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Wirtschaftsethik (Fach) / Lektion 5 - Praktische Konzepte der Unternehmens- und Wirtschaftsethik (Lektion)

Lektion 5 - Praktische Konzepte der Unternehmens- und Wirtschaftsethik

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  • Dreistufige Logik bei der Implementierung ethischer Handlungsmaßstäbe - Sensibilisieren für ethische Konfliktsituationen - Konkretisieren ethisch relevanter Inhalte - Festigen ethisch aufgeklärter Grundhaltungen
  • Sensibilisierung für ethische Konfliktsituationen Sensibilisierung der relevanten Akteure für Entscheidungssituationen, in denen Konflikte zwischen ökonomischen und ethischen Verhaltensnormen auftreten: - Intrapersonelle Konflikte - Innerorganisatorische Konflikte - Inter-firm-Konflikte - Extra-firm-Konflikte
  • Intrapersonelle und Innerorganisatorische Konflikte Intrapersonelle Konflikte = vom Individuum mit sich selbst auszutragen z.B. Umgang mit dem Fehlverhalten Vorgesetzter oder ethisch fragwürdigen Unternehmenspraktiken) Innerorganisatorische Konflikte = resultieren aus der Zusammenarbeit von internenStakeholdergruppen z.B. Mangel an Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit oder Glaubwürdigkeit; geringeIdentifikation mit dem Unternehmen, Diskriminierung oder Mobbing 
  • Inter-firm- und Extra-firm-Konflikte Inter-firm-Konflikte = resultieren aus der Interaktion zwischen dem Unternehmen und externen Stakeholdergruppen z.B. Korruption, Umgang mit Verbraucherschutzvorschriften Extra-firm-Konflikte = ergeben sich aus der Einbettung des Unternehmens in das Gesellschaftsumfeld Vier Konfliktfelder:▸ moralisch sensible Produkte ▸ moralisch sensible Produktionsverfahren ▸ moralisch sensible Transaktionen ▸ moralisch sensible Standortentscheidungen
  • Konkretisierung ethisch relevanter Inhalte Mehrstufiger Prozess eines Werteszenarios: - Schaffung eines Bewusstseins für bedeutsame Werte - Identifizierung maßgeblicher Werte - verbindliches Einfordern dieser Werte unter Berücksichtigung förderlicher und hemmenderFaktoren - Materialisierung der Werte im betrieblichen Handeln der einzelnen Akteure
  • Unterstützende Maßnahmen für die Konkretisierung ethisch relevanter Inhalte - aufgrund des abstrakten Charakters von Werten erweist sich die Präzisierung von Werten inNormen als hilfreich - die Normenbegründung sollte idealerweise auf der Grundlage der Diskursethik erfolgen aber: Diskursbedingungen sind im betrieblichen Alltag nicht immer gegeben (personelle,zeitliche, sachliche oder räumliche Hinderungsgründe) deshalb: situative Anpassung des Prozesses der Normenbegründung durch die Fixierungethischer Entscheidungsregeln
  • ethische Entscheidungsregeln - Ist die Entscheidung legal? - Hat die Entscheidung die Qualität, zukünftig als Maxime zu gelten? - Bringt die Entscheidung den größten Nutzen für die größte Anzahl von Personen? - Will der Entscheidungsträger an diesem Handlungsmaßstab gemessen werden? - Kann der Entscheidungsträger die Handlung in der Öffentlichkeit vertreten? - Würde eine unabhängige Person ebenso verfahren?
  • Festigung ethisch aufgeklärter Grundhaltungen erforderlich, da die Entscheidungsregeln Freiräume für die Entscheidung belassen von den Entscheidungsträgern muss daher ein tugendhaftes Verhalten eingefordert werden --> (Re-)Aktivierung von Tugenden, um relevante Werte im Verhaltensspektrum der Mitarbeiter zu festigen Kerntugend: Verantwortung → Schlüssel für den Umgang mit ethischen Dilemmasituationen
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