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Psychatrie (Fach) / Allgemein (Lektion)

HSNR - FB 10 - SOSE 202 Psychiatrie

Diese Lektion wurde von DuOtto erstellt.

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  • Was macht die Psychiatrie? - Befasst sich mit: Diagnostik, Therapie, Prävention                  .....seelischer Krankheiten des Menschen 
  • Was gehört zur Psychiatrie? -Biopsychosoziales Krankheitsmodell (Enge  Bei der Entstehung psychischer Krankheiten spielen eine Rolle: seelische Faktoren, körperliche und soziale Bedingungen. - Daher gehören zur Psychiatrie: psychologische und biologische Aspekte 
  • Was ist die Psychopathologie - Ist ein Teilgebiet der Psychiatrie und beschäftigt sich mit der Beschreibung abnormen (Erlebens, Befindens und Verhaltens) 
  • Was macht die Klische Psychologie Ist ein Teilgebiet der angewandten Psychologie  - Befasst sich mit: Persönlichkeitsdiagnostik (Testverfahren), der Interaktion von Menschen in verschiedenen Lebensbereichen - Beratung: Erziehung, Schule, Beruf, Familie, Drogen 
  • Abgrenzung Psychologie Psychatrie Psychiatrie ist mehr als psychologische Medizin (Psychologie, Psychopathologie) - Umfasst ein großes biologisches Arbeitsfeld (Neuroanatomie, Psychophysiologie, Biochemie, Psychopharmakologie 
  • Psychiatrie- Therapieformen  Somatotherapie: Therapie mit Psychopharmaka - Psychotherapie: Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte PT - Soziotherapie: Interaktion des Kranken mit seiner sozialen Umwelt (z.B. Millieutherapie) 
  • Psychiatrische Einrichtungen - Medizinische Versorgung psychisch Kranker durch Spezialisierung - Einrichtungen für die: > Behandlung von Abhängigen (Suchtkranke) > Behandlung geistig Behinderter > Behandlung psychischer Erkrankungen im Alter > Behandlung psychisch kranker Kinder/Jugendlicher > Behandlung psychisch kranker Rechtsbrecher (Forensik) 
  • . Gerontopsychiatrie - Beschäftigt sich mit: den seelischen Krankheiten im Alter. Oftmals komplexe, körperlich überlagerte Erkrankungen 
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie - Ein selbstständiges medizinisches Fachgebiet - Beschäftigt sich mit:  > den seelischen Krankheiten im Kindes- und Jugendalter > den psychischen Entwicklungsproblemen vom Säuglingsalter bis zur Adoleszenz > umfasst: Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie / Entwicklungspsychologie, Tiefenpsychologie, Heilpädagogik/ auch Einbezug und Beratung des sozialen Umfeldes 
  • Psychosomatische Medizin Beschäftigt sich mit Krankheiten, die körperliche Erscheinungen zeigen, deren Symptome aber seelisch (mit)bedingt sind 
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  • Psychosomatische Medizin – Arbeitsfelder - Funktionelle Organbeschwerden und Somatisierungsstörungen - Konversionssyndrome - psychosomatische Krankheiten im engeren Sinne (Ulcus duodeni, Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa) - somatopsychische Störungen (psychische Störungen als Folge schwerer Krankheiten) 
  • Berufe in der Psychiatrie - Ärzte (Psychiater) - Psychologen - Fachpflegepersonal - Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pädagogen - Sozialarbeiter - Bewegungstherapeuten 
  • Methoden in der Psychiatrie - neurobiologische Methoden - psychodynamische Methoden - lerntheoretische Methoden - pluridimensionale Psychiatrie 
  • Neurobiologische Methoden Neuropsychologie: Zusammenhänge zwischen Hirnerkrankung und psychischen Störungen - Neuroendokrinologie: bei Depressionen: Neurotransmitter - Neuroimmunologie: Zusammenhang Immunsystem und psychischen Störungen, z.B. bei Autoimmunerkrankungen - Genetik 
  • Lernpsychologische Methoden Beschäftigen sich mit erlernten (Fehl-)Reaktionen und Verhaltensweisen (z.B. Phobien) - Finden Anwendungen in der Verhaltenstherapie - Berücksichtigen auch kognitive Ansätze 
  • Pluridimensionale Psychiatrie - Psychopathologische Phänomene können auf verschiedene Weise untersucht werden (Beobachtung und Introspektion/ beschreiben, deuten, verstehen, erklären/ psychologische und biologische Verfahren)> stehen gleichberechtigt nebeneinander - Methodenvielfalt gehört zur Psychiatrie (in der psychiatrischen Diagnostik und Therapie darf man sich nicht auf einzelne Vorgehensweisen beschränken)  
  • Psychische Störung Erkennen und Verstehen - Anfangssituation  Das Erstgespräch erfasst: Symptomatik, Biografie, pathogene Faktoren (soweit möglich) - Findet im Allgemeinen ohne Anwesenheit von Dritten statt - Man nennt es auch Interview/Exploration   - Psychiater: ist Arzt, führt immer auch eine eingehende körperlich-neurologische Untersuchung durch - Gründe: um nicht eine gleichzeitige körperliche Krankheit zu übersehen/ um den Patienten zu verdeutlichen, dass er in seiner körperlich-seelischen Gesamtheit akzeptiert wird - Ergänzung: apparative Hirndiagnostik (EEG, Doppler Sono, CCT, MRT usw.)   
  • Der psychische Befund Systematisch- standardisierte Erfassung z.B. - AMDP-System: Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie. Erhebung des gesamten psychopathologischen Befundes (140 Items) - Störungsspezifische Fragebögen (z.B. MALT > Alkohol) - andere Fremdbeurteilungsinstrumente (z.B. BDI > Depression)  
  • . Einsichtsrecht des Patienten  Ist beschränkt auf alle objektiven Befunde und Behandlungstatsachen - ausgenommen sind: Aufzeichnungen über andere Personen (Angehörige) und persönliche Anmerkungen des Arztes - Kann nur verweigert werden (bei ernsthafter Gefährdung z.B. Suizidgefahr) 
  • Was sind psychische Störungen? die normale Funktionsweise    ->der kognitiven    ->emotionalen Prozesse    ->des Verhaltens                                           ..... ernsthaft beeinträchtigt ist so dass die betroffene Person darunter leidet und bei der Erreichung wichtiger Ziele behindert wird  ( subjektiven und objektiven Einschränkung der Lebensqualität )
  • Psychiatrie und Psychologie - Brauchen allgemeingültige Krankheitsbeschreibungen, Krankheitsbezeichnungen, eine systematische Krankheitslehre. Dies bezeichnet man als „Nosologie
  • Nosologie – Psychische Störungen (& was ist psychogen) Psychische Störungen > überwiegend psychoreaktiv verursacht.  - Dazu gehören: neurotische Störungen, psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen - Psychogen: keine Krankheit ist allein auf Seelisches zurückzuführen. „Psyche“ als Organ oder Verursachungsort nicht existent  
  • Klassifikationssysteme ICD VS DSM 5  Klassifikationssysteme - ICD-10 (2016, in diesem Jahr 11. Auflage) > International Classification of Diseases > Kapitel F (Psychische Erkrankungen) > Psychische und somatische Erkrankungen  Kritik  Prof: Es werden große Krankheitsbilder wie Psychosen und Neurosen zugunsten in phänomenologische , Kriterienorientierten Klassifikation aufgelöst -> werden durch Verlaufes und Zeit Kriterien bestimmt -> ätiologische Gesichtspunkte stehen zurück - DSM 5 (2013) > Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric association > richtet sich an amerikanischen Verhältnissen aus > Nur psychische Erkrankungen  Seit 1996 in deutscher Bearbeitung     
  • Dimensionen (Achsen) des DSM 5 Achse l: Klinische Störungen & andere klinisch relevante Probleme. Hauptsächlich Zustandsstörungen, schwere mentale Fehlstörung und Lernunfähigkeiten (Bsp. Schizophrenie, Angststörungen, Störungen der Impulskontrolle, Essstörungen)  Achse ll: Persönlichkeitsstörungen (Bsp. Borderline-Persönlichketsstörung, schizoide oder paranoide Persönlichkeitsstörungen, Antisoziale Persönlichkeitsstörung) und geistige Behinderung  Achse lll: Medizinische Krankheitsfaktoren. Diese Achse umfasst körperliche Probleme, die bedeutsam für die Psychische Störung sein können   Achse IV:  Psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme (Bsp. Wohnungsprobleme, Berufliche Probleme, Probleme im sozialen Umfeld)  Achse V: Globale Beurteilung des Funktionsniveaus anhand der GAF- Skala