlich
- Theorie der transaktionalen/ transformationalen Führung Ø unterscheidet im Kern zwischen zwei Aspekten: § Transaktionaler Ansatz: zweiseitige Nutzenkalküle zwischen FK und MA, Führung als Austausch verstanden à FK hat Bündel an Zielen für sich und Unternehmen, vermittelt MA, welche Leistungen von ihm erwartet werden und welche Anreize er dafür erhält. „Geben und Nehmen“ § Transformationale Führung: starke Nähe zur Theorie der charismatischen Führung; durch charismatisches Verhalten wird der MA dazu gebracht, Dinge völlig neu zu sehen und zu tun, sein Anspruchsniveau und seine Einstellung zu verändern und sich ggf. für höhere Ziele einzusetzen; trägt insbesondere bei Veränderungsprozessen dazu bei, Visionen in Unternehmen zu verankern und erfolgreich umzusetzen
- DISG Konzept Ø : DISG®-Persönlichkeitsprofil zeigt persönlichkeitsbedingte Verhaltensweisen erfolgreicher Führungsperson au, insbesondere beliebtes Instrument bei der Führungskräftebewertung; nimmt an, dass die Verhaltenstendenzen einer FK durch ihre Persönlichkeitsstruktur bestimmt werden: § Dominanz (hohe Entschlossenheit, Zielorientierung, Aktivität vs. Ungeduld, geringe Bereitschaft und Fähigkeit zuzuhören) § Initiative (positive Einstellung, Begeisterungsfähigkeit, setzt sich für MA ein vs. wenig Interesse an Fakten und Details) § Stetigkeit (hohes Sicherheitsbedürfnis, hohe Loyalität zum Unternehmen, ruhige, freundliche Ausstrahlung vs. ungern initiativ, geringe Konfliktbereitschaft) § Gewissenhaftigkeit (gründlich, ausdauernd, Analyse von Daten mit hoher Präzision vs. begrenzte Fähigkeit zur Improvisation, geringe Umsetzungsgeschwindigkeit, Neigung zum Perfektionismus) bezogen auf: Wahrnehmung des Umfeldes (inwieweit FK die situativen Rahmenbedingungen als angenehm bzw. anstrengend (stressig) empfindet sowie auf: Reaktion auf das Umfeldes (inwieweit FK situative Herausforderungen eher bestimmt (aktiv) oder eher zurückhaltend (passiv) annimmt § Kritik am Instrument: Validität und Reliabilität? Komplexe Phänomen der Persönlichkeit auf vier Dimensionen begrenzt, Schubladendenken
- Theorie der transaktionalen/ transformationalen Führung Ø unterscheidet im Kern zwischen zwei Aspekten: § Transaktionaler Ansatz: zweiseitige Nutzenkalküle zwischen FK und MA, Führung als Austausch verstanden à FK hat Bündel an Zielen für sich und Unternehmen, vermittelt MA, welche Leistungen von ihm erwartet werden und welche Anreize er dafür erhält. „Geben und Nehmen“ § Transformationale Führung: starke Nähe zur Theorie der charismatischen Führung; durch charismatisches Verhalten wird der MA dazu gebracht, Dinge völlig neu zu sehen und zu tun, sein Anspruchsniveau und seine Einstellung zu verändern und sich ggf. für höhere Ziele einzusetzen; trägt insbesondere bei Veränderungsprozessen dazu bei, Visionen in Unternehmen zu verankern und erfolgreich umzusetzen
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