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Projektmanagment (OP) (Fach) / 08_02_Kostenplanung (Lektion)

08_02_Kostenplanung

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  • Was ist eine Kostenplanung? Kostenplanung ist das Prognostizieren der voraussichtlichen Kosten eines Projekts strukturiert nach Projektkostenarten und Projektkostenträgern sowie zeitlich in der geforderten Genauigkeit aufgelöst.
  • Was ist das Ergebnis einer Kostenplanung? Ergebnis der Kostenplanung ist der Kostenplan des Projekts in den geforderten Darstellungen.
  • WIe können Projektkosten dargestellt werden?  Kostenganglinie o Die Kostenganglinie zeigt laut IPMA ICB4® den zeitlichen Kostenverlauf im Projekt. Sie wird durch den oberen Rand ("Hüllkurve") des Kostengangs gebildet, das die ermittelten Kosten je Arbeitspaket auf dem Zeitstrahl ausweist.  Kostensummenlinie o Die Kostensummenlinie ist eine Visualisierung der kumulierten Kosten eines Projekts im Zeitverlauf. Eine Kostensummenlinie kann Plankosten oder Istkosten zeigen. Sie entsteht aus der Aufsummierung der Werte eines Kostenhistogramms pro Planungseinheit zu den Zeitpunkten im Zeitstrahl.
  • Was ist das Ziel der Projektkostenplanung? Ziel dieses Planungsprozesses ist es, die erwartete Projektrendite sowie die Liquidität im Projekt abzusichern. dazu werden – auf Basis der Termin- und Ressourcenplanung – die anfallenden Kosten sowie die zur Abdeckung der Kosten notwendigen Finanzmittel ermittelt in einem Plan über den Projektverlauf abgebildet. Im Businessplan wird auf Basis dieser Informationen dann berechnet, inwieweit die geforderte Rendite erwirtschaftet werden kann.
  • Was wird nach Abschätzung aller Kosten gemacht? Nach Abschätzung aller Kosten werden diese über den Projektverlauf abgetragen, die zur Projektabwicklung notwendigen Finanzmittel ermittelt, eine Liquiditätsberechnung durchgeführt, alle Erkenntnisse im Businessplan verdichtet und mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung abgeschlossen.
  • Was ist der erste Schritt der Kostenrechnung? Zunächst werden die Kostenarten (Kategorisierung der Kosten) definiert und die Projektkosten auf diese verteil.
  • Was sind die wesentlichen 3 Kostenarten? • Kosten des eigenen Personals (interne Personalkosten)  Dazu gehören die im Rahmen der Aufwandsschätzung ermittelten Aufwände (Arbeitsmenge) der Ressourcen, die mit den Verrechnungssätzen multipliziert werden  Ausbildungskosten • ggf. Kosten des fremden Personals (externen Dienstleistungen / externe Personalkosten)  Nach Aufwand oder auf Basis von Werkverträgen • Sachkosten  Hard- und Softwarekosten (Geräte, Rechner, Lizenzen) für die Projektlaufzeit -> IT-Betriebskosten Projektteam (für die Projektlaufzeit) o Evtl. sind diese dem Projekt nur anteilsmäßig zuzurechnen z.B. wenn Hardware und/oder Software nach dem Projektende anderweitig im Unternehmen weiter genutzt wird. • Abschreibungen von Anschaffungen/Investitionen • Linear , degressiv  Infrastrukturkosten: o Gebäude, Schulungsräume, RZ • Materialkosten:  Verbrauchsmaterialien / Büromaterial • Sonstige Kosten:  Reisekosten,  Schulungskosten  Kommunikationskosten  Versicherungskosten (für direkt abgeschlossene Versicherungen u.a. Risikoabsicherung)  Zinsen / kalkulatorische Zinsen
  • Was beinhaltet ein Projektbudget nicht? • ein Projektbudget beinhaltet im Normalfall keine  produktiven Betriebskosten für das Produkt (Projektergebnis)  Wartungskosten für das Produkt (Projektergebnis)  Service- und Support-Kosten für das Produkt (Projektergebnis) • d.h. ein Projektbudget beinhaltet nur die Kosten, die innerhalb des Projektes im Rahmen der Projektlaufzeit anfallen und ist damit eine wesentliche Grundlage für die Business-CaseErstellung.
  • Aus welchen 3 Kosten setzen sich interne Personalkosten zusammen? o Brutto-Gehalt o Sozialabgaben Arbeitgeber (Lohnnebenkosten) o Gemeinkosten • Verwaltungskosten wie Personalverwaltung, Buchhaltung • Kosten des Facility Managements wie Mieten oder Telefonkosten • Nicht spezifische Sach- und Betriebsmittel (Papier, Lizenzen für BüroSoftware) • Nicht produktspezifische Werbemaßnahmen und Public Relations • allgemeine Forschung- und Entwicklung • Personalentwicklung (Fortbildung) • Personalkosten für Führungskräfte
  • Was sind Sachmittelkosten? Sachmittelkosten  sind meist externe Kosten, da es sich um die Beschaffung von projektbezogenen Sachmitteln handelt. fallen oft zu Beginn der Projektphasen unabhängig von der tatsächlichen Ableistung der Arbeitspakete an und sind daher nicht immer variabel. sind direkt dem Projekt, manchmal einzelnen Arbeitspaketen oder Projektphasen zuzuordnen.
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  • Was sind externe Dienstleistungskosten? Leistungen, die nicht in Eigenregie zu erbringen sind, weil z. B. das technische Know-how fehlt, werden in Projekten normalerweise zugekauft. Kosten für externe Dienstleistungen  sind klassische externe Kosten. sind immer variabel, aber bieten häufig nicht die Flexibilität von internen Leistungen, da sie an Unterlieferanten und Verträge gebunden sind. sind direkt dem Projekt (meist einzelnen Arbeitspaketen) zuzurechnen.
  • Was sind Materialkosten? Material ist ein Stoff. In der Fertigungstechnik versteht man unter Material alles, was für die Herstellung bestimmter Erzeugnisse oder Produkte unabdingbar ist. • direktes Material (Rohstoffe, Bauteile, Komponenten)• Hilfsstoffe (Klebemittel)• Betriebsstoffe• Verbrauchsmaterial
  • Was sind 4 weitere Projektkosten?  Schulungskosten:o Referent, Schulungsgebühren, Schulungsunterlagen etc.  Reisekosten:o Kosten für Flüge/Bahnreisen, Mietwagen, Hotel, Verpflegung, Spesen  Sonstige Projektkosten:o Spezielle Versicherungen, Bonitätsauskünfte, Gebühren für die Übersetzung von Dokumenten, Dolmetscher, Kosten für Gutachten, etc.  Kapitalkosteno Zinsen / kalkulatorische Zinsen
  • Wie sollte einen Puffer(Kosten/Zeit) angelegt werden Offen und transparent. Das heißt das Puffer und Reservern als solche banannt werden und nicht einfach den Arbeitspackete hinzugefügt werden.
  • Was ist eine Management Reserve (MR)? Die Management Reserve (MR) ist ein finanzieller Betrag, der für unvorhergesehene Tätigkeiten (u.a. für unbekannte Risiken) verwendet wird, welche in der Risikoanalyse nicht identifiziert wurden. Die MR ist Teil des freigegebenen, jedoch zurückgehaltenen Projekt- oder Auftragsbudgets und ist unter „Managementkontrolle“ zu verbuchen.
  • welche 3 Eigenschaften hat die Management Reserve (MR)?  Sie wird für Maßnahmen verwendet, wenn nicht identifizierte Risiken eintreffen. Sie ist ein Bestandteil des Projektbudgets und wird nur für den autorisierten Projektumfang verwendet. Sie ist nicht Teil der Baseline / Kostenbasisplan, d.h. wird bei der Leistungsmessung im Projekt nicht berücksichtigt.
  • Wie wird die Management Reserve (MR) erstellt? Die Management Reserve wird normalerweise als Prozentsatz der gesamten Projektkosten errechnet und liegt zwischen 2 und 15%. Die Größe ist abhängig von der Projektart, der definierten Notfallreserve (Contingency Reserve) für erkannte Risiken und vom Aufwand, der für die Risikoanalyse verwendet wurde.
  • Für was ist der Kosten- und Finanzmittelplan eine Basis? Für einen Business Case.