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Nutztierwissenschaften II (Fach) / Milcherzeugung und Rinderproduktion (Lektion)
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- Beschreiben Sie die rechtlichen Grundlagen zur Haltung von Kälbern, die sich aus der geltenden Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ergeben - bis 2. Lebenswoche: Einzelhaltung (120x80x80) mit geeignetem Einstreu (Stroh o.ä.) - 2-8. Lebenswoche: Einzelhaltung (160x100); oder Gruppenhaltung - ab 8. LW Gruppenhaltung mit gleichzeitiger Futteraufnahme - mind 2x tgl Fütterung - mind 10 Std am Tag Beleuchtung mit 80 Lux, Tagesrhytmus einhalten - >2 Wochen: freier Zugang zu Wasser - ab 8. Lebenstag Raufutter (- Enthornen unter der 6. Lebenswoche - Verkauf bzw Transport erst ab 14 Tage)
- Was ist mit dem Begriff metabolische Programmierung gemeint? Welche Einflussfaktoren und Wirkugen gibt es? = postnatale Prägung des Stoffwechsels Durch hohe Futteraufnahme in den ersten Lebenswochen wird die spätere Milchleistung, die Gesundheit und die tägliche Zunahme der Kälber positiv beeinflusst
- Beschreiben Sie die Produktionsformen der Milchviehhaltung 1. Ergänzungsbetrieb - nur Milch - weiblich: Remontierung - männlich: überschüssig --> Verkauf 2. Milchvieh-Rindermastbetrieb alle Kälber werden aufgezogen weiblich: Bestandsergänzung oder Verkauf männlich: Mast oder Verkauf 3. Zuchtbetrieb weiblich: Bestandsergänzung oder verkauft männlich: evtl Aufzucht als Zuchtbullen oder verkauft
- Welchen Einfluss hat das Erstkalbealter auf die Milchleistung und Fruchtbarkeit Tiefes Erstkalbealter - guter Besamungserfolg - niedrigere Schwergeburtenrate - keine erhöhte Abgangsrate mit gutem Managemnt bei Laktationsstart - keine NAchteile auf Rastzeit, Anzahl Besamungen, Zwischentragezeit - besserer Eutergesundheit - niedrigeres Färsenmastitisrisiko
- Nennen Sie die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion mit durchschnittlichen Kenngrößen - hohe Milchleistung (bei DH: >8500kg ECM/ Kuh) - hohe Grundfutterleistung (> 4000 kg ECM/ Kuh) - effizienter KRaftfuttereinsatz (<250g/kg ECM) - Vollkosten/kg Milch <=40ct/kg - Arbeitsproduktivität: >= 225 kg Milch/ Akh oder >= 40 akh/ Kuh inkl. Jungvieh - Niedrige Futterkosten (<16ct/kg ECM) - Niedrige Kosten Arbeiserledigung (<8ct/ kg ECM) - Herdengröße - niedrige Remontierungsrate (<30%) - Ausnutzung des altersbedingten Leistungsmaximum - Zwischenkalbezeit <=390 Tage - Erstkalbealter (28,5 Monate) - Kälberverluste unter 5%, Kuhverluste unter 2 % - evtl Auslagerung von Prozessen
- Welche Einflüsse auf die Milchleistung und Zusammensetzung gibt es? - Genetik - Gemelksfraktionen - Gesundheitszustand - Zwischenmelkintervalle - Laktationsstadium - Fütterung - Brunst - Witterung - Alter
- Wie lässt sich die Mutterkuhhaltung definieren? Wo wird sie angewendet? Mutterkuhhaltung Kuh wird nicht gemolken, sondern zieht ihr Kalb selbst auf Ammenkuh = Zieht neben dem eigenen auch noch fremde Kälber mit auf eingesetzt in der extensiven Rindfleischproduktion - Nutzung von Grünlandflächen, artgemäß ...
- Methoden der Kälbermast 1. Mast schwerer Kälber/ Milchmast - Vollilchmast - Magermilch mit energiereichem Ergänzungsfutter - Milchaustauscher 2. Erzeugung rosarotesFleisch - Aufzucht mit MAT bis 9. Lebenswoche, dann Kraftfutter und Maissilage
- Beschreiben Sie die Nutzungsschwerpunkte der Rinderrassen und geben Sie jeweils drei Beispiele. Fleischbetonte Einnutzungsrassen: Charolais, Angus, Hereford, Piemonteser Milchbetonte Einnutzungsrassen: -Jersey, teilweise Angler Fleischbetonte Zweinuztungsrassen: Fleckvieh, Gelbvieh Milchbetonte Zweinutzungsrassen: DH swbt, DH rtbt, Braunvieh
- Was versteht man unter der negativen Energiebilanz? Diskrepanz zwischen Milchleistung und Futteraufnahme --> steigen unterschiedlich an, Milchleistung höher als Futteraufnahme
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- Was sind die Direkten und indirekten Wirkungen der negativen Energiebilanz? Wie kann man dem entgegen wirken? Direkt: - Freisetzung von NEFA --> Milchfett und Energie - Ketose, Leberverfettung - Insulinresistenz Indirekt: - SARA - Fruchtbarkeitsstörungen - Immunsuppression --> Hohe TM-Aufnahme zu Laktationsbeginn sichern!
- Was besagt das Erstkalbealter und welchen Einfluss hat es auf die Milchproduktion? Erstkalbealter = Alter der Färse bei ihrer ersten KAlbung Ziel: ca 24 Monate (630kg) dh Belegung mit 14-16 Monaten (400-420kg) --> verringerte Anzuchtkosten (25-30€ im Monat) - verbesserte Fruchtbarkeitsergebnisse - höhere Lebensleistung - positive Beeinflusssung der Eutergesundheit - längere Nutzungsdauer/ frühere Nutzung - geringere Remontierungsquote, dadurch freie Stallkapazitäten - Steigerung der betrieblichen Selektonsintensität - schneller Kapitalrückfluss
- was sind die Vor- und Nachteile der Frühjahrskalbung? - entspricht nat. Biorhytmus --> höchste Fruchtbarkeit - Ausnutzung der arbeitsarmen Zeit - gute Ausnutzung der Milchleistung - hohe Endgewichte Aber zum Herbst hin Futterbedarf nimmt zu, Futteranfall nimmt ab -
- Was sind die Vor- und Nachteile der Winterabkalbung? - Ausnutzung der arbeitsarmen Zeit Ausnutzung der Milchleistung kein Stallplatzbedarf hohe Tierbeobachtung ist notwendig hohe Anforderungen an Stall und Geburtshygiene
- Vor und Nachteile Herbstkalbung größerer Stall- und Futterbedarf geringere Verwertung von Weidefutter in einer kont. kalbenden Herde Arbeitdaufwand hoch kont MArktversorgung
- Nennen Sie Handelsklassen für Rindfleisch KAtegorie V: KAlbfleisch (bis 8 Monate) = Fleisch mit Kalbfleischeigenschaften von Tieren, deren Schlachtkörper als Kälber zugeschnitten sind Kategorie Z: Jungrindfleisch (8-12 Monate) = Fleisch von anderen nciht ausgewachsenen männlichen und weiblichen Tieren
- Was macht eine milchbetonte Rasse im Gegensatz zu einer fleischbetonten Rasse aus? Milchbetonte Rasse Hauptaugenmerk liegt auf der Milcherzeugung. Die Aufzucht ist langwieriger, die Kühe sind spätreif und verfetten schneller/mehr. Sie haben im Gegensatz zu fleischbetonten Rassen einen geringen Nährstoffanspruch und einen kräftigeren Hinterleib Fleischbetonte Rassen haben einen kräftigeren Vorderleib, sind eher frühreif, Verfetten weniger und haben einen hohen Nährstoffanspruch
- Nennen Sie die Fruchtbarkeitskennzahlen beim Rind. Geschlechtsreife: 6-10 Monate Zuchtreife: 14-16 Monate (2/3 des Endgewichts) Zyklusdauer: 21 Tage Trächtigkeitsdauer: ~280 Tage (DH) Trockensteller: 6-8 Wochen vor Geburtstermin Anzahl Jungtiere pro Kalbung: idR 1, Zwillingsrate 3%
- Wie viel Milch gibt eine Kuh im Durchschnitt pro JAhr 7400kg
- Wie lange dauert die Laktationsperiode und wann ist das Maximum? Dauer 305 Tage Höhepunkt: 3-6 Wochen nach Abkalben
- Ziele der Aufzucht - Kälber geringe Kälberverluste (unter 5%) frühzetiger Ersatz der Tränle --> Wirtschaftlichkeit 700-800g tgl Zunahme frühzeitge Förderung der Vormagenfuntktion --> Entwicklung zum Widerkäuer
- Was ist die passive Immunisierung beim Kalb? Warum ist diese so wichtig? Es ist wichtig dem Kalb in den ersten Stunden nach der Geburt (spätrstens 4 Std nach Geburt) Kolostrummilch zuzuführen, da in dieser Milch Antikörper enthalten sind, die das Kalb nicht selber produzieren kann. Der Zeitraum spielt dabei eine zentrale Rolle da nur in den ersten Stunden die Darmschleimhaut für Immunglobuline empfänglich ist und somit die Antikörper der Mutterkuh an das Kalb weitergegeben werden können.
- Was muss bei der Fütterung in den ersten Lebenswochen des Kalbs beahtet werden? - Verdau nur von Milcheiweßstoffen (3x tgl) - Eisenpräparate - MAT (kein pflnzliches Protein, erst an 6. Woche) - ausreichend Fütterung (400g Zunahme, ca 1 kg MAT/Tag) - Wasser ab 1. Lebenstag, Raufutter ab 8. Lebenstag -Metabolische Programmierung ( Grundstock für spätere LEistung als Kuh)
- Was ist die Remontierungsrate? Welche Faktoren spielen eine Rolle? = Anteil der Färsen eines Bestandes welche für den Erhaöt des durchschnitssbestandes eingesetzt werden müssen sollte unter 30% liegen Faktoren um unter 30% zu bleiben: - Erstkalbealter (24Monate) - Verluste: Kälber unter 8%, Kuh unter 2% - Nutzungsdauer
- Einteilung der Fleischrinderrasssen nach Haltungsverfahren und Beispiele Robustrassen (Stallose Haltung, Unterstand): Galloway, Highland Mittelintensivrassen (Schutzhütte): Pinzgauer, dt Angus Intensivrasse (Laufstallhaltung): Charolais, Limousin
- Produktionsziele der Bullenmast Mastleistung - tgl Zunahme von 1200g und mehr - Mastendgewicht von 700kg - gute Nährstoffverwertung Schlachtkörperqualität - Schlachtausbeute > 60% - gute Bemuskelung, hioher Anteil wertvoller Teilstücke - geringe Verfettung, gleichmäßige Fettabdeckung Fleischqualität - Zartheit, Saftigkeit, gute MArmorierung Geringe Tierverluste unter 5%