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Medien- und Komm.Psychologie (Fach) / Ansätze (Lektion)

Medien- und Kommpsych.

Diese Lektion wurde von Sophie1407 erstellt.

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  • Was versteht man unter Kommunikation? Nach Frindte (2003): Kommunikation ist ein sozialer Prozess, in dessen Verlauf sich beteiligte Personen wechselseitig zur Konstruktion von Wirklichkeit anregen. 
  • Welche Kommunikationsmetaphern benennt Krippendorf (1994)? Er sagt, dass sich die Def. von Kommunikation an Kommunikationsmetaphern orientiert: - Container-Metapher (Inhalt, der transportiert wird) - Übertragung von Botschaften - Mitteilung von Gemeinsamkeiten (die zu wechselseitigem Verständnis führen) - Kontroll-Metapher - Metapher vom Kanal / Fluss der Signale
  • Welche 2 Definitionen gibt es laut Merten (1972) zur Kommunikationspsychologie? Er benennt 2 Definitionen: - eher zur techn. Kommunikation: Einseitig gerichteter Prozess (Transmission, Reiz-Reaktion) - eher zur zwischenmenschl. Kommunikation: Symmetrisch-strukturierter Prozess (Austausch, Interaktion) 
  • Was versteht man unter Medien? Medien sind technische Mittel zur Codierung, Speicherung und Wiedergabe von Informationen. Man unterscheidet 3 Arten: - Primärmedien (menschl. Stimme / nonverbale Signale) - Sekudnärmedien (benötigen zur Produktion Technik z.B. Zeitung) - Tertiärmedien (benötigen zur Produktion & Herstellung Technik z.B. Computer) => meist sind Sekundär- und Tertiärmedien gemeint Man unterscheidet auch noch klass. (TV, Radio) & neue (Internet, Computer) Medien. 
  • Wann war der Buchdruck? Wann gab es die 1.Tageszeitung und wo? Wann gab es die erste Massenpost und wo? - 1445: Gutenberg -> Erfindung des Buchdrucks - 1650: 1.Tageszeitung in Leipzig - 1898: 1 Massenblatt ,,Berliner Morgenpost" in Berlin
  • Wann wurde die Fotografie erfunden? Wann wurde das Telefon erfunden? Wann war die erste öffentl. Kinoveranstaltung und wo? - 1837: Erfindung der Fotographie  - 1861: Erfindung des Telefon - 1895: 1. öffentl. Kinovorführung in Berlin
  • Was versteht man unter Kommunikations- und Medienpsychologie? Medienpsychologische Forschung beschäftigt sich mit der Beschreibung, Erklärung und Prognose von Erleben und Verhalten, dass mit Medien verknüpft ist bzw. das aufgrund oder während der Mediennutzung stattfindet.  Gegenstand der Kommunikationspsychologie ist die Analyse, Erklärung und Vorhersage von Kommunikationsprozessen- und ergebnissen auf der Mikro-Ebene. 
  • Nenne die Kommunikationsmodelle und ihre Begründer! - Weaver und Shannon: Begründer der Informationstheorie - Paul Watzlawick: 5 Axiome der Kommunikation - Friedeman Schul von Thun: 4 Seiten einer Nachricht - Paul Grice: 4 Maximen der Kommunikation
  • Beschreibe das Kommunikationsmodell nach Shannon und Weaver! Begründer der Infromationstheorie: Kommunikator sendet Botschaft - über ein Übertragungsmedium wird diese in ein Signal umgewandelt und gelang so in den Übertragungskanal (hier können Störeinflüsse wie z.B. Rauschen eintreten). Das Signal wird anschließend weiter zum Empfangsmedium geleitet und dort als Botschaft weiter zum Empfänger gesandt.  Zentral ist, dass es eine genaue Codierung für die Decodierung durch das Empfangsgerät gibt Problem war, dass diese Ansicht auch lange Zeit für menschl. Komm. verwandt wurde
  • Beschreibe das Modell von Paul Watzlawick! 5 Axiome der Kommunikation: - 1. Axiom der Unkommunizierbarkeit - 2. Axiom der Inhalts- und Beziehungsaspekte (d.h. Inhalt: verbal vermittelt und sachliche Info    / Beziehungsaspekt: nonverbal & verbal vermittelt, wie etw. beim anderen ankommt) - 3. Axiom der Interpunktion von Ereignisfolgen (Kommabläufe sind unterschiedl. strukturiert) - 4. Axiom: digitale vs. analoge Kommunikation - 5.Axiom: symmetrische vs. komplementäre Kommunikation -> Kreisförmiger Ablauf / kein End- und Anfangspkt.  -> dynamisch und interaktiv 
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  • Beschreibe das Komm.Modell von Friedmann Schul von Thun! 4 Seiten einer Nachricht: -> Sachinhalt: sachliche Info -> Bezieungsinhalt:Wie redet die Person mit mir? -> Appellinhalt: Was soll ich tun/fühlen? -> Selbstoffenbarungsinhalt: Wer ist diese Person? => Populäres Modell in der Kommunikationsberatung => wiss. kaum überprüft 
  • Beschreibe das Komm.Modell von Paul Grice! 4 Maxime der Kommunikation: - Maxime der Qualität (richtige Info) - Maxime der Quantitä (nicht zu viel Info) - Maxime der Relevanz (relevante Info) - Maxime der Art und Weise (klare Ausdrucksweise) => Emfänger nehmen anhand der Maximen Schlussfolgerungen über unausgesprochene Inhalte vor => Hohe Deutungsmacht des Empfängers 
  • Nenne eine bekannte Radioforscherin und 2 Studien von ihr! Herta Herzog: Radioforscherin 1933: Nachricht von einem entlaufenen Hund von versch. Sprechern gesprochen - Personen sollten soziodemografische Daten und phys. Eigenschaften beurteilen -> Ergebnis: Geschlecht & Berufsstand, Alter & Körperbau eher schlecht 1944: Befragung von Hausfrauen zu Seifenopern  -> Ergebnis: Medienfiguren können verschiedene Fkt. erfüllen: Vorbildfkt.  , soz. Vgl. 
  • Was verbirgt sich geschichtlich hinter dem Begriff ,,War of the World"? ,,War of the World" ist ein Hörspiel von Orson Welles.  Hörspiel läuft im Radio...plötzlich ist die Rede von einer Außerirdischen-Inversion und davon, dass ein Meteroit auf die Erde einschlagen wird. Infolge dessen kommt es bei vielen Menschen zu einer Panik und viele wollen fliehen, da sie die Nachrichten fälschlicherweise für echt halten.  Re-Analyse der Daten: - 12% der erwachsenen Bevölkerung hörte den Sender/die Nachricht - 28% davon hielten die Nachricht fäälschlicherweise für echt und70% von diesen erschracken sich stark und waren geschockt => sind 2,35& der Bevölkerung, die erschreckt wurden - Cantril befragt nur 135 Personen, wovon 100 wiss. eher schreckhaft waren
  • Was verbirgt sich hinter dem Millionenspiel? Das Milionenspiel ist ein Fernsehfilm aus den 1970er Jahren.  In diesem muss ein Kandidat eine Woche lang vor Auftragskillern fliehen - die Bevölkerung kann helfen oder den Kandidaten auffliegen lassen.  Anrufer beschweren sich zum Einen bei WDR, andere wollen teilnehmen und bewerben sich.
  • Was gibt es in Bezug auf das Kino und seine Wirkungen zu sagen? Auswirkungen auf das Sexualverhalten: - Moreck: pos. Darstellung von Pornografie führt zur Nachahmung - Rede der NV 1920: Hälfte der Frauen aus einer Münchener Frauenklinik gaben an, ihren Verführer im Kino kennengelernt zu haben Auswirkungen auf die Kriminalittsrate: - Münsterberg: nach Schätzung eines Kriminologen sind 85% der gesamten Jugendkriminalität direkt o. indirekt durch Kino verklärbar - Moreck: Fälle, nach denen Jugendliche das im Film gesehene Verbrechen selber realisieren (z.B. Suizid - wie im Film gezeigt - nachstellen/vollziehen)  => Aber auch Überschätzung der Wirkung! 
  • Was besagt das klass. Stimulus-Response-Modell? - Lasswell-Formel (1927): ,,wer sagt was in welchem Kanal zu welcher Person mit welchem Effekt?" - Zaubermittel/Injektionsnadel: Massenmedien erreichen einen Großteil der Bevölkerung und diese reagieren in ähnlicher Weise => Vorstellung einer einseitigen und starken Medienwirkung
  • Was besagt der Users & Gratifikation Ansatz? (Nutzer & Bedürfnisse) Im Fokus steht Gratification (Bedürfnisbefridigung), die aus Sicht der Rezipinenten mit der Nutzung von Medien und Angeboten einhergeht. Es handelt sich um eine publikumszentrierte Perspektive (statt Stimulus-Response-Ansatz o. Postulat der ,,starken Medien"). Der Mensch bildet die Schlüsselfigur im Wirkungsprozess, da er darüber entscheidet, welchen Medien und Inhalten er sich aussetzt. Rezipienten sind den Medienwirkungen nicht ausgeliefert. Menschen unterscheiden sich in ihrer Wahrnehmung & Interpretation. Medien sind nicht nur Stimuli - sie bekommen durch die indiv. Interpretation Bedeutung. Der Mensch ist sich seinen Bedürfnissen & Zielen bewusst und daher auch in der Lage, diese zu artikulieren.  Die Annahmen sind, dass Mediennutzungs- und Auswahlverhalten aufgrund von Motiven zeigt, die aus einer bestimmten Bedürfnislage und antizipierten Erwartungen der Rezipienten resultieren d.h. vor dem Hintergrund, dass man pos. Erfahrungen mit bestimmten Medien/Medieninhalten macht, sucht man diese wieder auf.  Man unterscheidet zw. Gratifications sought (suchen) & Gratification obtained (erhalten): (Miss)Erfolge bei der Suche nach Gratification wird bei zukünftigen Entscheidungen mit einbezogen. Erwartung mal Wert Modell: subj. Bedeutung eines erwarteten Medieneffekts wird mit einbezogen.  Die Kernannahmen sind: Das Publikum ist aktiv und hat gr. Erwartungen an die Massenmedien.  Der Rezipient bestimmt, ob es zu einem Kommunikationsprozess kommt. Außerdem gibt es fkt. Alternaitven, die berücksichtgt werden müssen. Und die Rezipienten sind in der Lage, die Interessen und Motive zur Nutzung anzugeben. Forschungsfelder sind u.a. 1. Typologisierung von Mediennutzungsmotiven 2. intermediale Vgl. von Motiven 3. Erforschung der unterschidl. soz. und psych. Umstände der Mediennutzung         4. Bestimmung & Verbesserung der Gütekriterien zur Motiv-Erhebung 5. Zusammenhang von erwarteten & erhaltenen Gratifications 6. Zusammenhang von Medienwirung & Mediennutzung. Motive zur Mediennutzung sind z.B: Informationsbedürfnis, Unterhaltungsbedürfnis, Bedürfnis nach Integration & soz. Interaktion und Bedürfnis nach pers. Identität.  Messung z.B. mittels FB, da Medienauswahl bewusst geschieht.
  • Was versteht man unter Selektive Exposure? ...Ansatz hinterfragt den U&G-Gedanken, dass Mediennutzung immer eine spez. Fkt. erfüllt. Selective Exposure als Prozess der Informationsauswahl, in dem Rezipienten aus der Vielzahl an verfügbaren Reizen bestimmten Stimuli Aufmerksamkeit widmen & diese genauer betrachten.  Menschen setzten sich selektiv Medieninhalten aus (Fokus auf Infoauswahl). Kriterien dafür sind Prädisposition & subj. Nutzungssituation. Wichtiger Bestandteil bildet die Einstellungskonsistenz d.h. Rezipienten suchen Informationen/Inahlte auf, die ihren pers. Einstellungen entsprechen. So kommt es zur Dissonanzerzeugung, wenn sie sich  wiederstrebende Infos ansehen & zur Dissonanzreduktion, wenn sie Ihnen entsprechende Info erhalten. Hierbei nimmt man die Medien als ,,schache Medien" wahr: d.h. es ist sehr unwk., dass die Medien zu einer Einstellungsänderung bei der gesamten Bevölkerung führt, da sich Rez. ja nur das zu Gemüte führen, was sie vertreten.  Eng verknüpft damit ist auch der Begriff der ,,Information Utiliy". D.h. Auswahlhandlungen finden nur statt, wenn der Nutzen der Info gr. ist als die subj. erwarteten Kosten. Man unterschiedet hier die generelle Infosuche (Frage - Antwort) & die Empfänglichkeit für Info (d.h. auf dem Laufenden bleiben). Informationen kann nützlich sein, wenn sie dem Empfänger hilft, seine das Geschehen in seiner Umwelt zu interpretieren, Unsicherheiten zu reduzieren & eigene Überzeugungen zu verteidigen.  Methodisch greift man meist auf FB oder Tagebücher in Felduntersuchungen. Auch Beobachtungen & Videoaufnahmen und Copy-Test mit gelesenen Tageszeitungen (VP lesen Zeitung u. markieren danach, was sie gelesen haben). Auch exp. Setting d.h. gezielte Manipulation von (affektiven) Zuständen.  Empirische Befunde sind, dass Confirmation Bias auftreten d.h. es gibt einen schwachen, aber sign. Zusammenhang, dass die pers. Eisntellung und Richtung ausgewählter Informationen zusammenhängen: Besonders bei Zeitdruck, hoher Bedeutsamkeit, Online-Nachrichten,Tageszeitungen.  Es gibt Einschränkungen in bezug auf die Dissonanztheorie: So weren ,,zuwidere" Info ausgewählt, wenn sie entweder in journalistischen Aufmachungen stark gekennzeichnet sind & wenn sie Nützlich sind. Außerdem greifen Rez auch auf augewogenen Informationen zu wiss. Debatten zurück, wenn das Thema für sie relevant ist. D.h. der Begriff der ,,schwachen Medien" müsste etwas überdacht werden, da Artikel mit hoher Nützlichkeit & hohem Nachrichtenwert die Schranke der selektiven Auswahl überschreiten. 
  • Was versteht man unter der Fragmentierungshypothese? Die Annahme, dass Menschen, die eine ähnliche Einstellung vertreten sich zunehemnd in geschützen Räumen austauschen.  -> Verbesserte Möglichkeit der meinungskonformen Selektion -> Verstärkung durch Algorithmen GEFAHR: Keine Verbindung zw. Teilöffentlichkeiten
  • Was versteht man unter dem Begriff & Konzept ,,Moos Management?" Theorie nimmt an, dass die Stimmung sowohl als Wirkung als auch Ursache für Mediennutzung agiert. Die Medienauswahl dient der Regulation von emotionalen und physiolog. Zuständen.  Zentrale Annahmen sind, dass Menschen jederzeit bestrebt sind pos. Stimmung zu maximieren & neg. zu minimieren. Außerdem sind Medien als verfügbare Stimlui gut geeignet. Die Auswahl geschieht eher zufällug & unbewusst, Effekte werden abgespeichert und später abgerufen.  Es gibt 4 zentrale Eigenschaften der Mediennutzung: 1. Hedonische Valenz (Hed. Valenz führt zu pos. Stimmung) 2. Erregungspotential (Medienauswahl beeinflusst Erregungspotential: zu hohe & zu niedrige Erregung führt zu aversivem Zustand, der mit richtigen Medienwahl bekämpft werden soll) 3. Absorptionspotential (Hohes AP, um aversive Zustände zu unterbrechen) 4. Semantische Affinität (bei guter Stimmung werden Inhalte mit hoher semantischer Affinität zum aktuellen Zustand ausgewählt) Die empirische Befundlage ist inkonsistent. Es gibt eine Studie, bei der VP entweder ein hohes vs. niedriges Erregungsniveau bekommen & anschließend einen Film (spannend vs. nicht spannend) auswählen sollen. Befunde zeigen, dass unterstimulierte sign. öfter die spannende Filme wählten, als die überstimmulierten. Generell wurden aber mehr spannende Filme gewählt. Bei Musik zeigte sich, dass schlechte Stimmung oft mit erregungsgeladener Musik einherging & traurige Stimmungslage aber oft auch mit entsprechend zum Zustand passenden ,,sad songs".  Teil schwierige Befunde, da es auch andere Faktoren auf die Mediennutzung gibt. 
  • Was versteht man unter ,,Agenda Setting"? Die Fähigkeit der Medien, dem Rezipiente zu vermitteln, welche Themen relevant sind. Nicht direkte Meinungsbildung, aber beeinflusst, WORÜBER nachgedacht wird. Zentrale Annahme ist, dass Menschen Themen für wichtiger erachten, wenn diese oft in den Medien gezeigt werden (Medien-Agenda generiert Publikums-Agenda). Annahme einer weniger direkten, aber durchaus mächtigen Medienwirkung.  Es gibt 3 zentrale Annahmen: 1. Die Medien spiegeln nicht 1:1 die Realität wieder. Sie filtern, gewichten & inszenierne.  2. Die Prozesse der Nachrichtenauswahl- und produktion bedingen eine Ähnlichkeit der Nachrichten über verschiedene Kanäle hinweg.  3. Die Konzentration auf wenige Themen führt dazu, dass das Publikum diese als wichtiger wahrnimmt, als andere. Erste Ebene: Salienz des Thema (Corona) / Zweite Ebene: Attribute zum Thema(Gefahr) Man unterschiedet 4 Modelle: - Priority Modell: Publikum übernimmt die Themenrangordnung der Medien - Selekctive Modell: Publikum orientiert sich an den Medien & teilt mit deren Hilfe, Themen in wichtig vs. unwichtig.  - awreness-Modell: Publikum nimmt Themen in den Medien wahr & bewertet diese als besonders diskussionswürdig - Kumulations- und Schwellenmodell Moderatoren dieses Effekts sind persönliche Erfahrungen (Je weniger ich mit dem Thema zu tuen habe, desto anfälliger bin ich), generell die Persönlichkeit (,,nned for cognition" -> höherer Effekt), Intensität der Mediennutzung, zugeschriebene Glaubwürdigkeit. Generell zeigen Zeitungen mehr Effekte als TV.  Kritisch zu erwähnen ist, dass Studien die Entwicklung der Umwelt vernachlässigen oder mögliche Feedback-Prozesse im komplexen Gefüge zw. Medien und Publikum. Auch konzeptuelle Einschränkungen: automatischer & unbewusster Prozess.
  • Was besagt die Wissensklufthypothese? Untersucht den Zusammenhang von medial verursachten Wissensunterschieden und dem sozioökonomischen Status. die These lautet, dass Bevölkerungsgruppen mit einem höheren sozioökonomischen Status Informationen schneller auffassen und lernen, als Personengruppen mit einem niedrigeren Sozioökonomischen Status. Diese Wissensunterschiede vergrößern sich mit zunehmenden medialen Infromationsmengen.  Operationalisierung durch den Bildungsgrad: verursacht durch ,,interesed based gab", ,,education based gab" und Unterschiede in der Infoverarbeitung. Die Wissensklüfte werden kleiner bei Motivation, nützlichkeit der Info oder auch, wenn diese zur Diskussion anregen. Abschwächung durch Deckeneffekte (Jeder weiß, Corona = Pandemie).  Meist Querschnittliche Untersuchungen: 2 Themen, wovon eines sehr populär in den Medien und das andere weniger. Annahme, dass Publikumspräsente Thema mit Wissen und Bildung einhergeht. Befunde zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und Wissensstand aus den Medien gibt. Bei exp. Bedingungen kam heraus, dass Personen mit niedrigerer Bildung Informationen in Printmedien schlechter verarbeiten, als Fernseh-Inhalten. 
  • Was versteht man unter der Digitale Divide? Meinst Unterschiede in Bezug auf den Zugang ung Nutzen von Informations- und Kommunikationstechnologien.  First Divide: Zugang zum Internet (heute fast überall gegeben) Second Divide: Kompetenz im Umgang mit dem Internet 
  • Was besagt die Kultivierungshypothese? Gerpägt von George Gerbner: Nimmt an, dass Personen die Viel TV-Nutzen, vermehrt die dort vermittelte Weltansicht etc. übernehmen d.h. je mehr Zeit diese vor dem TV verbracht haben, desto realitätsferner ihre Weltbilder.  Empirische Analyse: Message Analysis: Welche Info wird dort gesendet? / Cultivation Analysis: Was kommt beim Rezipienten an? Fernsehen als primäre Sozialisationsquelle: für alle Schichten erreichabr / einfache Voraussetzungen & Verfügbarkeit / vermittelt gewisse Realitätsnähe / Ähnliche Grundzüge durch Mainstream-Orientierung.  Weitergehende Folgen: ,,Mainstreaming": Vereinheitlichung der Meinung von Vielseher durch ähnliche Inhalte / ,,Resonanc-Effekt": Effekte werden verstärkt, wenn sich Fensehrelatät mit (selektiven) eigenen Erfahrungen in der Realität deckt.  Methodisch wird meist zuerst geschaut, was beinhalten die Medien (Inhaltsanalyse) - dann,  vgl. mit RealWorld-Statistiken und letztliche Repräsentative Befragung (Vgl. Antworten von Viel- vs. Wenigseher).  Befunde zeigen, dass Vielseher die Zahl von Rechtanwälten, Risiko für Terroranschläge & Naturkatastrophen überschätzen. Außerdem zeigt sich einer kl., aber dennoch sign. Zusammenhang von Fernsehkonsum & Einstellungen gegenüber der realen Welt (Unterscheidung zw. First Order Belifs (Häufigkeitsschätzungen zu bestimmten Personen o. Gruppen in TV o. realen Welt) und Second Order Belief (generalisierte Einstellungen o. Meinungen von Personengruppen).  Kritik: meisten Studien sind Querschnittlich & sagen somit nix über Kausalität. Es gibt wdsprüchliche Befunde bei Nichtseher: Nichtseher gaben mehr Fernsehantworten als Wenigseher.  Aktueller Fokus: kultivierung durch (scripted) Reality-Shows und Doku-Soaps: Zsmhang zw. Actionfilmen und rasanterem Fahren / Männl. Vielseher von Shows mit Bachelor zeigen höheren Zsmhang mit der in der Sendung vermittelten Einstellung / Zsmhang zw. Dokusoaps (Verdachtsfälle) und Akzeptanz für aggr. Verhalten PROBLEM: Zum Teil sehr kleinteilige Forschung zu einzelnen Sendungen und sehr spez. AV´s
  • Was versteht man unter (kognitiven) Medienwirkungen? Effekte der Mediennutzung, die nach der Rezeption auftreten und über die einzelnen Nutzungsepisoden hinausgehen.  -> Veränderung von Wissen, Zugänglichkeit zu Wissensbereichen und Einstellungen zu Personen oder Themen Es geht um die Erklärung zugrundeliegender Prozesse: Priming, Lernen am Modell, Informationsverarbeitung, Einstellungsbildung...
  • Was versteht man unter Einstellung? Unter Einstellung werden in der Psychologie allg. Bewertungen verstanden, die Individuen über sich selber, andere, Objekte und Themen aufweisen. -> Variation in Valenz und Stärke (bzw. Intensität)
  • Welche Zwei-Prozess-Modelle persuasiver Botschaften gibt es? Elaboration-Likelihood-Modell (ELM): zentrale R. & periphere Hinweisreiße Heuristisch-Systematisches-Modell (HSM): Systematische Verarbeitung & Heuristiken Wenn Überzeugungen durch hohe Qualtiät der Argumente: ELM -> zentrale R. / HSM -> Sys. Verarbeitung Wenn Überzeugungen durch äußere, nicht inhaltsbezogene Aspekte: ELM -> periphere Hinweisreize / HSM -> Heuristiken In Abhängigkeit von Motivation und Fähigkeit aufwändiger Bearbeitung wird entschieden, welche Route eingeschlagen wird.  Wahrgenommene pers. Relevanz einer Botschaft & indiv. ,,need for cognition" steigern die Motivation der Elaboration. Die allg. kogn. Fähigkeiten, relevantes Vorwissen und moderate Anzahl von Wdh. der vorgebrachten Argumente erhöhen die Fähigkeit zur Elaboration. Einstellungsänderungen, die durch die zentrale R. entstehen, sind robuster, zeitl. stabiler & haben stärkeren Einfluss auf betreffende Person als Einstellungen, die aufgrund periphere Infoverarbeitung zustande kommen. Neg. gestimmte Personen neige eher zu zentralen / sys. Verarbeitung. Rhetorische Fragen, die auf Produktkommunikation folgen, regen zur zentralen Verarbeitung an.  Situative Ablenkungen durch Störreize vermindert sowohl die Motivation, als auch die Fähigkeit intensiver Infoverarbeitung. Pos. gestimmte Personen neigen eher zu einer oberflächlichen o. heuristischen Verarbeitung.  ELM-Routen schließen sich aber nicht aus! Vielmehr sind Abstufungen möglich, sodass bei mittlerer Elaborationsstärke sowohl zentrale als auch periphere Verarbeitungsprozesse stattfinden. 
  • Wo lassen sich periphere Hinweisreize finden? - Expertenstatus des Kommunikators - Beliebtheit & Attraktivität des Kommunikators - Non-verbales Verhalten des Kommunikators - Glaubwürdigkeit der Infoquelle - Anzahl der Argumente - Angenehme Musik
  • Welche Studie gibt es zur ELM? Studie: Manipualtion der Stärke der Argumente (ZR) & des Promistatus, der Webrung macht (Promi vs. nicht). Außerdem Variation der Relevanz (relevant vs. nicht). Ergebnis: Personen, für die Werbung relevant war, achteten mehr auf die Stärke der Argumente (ZR) und die Personen, für die es weniger relevant war, achteten mehr auf den Promistatus (Periphere R.).
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  • Was versteht man unter Heuristiken? Heuristiken sind mentale Strategien, Faustregeln o. Abkürzungen, die uns helfen mit begrenztem Wissen und begrenzter Zeit Entscheidungen zu treffen & Urteile zu fällen. 
  • Was besagt der Hostile Media Effekt? Nenne ein Beispiel! Welche Erklärungen gibt es für diesen Effekt? Tendenz, dass die Anhänger einer bestimmten Position, die Medienberichterstattung als einseitig zu ihren Ungunsten gefärbt wahrnehmen.  Studie: ausgewogener TV-Bericht zum Beirut Massaker: wurde von Israelis & Arabern gesehen und bewertet -> Ergebnis: sowohl pro-israelische als auch pro-arabische sehen Beitrag als (zu ihren Ungunsten) einseitig an. Erklärung: - Selective Reall: Informationen, die der eigenen Haltung widerspricht, wird eher erinnert (weil ich mich z.B. aufrege) - Selective categorizing: Argumente, die nicht unterstützend sind, werden als Argumente der Gegenseite wahrgenommen (Argumente im ,,mittleren Bereich" werden als Gegenargumente wahrgneommen) - Different Standards: alle Inhalte werden gleich wahrgenommen, aber einbezug der Argumente des Gegener wird als unfair wahrgenommen, weil sie als irrelevant beurteilt werden - Prior Beliefs: Grundeinstellung, dass Medien fehlerhaft und falsch sind - Reichweite: bei Material mit geringer RW konfirmatorischer Effekt vs. mit hoher RW ,,Third Person Effekt" - Infoverarbeitung ist auf andere gerichtet, auch neutrales Material wird als gefährdend angesehen Was sind die Voraussetzungen für HME? -> kontroveres Thema, polarisierende Anhängerschaft, tatsächlich neutrale Berichterstattung  
  • Was besagt der Hostile Media Effekt? Nenne ein Beispiel! Welche Erklärungen gibt es für diesen Effekt? Tendenz, dass die Anhänger einer bestimmten Position, die Medienberichterstattung als einseitig zu ihren Ungunsten gefärbt wahrnehmen.  Studie: ausgewogener TV-Bericht zum Beirut Massaker: wurde von Israelis & Arabern gesehen und bewertet -> Ergebnis: sowohl pro-israelische als auch pro-arabische sehen Beitrag als (zu ihren Ungunsten) einseitig an. Erklärung: - Selective Reall: Informationen, die der eigenen Haltung widerspricht, wird eher erinnert (weil ich mich z.B. aufrege) - Selective categorizing: Argumente, die nicht unterstützend sind, werden als Argumente der Gegenseite wahrgenommen (Argumente im ,,mittleren Bereich" werden als Gegenargumente wahrgneommen) - Different Standards: alle Inhalte werden gleich wahrgenommen, aber einbezug der Argumente des Gegener wird als unfair wahrgenommen, weil sie als irrelevant beurteilt werden - Prior Beliefs: Grundeinstellung, dass Medien fehlerhaft und falsch sind - Reichweite: bei Material mit geringer RW konfirmatorischer Effekt vs. mit hoher RW ,,Third Person Effekt" - Infoverarbeitung ist auf andere gerichtet, auch neutrales Material wird als gefährdend angesehen Was sind die Voraussetzungen für HME? -> kontroveres Thema, polarisierende Anhängerschaft, tatsächlich neutrale Berichterstattung  
  • Was weißt du über Falschinformationen & was meint der Falschinformationseffekt? - (Falsch)-Informationen & Nachrichten verbreiten sich immer schneller - Falschinformationen werden herausgegeben und erst später korrigiert Als Falschinformationseffekt bezeichnet man nun das Problem, dass korrigierte Informationen zwar aufgenommen werden, aber nicht immer die Falschinformation überschreiben. Falschinformationen zeigen sich sogar unter Bedingungen, in denen die Probanden sich eigentlich darüber im Klaren sind, dass die ursprüngliche gegebene Information falsch oder wenig vertrauenswürdig ist d.h. es handelt sich um kein Problem unzureichender Beachtung der neuen Information.  Perspektive der kognitionspsychologischen Textverstehensforschung: Der Falschinformationseffekt lässt sich also als eine unzureichende Aktualisierung (updating) von Situationsmodellen beschreiben. 
  • Was besagt der Kognitiv-Konstruktivistische Erklärungsansatz zum Falschinformationseffekt? Kognitiv-Konstruktivistische Annahme: - Rezipienten speichern medial dargebotene Infromationen nicht als isolierte Fakten, sondern machen sie sich im Bezug auf ihr Vorwissen und ihre Überzeugungen verständlich.  Zentraler Aspekt: Rezipienten generieren vorwissengesttütze Erklärungen für Ereignisse & Sachverhalte, über die in den Medien berichtet wird.  Beleg für diese Annahme - wird z.B: empirisch gestütz durch folgende Studie: VP wurde fiktiver Zsmhang päsentiert (,,Risikoneigung & Erfolg als Feuerwehrmann"). Vp sollten Erklärungen dafür finden. Am Ende Aufklärung, dass es sich nur um einen fiktiven Zusammenhang handelt. Vp, die sich Gedanken machen sollten & Gründe für den Zsmhang gesucht hatten, hielten auch nach der Auflösung an diesem Zsmhang fest. => Es zeigt sich pos. Korrelation zw. der Qualität der generierten Erklärungen und dem Ausmaß des Falschinformationseffekts: Je besser die Probanden die rezipierte Information auf Basis ihres Vorwissens verständlich machten, umso schlechter wurde die falsche Information ,,überschrieben". Dies fkt. auch, wenn die Probanden vorher(!) wissen, dass es sihc um eine fiktive Situation handelt. 
  • Was sagt die kognitionspsychologie Textverstehensforschung zum Falschinformationseffekt? - Rückgriff auf Konzept des Situationsmodells: darunter vertsteht man eine referenzielle Repräsentation der in einer sprachlichen Botschaft angesprochenen Ereignisse & Sachverhalte - Konstruktion eines Situationsmodells wird gefördert durch kontruktive Verstehensprozesse (vorwissengestütze Erklärungen) und andere Inferenzprozesse (z.B. wenn ich Radfahrer besonders mag, dann werde ich bei seinem Sieg eher wenig an einen möglichen Doping-Support denken) - Der Falschinformationseffekt lässt sich also als eine unzureichende Aktulaisierung (updating) von Situationsmodellen beschreiben. Mögliche Ursachen für unzureichende Aktualisierung: Das konstruierte Situationsmodell wird genutzt, um die Validität neu eingehender Informationen zu prüfen. Wenn eine Information nicht mit den im Situationsmodell repräsentierten Sachverhalten konsistent ist, ist ihre weitere Verarbeitung erschwert (z.B. vergötter Radler -> Nachricht, dass er dopt -> würde diese Nachricht als unplausibel einschätzen & ablehnen). FOLGE: Korrigierende Informationen werden nicht in das Situationsmodell integriert. 
  • Was sind Belege für die unzureichend Aktualisierung (Falschinformationseffekt)? Belege finden sich in Untersuchungen mit Sachtexten. Erfasst werden 1. Das Ausmaß der Integration von Textinformationen in eine Situationsrepräsentation. 2. Die Einschätzung, wie plausible diese Informationen sind. => Die Rezipienten schätzen Informationen, die sie in ihr Situationsmodell integriert hatten, als tendenziell plausible ein, während Infos, die keine Aufnahme in das  Situationsmodell gefunden hatten, als tendenziell unplausibel eingeschätzt wurden. 
  • Falschinformationseffekt: Wie kann die Repräsentation einer einmal gegebenen Information überhaupt korrigiert werden? Nenne ein Bsp.! - Rezipienten behalten eine diskreditierende (falsche) Information nur dann bei, wenn ein plausible alternative Situationsmodell nicht oder nur schwer konstruiert werden kann. - Wenn die neue Info die alte Info im Situationsmodell problemlos ersetzen kann, tritt kein Falschinformationseffekt auf.  Beispiel: Brand in einem Lagerhaus 1. Version des Artikels: Auslöser waren Gaskatuschen vs. 2.Version des Artikels (Korrektur): es waren Farbeimer, die angezündet wurden. -> alternative Situationsmodell klingt plausible & somit erhöht sich die WK, dass man es übernimmt. 
  • Wie erfasst man Falschinformationseffekte? Typisch: Exp. Design Erste Versuchsbedingung: VP rezipieren eine Info (nachrichtenähnlichen Bericht). Diese wird durch eine weitere Info korrigiert o. diskrediert (z.B. korrigierende Meldung) Vgl. mit weiteren Versuchsbedingungen: Es werden keinerlei Info (Baseline) o. keine diskredierenden Infos gegeben.  AV: Indikatoren der Überzeugungsstärke (z.B. Einstellungs-Items), aus denen sch schließen lässt, in welchem Ausmaß die Überzeugungen von Probanden von der diskredierenden Information beeinflusst sind. / Evtl. Überprüfung der Verfügbarkeit der diskredierten Info mittels Erinnerungsaufgaben / Mit (Reaktionszeit-)aufgaben aus der kogn. Psych. können weitergehende Analysen von Rezeptionsprozessen & den daraus entstehenden Repräsentationen vorgenommen werden.  Dieses Minimaldesign kann durch weitere UV´s ergängt werden. Z.B. Zeitpunkt, zu dem  die diskreditierenden Infos gegeben wird oder Induktion bestimmter kogn. Prozesse (z.B. durch Generieren von Erklärungen). Hierbei soll die Moderatorfkt. für das Auftreten von Falschinformationseffekten untersucht werden.