15
Bilanz und Erfolgsrechnung (Fach) / Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung VL2 (Lektion)
Nationale Rechnungslesungsvorschriften / GoB
Internationale Rechnungslegungsgrundsätze
Diese Lektion wurde von flatbeat erstellt.
Anzeige
- Fundamentalprinzipien Vorsichtsprinzip: Realisationsprinzip Imparitätsprinzip Vorsichtsprinzip Objektivierungsprinzipien: Einzelbewertungsgrundsatz Stichtagsprinzip Ergänzende Gewinnermittlungsgrundsätze: Nominalwertprinzip Going-Concern-Prinzip
- Imparitätsprinzip Ungleiche (=imparitätische) Behandlung von Gewinnen und Verlusten Gebot der Verlustantizipation, d.h. vorhersehbare Risiken oder Verluste vorweg zu nehmen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind (Zweck = Kapitalerhaltung/Gläubigerschutz) Verlustantizipation durch -Niederstwertsprinzip für Vermögensgegenstände. Ansatz niedriger Wert aus AK/HK <-> Marktpreis -Höchstwertprinzip für Schulden als Umkehrschlusszum (strengen) Niederwertsprinzip Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
- Realisationsprinzip Verbot der Gewinnantizipation, d.h. Verbot, Gewinne vorweg zu nehmen Gewinne sind nur zu berücksichtigen, wenn am Abschlussstichtag realisiert; keine Berücksichtigung nur erwarteter Gewinne Ansatz AK/HK bis zum Realisationsvorgang am Markt (durch Umsatzakt) = Anschaffungskostenprinzip
- Rechtsformabhängige Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB Nicht Kapitalgesell. (Einzelkaufleute): Bilanz; GuV Kleine Kapitalgesell. und atypische Personenhandelsgesell.: Bilanz; GuV; Anhang Mittlere und große Kapitalgesell. und atyp. Personenhandelsgesell.: Bilanz; GuV; Anhang + Lagebericht Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften: Bilanz; GuV; Anhang; Kapitalflussrechnung; EK-Spiegel + Lagebericht
- Rechtliche Grundlagen der Bilanzierierung Zusammenfassung Folie 69
- Was ist Realisations- und das Imparitätsprinzip im HGB-Abschluss? Instrumente zur Umsetzung des Vorsichtsprinzips als grundlegendem Prinzip des deutschen Bilanzrechts
- Int. Rechnungslegungsgrundsätze IFRS- Abschluss Statement of financial position (balance sheet) - Bilanz Statement of comprehensive income / income statement (Teil des comprehensive income) - GuV Notes (accounting policies and explanatory information) - Anhang Statement of cash flows - Kapitalflussrechnung Statement of changes in equity - Eigenkapitalspiegel Nach IFRS haben UN mit börsennotierten Wertpapieren zusätzlich eineSegmentberichterstattung sowie die Kennzahl Ergebnis je Aktie (EPS= Earnings per Share) offenzulegen
- Rahmengrundsätze Grundsatz der... Richtigkeit und Willkürfreiheit (Bilanzwahrheit) Bilanzklarheit und Übersichtlichkeit Vollständigkeit Vergleichbarkeit (Bilanzenzusammenhang) Wesentlichkeit (materiality)
- Ziel und Grundsätze der IFRS-Rechnungslegung Ziel: Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen Basisannahmen: Periodengerechte Erfolgsermittlung / UNfortführung Primärgrundsätze: Entscheidungsrelevanz Wesentlichkeit Glaubwürdige Darstellung vollständig willkürfrei fehlerfrei Sekundärgrundsätze: Verständlichkeit/ Vergleichbarkeit/ Zeitnähe/ Nachprüfbarkeit Nebenbedingungen: Kosten/Nutzen-Postulat / Abwägung zw. Grundsätzen
- Unternehmensfortführung Inhalt: Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter der Annahme der UNfortführung Ausnahmen: rechtliche Gründe (z.B. Insolvenz mit Liquidation) faktische Gründe (z.B. freiwillige UNeinstellung) Zeitraum: Fortbestand des UN für Zeitraum von mind. 12 Monaten
- Anzeige
- Periodenabgrenzung Inhalt: periodengerechte Erfolgsabgrenzung Erfolg = Ertrag ./. Aufwand Ertrag nach Realisation principle Aufwand nach Matching principle
- Zusammenfassung - Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung HGB: Code Law kurze gefasste Regelungen mit allg. Charakter (Generalnormen) Nachteil --> Auslegungsbedürftigkeit IFRS: Case Law mit Prinzipienorientierung (vorangestell. Framework) überwiegend ausführliche Vorschriften zur detaillierten Regelung von Einzelfällen (Spezialnormen) Nachteil --> erheblicher Umfang; fehlende/eingeschränkte Anwendbarkeit auf neue Sachverhalte
- Zusammenfassung - Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung - Vorsichtsprinzip Bilanz HGB: A - Niederstwertprinzip P - Höchstwertprinzip IFRS: Möglischst richtige Höhe GuV HGB: Ertrag - eher spät - Realisationsprinzip Aufwand - eher früh - als Foge des Imparitätsprinzips IFRS: möglichst richtiger Zeitpunkt
- Zusammenfassung - Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung - HGB Normensetzende Instanz: nationaler Gesetzgeber Rechnungslegungsziele vorsichtige Ermittlung des ausschüttungsfähigen Gewinns Gläbigerschtutz (infofunktion) Dominierender Rechnungslegungsgrundsatz Vorsichtsprinzip Verbindung zur Steuerbilanz Maßgeblichkeitsprinzip Erleichterungen für kleine und Mittlere UN abhängig von Rechtsform und UN-Größe Anwendungsbereich Pflicht für Einzelabschluss
- Zusammenfassung - Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung - IFRS Normensetzende Instanz intenationale private Rechnungslegungsinstitution (IASB) Rechnungslegungsziele Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen Infofunktion Dominierender Rechnungslegungsgrundsatz fair presentaition Verbindung zur Steuerbilanz keine Erleichterungen für kleine und Mittlere UN IFRS für SME (Small & Medium-sized Entities) Anwendungsbereich Pflicht für Konzernabschluss kapitalmarktorientierter UN WR für KA sonst. UN WR für Erfüllung der Offenlegung des Einzelabschlusses