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Gesundheit (Fach) / Klausurpart 1 (Lektion)
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- Was ist Mobidität Häufigkeit bestimmter Erkrankungen einer Bevölkerungsgruppe à muss sich nicht auf die Gesamtbevölkerung beziehen, sondern eher eine Geschlechtergruppe
- Was ist Mortalität Anzahl der Sterbefälle in einem bestimmten Zeitraum im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung
- Was ist Prävalenz Anteil der erkrankten Individuen in der betrachteten Population
- Was ist Epidemiologie - (Verbreitung von Krankheiten im gesamten Volk) Wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Verbreitung sowie den Ursachen und Folgen von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Bevölkerungen beschäftigt
- Unterschied infektiös, chronisch infektiös: -ansteckend, akut schnell, oft heilbar, kann ausgerottet werden chronisch: nicht ansteckend, permanent, normalerweise unheilbar, kann nicht ausgerottet werden
- Zwei Gründe für den Panoramawechsel Panoramawandel der Erkrankungen geht mit dem medizinischen Fortschritt und dem demographischen Wandel einher. Demo-Wandel: - Verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen - Anti-Baby-Pille --> Immer mehr Menschen leiden an chronischen Krankheiten und erkrankte/ behinderte Menschen überleben länger
- Gesundheitsstudien DEGS Erwachsene GEDA Erwachsene KIGGS Kinder und jugendliche
- Kritik an die WHO Definition: “Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“ - Die Absolutheit („vollständig“) - „Wer ist denn noch gesund?“ - Gesundheit als statischer Zustand - Unpraktikabel. Da nicht operationalisierbar und nicht messbar - erklärt Personen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen als definitiv krank
- bio-medizinisches Krankheitsmodell o Bis heute vorherrschendes Modell o Im Zentrum steht die Erkrankung und nicht der erkrankte Mensch o Einfache Kausalität: Erregerà Erkrankung o Krankheit als Abweichung vom Normalzustand/“Herausfallen aus der Norm
- Risikofaktorenmodell - Geprägt nach den pathogenetischen Ansatz (Was ist der Auslöser?) - Multikausalität: Krankheiten werden nicht zwingend durch eine Ursache, sondern durch multiple Risiken beeinflusst (Beispiel: Framingham-Herz-Studie) - Ziel: Vermeidung bzw. präventive Erkennung und Behebung von Defekten und Krankheitsursachen
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- Salutogenese --> Was lässt den Menschen trotz oft außerordentlicher Belastungen gesund bleiben? --> Faktoren und Prozesse für das Gesundbleiben? --> Pathogenese: Was macht den Menschen krank? 1. Salutogenese als Gegenstück zur Pathogenese: Gesundheit im Mittelpunkt 2. Krankheiten als normale Erscheinungen im menschlichen Leben/nicht Abweichung der Normalität 3. Annahme eines Gesundheits-Krankheits-Kontinuums
- Kohärenzgefühl in der Kindheit: - das Kohärenzgefühl entsteht in der frühen Kindheit - laut Antonovskyentwickelt es sich vor dem zehnten Lebensjahr und sollte sich im weiteren Leben nicht mehr grundsätzlich verändern - stabiles Persönlichkeitsmerkmal
- Definition Gesundheitsliche Ungleichheit Vermeidbare und ungerechte gesundheitliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die stärker mit sozioökonomischem Status oder dem Geschlecht als mit gesundheitlichen Merkmalen zusammenhängen.
- Aggregierte Deprivation - Der Begriff Deprivation (lat. deprivare ‚berauben‘) bezeichnet allgemein den Zustand der Entbehrung, des Entzuges, des Verlustes oder der Isolation von etwas Vertrautem sowie das Gefühl einer Benachteiligung. - Das Verb aggregieren bedeutet „anhäufen“, „zusammenballen“, „zusammenführen“ oder „zusammentragen“.
- Gesundheitsbezogene Behandlung von Männern und Frauen - Geschlechtsspezifische Erwartungen unterscheiden sich: o z.B. wird schlechtes Verhalten von Alkoholikern bei Frauen stärker diskriminiert als bei Männern o Männer „dürfen“ nicht über Leiden sprechen, sind aber im Krankheitsfall freigestellt o Frauen „dürfen“ ihre Leiden äußern, werden aber im Krankheitsfall nicht freigestellt (müssen Haushalt und Kinderpflege fortführen) - Gesundheitsverantwortung für die Familie und Pflege von Angehörigen wird eher als Aufgabe der Frauen angesehen
- Verhaltensprävention Einflussnahme auf des individuellen Gesundheitszustand oder auf individuelles Gesundheitsverhalten
- Verhältnisprävention Einflussnahme auf Gesundheit durch Veränderung der Lebensbedingungen/ Umwelt der Personen
- Selbstwirksamkeitserwartung - subjektive Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, die man benötigt, um bestimmte Aufgaben zu meistern (bestimmtes Verhalten) - subjektive Gewissheit/Überzeugung einer Person, neue oder schwere Aufgaben zu bewältigen - Glaube in die eigene Kompetenz
- Bereiche der Epidemiologie - Messung von Gesundheitsdaten - Populationsmerkmale definieren (Identifikation) - Verteilungsmuster von Gesundheits-, Krankheitsparametern und Risikofaktoren ermitteln - Epidemiologische Methoden entwickeln und testen
- Welche Implikationen lassen sich vom Salutogenesemodell für die Schule ableiten? 1. Berücksichtigung von Schutzfaktoren (Stärkung von Widerstandsquellen und Kohärenzsinn)
- Unterschied biologischem (sex) und sozialen Geschlecht (gender) sex: anatomische, chromosomale, hormonale Unterschiede gender: sozialisierung der geschlechterrolle, erziehung
- Definition Gesundheitsförderung - Allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitspotentials - Fokus auf die Salutogenese
- Definition Gesundheitsprävention - Vorbeugung und Früherkennung von spezifischen Krankheiten - Fokus auf Pathogenese
- 5 Dimensionen körperlicher Aktivität - politisch: Sportgesetz - kommunal: Bayern München und Olympia - institutionell: Schulsport - interpersonell: im Verein - individuell: intrinsiche Motivation