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Techniksoziologie (Fach) / VL3 (Lektion)

3. Vls Was ist "Technik"?

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  • Einführung -Thema: Technikgenese -genesis=Schöfun, Geburt, Beginn Entstehung -Arbeitsdefinition: Prozess der Entstehung und ENtwicklung von sozio-tech. Systemen 
  • Theorie der Technikgenese Zwei maßgebliche Ansätze: -Social Construction of Technology -Berliner Ansatz der Technikgeneseforschung Auf ihnen basiert das Netzwerksteoretische Phasenmodell
  • Social Construction of Technology (SCOT) -Vertreter: Wiebke E. Bijker & Trevor J. Pinch -ausgehend von sozialer Bedingtheit von Technik  -Entstehung von Technik als Wechsel von Variation und Selektion (Wer mach mit? Welche Ressourcen?) -"Interaktive Flexibilität": tech. Artefakte sind offen für untersch. Deutungen/Interpretationen -"Soziale Schließung": Beendigung der Debatte und Kontroversen  -Einigung der beteiligten Gruppen oft ermöglicht durch Redefinition des Problems (Bsp. Rad) -These der "soaz. Konstruktion" geht nicht über Common Sense der damaligen T.Soz. hinaus  -Einzelheiten dieses Konstruktionsmechanismus bleiben sehr difus -SCOT ist erster Schritt aber unvollständig
  • Berliner Ansatz der Technikgeneseforschung -Vertreter: Meinolf Dierkes & Andreas Knie -ZIel: negative FOlgen von Technik vermeiden, indem diese bereits in Entstehungsprozessen antipzipiert werden  =frühzeitige Verschränkung technologischer Entwicklungen mir gesellschaftlichen Zielsetzungen  -Instrumentarium für die Politik, um Einfluss auf die Entwicklung von Technik zu nehmen, anstatt später Reparaturmaßnahmen vorzunehmen -es wirken in jeder Phase soziale Faktorenm akkerdings ist die Frühphase der Entstehung und Durchsetzung stets prägend für den gesamten Prozess
  • Kritik Berliner Ansatz -Ableitung von Folgen aus dem Entstehungsprozess ist äußerst schwierig -Wenn tatsächlich Lock-In-Mechanismen wirken, wie kann dann noch Neues entstehen? -Kopplung von Frühphase und Folgewirkungen ist technikdeterminiert -Es finden sich Gegenbeispiele zur postulierten Pfadabhänigkeit
  • Phasenmodel der Technikgenese Grundannahmen -Vertreter: J. Weyer (1997)-Aufgreifen der Thesen der sozialen Konstruktion von Technik+ Pfadabhänigkeit  -Argumentation weniger Einseitig und extrem -Technikgenese als mehrstufiger Prozess der sozialen Konstruktionen von Technik, der von wechslenden Akteurskonstellationen getragen wird -geht damit über die Vorstellung einmaliger Schließung hinaus -Reihe von Schließungsprozessen generierter Pfad, der eine gewisse Eigendynamik hat und Entscheidungsspielräume einengt, den weiteren Verlauf jedoch nicht deterministisch prägt
  • Phasenmodell der Technikgenese Modell Varianten A B C Netzwerk 1 : Entstehung -> Schließung Varianten B1 B2 B3 Netzwerk 2: Stabilisierung -> Schließung  Varianten B1A B1B B1CNetzwerk 3: DUrchsetzung -> Schließung Auswahl der Basistechnologie (Benziner, Elektro, Diesel)Weitergehen diesen Pfades (Entschiedungsspielraum, versch. Varianten innerhalb eines Pfades)
  • Phasenmodell der Technikgenese idealtypische Phasen -Entstehung  -Stabiliserung -Durchsetzung einer neuen Technik  sowie damit verbunde Phasenübergänge: Hauptaugenmerk: Wie gelingt es den handelnden Akteuren, soziale Schließung zu erreichen? Problem: Einigung oder Spaltung v. Firmen
  • Phase der Entstehung -Basis: loses,w enig strukturiertes, wechselhaftes Netzwerk von Außenseitern-> extrem viel zugekauft/ aufgekauft zB Siri bei Apple  -Leistung: die Generierung eines tragfähigen sozio-tech. Kerns-> tech. instrumentelle Konfiguration: allgm. Konsturktionsprinzip (Welche features?)-> soz. Konfiguration: antizipierte Arrangement der beteiligten Akteure (Wo sinnvoll?)
  • Phase der Stabilisierung -Basis: enges, aus wenig Akteuren bestehndes soz. Netzwerk, das ausreichend Substanz für Komplikationen besitzt -Ziel: Prototyp, der zeigt, dass Vision realisierbar ist -häufig kimmt es zu einer Rekombination(=Änderungsbedarf) der tech. oder auch soz. Konfigurationen (SMS für Entanwender statt Industrie)
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  • Phase der Durchsetzung -Basis: Kreis der Akteure weitet sich aus (Dekontextualisierung-> Infrastruktur, Desgin) -Generieung von Nachfragestruktr auf Märkten -Entwicklung des dominaten Designs
  • Erklärung anhand der Bsp: Entwicklung des PC Entstehungsphase: subkulturelle Gegencommunity (heterogenes Netzwerk von Außenseitern) -> 70er Jahre Hippies-sozio-tech. Kern: offenes System mit Vielzahl von Hard und Softwaremöglichkeiten-sozi. Konfiguration: User sind auch Hersteller  Stabiliserungsphase: Basis: Netzwerk aus Zulieferen, Geldgebern, Händler(Professionalisierung)-Apple I als Prototyp und Apple II als industriell hergestellter PC-PC für semi professionelle Anwender und Amateur User Durchsetzungsphase: Massenmarkt: Erschließung eines Goßteils des professionellen Marktes bon handel, Wirtschaft und Wissenschaft-Netzwerk: Software(Lotus, MS) HArdware(intel) zudem druchtbare Konkurzenz-Bastler der Entstehungsphase spielen keine Rolle mehr
  • Phasenmodell Fazit erfolgreiche Innovation:  -mehrstufiger Prozess der sozialen Konstruktion von Technik, der über soziale Netzwerke hinausreicht -Technikgenese ist nicht mit einer einmaligen Schlie0ung in der Frühphase beendet, es folgen vielmehr eine Reihe weitere Konstruktionsakte -Ziel: Dekontextualisierung einer innovativen Technik: RAUS aus Gewohntem  -Defizite des Modells: Rückschritt möglich, Phase 4 sinnvoll?, Rekonfiguration im Gamingkontext(Neueinarbeitung v. Veränderungen durch Spieler), Grundsätze hinterfragen(selbst abschaffen um zu innervieren?)
  • kulturelle Orientierung der technischen Entwicklung -neue Techniken richten sich in der Entwicklung und Anwendun nach kulturellen Orientierungen, wie den Nutzungswünschen der Individuen und den Gestaltungsvisionen in der Gesellschaft -bisher: Ogburns These vom "culture lag" (Hinterherhinken der Kultur hinrer den tech. Erfindungen) -Stattdessen: Welche Bedeutung haben kulturelle Orietierungen Leitbilder und kurlutrelle Modelle für den genaueren Zuschnitt, den Erfolg und das Diffusionstempo einer Technik? -Technik kann nur bedingt zielgerichtet entwickelt werden, weshlab sich an Leitbildern und kulturellen Modellen orientiert wird Technik= unabhöänige Variable? Automobil-> Klimawandel->Mensch muss handlen
  • die kulturelle Orientierung in der Technikgenese -das bspw. ComputerStandarts und Modelle aus der frühpase sich noch heute fortschreiben, liegt  nur bedingt am tech. (oder ökonomischen) Sachzwang Stattdessen:-Technik ist das resultat von Visionen, Definitionen, Deutung von kulturellen Oientierungen-technik ist nur erfolgreich, wenn im Konstruktionsprozess Orientierungen und Praktiken der NutzerInnen berücksichtigt werden -Visionen bilden nur den Hintergrund-in Konzepten der konstruktion wird die anvisierte Gestalt er Technik ausbuchstabiert-diese Konzepte hängen vom kulturellem Modell ab, dass man sich vom Nutzer, seinen Fähigkeiten und Vorlieben macht-zudem wirkt Technik als Rahmen für soz. Beziehungen (keep ist simple Amerkianer vs. Deutsch, Privatsphäre höher in EU-> Auswirkung auf Technik)
  • Techniksteuerung durch Leitbilder und kulturelle Modelle Prägende Orientierung: nationale Konstruktionsstile (American Way of Engineering)universitäre Ingenieursschulen (Aachner Maschinenbaukultur)betriebliche Konstruktionstradiotionen (AUDI Motorenbautradiotion) -> diese vererben sich, bleiben aber implizit -Leitbilder sind explizite Orientierungskomplexe, die untersch. Wünsche und Interesse zu Zielen bündlen (bemannte Mondlandung, KI) -steuern Leitbilder die Entwicklung von Technik? (eher für Retorik, bündeln Wünsche zu Zielen, alltg. Konstruktionspraxis ist stark von impliziten Modellen abhänig) -> damit kann technik nur unzureichend gesteuert werden->möglicher Ausweg: diskusives Verfahren
  • Aneignung und Kultivierung neuer Techniken durch Nutzer -die aktive Aneignung der Güter durch Nutzerinnen, ihre bestimmte Weise der Lebensführung und ihre Konsum und Lebensstile beeinflussen tech. entwicklung  -Produkte müssen nicht nur funktionieren und erschwinglich sein, sondern auch sinnvoll in den alltag einfach integriebar sein -währendn entwickler von rationalen Usern ausgehen, die sich zudem notwendige Fähigkeiten aneignen, sind Nutzer eigenwillig und haben sinnliche und emotionale Bedürfnisse -der Erfolg hängt von der Öffnung für versch. Nutzerkulturen ab