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§11 (Fach) / Ziemer&Falke (Lektion)

Prüfungsvorbereitung

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  • Wer darf ein Tier impfen? Ermächtigte Tierärzte.
  • Nennen Sie verschiedene Arten von Jagdgebrauchshunden und deren ursprünglichen Verwendungszweck, sowie typische Eigenschaften. Geben Sie außerdem Rassebeispiele. Man unterscheidet Jagdgebrauchshunde in Stöberhunde, Vorstehhunde, Schweißhunde, Terrier (Erdhunde), Bracken, Meutehunde und Apportierhunde. Alle Jagdhunde sind spezialisiert: Einige sollen eher hetzen, vor die Flinte treiben oder aufschrecken, andere sollen Blutspuren angeschossener Beutetiere verfolgen, wieder andere suchen und apportieren erlegte Beute zum Jäger. Die einen eignen sich mehr zur Wasserjagd, andere mehr zur Jagd im Wald und wieder andere im Feld oder im Gebüsch. Die Fähigkeit zur sozialen Einordnung, zu Ruhe, Arbeitsfreude und Führigkeit sowie Unempfindlichkeit beim Einsatz sollen das Wesen eines Jagdhundes kennzeichnen und Voraussetzung für den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit sein. Rassebeispiele: Weimaraner, Kleiner und Großer Münsterländer, Labrador Retriever, Deutsch Kurzhaar, Deutsch Rauhhaar.
  • Welche Gefahr besteht, wenn ein Hundehalter seinem Hund Signale immer in sehr lautem, fast brüllendem Tonfall gibt? Ein Hund lernt nicht nur das gesprochene Wort mit einem Verhalten zu verknüpfen, sondern auch die Tonlage und die Lautstärke, in der das Signal in der Regel gegeben wird. Wird ein Signal also immer sehr laut gegeben, ist es wahrscheinlich, dass der Hund auf dasselbe Signal in leiserem Tonfall nicht reagiert, weil es für ihn leise gesprochen keine Bedeutung hat. Der Hundehalter müsste das Signal also immer sehr laut aussprechen, damit der Hund reagiert. Eine andere Gefahr besteht darin einen sensiblen Hund zu verschrecken oder zu verunsichern, da er sich durch die Lautstärke bedroht fühlt. Oft ist das Resultat Stress beim Hund, unter dem sowohl schlecht gelernt, als auch bereits Gelerntes schlecht abgerufen werden kann.
  • Nennen Sie die Zwingerfläche, die ein Rehpinscher laut Gesetz mindestens benötigt. Gem. § 6 TierSchHuV mindestens 6qm.
  • Spielt die Auswahl der Rasse neben der Auswahl eines guten Züchters auch eine Rolle? Es kommt auch auf die Rasse an. Es spielen die Größe, die Art des Felles, die Neigung zur Lautgebung, die Jagdmotivation, die Bereitschaft mit dem Menschen zusammen zu arbeiten, die territoriale Verteidigung und die Lebhaftigkeit etc. eine große Rolle bei der Wahl des Hundes. Hier können bereits vorprogrammierte Schwierigkeiten vermieden werden. Der ursprüngliche Gebrauchszweck für eine Rasse kann hier gute Informationen bieten.
  • Was versteht man unter „Shaping“ und wie kann es im Hundetraining angewandt werden? „Shaping“ bedeutet Formen. Der Hund wird animiert, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen und der kleinste Ansatz in die richtige Richtung wird bereits verstärkt. Wichtig bei dieser Technik ist vor allem das richtige Timing, damit der Hund sich dem richtigen Verhalten annähern kann. Das Training erfolgt dabei grundsätzlich ohne den Einsatz von Strafe! „Shaping“ eignet sich gut, um dem Hund komplexe Verhaltensweisen beizubringen oder Verhaltensweisen, zu denen er sich schlecht motivieren lässt. Auch können mit Hilfe von „Shaping“ bereits gelernte Übungen weiter verbessert und perfektioniert werden.
  • Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die sogenannten Afterkrallen/Wolfskrallen bei Hundewelpen entfernt werden dürfen und wer ist zu einer Entfernung berechtigt? Gem. § 6 Abs. 1 TierSchG ist eine Entfernung der Wolfskrallen verboten. Nur in Fällen, in denen diese zusätzliche Kralle zu Verletzungen führt, darf sie vom Tierarzt entfernt werden. Das trifft besonders dann zu, wenn sie ohne eine knöcherne Verbindung nur in der Haut hängt.
  • Was sollte man als Hundehalter tun, wenn sich der eigene Hund einem anderen Menschen gegenüber aggressiv verhält, z.B. durch knurren? Zunächst die Situation entschärfen und die Distanz vergrößern. Die Situation anschließend genau analysieren und ein Maulkorbtraining beginnen sowie einen guten Hundetrainer kontaktieren.
  • Beschreiben Sie, wie man sich als Hundehalter bei einer Rauferei zwischen Hunden am besten verhalten sollte! Man sollte nicht eingreifen, da man sich sonst selbst gefährden würde. Abruf versuchen, beide Halter können in entgegengesetzte Richtungen weggehen, sodass den Hunden kein Rückhalt geboten wird. So verliert wenigstens einer möglichst schnell Kraft und Mut und gibt auf.
  • Welche Kriterien muss eine rechtlich korrekte Anbindehaltung eines Hundes erfüllen? §7 TierSchHuV Abs. 2-5: (2) Die Anbindehaltung muss: 1. an einer Laufvorrichtung, die mindestens sechs Meter lang ist, frei gleiten können, 2. so bemessen sein, dass sie dem Hund einen seitlichen Bewegungsspielraum von mindestens fünf Metern bietet, 3. so angebracht sein, dass der Hund ungehindert seine Schutzhütte aufsuchen, liegen und sich umdrehen kann.(3) Im Laufbereich dürfen keine Gegenstände vorhanden sein, die die Bewegungen des Hundes behindern oder zu Verletzungen führen können. Der Boden muss trittsicher und so beschaffen sein, dass er keine Verletzungen oder Schmerzen verursacht und leicht sauber und trocken zu halten ist.(4) Es dürfen nur breite, nicht einschneidende Brustgeschirre oder Halsbänder verwendet werden, die so beschaffen sind, dass sie sich nicht zuziehen oder zu Verletzungen führen können.(5) Es darf nur eine Anbindung verwendet werden, die gegen ein Aufdrehen gesichert ist. Das Anbindematerial muss von geringem Eigengewicht und so beschaffen sein, dass sich der Hund nicht verletzen kann.
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  • Wie sollte man als Hundehalter reagieren, wenn sich der eigene Hund einem selbst gegenüber aggressiv verhält? Nicht auf die Aggression eingehen. Die Situation entschärfen und genau dokumentieren. Maulkorbtraining und Kontakt zu einem guten Hundetrainer suchen.
  • Nennen Sie die Zwingerfläche, die ein Bernhardiner mit einer Widerristhöhe von 67 cm laut Gesetz mindestens benötigt. Gem. § 6 TierSchHuV mindestens 10qm.
  • Existiert ein genereller „Welpenschutz“ und schließt dieser Babys mit ein? Es gibt keinen generellen Welpenschutz, folglich können auch keine Babys eingeschlossen werden. Zwar werden Welpen und junge Menschenkinder von Hunden sehr oft sehr freundlich behandelt, dennoch kann es jederzeit zu einer körperlichen Zurechtweisung kommen. Der harsche Umgang mit gemeinschaftsfremden Kindern und Welpen bis hin zum Infantizid ist möglich und ist prolaktinabhängig. Somit können vor allem kastrierte Rüden zu Aggressionen gegen fremde Welpen/Kinder neigen (wenn sie selber zu Hause Welpen/Kinder oder ein schwangeres Frauchen haben).
  • Welche Punkte sind zur Gefahrenvermeidung für Hundehalter wichtig, wenn ein Baby geboren wird, wenn Hund und Kind im selben Haushalt leben oder Kinder zu Besuch kommen? Hunde können Babys als bedrohlich oder unangenehm empfinden, es kann sogar sein, dass ein Hund ein Baby für jagdbar hält, wenn er in seiner Sozialisierungsphase keinen Kontakt zu ihnen hatte. Jeder Hund, der mit einem Kind zusammenlebt, sollte einen sicheren Platz haben, zu dem ihm das Kind nicht folgen kann. Jüngere Kinder sind nicht in der Lage, die Warnungen eines Hundes zu verstehen. Reagiert das Kind nicht auf die Warnung, sieht der Hund sich oft gezwungen, zu deutlicheren Maßnahmen zu greifen. Hunde dürfen nie mit Kindern allein gelassen werden und Kleinkinder müssen schnellstmöglich einen akzeptablen Umgang mit dem Hund erlernen.
  • Zu welchem Zeitpunkt findet der Zahnwechsel beim Hund statt und wann ist er ungefähr beendet? Wie viele Zähne hat das Gebiss eines ausgewachsenen Hundes? Zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat findet der Zahnwechsel statt. Der Zeitpunkt, zu dem der Zahnwechsel abgeschlossen ist, ist auch von der Rasse abhängig. Pauschal lässt sich sagen, dass bei großen Rassen der Zahnwechsel früher abgeschlossen ist als bei kleineren. Das Gebiss des erwachsenen Hundes besteht aus 42 Zähnen. Oberkiefer: 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne, 12 Backenzähne.Unterkiefer: 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne, 14 Backenzähne Die Gebissformel für das bleibende Gebiss des Hundes lautet: 3 1 4 23 1 4 3 Zusatzinfo: Das Michzahngebiss besteht aus 28 Zähnen; die Gebissformel lautet 3 1 33 1 3