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KLR (Fach) / Klausurvorbereitung (Lektion)
Kosten- und Leistungsrechnung
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- Wie setzen sich Herstellkosten zusammen? 1) Materialeinzel und -gemeinkosten 2) Fertigungseinzel und -gemeinkosten 3) ggf. Sondereinzelkosten = Herstellkosten
- Wie lautet die Formel für die summarische Zuschlagskalkulation? (Zuschlagssatz) Zuschlagssatz = Gemeinkosten / Einzelkosten BSP GK = 2222; EK = 1000; Einzelkosten/Stück = 96 Euro 1) 2222/1000 = 2,222 = 222,2% 2) 96 + (96 * 2,222) = 309,21 Euro
- Wie lauten die Formeln für die differenzierte Zuschlagskalkulation? Material-GK-Zuschlagssatz: Materialgemeinkosten / Materialeinzelkosten Fertigungs-GK-Zuschlagssatz: Fertigungsgemeinkosten / Fertigungseinzelkosten Verwaltungs-GK-Zuschlagssatz: Verwaltungsgemeinkosten / Herstellkosten Vertriebs-GK-Zuschlagssatz: Vertriebsgemeinkosten / Herstellkosten
- Was ist die Besonderheit beui Verwaltungsgemein- und Vertriebgemeinkostenzuschlagssätzen? Die Gemeinkosten werden durch die Herstellkosten dividiert.
- Betriebsergebnisberechnung nach dem Gesamtkostenverfahren Erlöse+ Herstellkosten für Bestandserhöhungen (fertige Produkte) + Aktivierte Eigenleistungen - Gesamtkosten nach Kostenarten - Herstellkosten für Bestandminderungen und unfertige Produkte = Betriebsergebnis Es werden also alle produzierten Prdodukte betrachtet und nicht nur die abgesetzten. Die Auflistung auf der Kostenseite des T-Kontos erfolgt anhand von Kostenarten. Das T-Konto muss am Ende ausgelichen sein, indem der Gewinn oder der Verlust ausgeglichen wird.
- Betriebsergebnisrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren Erlöse - Selbstkosten der verkauften Produkte (Herstellkosten + alle Verwaltungs- und Vertriebskosten)+ Herstellkosten für Bestandsminderungen (weil sie verkauft wurden) - Herstellkosten für Bestanderhöhungen (weil sie nicht verkauft wurden)= BetriebsergebnisDas Umsatzverfahren richtet sich also nach den abgesetzten Produkten. Die Darstellung auf der Kostenseite des T-Kontos erfolgt anhand der Selbstkosten der verkauften Produkte und nicht wie beim Gesamtkostenverfahren nach den Kostenarten
- Unterschiede Umsatzkostenverfahren und Gesamtkostenverfahren 1) Der wesentliche Unterschied des UKV zum GKV liegt darin, dass beim UKV nur die Kosten der verkauften Produkte dem fakturierten Umsatz (Rechnungsstellung) gegenüber stehen. Somit werden Erträge und Aufwendungen nicht schon bei der Produktion ausgewiesen, sondern erst beim Absatz der Produkte. 2) Beim UKV führt eine Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen oder an Eigenleistungen keiner Erhöhung der Umsätze, die mit deren Erstellung verbundenen Aufwände fließen nicht in die Rechnung ein. 3) Aus 2 folgt, dass beim UKV eine voll ausgelastete Produktion bei gleichzeitig geringem Absatz zu einem schlechten Betriebsergebnis führt, weil bei einer kleinen Absatzzahl die Fixkosten der Periode nicht gedeckt werden können. Umgekehrt kann bei Unterbeschäftigung und großem Lagerverkauf ein entsprechend hohes Ergebnis erzielt werden. 4) Beim Gesamtkostenverfahren werden die Kosten im T-Konto anhand der Kostenarten gegliedert. Beim Umsatzkostenverfahren werden dort die Selbstkosten dargestellt.
- Schritte bei der Äquvalenzziffer-Kalkulation 1) AZ berechnen (Bezugsgröße weiteres Produkt / Bezugsgröße Einheitsprodukt) 2) Einheitsmengen berechnen um Mengen vergleichbar zu machen (jeweilige Produktionsmenge * zugehörige AZ) 3) Einheitsstückkosten berechnen: Gesamtkosten durch die Summe der Einheitsmengen dividieren (Gesamtkosten / gesamte Einheitsmenge) 4) Stückkosten ermitteln: Einheitsstückkosten * jeweilige AZ
- Fünf Prinzipien der Kostenverteilung 1) Verursachungsprinzip (Kosten werden "dem richtigen" zugeteilt) 2) Das Proportionalitätsprinzip (Kosten werden ihrer Höhe nach) verursachungsgerecht zugeteilt 3) Durchschnittsprinzip (Kosten werden zu gleichen Teilen zugeteilt) 4) Tragsfähigkeitsprinzip (Kostenträger mit höheren Gewinnen, werden mehr Kosten zugeteilt) 5) Identitätsprinzip (Kosten und Entstehung der Kostenträger muss auf dieselbe Entscheidung zurückzuführen sein)
- Definition: Leistungen bzw. Erlöse Leistungen sind in Geld bewertete, sachzielbezogene Güter- und Leistungsentstehungen innerhalb einer festgelegten Periode.
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- Definition Kosten Kosten sind der in Geld bewertete, sachzielbezogene Güter- und Leistungsverbrauch innerhalb einer Abrechnungsperiode.
- Kostenarten nach "Herkunft der Kostengüter" 1) Primäre Kosten 2) Sekundäre Kosten
- Kostenarten nach "Wertkomponente der Kosten" 1) pagatorische Kosten 2) kalkulatorische Kosten
- Kostenarten nach "Liquiditätswirksamkeit" 1) auszahlungswirksame Kosten 2) nicht-auszahlungswirksame Kosten
- Kostenarten nach "funktionalen Entstehungsbereichen" 1) Beschaffungskosten 2) Fertigungskosten 3) Verwaltungskosten
- Kostenarten nach "Zurechenbarkeit" 1) Einzelkosten 2) Gemeinkosten
- Kostenarten nach Einsatzgüterart 1) Materialkosten 2) Personalkosten 3) Zinsen
- Kostenarten nach "Verhalten bei Beschäftigungsänderung" 1) variable Kosten 2) fixe Kosten
- Bitte erläutern Sie, welche Gefahren im Bereich der Preispolitik bestehen, wenn sich die Preispolitik ausschließlich an Vollkosten orientiert. Grundkonzeption der vollkostengestützen Kostenträgerstückrechnung führt dazu, dass sich die Kosten des einzelnen Produktes wegen der unterschiedlichen Fixkostenbelastung gegenläufig zum Produktionsumfang der Periode verändern. Grund hierfür sind die von der Ausbringungsmenge unabhänigen fixen Kosten in Form von Zeitabschnittskosten, welche vollständig auf die im Abrechnungszeitraum produzierten Erzeugnisse verrechnet werden. Daraus folgt: 1) Stückkosten fallen mit zunehmnder Beschäftigung 2) Stückkosten steigen mit abnehmender Beschäftigung 3) Bei autonomer Preispolitik führt dies zu marktkonträren Preisstellungen
- Prinzipien der Kostenerfassung (9 Stück) 1) Prinzip der Isomorphie 2) Prinzip der Nachprüfbarkeit 3) Prinzip der Vollständigkeit 4) Prinzip der Aktualität 5) Prinzip der Genauigkeit 6) Prinzip der Unabhänigkeit 7) Prinzip der Flexibilität 8) Prinzip der Gegliedertheit 9) Prinzip der Wirtschaftlichkeit
- Beschreibung der Vollkostenrechnung Die Vollkostenrechnung hat die betriebsgewöhnlichen Kosten zum Ausgangspunkt und den, die Selbstkosten deckenden und einen bestimmten prozentualen Gewinn abwerfenden, Nettoangebotspreis zum Endpunkt.
- Aufgabe der Kostenartenrechnung Aufgabe der Kostenartenrechnung ist die planmäßige Erfassung und die planmäßige Gliederung der Kosten einer bestimmten Periode.
- Verfahren zur Ermittlung des Materialverbrauchs (4 Stück) 1) Zugangsrechnung (Zugänge laut Lieferscheinen) 2) Inventurmethode (Anfangsbestand + Zugänge lt. Lieferschein - Entbestand) 3) Skontrationsrechnung (Summe Abgänge laut Lieferschein) 4) Rückrechnung (Produktionsmenge * Input je Stück)
- Definition Anderskosten Aufwand im internen Rechnungswesen, dem keine wertgleichen Aufwendungen im externen Rechnungswesen gegenüberstehen = Kosten in anderer Höhe als im externen Rechnungswesen
- Definition Zusatzkosten Zusatzkosten werden auch als aufwandslose Kosten bezeichnet, d.h. sie werden in der Finanzbuchhaltung nicht erfasst, müssen aber in der KLR zusätzlich berücksichtigt werden. = Kosten die im externen Rechnungswesen nicht vorkommen
- Definition Grundkosten Grundkosten werden auch als aufwandsgleiche Kosten bezeichnet. Aufwandsgleiche Kosten sind Kosten, die den Aufwendungen der Finanzbuchhaltung entsprechen.
- Definition Zweckaufwand Zweckaufwendungen stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem eigentlichen Betriebszweck. Sie erfassen den Verzehr an Güter, Dienstleistungen und Rechten, der im Rahmen der geplanten betrieblichen Leistungserstellung und Leistungsverwertung anfällt. Zweckaufwendungen haben Kostencharakter und werden in der Regel in die Kosten- und Leistungsrechnung direkt aus der Finanzbuchhaltung übernommen.= Periodengerecht und dem Betriebsziel entsprechend
- Neutraler Aufwand Neutrale Aufwendungen stehen in keinem Zusammenhang mit der Produktion und dem Absatz oder fallen unregelmäßig in außergewöhnlicher Höhe an. Sie setzen sich aus betriebsfremden, außerordentlichen und periodenfremden Aufwendungen zusammen:
- Definition Kostenstelle Eine Kostenstelle stellt einen kostenrechnerisch selbstständig abzurechnenden betrieblichen Teilbereich dar.
- 5 Prozessschritte der Kostenstellenrechnung 1) Einteilung des Unternehmens in Kostenstellen 2) Gruppierung der Kostenstellen 3) Verteilung der primären Kostenträgergemeinkosten 4) Verteilung der sekundären Kostenträgergemeinkosten 5) Ermittlung der Kalkulationssätze
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- Anwendungsvoraussetzungen des Treppen-/Stufenleiterverfahrens 1) innerbetrieblicher Leistungsverzehr läuft praktisch nur in eine Richtung 2) Anordnung der Kostenstellen innerhalb der Sekundärkostenrechnung, so dass immer nur Leistungsabgabe von vorgelagerten an nachgeordnete Kostenstellen erfolgt
- Kostenstellenumlageverfahren: Vorgehnsweise beim Treppen-/Stufenleiterverfahren Der von der jeweils vorgelagerten Kostenstelle für die Erstellung innerbetrieblicher Leistungen aufgewandter Teil ihrer Gesamtkosten wird mittels Divisionsrechnung auf Kostenstellen weiterverrechnet, die die Leistungen dieser Kostenstelle beanspruchten (= Sekundärkosten für nachgelagerte Kostenstellen)
- Kostenstellenumlageverfahren: Anwendungsvoraussetzungen des Anbau-/Blockverfahrens Die Kostenstellen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: 1) Kostenstellen welche an die zweite Gruppe innerbetriebliche Leistungen liefern, selbst aber keine innerbetrieblichen Leistungen empfangen 2) Kostenstellen, welche innerbetriebliche Leistungen empfangen, selbst aber keine innerbetrieblichen Leistungen anfertigen
- Vorgehen des Kostenstellenausgleichsverfahren (drei Schritte) 1) Ermittlung des zur Kostenverrechnung notwendigen Gleichungssystems 2) Lösung des Gleichungssystems 3) Befüllung des BAB
- Anordnung der Elemente des T-Kontos im Gesamtkostenverfahren Links (Kosten): - Gesamtkosten der Periode, gegliedert nach Kostenarten - Herstellkosten der Bestandminderung - Gewinn Rechts (Erlöse) - Periodenerlöse - Herstellkosten der Bestanderhöhungen
- Anordnung der Elemente des T-Kontos beim Umsatzkostenverfahren Links (Kosten):- Gesamtkosten der abgesetzen Produkte einer Periode, gegliedert nach Produktarten- Gewinn Rechts (Erlöse) - Periodenerlöse, gegliedert nach Produktarten
- Kennzeichen der Vollkostenrechnung (4 Stück) 1) Alle im Unternehmen anfallenden Kosten werden ausnahmslos auf Kostenträger verrechnet 2) Keine Unterscheidung von variablen Kosten (nur fixe) -> keine verursachungsgerechte Kostenzuordnung möglich 3) Kosteninformationen werden ausschließlich in Form von Vollkosteninformationen angegeben (z.B. keine Deckungsbeiträge) 4) Fixkosten werden ohne Ausnahme und in voller Höhe auf alle Kostenträger verrechnet
- Vollkostenrechnung: Problem der Zeitkosten/Stückkosten Verrechnung von Fixkosten auf Produkte führt dazu, dass fälschlicherweise Zeitkosten in Stückkosten verwandelt werden
- Gefahren der Vollkostenrechnung im Bereich der Absatzpolitik Absatzpolitik auf der Basis von Vollkosten verleitet Management zur ABlehnung aller Aufträge, deren Verkaufspreis nicht die Vollkosten deckt. Aufträge werden voreilig abgelehnt, weil keine DB erhoben werden.
- Vollkostenrechnung: Gefahren im Bereich der Beschaffungspolitik Fehlentscheidungen bzgl. "Make or Buy"; Übervorteilung des "Buy" Ggf. wird außeracht gelassen , dass Fixkosten auch bei schwacher Beschäftigung anfallen
- Erfolgsermittlung via DB-Rechnung (Formeln für DB und Unternehmenserfolg) Erfolgsermittlung via DB-Rechnung: Erlöse- variable Selbstkosten = Deckungsbeitrag - fixe Kosten = Unternehmenserfolg