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Inkl und Mehrspr Jürgens (Fach) / Übungsfragen (Lektion)

Übung

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  • Definieren Sie den Begriff „Gesellschaftliche Mehrsprachigkeit“. Territorial/gesellschaftliche Mehrsprachigkeit- in einem Gebiet werden mehrere Sprachen gesprochen--> mehrere Staatssprachen auf Gebiete verteilt //       auf Staatsgebiet insges. Verschiedene Sprachen - Gesellschaftlich/territorial: Im selben Territorium  mehrere Sprachen   --> einzelne Territorien nicht mehrsprachig--> Mehrsprachige Staaten mit mehreren Sprachen nebeneinander--> Minderheiten in einsprachigen Staaten            --> Grenzminderheiten            --> Sprachinseln                      --> Sprachminderheiten
  • Nennen Sie drei verschiedene Push-Faktoren für Migration: Push:- mangelnde Arbeitsplätze- soziale Unruhen- Wohnungsmangel- Unsicherheit- Hunger- Natur- und Umweltkatastrophen- u. a. Pull:- offene Stellen- gut bezahlte Arbeitsplätze- soziale Sicherheit- Wohnungsangebot- gute Bildungsmöglichkeiten- Toleranz (z. B. bzgl. Religion, Sexualität)
  • Definieren Sie den Begriff „Migrationshintergrund“ nach dem Mikrozensus. Menschen mit Migrationshintergrund sind - alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie - alle in Deutschland geborenen Ausländer und - alle in Deutschland als Deutsche Geborene mit zumindest einem zugewanderten    oder als Ausländer in Deutschland geborenem Elternteil.
  • Erläutern Sie in 3-4 Sätzen „Sprachpolitik von oben“ im Unterschied zu „Sprachpolitik von unten“. - Sprachpolitik von oben: Entscheidungen auf Gesellschaftsebene, von Regierungen o.Ä.    auferlegte Maßnahmen – „top-down-Prozess“ - Sprachpolitik von unten: Maßnahmen auf Mikroebene (betreffen einzelne Orte, Schulen o.Ä.),                                        gehen von Sprachgemeinschaft/einzelnen Sprechern aus
  • Welche zwei Forschungsziele werden mit dem Linguistic Landscaping Ansatz verfolgt? Linguistic landscapes = Regelmäßigkeiten von ortgebundener Schrift im öffentlichen Raum--> setzen sich aus sprachlichen Belegen in Form von Straßenschildern, Reklametafeln, Schildern      in Schaufenstern, Aufklebern, o.Ä. Sehflächen innerhalb eines bestimmten Gebietes      zusammen
  • Welche Orientierungsdimensionen erfasst Hofstedes Modell zur Beschreibung von Kulturunterschieden? Kreuzen Sie an. Mehrfachantworten möglich. O Hohe vs. niedrige Machtdistanz O Direkte vs. Indirekte Kommunikation O Traditionalismus vs. Modernismus O Individualismus vs. Kollektivismus O Genuss vs. Einschränkung
  • Welche Definition von Code-Switching ist richtig? Kreuzen Sie an. O Code-Switching ist der Integration fremdsprachlicher Elemente in die eigene Muttersprache. O Code-Switching ist der Transfer sprachlicher Elemente einer Sprache oder Varietät in eine andere Sprache oder Varietät, durch den das sprachliche System der aufnehmenden Sprache oder Varietät dauerhaft verändert wird. O Code-Switching ist der Wechsel zwischen zwei (oder mehr) Sprachen oder Varietäten innerhalb ein und derselben kommunikativen Interaktion. Der Wechsel kann sowohl einzelne Lexeme, Sätze oder einen ganzen Diskursabschnitt betreffen.
  • Inwiefern zeigen sich im Kiezdeutschen und seinem Gebrauch sprachliche Kompetenzen der Sprecher und nicht wie vielfach angenommen Defizite? Erläutern Sie in 4–5 Sätzen. - Lautung, Wortschatz, Grammatik vergleichbar mit traditionellen Dialekten- durch Entwicklungstendenzen und Spannungen im grammalischen System motiviert- systematische Regeln- Verwendung nur in bestimmten Settings
  • Welche Ursachen kann es haben, dass Erwachsene sehr kompetente L2-Sprecher werden, aber einen von der L1 geprägten Akzent behalten? Kreuzen Sie an. Mehrfachantworten möglich. O Die Kenntnisse der ersten erlernten Sprache blockieren das Erlernen einer zweiten Sprache    insbesondere auf der phonetischen Ebene (Lautung). O Die Wahrnehmungsfähigkeit zur Unterscheidung von Lauten verringert sich im Alter. O Es kann kognitiven Ursachen, zum Beispiel einer Verringerung der Plastizität des Gehirns.
  • Mit welchen Methoden kann man Sprachbiographien erforschen? Nennen Sie zwei. 1. qualitative Interview 2. Analysen von schriftlich fixierten Sprachbiographien oder von Fragebogendaten
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  • Das KPS-Modell unterscheidet zwischen Kultur, Situation und Person als Ursache für Verhaltensweisen. Ordnen Sie durch ankreuzen die nachfolgenden Verhaltensweisen jeweils dem entscheidenden Faktor zu. Beschreibung Verhalten Kultur Situation Person Mit Messer und Gabel essen. Sich sportlich betätigen. Als Eltern der Lehrerin ein Geschenk bringen. Morgens nicht frühstücken ??
  • Welche Themenbereiche werden in der Sprachbiographieforschung erforscht? Kreuzen Sie an. Mehrfachantworten möglich. O Aufwachsen mit mehreren Sprachen O Sprache und Identität O Auswirkung von Code-Switching auf die Schulleistungen mehrsprachiger Kinder O Vermittlungsstrategien im Fremdsprachenunterricht
  • Erläutern Sie, inwiefern interkulturelle Begegnungen von Unsicherheit geprägt sind. - Interkulturelle Begegnung sind hingegen typischerweise von dieser Unsicherheit geprägt Beispiel: - zwei Personen begrüßen- Person A: in Lebenswelt normal- Person B: in Lebenswelt unüblich oder wird nicht praktiziert--> Unvorhersagbarkeit der Begegnung- Aushandlungsprozess durch Kontextvariablen wie Altersunterschied, Bekanntheitsgrad, Hierarchiegefälle etc. bestimmt-  Bruchteilen von Sekunden
  • a) Welche Aussage beschreibt ein vermutetes Fremdstereotyp? Kreuzen Sie an. Ein vermutetes Fremdstereotyp ist… O ein Urteil über die eigene Gruppe. O eine Annahme darüber, wie eine andere Gruppe sich selbst beurteilt. O ein Urteil über eine andere Gruppe. O eine Annahme darüber, wie andere die eigene Gruppe beurteilen.
  • b) Nennen Sie zwei Bestandteile des Syndroms Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nach Heitmeyer und Kollegen. 1. Fremdenfeindlichkeit 2. Rassismus
  • Nennen Sie zwei konkrete Maßnahmen zur interkulturellen Öffnungen sozialer Einrichtungen 1. mehrsprachige Mitarbeiter_innen 2. mehrsprachige Anträge/Texte usw.
  • Nennen Sie die vier Strukturebenen des Modells sozialer Ungleichheit von Solger, Berger und Powell. Die vier Strukturebenen sind: - Determinanten sozialer Ungleichheit- Dimensionen sozialer Ungleichheit- Ursachen sozialer Ungleichheit- Auswirkungen sozialer Ungleichheit
  • Hier sehen Sie, wie im Mikrozensus seit 2018 nach denen in deutschen Haushalten gesprochenen Sprachen gestellt wird. Die Frage wird von einer Person für den gesamten Haushalt beantwortet. Welche Nachteile erkennen Sie bei der Konzeption der Fragestellung? - Sprachverhalten des Haushalts wird verallgemeinert, obwohl verschiedene Mitglieder verschieden viel mit den Sprachen kommunizieren- schwierig für Einzelpersonen beantwortbar Verbesserungsvorschlag:- Feld für Anmerkungen hinzufügen- Altersgruppen hinzufügen, damit Unterteilung im Haushalt möglich
  • In Deutschland sind Zuwanderer anhängig vom Aufenthaltsstatus und von ihren Deutschkenntnissen verpflichtete einen Integrationskurs zu besuchen. Welche Vorteile sehen Sie in der derzeitigen Konzeption der Integrationskurse? Welche Nachteile sehen Sie? Erläutern Sie je zwei. positiv: - Festlegung von Qualifikationsstandards der Dozent_innen, Lehrwerke und    zugelassenen Träger = großer Fortschritt- spezielle Kursformen à differenzierterer, gezielterer Unterricht negativ:- zeitlicher Umfang zu gering – wurde von 20 auf 100 UE aufgestockt- Umsetzung des Ziels des Integrationskurses - sprachliche Handlungsfähigkeit im deutschsprachigen gesellschaftlichen Alltag – kritisch--> komplexe Erfordernisse im Alltag der Zuwander_innen steht im Gegensatz zu den      begrenzten sprachlichen Mitteln, die sie in einem  bestimmten Zeitrahmen erarbeiten      sollen--> Sprachniveau A2 oder B1 bei Kommunikation mit Institutionen nicht realistisch - Prüfungsformat muss realistische Handlungsbedarfe widerspiegeln- mehrsprachige und mehrschriftliche Kenntnisse der Zugewanderten bleibt unbeachtet- auf Integrationskurs aufbauende Kurse notwendig, um an Lernerfolg anzuknüpfen- erheblicher Verwaltungsaufwand
  • Welche Aufgabe kann die Arbeit mit Sprachenportraits in der Sozialen Arbeit mit Migranten erfüllen? Erläutern Sie 4–5 Sätzen. - ermöglichen ganzheitlichen Blick auf die Sprache von Kinder und Erwachsenen--> Emotionen, Körperlichkeit der Sprachen werden ausgedrückt - bilden ersten Zugang zu verdrängten/unterdrückten Sprachbiografien a) Spracherwerb und sprachliches Verhalten sind zentrale identitätsstiftende Elemente                - der Raum, der einer Sprache gegeben wird ist entscheidend für die                     Identitätskonstruktion                --> Einfluss auf die Bereitschaft von Migrant_innen sich einem neuen Sprach- und                         Kulturkreis zu öffnen b) Mehrsprachigkeit von Migrant_innen entwickelt sich im Lauf ihrer Migrationsbiografie                - konstitutiver und dynamischer Bestandteil der Selbstvorstellungen                --> sprachbiografischer Zugang ermöglicht Einblick in Bedeutung der einzelnen                       Sprachen für das Selbstkonzept c) Spracherwerb ist kein ausschließlich kognitiver Prozess, sondern ein Wechselspiel von      individuellen, emotionale bestimmten Handlungsinitiativen und gesellschaftlichen               Strukturen
  • Erklären Sie das Zentrum-Peripherie-Modell zur Sprachbiographie nach Rita Franceschini in 5–6 Sätzen. - im Lauf des Lebens wird  Zentrum des eigenen Sprachsystems verschoben (z.B. durch Migration)- kann permament, zeitweise, lokal oder innerhalb eines Gesprächsbeitrages auftreten--> Sprecherrolle = randständiger Sprecher - Sprecher_in weitet die Kenntnisse von anfänglichen Erstsprachen her aus-  nicht alle Sprachen mit derselben Fülle von Funktionen und Identifikationen verbunden- „randständige Sprecher. - Im Zentrum des Sprachsystems befinden sich jene Varietäten, die in einem bestimmten Moment des Lebens unter Annahmen von Normalität und Unmittelbarkeit verwendet werden,  mit denen sich der Sprecher am ehesten identifiziert