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Emotionale und motivationale Regulation menschlichen Verhaltens (Fach) / 2 BPS Borderline Personality Disorder (Lektion)

Udo Rudolph

Diese Lektion wurde von Mati1995 erstellt.

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  • BPS- Zentraler Befund Instabilität bei Stimmung und Affektivität -> Instabiles Selbstbild ->Impulskontrollstörung -> Schwierigkeiten und Krisen bei zwischenmenschlichen Beziehungen -> Schwarz-Weiß denken (Idealisierung vs Abwertung)
  • BPS Epidemiologie Lebenszeitprävalenz: 5,9% Genetische Disposition: ca 70% (Zwillingsstudien) Suizidrate: 4-10% (Selbstverletztendes Verhalten über 80%) Psychologische Belastungsfaktoren: sexuelle Gewalt, körperliche Gewalt, schwere Vernachlässigung
  • Intrakranielle Selbstreizung, Wer, Was Olds & Milner 54 -Elektroden in versch. Hirnarealen von Ratten -> Stimulation durch Tastendruck -> Erstellung von "Hirnkarten" -Ratten wdh Selbstreizung 100-1000 mal bis zur Erschöpfung, ziehen Reizung natürlichen Verstärkern vor (Futter) => Entdeckung des dopaminergen Belohnungssystems
  • Dopaminsysteme? Nigrostratiales Dopaminsystem Mesolimbisches Dopaminsystem
  • Nigrostratiales Dopaminsystem -substantia Nigra -> Striatum -Relevant für Morbus Parkinson -Opiate in Nigrostriatalem System codieren Hedonistische Empfindung der Belohnung
  • Mesolimbisches Dopaminsystem -ventrales Tegmentum -> Nucleus Accumbens -> Präfrontalcortex -Teil des Belohnungssystems
  • Funktionen mesolimbisches System? "positives Belohnungssystem" -Zielgesteuertes Verhalten -Belohnung -Kog. Prozesse -Lernen & Lernverstärkung -Verhalten das Emotionen & Erleben aufsucht, Schaden vermeidet auslösen
  • Opioide und Rezeptoren + Wirkung β-Endorphine -> μ-Rezeptoren  -analgetisch & euphorisierend -immunsuppressiv -Ausschüttung in Stressituationen (Schmerz) -bei positiven Ereignissen (Liebe, Sex, Extremsport (& Runners-High)) Enkephaline -> δ-Rezeptoren -analgetisch Dynorphine -> κ-Rezeptoren -analgetisch -sedierend -neg. auf Stimmung (Dysphorie) -Depersonalisierend -Antagonistisch zu Kokain-Wirkung
  • Verbindung zwischen endogenem Opiatsystem & dopaminergen Belohnungssystem -β-Endorphine -> Erhöhen Dopamin Ausschüttung im ventralen Tegmentum (VTA) -künstlich erhöhtes Dopamin im Nucleus accumbens (NAC) -> mehr β-Endorphine
  • Verbindung von Dopamin und -Endorphinen im Bezug auf Belohnung & Verhalten? -Dopamin -> löst Verhalten aus das Belohnungssystem aktiviert =belohungsaufsuchendes Verhalten -β-Endorphine -> mediieren Belohnung = Verstärken Wirkung durch hedonische (glücksbringende ) Empfindung 
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  • Zentrale Hypothese von Bandelow +Ursachen =BPS basiert auf Dysregulation des endogenen Opiat-Systems Ursachen: -Reduzierte Sensitivität der Endorphin-Rezeptoren -zu wenig endogene Opioide -zu Starke Aktivität der κ-Rezeptoren bei Stress -Kombination der 3 =>Versuch Fehlende Endorphin-Wirkung zu Kompensieren (=Symptome)
  • Symptome von BPS die Dysfunktion des EOS zugrunde liegen könnten (10) -Furch vor Zurückweisung und dysfunktionales Bindungsverhalten -häufig, riskante sexuelle Kontakte -Aufmerksamkeitsauslösendes Verhalten -Anhedonie -Drogenmissbrauch -Wirkung von Opioid-Antagonisten bei BPS-Patienten -selbstverletzendes Verhalten -Essstörungen -geringe Fruststrationstoleranz & Aggressionen -Sensation-Seeking 
  • Selbstverletzendes Verhalten bei BPS -Kurzfristiges positives Gefühl (Erleichterung, Spannungsabbau, Wohlgefühl) -> Schnittwunden führen zu hohen Endorphin-Ausschüttungen -BPS mit Selbstverletzendes Verhalten haben geringe Konz. an β-Endorphinen -Opioid Antagonisten (Naltrexon) Verbessert bei 80% der Patienten -Reduzierte Schmerztoleranz bei anderen Schmerzen (da keine Endorphin- Ausschüttung)
  • Wirkung von Opioidanatagonisten - Verbessern BPS Symptomatik hinsichtlich Selbstverletzung und Substanz & Verhaltenssüchte mögliche Ursachen: -erhöhte Sensibilisierung Opioid-Rezeptor-Systems (gleiche Menge Endorphin hat stärkere Wirkung)  -Blockierung von κ-Rezeptoren (mindert Dysphorie & dissoziative Symptome)
  • Drogenmissbrauch -Heroin bindet an μ-Rezeptoren -> Euphorie -Natrexone reduzieren Wirkung von Opiaten (Opiat-Antagonisten)
  • Was sind einige Hinweise, dass Dopaminhypothese falsch ist? Bei anderen Störungen: Von Wirksamkeit besttimter Substanzen auf neurobiologische Dysfunktion schließen (z.B. Parkinson-> Dopamin Dysfunktion, kann mit Antagonisten behandelt werden, Altsheimer) --> Bei BPS nicht   Sehr geringe Compliance bei Einnahme verfügbarer Medikamente kann an geringer Wriksamkeit liegen.
  • Wie erklärt sich Anhedonie bei BPS durch die Hypothese? Welche Befunde gibt es dazu? Eine mangelnde Rezeptivität des Opioid-Systems kann Erklärung sein.   Befunde: - Hohe Aktivität des K-Rezeptor Systems im Tiermodell führt zu Anhedonie - Suizidalität von BPS Patienten geht oftmals auf Gefühle der Anhedonie und Sinnlosigkeit zurück - Obduktionen bei DEPRESSIV-SUIZIDALEN Personen --> 1-9x Anstieg der mü-Rezeptoren (Körper versucht gegenzuwirken) - Verbindungen zu Symptomen geringer Frustrationstoleranz und geringer Fähigkeit zu Belohnungsaufschub
  • Was steht im Rahmen der Hypothese hinter Furch vor Zurückweisung und dyfunktionalem Bindungsverhalten und was sind die Befunde? Biologische Mechanismen der Paarbindung sind bei diesen Patienten gestört. Eine Störung des Signalstoffwechsels kann erklären, warum entsprechende Mechanismen des Verhaötens bei BPS so paradox und unvorhersehbar sind.   Befunde: - Beim Bindungsverhalten von Kindern: β-Endorphin-Bindung an μ-Opioid-Rezeptoren --> Mäuse ohne diese Rezeptoren entwickeln kein normales Bindungsverhalten - Trennungsangst is prävalent wenn Endorphin-Konzentration sinkt
  • Was ist die E-Risk-Studie? Wofür steht das E-Risk? Environmental Risk   - Längsschnittliche Zwillingsstudie in Grißbritannien einer gesamten Geburtskohorte von Zwillingspaaren
  • Was erhöht Deprivation bei Kindern und Jugendlichen? - Rate von Substanzmissbrauch - Wahrscheinlichkeit, dass bereits Teenager schwanger werden - Sogenannte "conduct disorders" (externalisiendes Verhalten nach ICD-10 -> WARUM ist das so?
  • Wie steht es mit epidemiologischen Daten bzgl. antisocial behaviours während der Kindheit? 1. Kindliche Antisoziale Verhaltensmuster weit verbreitet 2. Inzidenz sinkt (spätestens ab Einschulung) -> Ursache sind soziale & selbstregulative Fähigkeiten die durch Eltern, Lehrer und Gleichaltrige erworben werden 3. Wenn 5 Jahre Zeitfenster ungenutzt: Ernsthafte & lebenslange Probleme -psych./Physis. Erkrankungen, Drogen, Selbstschädigendes Verhalten,...
  • Was ist der fundamentale Attributionsfehler und wie wirkt er im Falle von antisozialem Verhalten und der Forschung dieser? - Unterschätzung von Situationseinflüssen, deshalb viel Forschung zu Kindern und Familie --> Überschätzen von Personeneinflüssen, unterschätzen von Situationseinflüssen wie Nachbarschaft
  • Was ist das Konzept der kollektiven Wirksamkeit? -eher dynamisches als strukturelles Konstrukt -> Bereitschaft der Gemeinschaft auf andere zu achten und bei Problemen einzugreifen, besonders im Bezug auf die Jungen durch soziale Informationskontrolle und soziale Kohäsion (Zusammenhalt)
  • Was sind die drei Hypothesen der Studie? 1. Strukturelle Deprivation führt zu höherem Niveau anzisozialen Verhaltens bei Schuleintritt, sowie zu einer langsameren Abnahme dieses Niveaus bis zum 10. Lebensjahr. 2. Kollektive Wirksamkeit (CE) verringert Niveau des Antisoz. Verhalten bei Schuleintritt und führt zu schnellerem Abfall bis zum 10 Lj. 3.CE hat stärkere Wirkung in deprivierten Umgebungen (vs anregenden Umgebungen) -> Effektgrößen bisher zw. 0.1 und 0.2
  • Stichprobeneigenschaften und AVs der E-Risk -N = 2200 Kinder (Zwillinge), sowie deren Familien - Erhebungen im Alter von 5, 7, 10 Jahren - Stichprobe ist repräsentativ - Öffentliche Daten für die Kinder, Familien und Nachbarschaften - Weitere Daten PLZ-spezifisch erhoben -große Kohorte --> familiär genetische als auch familiär-umweltbezogene Variablen kontrolliert  AVs: -Interviews mit Müttern -Angaben durch Lehrer -Antisocial Behavior Scale (phy. Misshandlung, Antisoz. Verhalten der Eltern, Elterliche /erwachsene Gewalt) -Neighborhood Deprivation -Collective Efficacy (Soziale Wirksamkeit)
  • Welche Faktoren werden für Soziale Wirksamkeit /collective Efficacy erfasst? 1. Informal social control 2. social cohesion 3. neighborhood problems