12

PWA (Fach) / Itemkonstruktion (Lektion)

efh

Diese Lektion wurde von lenniman99 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Geltungsbereich Das zu messende Merkmal und die geplante Operationalisierung stimmen durch das Antworterhalten überein.  Eine eigens dafür entwicklete Itemmenge soll jedes Kriterium abdecken. Die Items sollten pro Kriterium möglichst homogen gestaltet werden. Um die Reliabilität abschätzen zu können, werden pro Bereich mehrere Items benötigt.
  • Aufgabentypen: Items bestehen üblicherweise aus zwei Teilen: Aufgabenstamm: Antwortformat: Aufgabenstamm: hier wird entweder die Aufgabe formuliert, eine Frage gestellt oder eine Aussage getätigt Antwortformat: Art wie die Antwort erfolgen kann.
  • Welche Antwortformate kennst du? Offene, gebundene Auswahlaufgaben: Eine (oder Mehr) richtige Antwort aus mehreren Falschen (Distraktoren) zu finden. Müssen disjunkt und exhaustiv sein Beurteilungsaufgaben: visuelle Analogskala, diskret gestufte Ratingskalen
  • Offene Fragen pro und con +: Möglichkeit frei zu antworten, können bisher nicht beachtete Information ergänzen -:Antworten von Verbalisierungsmöglichkeiten abhängig, hoher Aufwand beim Kodieren der Anwort
  • Geschlossene Fragen pro und con +: Schnell zu beantworten, leicht vergleichbar -: Antwortschema kann unpassend sein, Verständnisschwierigkeiten bleiben unendeckt.
  • Halboffene Fragen pro und con +: Bietet Möglichkeit nicht beachtete Information zu ergänzen -:Zusatzantwort hängt von Verbalisierungsmöglichkeiten ab, hoher Aufwand beim Kodieren der Zusatzantwort(en)
  • Wichtig: Die Abfolge und Formulierung von Fragen und Antworten beeinflusst das Antwortverhalten der Personen. WICHTIG
  • Folgende Punkte sollten beachtet werden:   welche Fragen gestellt werden, muss durch Theorie begründbar sein   Fragestellungen, sollten sich auf Gegenwart beziehen   eindeutige Formulierungen   keine Fragen, die von fast allen verneint oder bejaht werden   einfache Sprache (keine doppelte Verneinungen, Fachbegriffe, ...)   Fragen kurz und prägnant (ideal bis 20 Worte)   Keine mehrfachen Fragestellungen in einer Frage   Keine Fragen mit Worten wie „immer“, „alle“, „keine“, „nie“, ...
  • Aufbau des Fragebogens kurze Einleitung, in der Sinn und Zweck der Befragung erläutert wird (evtl. Mit knapper Gliederung der Frageblöcke)  Eisbrecher- oder Aufwärmfragen  einfache Einstiegfragen  nachvollziehbare Logik des Befragungsablaufs Zusammenfassung von Fragen zum gleichen Thema in Frageblocks  schwierige oder heikle Fragen eher ans Ende der Befragung  Vermeidung von Kontexteffekten
  • Testskalen: Möglichst homogen  möglichst verschiedene Ausprägungsgrade der Fragen(unterschiedliche Itemschwierigkeit)  sollen Personen möglichst gut trennen (hohe Itemtrennschärfe)  möglichst verlässlich (hohe Reliabilität)  Vorschriften für Auswertung möglichst einfach (hohe Objektivität)  sollen die zu prüfende Eigenschaften messen (Validität)
  • Anzeige
  • Fehlertendenzen bei der Beantwortung von Fragebögen soziale Erwünschtheit der Antworten Ja sage Tendenz Tendenz zur Mitte Tendenz zu extremen Antworten Tendenz zur vorschnellen Antwort Absichtliche Verstellung
  • Weitere Aspekte der Itemkonstruktion und Testentwicklung zu den Themen – Aufgabentypen und Antwortformate– Fehlerquellen bei der Itembeantwortung – Gesichtspunkte der Itemformulierung– Erstellen der vorläufigen Testversion– Erprobung der vorläufigen Testversion