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Wildtierökologie (Fach) / Mensch und Tier (Lektion)
2020 BioÖko Klausur
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- Was versteht man unter einem „Kulturfolger“, und wie lässt sich deren Verhalten erklären? Arten, die erfolgreich von Menschen (unabsichtlich) geschaffene gute Lebensbedingungen nutzen (z.B: Rotfuchs, Haussperling), die von den Menschen geschaffenen Lebensräumen ermöglichen ein größeres Angebot an Nahrung und eine einfachere Beschaffung als die natürliche
- Was versteht man unter „Neozoen“ und inwiefern sind diese problematisch? Neozoen: (1500n.Chr.) vom Menschen eingeschleppte Arten, die sich erfolgreich etabliert haben, problematisch, da sie in den neuen Ökosysteme nicht ursprünglich vorhanden waren und andere heimische Arten verdrängen / gefährden, z.B. Marder bedrohen einige Vogelarten in Neuseeland, die in ihrem Lebensraum zuvor keine natürlich Feinde hatten
- Im Sommer 2006 tauchte in Bayern ein Bär auf, den die Medien „Bruno“ nannten. Er suchte immer wieder gezielt in menschlichen Siedlungen nach Nahrung. Während er dabei anfangs Zusammentreffen mit Menschen vermied und nur nachts in Dörfer ging, ignorierte er Menschen mit der Zeit immer mehr, bis er sich schließlich auch tagsüber aus kurzer Distanz fotografieren ließ. Erläutern Sie anhand dieser Verhaltensweisen die Begriffe Habituation und Konditionierung Habituation: Gewöhnung (abtrainierte Ausbleiben einer Reaktion → REgelmäßigkeit, Vorhersagbarkeit, Harmlosigkeit des Reizes) der Bär hat die Erfahrung gemacht, dass das Zusammentreffen mit Menschen harmlos verlief und dadurch sein Verhalten angepasst er wurde weniger scheu oder Konditionierung ist ein erlerntes Reaktionsmuster, das durch Erfolg verstärkt wird. Der Bär gelangte immer wieder an Nahrung, ohne sich dafür sehr anstrengen zu müssen. Dieses Phänomen ist typisch für Bären. Man findet es häufig in Nationalparks, in denen Nahrung weggeworfen wird oder Jungbären sogar gezielt gefüttert werden.
- Wie ist zu erklären, dass es heute „Stadtfüchse“ gibt? In der Nähe des Menschen ist viel Nahrung vorhanden (Fütterung direkt und indirekt, Kompost, Müll, Obst, Beeren, Samen, Vögel, Kleinsäurer, Insekten, Würmer), zudem geht von dem Mensch keine Bedrohung mehr aus (Einstellungswandel des Menschen), sodass sich der Fuchs auch in die Stadt wagt. Da das Nahrungsangebot in der Stadt so hoch ist, kann hier die Fuchsdichte größer sein als im Wald und der freien Natur
- Wie würden Sie vorgehen, um zu klären, ob sich die Befallsraten von Rotfüchsen mit dem Fuchsbandwurm zwischen Freiburg-Stadt, dem Kaiserstuhl und dem Schwarzwald unterscheiden?Wo würden Sie die höheren Befallsraten erwarten? Warum? Ich würde Füchse in der Stadt, am Kaiserstuhl und im Schwarzwald nach einem Befall untersuchen und ermitteln welcher Anteil an Füchsen betroffen ist. Zudem spielt das Vorkommen von Nagetieren als Zwischenwirt eine Rolle und wo diese als Nahrungsquelle von Füchsen besonders wichtig sind. Ich vermute, dass die Befallsraten am Kaiserstuhl am größten sind, da im ruralen, suburbanen Gebiet ausreichend Mäuse und Füchse vorhanden sind (in der Stadt fehlen ausreichend Mäuse, im Waldgebiet sind weniger Füchse vorhanden)
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