17
Projektmanagment (OP) (Fach) / 12_02_Verträge (Lektion)
12_02_Verträge
Diese Lektion wurde von dennisz erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Zwischen welchen 3 Vertragsarten wird unterschieden? • typische Verträge, die im BGB unter dem Titel "Besonderer Teil" geregelt sind (z. B. Werk-, Kauf- oder Mietvertrag usw.), • atypische Verträge (z. B. Leasing- oder Franchise-Vertrag), die allgemeine Verkehrsgeltung erreicht haben, und • gemischte Verträge aus typischen und/oder atypischen Verträgen (z. B. Systemvertrag bestehend aus Hardwarelieferung und Modifizierung bzw. Erstellung von Individualsoftware).
- Was ist ein Vertag? Ist eine rechtsverbindliche, zwischen zwei oder mehreren Parteien abgeschlossene Vereinbarung zur Herbeiführung eines rechtlichen Erfolgs, z. B. zur Leistung von Arbeit oder zur Lieferung von Gütern und Dienstleistungen. verpflichtet den Lieferanten zum Bereitstellen festgelegter Produkte , Dienstleistungen, Ergebnisse Käufer zum Vergüten in Geld oder anderen Werten
- Was sind 3 Voraussetzungen für den Vertragsabschluss? - Vertragsparteien - Einigung (übereinstimmende Willenserklärungen) - Wirksamkeitshindernisse (Nichtigkeit von Rechtsgeschäften)o fehlen der Geschäftsfähigkeit, §§ 104 ff. BGBo Scheingeschäfto Scherzgeschäft
- Was ist ein Kaufvertrag? Der Kaufvertrag (gegenseitiger Vertrag) begründet nach § 433 BGB für den Käufer einer Sache oder eines Rechts einen Anspruch auf Eigentumsverschaffung und Übergabe bzw. Übertragung des Rechts. Der Verkäufer erhält demgegenüber nach § 433 BGB einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Kaufpreises und Abnahme der gekauften Sache.
- Welchen Lieferzustand kann der Verkäufer bei einem Kaufvertrag abliefern? Der Verkäufer liefert• richtig und rechtzeitig: Erfüllung, § 362 BGB (Normalfall)• schlecht, weil: Sachmangel, §§ 459 ff. BGB• schlecht, weil: Rechtsmangel, §§ 434, 437, 440 I, 320 ff. BGB• etwas anderes: Nichterfüllung, §§ 440 I, 320 ff. BGB• nicht oder zu spät: Verzug, §§ 440 I, 326 BGB• nicht, weil er nicht kann: Unmöglichkeit, §§ 440 I, 325 BGB
- Was ist ein Werksvertrag? Der Werkvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag, durch den der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet wird.
- Was sind die Pflichten eines Käufers und des Verkäufers bei einem Werkvertrag? Pflichten des Unternehmers (AN)Hauptleistungspflicht des Unternehmers ist die rechtzeitige und vertragsgemäße Herstellung des Werkes (ggf. in Person). - regelmäßig zur Beratung und Information - er muß dem Besteller Gebrauchsanleitungen überlassen - er ist verpflichtet die zu bearbeitende Sache vor Schaden oder Verlust zu bewahren Pflichten des Bestellers (AG)Der Besteller ist dazu verpflichtet, die vereinbarte Vergütung zu entrichten. Ist eine Vergütung nicht ausdrücklich vereinbart, so gilt diese gemäß § 632 I BGB als stillschweigend vereinbart,
- Was passiert bei der Abnahme eines Gegenstands bei einem Werkvertrag? Folgen der Abnahmeo Erfüllungsanspruch erlischto Fälligkeit der Vergütung (§ 641 BGB)o Änderung der Gefahrtragung (§ 644 BGB)o Beginn der Verjährungsfrist für Mängelansprüche (§ 634a II BGB)o Mängelansprüche bestehen bei Mängeln, die schon bei der Abnahme bekannt waren, nur dann, wenn sich der Auftraggeber die Mängelrechte vorbehalten hat
- Was ist ein Dienstleistungsvertrag? Der Dienstvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag, der denjenigen, der Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste verpflichtet. Der Vertragspartner wird zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet (§ 611 BGB). Anders als beim Werkvertrag, bei dem ein bestimmter Erfolg geschuldet wird, ist hier nur die vereinbarte Tätigkeit als solche geschuldet. Ist eine Vergütung nicht ausdrücklich vereinbart, so gilt diese gemäß § 612 BGB als stillschweigend vereinbart.
- Was ist ein Mietvertrag? Gebrauchsüberlassung einer Sache auf Zeit . Die Vergütungshöhe kann grundsätzlich frei vereinbart werden. Bei der Wohnraummiete bestehen aber zum Schutz des Mieters zahlreiche Sondervorschriften.
- Anzeige
- Welche 4 Verträge sind gängig? - Kaufvertrag - Werkvertrag - Dienstvertrag - Mietvertrag
- Welche Vertragsarten sind nicht gesetzlich geregelt? - Lizenzvertrag - Systemvertrag - Projektvertag - Outsourcing - Leasing
- Was sind 6 Inhalte eines IT-Projektvertrags? - Leistungen - Termine - Vergütung - Mitwirkungspflicht - Projektdurchführung - Abnahmeprüfungen - Änderungsverfahren - Eskalationsverfahren - Sach- und Rechtsmängel - Schadensersatz - Vertragsbeendigung - Rechtsräumung - Sicherheiten - Datenschutz - Sonstiges
- Was ist die EVB-IT? Ergänzende Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) sind ergänzende Vertragsbedingungen für die Beschaffung von Leistungen im Bereich der Informationstechnik, die vom Kooperationsausschuss ADV Bund/Länder/Kommunaler Bereich (KoopA ADV) in Abstimmung mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) formuliert wurden. Es gibt derzeit zehn verschiedene EVB-IT-Vertragstypen. u.a.• EVB-IT Kauf• EVB-IT Dienstleistung• EVB-IT Erstellung (von Software)• EVB-IT Service
- Was zählt vor einem Gericht? Bei einem juristischen Streit ist entscheidend was in einem Vertrag „drin steht“ und nicht was „drauf“ steht. d.h. es zählen der Inhalt und die Interpretation des Gerichts
- Was sind AGBs? Die Vertragsparteien müssen sich über alle regelungsbedürftigen Punkte einigen. Dort wo viele gleichartige Verträge gebraucht werden, können diese gewünschten auch standardisiert werden, so dass ein Aushandeln der Einzelheiten nicht mehr erforderlich ist. Diese Bestimmungen werden Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) genannt.
- Was ist eine Leistungsstörung und welche 3 Arten gibt es? Die Vertragsparteien haben die ihnen laut Vertrag obliegenden Leistungen vollständig, rechtzeitig und in der vereinbarten Qualität zu erbringen. Geschieht dies nicht, ist die Leistung gestört, man spricht dann von Leistungsstörungen und es kommt das Leistungsstörungsrecht zur Anwendung. - Unmöglich - verzug - andere Störung