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Sozialpsychologie (Fach) / VL 1 (Lektion)
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- Def Sozialpsychologie Teilgebiet der Psychologie und Soziologie -> erforscht die Auswirkungen der tatsächlichen oder vorgestellten Gegenwart anderer Menschen auf das Erleben und Verhalten des Individuums
- Kontext = sozial wenn Verhalten durch andere Menschen beeinflusst wird oder andere Menschen betrifft
- im Zentrum der Sozialpsychologie Untersuchung des sozialen Einflusses
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- Einer der Begründer der Sozialpsychologie Kurt Lewin
- Unterschiedliche Themenbereiche der SP Soziale Kognition Aggression Gruppenprozesse Prosoziales Verhalten
- Abgrenzungen zu anderen Disziplinen zb Allgemeine Psy: untersucht Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens und Erlebens, die auf alle Menschen zutreffen Beispiel auf Bezug zur SP: Übernehmen Jugendliche die Einstellungen ihrer Eltern oder ihrer Freunde?
- Abgrenzung zu anderen Disziplinen Entwicklungspsychologie; untersucht Entwicklung und Veränderung psychologischer Merkmale im Laufe des Lebens in Bezug auf SP: Verhalten sich junge Erwachsene gewaltätiger, wenn ihr Medienkonsum als Kinder und Jugendliche viel Gewalt erhielt?
- Attribution Ursachenzuschreibung für soziale Ereignisse (wie entscheidend ist persönlichkeit?, welchen einfluss hat die Situation?, was versteht man unter dem "fundamentalen Attributionsfehler"?)
- Angewandte Sozialpsychologie im wirtschaftspsychologischen Feld Beispiel: Mitarbeiter kann Abgabefrist eines Auftrags nur knapp einhalten und erscheint mit improvisierten Notizen statt ausgearbeiteter Präsentation zum Meeting... Situationsabhängige bedingungsbezogene Faktoren - Motorische und informatorische Erschwernisse - Unterbrechungen als Regulationshindernis - Arbeitsverdichtung nach Umstrukturierung (neue Aufgaben, weniger Personalstellen im Team)
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- Angewandte Sozialpsychologie im wirtschaftspsychologischen Feld Beispiel: Mitarbeiter kann Abgabefrist eines Auftrags nur knapp einhalten und erscheint mit improvisierten Notizen statt ausgearbeiteter Präsentation zum Meeting... Personenbezogene Faktoren • Überforderung• Keine Lust gehabt...
- Fundamentaler Attributionsfehler situativer Einfluss wird insbesondere von Beobachtenden meist unterschätzt / ignoriert & der dispositionelle Einfluss überschätzt, Verhalten eher korrespondierend zur Persönlichkeit gesehen
- Kognitive Dissonanz zwei Kognitionen (z. B. Wissen & Handeln) stehen im Widerspruch zueinander Beispiel: Rauchen trotz Wissen um die Schädlichkeit
- Zielsetzung sozialpsychologischer Untersuchungen • Ziel: soziale Phänomene mit geeigneten Theorien erklären • meist nicht nur eine Theorie, sondern mehrere Theorien, die sich zum Teil widersprechen können • Durch Paradigmenwechsel, widersprüchliche Befunde und neue empirische Erkenntnisse werden Theorien bestätigt, weiterentwickelt oder verworfen
- Klassische Experimente: Norman Triplett (1898) Einfluss der Gegenwart anderer auf die physische Leistung - Geschicklichkeitsaufgabe: Jungen & Mädchen sollten jeweils dreimal allein und dreimal in Paaren eine Angelschnur aufrollen - die Mehrheit der Kinder war schneller, wenn sie diese kognitiv leichte Aufgabe in Gegenwart eines anderen durchführten. Dieses Phänomen wurde als soziale Erleichterung bekannt (Triplett, 1898)
- Klassische Experimente: Ringelmann (1913) Einfluss der Gegenwart anderer auf die physische Leistung Je nach Gruppengröße kann es jedoch zum gegenteiligen Effekt kommen: -> ab der kritischen Größe von 8 Personen kommt es zum social loafing (soziales Faulenzen) der Teilnehmer: Die Produktivität von Gruppen lässt messbar nach
- Klassische Experimente: Ferienlagerexperimente Feldstudie von Sherif (1954) zur Entstehung von Vorurteilen und Intergruppenfeindseligkeit: Situation:Ein Sommerferienlager. Zwei Jungengruppen (11Jährige) unternahmen jeweils getrennt und ohne Wissen voneinander in der ersten Ferienwoche viele Aktivitäten in ihren Gruppen. Sie bildeten in der Folge starke Gruppenidentitäten.Als sie in der Folgewoche von der jeweils anderen Gruppe erfuhren, unternahmen sie sportliche Wettkämpfe um einen Pokal. Neben Wettkampfgeist beobachteten die Forscher Feindseligkeiten zwischen den Gruppen. Ergebnis: - Vorurteile sind nicht das Ergebnis einer dispositionellen Veranlagung oder verschobene Frustration -> Vorurteile entstehen durch realistischen Gruppenkonflikt um begehrte Güter (• Eine Folgestudie von Henri Tajfel (1971) stellte die Annahme in Frage, dass kompetitive Ziele eine notwendige Bedingung für die Entstehung von Intergruppenfeindseligkeit sind allein die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe kann diskriminierendes Verhalten auslösen)
- Minimales Gruppenparadigma Folie 60 Video anhören
- Versuchsteilnehmer im Experiment von Asch Video ansehen
- Bystander Effekt Anwesenheit anderer hemmt individuelle Hilfsbereitschaft Anzahl Anwesender (hoch) -> VerantwortlichkeitsdiffusionPluralistische Ignoranz -> Hilfsbereitschaft (niedrig)
- Miligramm Experiment Video