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Pharmakologie I (Fach) / Pharmakologie (Lektion)
Bezeichnungen Pharmakologie
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- Pharmazie Wissenschaft, die sich mit der ● Beschaffenheit ●Prüfung ● Herstellung ● Abgabe von Arzneimitteln befasst
- Arzneimittel sind Stoffe zur: ☻Heilung (z.B. Penicillin) ☻ Verhütung (z.B. Impfung) ☻medizinischen Diagnostik (Rö.-Kontrastmittel) - Korrigieren von Körperfunktionen (Blutdruck senken) - Bekämpfung von Symptomen (z.B. Kopfschmerzen) Ursprung: chemisch oder biologisch!!!
- Pharmakodynamik Wirkung, die ein Medikament auf den Körper eines Lebewesens hat.
- Arzneiformen = Galenik Fest: Puder; Pulver; Tabletten, Kapseln Flüssig: Lösung, Tropfen, Sirup Halbfest: Zäpfchen, Creme, Salbe Weitere: Transdermale Pflaster, Spray
- Pharmakologie Arzneimittellehre = Wissenschaft der Wechelwirkungen zwischen Stoffen und Lebewesen
- Arzneistoff Pharmakon besteht aus Wirkstoff (Grundstoff) + Hilfsstoff (z.B. Vaseline, Geschmackstoffe, Farbstoffe)
- Arzneimittel Medikament (veraltet Arznei) auch pharmazeutisches Präparat
- Pharmakokinetik Der Körper eines Lebewesens verändert das Medikament (Resorption, Verteilung, Ausscheidung usw.)
- Toxin Gift "Alle Stoffe sind Gift, allein auf die Dosis kommt es an!" Paracelsus (1493-1541)
- Magistralrezeptur Medikament welches durch einen Apotheker frisch hergestellt wird (z.B. Salbe)
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- 1. Monopräparat 2. Kombipräparat 1. Enthält nur einen Wirkstoff 2. Enthält mindestens 2 oder mehr Wirkstoffe
- Pharmazeutische Spezialität Gegenteil von Magistralrezeptur= schon fertig hergestellte und in gebrauchsfertiger Form angebotene Medikamente
- Originalmedikament Erforscht/ Entwickelt ein Pharmaunternehmen ein Medikament, hat dieses Unternehmen auf das Medikament mindestens 10 Jahre (max. 15 Jahre) einen Patentschutz.
- Generikum = Wirkstoff-Kopie eines Originalmedikaments Läuft der Patentschutz für ein Originalmedikament ab, dürfen andere Pharmafirmen den Wirkstoff ebenfalls verkaufen (oft billiger) Der Wirkstoff muss gleich sein, wie der im Originalmedikament, die Hilfsstoffe dürfen andere sein.
- Medikamentenverpackung II. Sind gekennzeichnet mit: 1. Internationaler Freiname (bezieht sich auf den Wirkstoff) 2. Name des Medikaments (Phantasiename des Pharmaunternehmens) 3. Name des Pharmaunternehmens 4. Stärke des Medikaments 5. Darreichungsform 6. Packungsgrösse 7. Verfalldatum 8. Chargen-Nr.
- Medikamentenverpackung I. Müssen von Swissmedic zugelassen und genehmigt werden. Tabletten werden meist in Blistern (Sichtverpackungen abgegeben)
- Internationaler Freiname = INN, Generic Name, DCI Bsp.: - cillin = Penizillin, Antibiotikum - olol = Betablocker - pril = ACE-Hemmer bezieht sich nur auf den Wirkstoff!!! Von WHO vergebener, freier Name für einen Arneimittelwirkstoff ➪ Gibt Auskunft über den Wirkstoff und dient der internationalen Verständigung
- Markenname = Spezialitätenname Handelsname Phantasiename vom Hersteller z.B. Inderal → Int. Freiname: Propanolol = Beta-Blocker z.B. Clamoxyl → Int. Fr. : Amoxicillin = Penizillin z.B. Remiten → Int. Fr.: Enalapril = ACE - Hemmer
- Arzneimittelnamen 1. Chemischer Name (genaue chem. Bezeichnung) 2. Internationaler Freiname (bezieht sich auf Wirkstoff -olol, cillin usw.) 3. Spezialitätenname (Valium usw.)
- Medikamentenklassen = therapeutische Hauptgruppen z.B. : 1. Analgetika=Schmerzmittel 2. Sedativa=Beruhigungsmittel 3. Cumarine=Gerinnungshemmer 4. Spasmolytika=Krampflösende Mittel 5. Antihypertensiva=Blutdrucksenkende Mittel
- Therapie = Behandlung einer Krankheit mit dem Ziel der Heilung Man unterscheidet: Konservativ = Medikamente, physikalische Therapie Operativ = Durch chirurgischen Eingriff Palliativ = Lindern, aber nicht heilen Kausal = Behandlung der Krankheitsursache Symptomatisch = Behandlung der Symptome
- Arzneimitteltherapie ist: ● Nie operativ ● eine konservative Behandlung einer Erkrankung mit einem Medikament in passender Galenik
- Medikamentenapplikation (Applikationsform, Verabreichungsform) ● Art und Ort der Medikamentenverabreichung z.B.: schlucken = oral gespritzt = z.B. intravenös, intraarticulär, intraarteriell inhaliert = inhalativ eingerieben= transdermal, cutan aufgesprüht eingeführt = rektal eingeträufelt
- Bestimmende Faktoren für Medikamentenapplikation Medikamente die es nur in Tablettenform gibt, können nicht gespritzt werden. Ein Komapatient kann nicht schlucken. ● Zustand Patient ●Wirkdauer ● Wirkort ● Medikamenteneigenschaft
- Pharmakologische Chronologie ● Körperfunktionen unterliegen einem zeitlichen Rhytmus. ● Gewisse Medikamente müssen zu bestimmten Tageszeiten eingenommen werden z.B. Schilddrüsenhormone morgens, ac= ante cenam
- Zeitpunkt der Applikation ● Nüchtern ( auf leeren Magen, vor dem Frühstück) ● Vor dem Essen = ac = ante cenam ● Mit dem Essen = cc = cum cenam
- Freisetzung des Medikamentenwirkstoffes (Liberation) = Grundvoraussetzung für die Wirkung eines Medikaments ● Tabl. zerfällt in Primärpartikel, Wirkstoff löst sich auf ➔ Retardtablette : Verlängerung der Freisetzungszeit
- Resorption = Aufnahme von Stoffen in den Körper z.B. über: ● Dünndarm ● Dickdarm ● Nasenschleimhaut ● Mundschleimhaut
- Biotransformation = Umwandlung von nicht ausscheidbaren Stoffen durch chemische Prozesse (vor allem in der Leber) in ausscheidbare Prozesse ➔ Ausscheidung über Niere, Darm, Atmung; Haut
- Phasen der Biotransformation Phase 1 : Umwandlungsreaktionen Phase 2: Konjugationsreaktion = umgewandelte Molküle werden an wasserlösliche Moleküle gebunden und über Niere oder Galle ausgeschieden
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- Biokatalysatoren Enzyme, welche die Biotransformation steuernWichtigstes Enzym : Cytochrom P-450
- Enzyme = sehr wichtige Proteine Proteine, die biochemische Reaktionen katalysieren (steuern) z.B. Verdauung
- Medikation = Behandlung mit Arzneimitteln = Arzneimittelverordnung = Arzneimittelverschreibung
- Selbstmedikation = Eigenbehandlung mit Medikamenten (möglich mit OTC- Präparaten bei z.B. Kopfschmerzen, Durchfall, kleineren Verletzungen)
- Prämedikaton = Gabe von Medikamenten vor einem medizinischen Eingriff (z.B. Sedativum vor Darmspiegelung oder Antibiotikum bei Risiko für Endokarditis)
- Compliance oder Adhärenz = Therapietreue = kooperatives Verhalten des Patienten im Rahmen einer Therapie = konsequentes Befolgen der ärztlichen Ratschläge
- Indikation = Heilanzeige = zeigt an, welche medizinische Massnahme für ein bestimmtes Krankheitsbild angebracht ist.
- Kontraindikation = Gegenanzeige Umstand, der gegen eine diagnostische oder therapeutische Massnahme spricht
- Absolute Kontraindikation = Auf geplante Massnahme muss versichtet werden, da der Patienten durch Massnahme Schaden nehmen könnte z.B.: Allergie auf Substanz Vit. A-Substitution in der SS
- Relative Kontraindikation = geplante Massnahme kann zwar durchgeführt werden, der Arzt muss aber Nutzen-Risiko-Relation abwägen z.B.: ASS-Gabe zur Thromboseprophylaxe, wenn der Pat. schon ein Magengeschwür hatte
- Placebo lat. "ich werde gefallen" = Scheinmedikament ohne Wirkstoff
- Placeboeffekt Positive Reaktionen auf Psyche und Körper, die jedoch nicht mit der Wirksamkeit einer spezifischen Behandlung in Zusammenhang stehen, sondern mit der psychosozialen Komponente der Behandlung
- Unerwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen eines Medikaments Toxische Wirkung (meist dosisabhängig): Nieren-u./o. Leberschädigungen Allergische Reaktionen nach Sensibilisierung (nicht dosisabhängig): Anaphylaktischer Schock Teratogene (= fruchtschädigende) Wirkung in der SS Übergang eines Stoffes in die Muttermilch während der Stillzeit
- Medikamentenlagerungen 4 Faktoren Temperatur (Raumtemperatur, gekühlt), muss regelmässig überprüft werden Feuchtigkeit im Lagerraum , muss regelm. überprüft werden Licht (manche Medikamente sind lichtempfindlich) Zeit = Verfallsdatum= Exp = Expiry date
- Nebenwirkungen und unerwünschte Wirkungen Toxische Wirkungen (meist dosisabhängig) z.B. Nieren- u./o. Leberschäden Allergische Reaktionen nach Sensibilisierung z.B. Anaphylaktischer Schock Teratogene (fruchtschädigende) Wirkung z.B. bei Vit. A- Substitution Substituierter Stoff geht in die Muttermilch über und Säugling nimmt desn Stoff auf
- Medikamentenlagerung (4 Faktoren) Temperatur (z.B. Raumtemperatur o Kühlung) Feuchtigkeit des Lagerraumes Licht (manche Medikamente sind lichtempfindlich) Zeit = Verfalldatum = Exp = Expiry date
- Off-Label-Use = Medikament, welches für eine bestimmte Indikation zugelassen ist, wird auch beianderen Indikationen verordnet z.B Viagra (Ind.: Erektionsstörungen) ➪ OFF-Label-Use: Pulmonale Hypertonie