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verhaltensmedizin (Fach) / T2 (Lektion)

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  • Exterozeption (Definition) Die Verarbeitung von physikalischen Reichen, die von außen die Körperoberfläche erreichen  Beispiele: Sinnessysteme, Gleichgewichtssinn, Vibrationsempfindungen
  • Interozeption (Definition) Auch Enterozeption genannt  Beschreibt die Aufnahme, Weiterleitung und zentrale Verarbeitung von Informationen aus dem Körperinneren (über Körperzustände und deren Änderungen)  Beispiele: Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Schmerzen, Hunger, Müdigkeit
  • Was versteht man unter Bewältigung? Bewältigung = Erhalt eigener Handlungsfähigkeit, persönliches Empfinden von Zufriedenheit, Wohlgefühl und stabiler Identität
  • Problem der Bewältigungsebenen nach Lazarus Die Kategorisierung nach Körperlicher, emotionaler und Verhaltensebene scheint zunächst plausibel. Es ist jedoch in der Praxis schwierig konkretes Bewältigungsverhalten eindeutig einer Kategorie zuzuordnen  Beispiel: Ist es nur emotionale Bewältigung einen Freund um Rat zu Fragen oder trifft dies auch die Verhaltensebene?
  • Transaktionales Stressmodell nach Lazarus (Zentrale Begriffe) Primäre Bewertung/Primary Appraisal = Bewertung der Situation Sekundäre Bewertung/Secondary Appraisal = Bewertung eigener Bewältigungsressourcen
  • Alternative Bewältigungstaxononie (nach Rothbaum, Weisz, Snyder, 1982) Assimilation ("Changing the World") = Anpassung der Welt an eigene Bedürfnisse -> Primäre Kontrolle Akkomodation ("Changing the Self") = Veränderung individueller Ziele, Bewertungen, Einstellungen und Wünsche -> Sekundäre Kontrolle
  • Akkomodation Akkomodation ("Changing the Self") = Veränderung individueller Ziele, Bewertungen, Einstellungen und Wünsche -> Sekundäre Kontrolle
  • Assimilation Assimilation ("Changing the World") = Anpassung der Welt an eigene Bedürfnisse -> Primäre Kontrolle
  • Zwei-Prozess-Modell (Rothermund & Brandstätter, 1997) Assimilative Bewältigung = Aktives Verhalten zur Reduktion der Diskrepanz zwischen Erleben und Wünschen  Akkomodative Bewältigung = Anpassung des Sollzustandes an aktuelle Bedingungen
  • Assimilative Bewältigung (Definition + Strategien + Einsatzmöglichkeiten) Aktives Verhalten zur Reduktion der Diskrepanz zwischen Erleben und Wollen Bewältigungsstrategien: Suche nach Ursachen/Lösungen, neue Fähigkeiten aneignen, Hilfe suchen, Energie bereitstellen Günstig wenn Möglichkeiten zur aktiven Bewältigung vorhanden sind und wahrgenommen werden
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  • Akkomodative Bewältigung Anpassung des Sollzustands an aktuelle Bedingung Bewältigungsstrategien: Neuordnung von Prioritäten, Abwertung blockierter Ziele, Anspruchsregulation, sinnstiftende Interpretation von Verlusten Günstig wenn keine Möglichkeit zur Handlung oder Kontrolle der Situation vorhanden
  • Beispiele für günstige und ungünstiges Bewältigungsverhalten (mindestens 3 pro Seite) Günstiges Bewältigungsverhalten:- Aktive problemlösende Bewältigung- Suche nach sozialer Unterstützung- Neubewertung/Relativierung der Situation- Akzeptanz- Bagatellisierung (in angemessenem Maß) Ungünstiges Bewältigungsverhalten:- Selbstabwertung/-beschuldigung- Ruminieren- Ignorieren/Suppression- Vermeiden/Verleugnen- Ärger
  • Krankheitsverarbeitung (Definition) Beschreibt die Gesamtheit aller Prozesse mit dem Ziel bestehende oder erwartete Belastungen in Zusammenhang mit einer Krankheit emotional/kognitiv/aktional aufzufangen oder zu überwinden
  • Soziale Unterstützung (Subjektive Definition nach Cobb, 1976) Personen, Handlungen, Interaktionen sowie Erfahrungen, die dem Individuum das Gefühl geben, geliebt, geachtet, anerkannt und umsorgt zu werden. Außerdem ein Bestandteil zuverlässiger Beziehungen und sozialer Gruppen zu sein 
  • Soziale Unterstützung (Netzwerkfokussierte Definition) Netzwerk persönlicher Kontakte, durch das ein Individuum seine soziale Identität aufrechterhält, emotionale Unterstützung, materielle Hilfe, Dienstleistungen, Informationen und neue soziale Kontakte erhält --> Objektivere Definition
  • Wirkt soziale Unterstützung auf das Erkrankungsrisiko & die Sterblichkeitsrate? Je kleiner das soziale Netzwerk desto höher das Erkrankungsrisiko bei Konfrontation mit Erkältungsviren Risiko durch Herztod zu versterben ist bei Patienten um ca. 50% reduziert, deren soz. Netzwerk mindestens 4 Personen umfasst
  • Wirkmechanismen für die Wirkung von sozialer Unterstützung auf Gesundheit Erlebte soziale Unterstützung wirkt stressmindernd --> führt zu geringerer stressinduzierter Cortisolfreisetzung
  • Modelle der Wirksamkeit von sozialer Unterstützung Haupteffektmodell vs. Stress-Pufferungs-Modell Haupteffekt = Soziale Unterstützung wirkt sich immer direkt positiv aus Puffer-Modell=Wirkt sich dann positiv aus, wenn Patient zusätzlich mit Stressoren konfrontiert
  • Propriozeption Verarbeitung von Signalen aus den Muskeln, Sehnen und Gelenken, deren Zweck in erster Linie Bewegungs-/Haltungskontrolle ist
  • Viszerozeption Wahrnehmung von Signalen aus Viscera, kardiovaskulärem System, endokrinem System  Beispiel: Darbietung von zwei Tönen --> Wie viele Herzschläge lagen zwischen den Tönen?
  • Arbeitsweise der Symptomwahrnehmung (Interzeption) Enkodierung von Empfindungen -> Bewusstwerden -> Bericht  Kann durch Bottom-Up und Top-Down-Prozesse (Bsp. Aufmerksamkeit) beeinflusst werden
  • Einflussfaktoren auf Wahrnehmungsbereitschaft bei Symptomwahrnehmung Krankheitskonzept Erwartungen Negativer affektiver Zustand Aufmerksamkeit
  • Formen der Fehleinschätzung von Symptomen Überschätzung körperlicher Symptome Unvollständiger Bericht Unterschätzen körperlicher Symptome
  • Kognitive Krankheitsrepräsentation (Leventhal) Überzeugungen und Erwartungen eines Patienten bezüglich einer Erkrankung oder eines körperlichen Symptoms.  Betroffene Bereiche: - Subjektive Annahmen zu Art und Symptomatik der Erkrankung (Stärke? Verlauf?)- Subjektive Annahmen zu Ursachen (Gene? Unfall? Lebensstil?)- Subjektive Annahmen zu Zeitverlauf (Akut? Chronisch? Schubhaft?)- Annahmen zu Konsequenzen der Erkrankung - Subjektiv wahrgenommene Behandlungs-/Kontrollmöglichkeiten (Kontrolle intern oder extern attribuiert?)
  • Krankheitsverhalten (Mechanic, 1962) Individuelle Reaktion auf ein Symptom/eine Erkrankung Aspekte: -Symptomwahrnehmung-Kognitive/Emotionale Bewertung von Symptom/Erkrankung-Handlungsbezogene Reaktionen
  • Krankenrolle Kombination aus Verpflichtungen und Privilegien in Zusammenhang mit aktueller Erkrankung Ungleich Krankheitsverhalten
  • Typisches Krankheitsverhalten bei chronischen Erkrankungen Anstieg von... - Passivität und Hilflosigkeit-Schon-/Vermeidungsverhalten, körperlich, sozial, Alltagspflichten-Inanspruchnahme medizinischer Maßnahmen- Medikamenten(miss)brauch Gesunkene Selbstwirksamkeitserwartung
  • Gesundheit (WHO-Definition) Gesundheit = Zustand des völligen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen
  • Facetten gesundheitsbezogener Lebensqualität Körperliche Befindlichkeit (auch Schmerzen) Funktionsfähigkeit im Alltag/Rollenfunktion Psychisches Befinden (Habe ich genug Energie, um meine Wünsche zu erfüllen?) Soziale Beziehungen
  • WHO-Stufenmodell der Behinderung Impairment (Schädigung) Disability (Fähigkeitsstörung) Handicap (soziale Beeinträchtigung)
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  • Impairment (Schädigung) Schädigung/Störung einer psychischen/biologischen Funktion oder Struktur
  • Disability (Fähigkeitsstörung) Funktionelle Einschränkung -> Fähigkeits-/Funktionsstörungen aufgrund der Schädidung einer psychischen, physischen oder anatomischen Struktur
  • Handicap Beeinträchtigung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben