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Unfallchirurgie (Fach) / Sprunggelenk (Lektion)
Frakturen und Behandlung
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- Sprunggelenksfraktur: Synomnye · Knöchelfraktur, Malleolarfraktur, Außen- oder Innenknöchelfraktur, OSG-Fraktur
- Sprunggelenksfraktur: Ätiologie Trauma mit Rotationskomponente und Luxation durch umknicken oder Tritt gegen den Unterschenkel - Supinations-/Adduktionstrauma -> Innenknöchel, eher Weber A oder B - Pronations-/Abduktionstrauma -> eher Weber C - Distorsionstrauma -> Maisoneuvefraktur
- Sprunggelenksfraktur im Röntgenbild erkennen anhand Gelenklinien und Gelenkspalt
- Einteilung nach Weber Außenknöchelfraktur im Verhältnis zur Syndesmose
- Weber A-Fraktur : Häufigkeit, Erkennen, Behandlung Weber A Fraktur (16%): · Fraktur unterhalb der Syndesmose · Syndesmose intakt Behandlung: · Zuggurtungsosteosynthese · Schraubenosteosynthese
- Weber B-Fraktur Weber B Fraktur (69%): · Fraktur auf Höhe der Syndesmose · Syndesmose intakt oder rupturiert · Syndesmosespalt im Rö verändert Behandlung: · Zugschraubenosteosynthese · Drittelrohrplatte lateral als Neutralisationsplatte: gängige Platte bei Außenknöchelfrakturen im Bereich der Syndesmose und höher, Löcher zentrisch im Bereich des Außenknöchels mit 3,5 Kortikalisschrauben (Bohrer 2,5 Gewinde 3,5)
- Weber C-Fraktur Weber C Fraktur (8%): · Fraktur oberhalb der Syndesmose · Syndesmose rupturiert Sonderform Maisonneuve-Fraktur: hohe Weber C Fraktur mit unterhalb des Fibulaköpfchens (Stellschraube!) Behandlung: · Herstellen der exakten Länge und Rotation · Drittelrohrplatte (6-Loch) · Interfragmentäre Zugschrauben(Kortikalis 3,5) · Bei instabiler Knöchelgabel nach der Osteosynthese -> Stellschraube (Entfernung nach 6-8 Wochen)
- Pilontibilalfraktur: Definition · distale Unterschenkelfraktur mit Gelenkbeteiligung der Tibia
- Pilontibilalfraktur: Ursachen · Verkehrsunfälle, Stürze aus großer Höhe -> axiale Stauchung - Der härtere Talus wird in das Tibiaplateau eingestampft -> typische komplexe intraartikuläre Fraktur fast immer von komplexen Weichteilschäden begleitet
- Pilontibilalfraktur: Klinik - Typische Symptome: ausgeprägte Weichteilschwellung, Hämatom, Schmerzen - Sichere Frakturzeichen: Crepitatio (Knrischen), Fehlstellung, freiliegende Knochenfragmente - Klinische Abgrenzung zur OSG-Fraktur meist nicht sicher möglich, oft deute Verletzungmechanismus auf richtige Diagnose
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- Mediale Tibia-Spaltfraktur: Hautschnitt · Vordere und mediale Spaltbrüche werden mit einem Hautschnitt versorgt · Hautschnitt: beginnt lateral der vorderen Schienbeinkante und biegt dann bogenförmig unter der Innenknöchelspitze ab (Cave: vor der Knöchelspitze liegen V. saphena magna und N. saphenus)
- Mediale Tibia-Spaltfraktur: OP Ablauf und Hautschnitte OP-Ablauf: - Reposition der Fraktur und sichern mit Knochenhalte- bzw. Repositionszangen - Im 90° Winkel zur Fraktur werden zwei 4,0 Spongiosaschrauben als Zugschrauben eingebracht, ggf. mit Unterlegscheibe - Angrenzende Impressions wird mit Meißel behoben und mit Spongiosa aus der tibialen Methaphyse aufgefüllt · Schnittführung vorne lateral Tibiakantenfragment: beginnt lateral der Schienbeinkante und zieht bogenförmig unter die Außenknöchelspitze · Schnittführung bei hinterem Kantenfragment: beginnt an der hinteren medialen Tibiakante bis zur unteren Innenknöchelspitze
- Volkmann’sches Dreieck - Hinteres oder vorders Dreieck an der distalen Tibia - Absprengung erfolgt meist durch Zug von Bandverbindungen (hintere Syndesmose)
- Aitkenfrakturen: Definition und Gefahr · Definition: Gelenknahe und gelenkbeteiligte Frakturen mit Beteiligung der Epiphysenfuge bei Kindern · Gefahr: Verknöcherung der Epiphysenfuge -> Wachstumsstörungen