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Neuropsychologie (Fach) / Exekutive Funktionen (Lektion)
- Exekutivfunktionen erfordern die dynamische Balance zwischen Flexibilität und Persistenz. Erläutern Sie knapp die beiden letzten Begriffe! Flexibilität: ständige Anpassung perzeptueller, kognitiver und motorische Systeme an wechselnden Anforderungen Persistenz: Aufrechterhalten bestimmter kognitiver Konfigurationen (task-set) für bestimmte Zeit trotz evtl. Ablenkung
- Nennen Sie jeweils drei Basiskompetenzen, die man bei Planerstellung und Planausführung unterscheiden kann. Planerstellung · Abfolge erkennen · Randbedingungen erkennen · Zwischenzielbildung · Verfügbarkeit von Alternativen · Angemessenheit der Auflösung Planausführung · Planüberwachung · Fehlerdiagnostik · Planrevision · Planverwerfung
- Nennen Sie die drei Kernsymptome des Dysexekutiven Syndroms? · Mangelnde Umstellungsfähigkeit · Störungen der Handlungsplanung · Störungen der Handlungskontrolle
- Welche zwei symptomatischen Hauptrichtungen kann eine Wesensänderung nach einer präfrontalen Schädigung aufweisen? (1) Antriebsstörung mit einer allgemeinen Reduktion von Aktivität (2) Enthemmung des Verhaltens
- Nennen Sie die 6 Aspekte, für die nach Funke & Glodowski beim Planen und Problemlösen mit interindividuellen Differenzen zu rechnen ist! (1) Herkunft von Plänen (innen v. außengeleitet) (2) Zeitspanne der Pläne (3) Differenziertheit (4) Flexibilität (5) Geschwindigkeit des Planens (6) Koordination verschiedener Pläne
- Erläutern Sie kurz die beiden wichtigsten experimentellen Multitasking- Paradigmen (1) Zeitlich überlappende Doppelaufgaben (dual tasks) (2) Serieller Aufgabenwechsel (task switching)
- Nennen Sie fünf Erkrankungen, bei denen es häufig zu exekutiven Dysfunktionen kommt! • Schädelhirntrauma • Zerebrovaskuläre Schädigungen (Infarkte der Arteria cerebri anterior bzw. media) • Subarachnoidalblutung bei rupturiertem Aneurysma der A. communicans anterior • Extrapyramidale Erkrankungen (Morbus Parkinson, Progressive supranukleäre Lähmung, Corticobasale Degeneration, Multisystematrophie, Chorea Huntington) • Entzündliche Erkrankungen (Multiple Sklerose, Meningoenzephalitis, Herpes simplex Enzephalitis) • Hypoxische Hirnschädigungen • Demenzen (fronto-temporale Demenz; Demenz vom Alzheimer Typ) • Psychische Störungen (Schizophrenie, Zwangserkrankungen)
- Nennen Sie drei Tests zur Erfassung der Konfliktverarbeitung! 1. Stroop-Test: Erfassung der Interferenzneigung 2. Farb-Wort-Interferenztest (FWIT): Erfassung der Interferenzneigung in Anlehnung an Stroop 3. Inkompatibilitöt (TAP): Reiz-Reaktions-Inkompatibilität; Rechts oder links vom Fixationspunkt erscheint ein nach rechts oder links zeigender Pfeil; Reaktion mit linker Taste, wenn der Pfeil nach links, bzw. mit rechter Taste, wenn der Pfeil nach rechts zeigt
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