Roots of Human Altruism (Warnecken, Tomasello)

Diese Lektion wurde von Mati1995 erstellt.

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  • Welcher Befund kann nicht von den bestehenden Theorien erklärt werden( Kin-Selektion, Reziprokem Altruismus, Altruismus als Handicap)? Welche Alternativerklärung liefern die Autoren Warnecken und Tomasello? Sehr junge Kinder zeigen Altruistisches Verhalten ->haben kein Verständnis für Verwandschaftsgrad, Reziprozität, reproduktive Fitness oder eigene Reputation Warum trotzdem? -Kultur -> Altruismus während Sozialisation lernen -Biologie -> Altruismus angeboren & wird später mit Betrüger-Entdecker Mechanismus kombiniert => Altruismus als natürlicher Instinkt, der während Ontogenese kulturell verstärkt wird
  • Was spricht gegen Altruismus? Darwin -> nat-Selektion Selbstaufopferndes Verhalten reduziert reproduktive Fitness -> sollte in Phylogenese aussterben
  • Theorien zu Erklärung altruistischem Verhaltens? Altruismus als Handycap -Sexuelle Selektion -> Altruistisches handel bzw Ruf  = Signal für hohe Fitness ("kanns mir leisten anderen zu helfen") -> Fitnesserhöhung durch Prestiggewinn Reziproker Altruismus -Erklärung Altruismus unter Nicht-Verwandten -Helfen weil zukünftig Hilfe zurück erwartet wird Kin selection & inklusive Fitness -Altruismus unter Verwandten -> Erhöht Wsl der verbreitung eigenen Genmaterials
  • Formen von Altruismus Mindless Altruism -Rudimentäres Altruistisches Verhalten bewusstseinsloser Organismen ABER: nur spezif. Situation, Altruismus beim Mensch flexibel Prosoziales Verhalten -Verhaltensweisen die anderem Individuum helfen >Trost (emotionale Untersützung) >Teilen (Objekte teilen) >Informieren (Nützliche Informationen geben) >Instrumentelles Helfen (Im Interesse der Ziele anderer handeln)
  • Komponenten des Instrumentellen Helfens? -Kognitive Komponente >Ziel des anderen erknnen (ca 12-18 Monate) -Motivationale Komponente >Motivation durch antizipierten Anblick Zielerreichung / Freude der anderen Person (ca 12 Monate)
  • 1. Studie von Warnecken und Tomasello 2006 Frage: kognitive & motivationale Komponente bei Kindern während Instrumentellem Helfen SP: 24 Kinder (18 Monate) UV: 10 Alltagssituationen in denen VL gehindert ist vs Kontrolle AV: Kinder helfen J/N Ergebnisse: -Kinder zeigen spontanes Hilfeverhalten -Verhalten ohne Belohnung über verschiedenen Situationen hinweg => Folgestudie mit 14 Monate Kindern -> helfen nur wenn Ziel kognitiv erkennen (einfache Situationen)
  • Studie 2 von Warnecken und Tomasello 2007 Frage: Helfen Kinder auch bei erhöhten Kosten? -> Gegenstände reichen wenn dafür Hindernisse überwunden werden müssen SP :22 Kinder ,18 Monate UV:VL Versucht gegenstand zu erreichen vs Kontrollgrp (Reaching vs noreaching) AV: Kinder helfen J/N Ergebnisse: -Kinder helfen auch bei erhöhten Kosten
  • Was ist der Overjustification-Effect? -Extrinische Motivation unterminiert intrinsische Motivation -> wenn man intrinsisches Verhalten belohnt, dann wird es ohne die Belohnung seltener gezeigt als wenn keine Belohnung gegen worden wäre (Baseline sinkt) "Korrumpierende Effekte" schaden intrinsischer Motivation
  • Studie 3 von Tomasello & Warnecken 2008 (Overjustification) Frage: Overjustification auch bei Altruistischem Verhalten der Kinder? Belohnen = Verhalten häufiger zeigen Ohne Belohnung Seltner als vor Belohnung -> ja OJ auch bei Kindern
  • Studie 1 zu Schimpansen von Warnecken und Tomasello 2006 + Einschränkungen Frage:  Zeigen Affen instrumentelles Hilfeverhalten? SP: 3 vom Menschen aufgezogene Schimpansen  UV: Präsentation von 10 Alltagssituationen bei der Zielerreichung gehindert ist vs Kontrolle AV: Schimps helfen J/N Ergebnis: -Schimpansen helfen wenn Zielerreichung der Bezugsperson gehindert ist ohne extrinsische Belohnung ABER: nur einfach Kognitive Aufgaben & vom Menschen aufgezogen (sozialisiert, kennen Verhalten und erwarten ev Gegenleistung)
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  • Studie 2 zu Schimpansen von Warnecken und Tomasello 2007 Frage: Helfen Schimpansen weil sie helfen wollen (motivationale Komponente) oder sich Vorteil erhoffen SP: 36 in wildniss geborene Schimpansen UV1: Versuch Gegenstand zu erreichen (reaching vs noreaching) UV2: Belohnung (reward vs noreward) AV: Schimpansen helfen J/N Ergebnisse: -Helfen auch, wenn Hinderniss überwunden werden müssen (z.B. Objekt auf 2,5m höhe) -Helfen ohne Belohnung bzw nicht häufiger mit Belohnung Einschränkung: Interaktionspartner = Mensch
  • Studie 3 zu Schimpansen -> Altruismus unter Schimpansen? Frage: Zeigen Schimpansen Hilfeverhalten gegenüber Artgenossen? SP: 9 wildgeborene Affen, Artgenossen nicht Verwandt & nicht aktive Teilnehmer des Exp. UV: Futter im Zielraum vs Futter im Distraktorraum (Kontrolle) bzw kein Rezipient anwesend AV: Schimpansen helfen Artgenossen J/N Ergebnisse: -Großteil hilft Artgenossen -Hilfeverhalten in Experimentalbedingung häufiger -Korrelation zwischen Hilfeverhalten & Bewegung Rezipient richtung Tür des Targetraum ->Schimpansen helfen wenn sie Ziel des anderen erkannt
  • Argumente das sowohl phylogenetische als auch kulturelle Faktoren Altruismus begünstigen 1) Frühe Erscheinungsform -> Kinder zeigen Altruismus so früh das gelernt unwsl. ist 2)Effeke der Sozialisation  -> Formen der Verstärkung haben negative Effekte (overjustification Effect) 3) Ultruismus bei Schimpansen -> ähnlich wie bei Kindern -> Altruismus ist tief in Phylogenese verankter sodass Sozialisationsprozesse darauf aufbauen aber nicht deren Ursache sind