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Intercultural Management (Fach) / Beschreibung und Analyse kultureller Differenzen III (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.

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  • Kulturelle Dimensionen und ihre Grundlagen sowie Bedeutungen der GLOBE-Studie 1. Machtdistanz (Bedeutung: / ; Grundlage: Machtdistanz (Hofstede)) 2. Unsicherheitsvermeidung (Bedeutung: / ; Grundlage: Unsicherheitsvermeidung (Hofstede)) 3. Humanorientierung (Bedeutung: Ausmaß, in dem Fairness, Großzügigkeit und Fürsorge gefördert und belohnt werden; Grundlage: Natur des Menschen (Kluckhohn/Strodtbeck)) 4. institutioneller Kollektivismus (Bedeutung: Ausmaß, in dem die kollektive Verteilung von Gütern und Leistungen durch institutionelle Regeln und Praktiken festgelegt wird; Grundlage: Kollektivismus (Hofstede)) 5. gruppenbasierter Kollektivismus (Bedeutung: Ausmaß, in dem einzelne Personen weniger für sich selbst einstehen, als als für Gruppen; Grundlage: Kollektivismus (Hofstede)) 6. Bestimmtheit (Bedeutung: Ausmaß, in dem Nachhaltigkeit, Aggression oder Direktheit bei der Interaktion mit anderen gezeigt wird; Grundlage: Maskulinität (Hofstede)) 7. Gleichberechtigung (Bedeutung: / ; Grundlage: Maskulinität (Hofstede)) 8. Zukunftsorientierung (Bedeutung: / ; Grundlage: Langfristige Orientierung (Hofstede)) 9. Leistungsorientierung (Bedeutung: Ausmaß, in dem Einsatz, persönliche Weiterentwicklung und hervorragende Leistungen gefördert und belohnt werden; Grundlage: Leistung (McClelland))
  • Wie werden die GLOBE-Dimensionen gemessen? Auf Skalen mit den Werten 1 (sehr gering) bis 7 (sehr hoch)
  • Was stellt die GLOBE-Studie für Deutschland fest? Starke Unterschiede zwischen Praktiken ("as they are") und Werten ("as they should be")
  • Vor- und Nachteile der GLOBE-Studie + gut verständlich, detailliert und aktuell + neue und tiefgründige Ergebnisse hinsichtlich des Einflusses von Kultur auf Führung + Kombiniert etische und emische Methoden - hohe Komplexität (neun Dimensionen mit zwei Ausprägungen = 18 Kulturausprägungen) - Multikollinearität zwischen mehreren Kulturausprägungen - schwierig für Praktiker anzuwenden - begrenzt auf Führungskräfte (andere Mitarbeitergruppen werden nicht miteinbezogen)
  • Wie äußert sich Kultur nach dem Konzept von Thomas? In der Interaktion mit anderen. Dieses Verhalten widerum wird durch Kulturstandards geleitet.
  • Kulturstandards Kulturstandards sind: Allgemein akzeptiert -> alle Formen der Wahrnehmung, Gedanken, Bewertung und Handlungen, die als normal, allgemein akzeptiert, typisch und bindend für eine spezielle Kultur sind Universell und spezifisch -> universell für die Mitglieder einer Gesellschaft, aber spezifisch für jede einzelne Gesellschaft, Organisation oder Gruppe Verhaltensorientiert -> Vergleichsmaßstab für die Bewertung des eigenen Verhaltens, des Verhaltens anderer und für die Anpassung des eigenen Verhaltens Sichtbarwerdung in interkulturellen Begegnungssituationen -> Innerhalb eines kulturellen Bezugsrahmens werden die Kulturstandards von den Gesellschaftsmitgliedern nicht explizit wahrgenommen - ihre Existenz und Auswirkungen zeigen sich erst im Kontakt mit anderen Kulturen
  • Analyse von Kulturstandards 1.  Identifikation von Befragten (Personen mit Erfahrung in Interaktionen mit Mitgliedern der Zielkultur) 2. Exploration von kritischen Ereignissen (Ereignisse, die als unangenehm, störend oder deprimierend von den beteiligten Personen empfunden werden) 3. Interpretation der kritischen Ereignisse (durch die Befragten) 4. Erklärung der kritischen Ereignisse (durch (bi-)kulturelle Experten) 5. Ableitung der Kulturstandards (durch den Forscher) 6. Validierung der Kulturstandards (mit anderen Forschungen über die Zielkultur)
  • Grundprinzipien des Kulturkonzepts von Thomas Vorgehensweise: -> Vorstellung von interkulturellen Überschneidungssituationen (Methode der kritischen Ereignisse) -> Darlegung von bis zu 4 möglichen Erklärungen -> Informationen über zugrundeliegende Kulturstandards
  • Bewertung des Kulturkonzepts von Thomas + Nützlich für erste Zusammentreffen mit unbekannten, fremden Kulturen o es gibt nicht immer eine richtige Antwort auf interkulturelle Probleme - Beschränkt auf kognitive Aspekte
  • Klassifikation und Bewertung von Kulturkonzepten Emisch/Theoretisch: Kulturkonzept von GLOBE, aber nur zu einem kleinen Teil Emisch/Empirisch: Kulturkonzept von Thomas Etisch/Theoretisch: Kulturkonzepte von Hall, GLOBE, Kluckhohn&Strodtbeck Etisch/Empirisch: Kulturkonzept von Hofstede Emische Kulturkonzepte: + stellt die Besonderheiten einer Kultur dar- erschwert interkulturelles Lernen Etische Kulturkonzepte: + erleichtert interkulturelle Vergleichen und Lernen- erleichtert Stereotype (Kulturen werden nur beschrieben, aber nicht erklärt)
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  • Bewertung von Kulturkonzepten Kulturkonzepte  können nicht einfach auf interkulturelle Managementprobleme angewandt werden 1. Die Analyseebene ist das Land und nicht das Individuum 2. Die politische Definition von Kultur (Kultur=Land) berücksichtigt nicht die intrakulturelle Vielfalt vieler Länder 3. Beeinflussung zwischen verschiedenen Erscheinungsformen  von Kultur -> Das kulturelle Erscheinungsbild einer Person setzt sich aus demografischen (Alter, Geschlecht), geografischen (Region, Land, Stadt/Land) und assoziativen Merkmalen (Familie, Religion, Beruf) zusammen -> Die Überbetonung von Kultur kann zu Missverständnissen und Konflikten führen 4. Individuen sind zunehmend unterschiedlichen Kulturen ausgesetzt ("Polykulturalismus") -> In Deutschland geboren, Kleidung aus Vietnam tragen, Auto aus Italien fahren, Englisch im Beruf sprechen, spanisches Essen mögen etc.)