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Psychologie (Fach) / Entwicklungspsychologie (Lektion)

pränatale Entwicklung und Neugeborenenperiode

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  • Überblick über die Stadien pränataler Entwicklung 1. Zygote - 1. bis 4. Gestationswoche (Zeit ab letzter Regelblutung) - Befruchtung → 1. Zellteilung (nach 24 h) → 8-Zell-Stadium → Morula → Blastozyste   → Keimscheibe → 2-blättrige Keimscheibe (Ende 4. SSW) - ca. 0.5 mm 2. Embryo - 5-10. SSW - Anlage lebenswichtiger Organe durch Zellteilung, Zellmigration, Apoptose (Tod unnötiger        Zellen), Zelldifferenzierung - Gastrulation (Ecto-, Meso-, Endoderm), Ernährung durch Fruchtblase - hormonelle Einflüsse (Geschlechtsdufferenzierung ab 10. SSW) - ca. 3 cm 3. Fötus - ab 11. SSW - schnelles Wachstum, Weiterentwicklung der Organe und Körperfunktionen, äußere                Geschlechtsorgane - ab 13. SSW: sensorische Erfahrungen, pränatales Lernen - Käseschmiere und Lagunohaar - ab 24. SSW: FÖTUS LEBENSFÄHIG 4. Geburt - Normwert: 40. SSW
  • Was sind Altersstereotype und wie wirken sie? - Altersstereotype - negatives Bild des Alters: körperl. Funktionsverluste, geistiger Abbau, geringe             Lernfähigkeit und gesellschaftliche Teilnahme, Attraktivitätsverlust - Folgen: Altersdiskriminierung, neg. Selbstbild, Einfluss auf Verhalten von Senioren (durch   altersbezogene Primewörter getestet) - positive Primewörter: Leistungsverbesserung         - 3. Lebensalter (young-old): 65 - 80 J.  - 2 KH-Diagnose,10 % Sehstörung und Mobilitätsstörung,20% Hörschäden, 8% Demenz - 4. Lebensalter (old-old): >80 J. - 3-4 Diagnosen, >25% Seh- und Mobilitätsstörung, 25% Demenz
  • Was bezeichnet man als kognitive Reserve? - Reserve für erhöhte Kosten bei Durchführung von Doppelaufgaben - Unterstützung bei Bewältigung von Krankheitsschäden - höhere kogn. Plastizität -> Verbesserung durch kogn. Training - Einflussfaktoren auf Kapazität der kogn. Reserve                   -> Gehirnvolumen; Neuronenverbindungen; Freizeitaktivitäten
  • Wie verändern sich Gehirnfunktionen in der gesamten Lebensspanne? - kognitive Leistungen (verbales Wissen, Gedächtnis, Urteilen, Planen, Artikulation)                   steiler Anstieg bis ca. 25 Jahre; danach kontinuierlicher Abfall - fluide Intelligenz (Verarbeitungsgeschwindigkeit, AG, ...)                   Sinken bereits ab 20 J. - kristalline Intelligenz (Wortschatz, Wortflüssigkeit,...)                   flacher Anstieg ab 20 J. - Zunahme individueller Unterschiede mit steigendem Alter - Abnahme kognitiver Reserve - neuronal: deutliche Volumenreduktion im lat. PFC & Hippocampus & ACC
  • Welche zentralen Begriffe beschreiben das Erwachsenenalter? Überblick über Phasen: - junges Erwachsenenalter: Volljährigkeit; Eintritt ins Berufsleben; Familiengründung;                   emotionale und finanzielle Autonomie; Verantwortungsübernahme - mittleres EA: Stabilität von Familie & Beruf; Karierehöhepkt; Auszug der Kinder - hohes EA: Rente; Verwitwung; physische & kognitive Einschränkungen zentrale Begriffe - Entwicklungsaufgaben - social clock: normativer Zeitplan des Lebenslaufs/ Entwicklungsfristen; 'on time' vs 'off-time' - emerging adulthood: längerer Übergang Jugend-EA - midlife crisis: emot. Unsicherheit im mittleren EA - Sandwich-Generation: mittleres EA, Erfüllung der Bedürfnisse eigener Kinder und Eltern - "Die gewonnenen Jahre": gestiegene Lebenserwartung; Ablösung von       Kindern/Lebenspartner/Beruf -> neue Entwicklungsaufgaben
  • Welche Bindungsstile gibt es und wie stabil sind diese? - Definition             Bindung = enge, intensive, überdauernde Gefühlsbeziehung zu Bezugspersonen - Typ A: unsicher-vermeidend gebundene Kinder            kaum Differenzierung zwischen Bezugs- und Fremdperson            keine sichtbare emotionale Reaktion auf Trennung            Ignoranz bei Rückkehr - Typ B: sicher gebundenes Kind            BP als sichere Basis für Explorationsverhalten            negative Reaktion auf Trennung & positive auf Rückkehr            Langzeiteffekt: harmonische Beziehung zu Gleichaltrigen; höhere Empathie; geringere                                    Aggressivität/Ängstlichkeit - Typ C: unsicher-ambivalent gebundene Kinder            Klammerverhalten, wenig Exploration            große Erregung bei Trennung von Mutter, aber Widerstand bei Rückkehr der Mama - Typ D: desorganisiert gebundene Kinder             teils bizarre Verhaltensweisen             Furcht als Teil der Beziehungserfahrung             Basis für patholog. Entwicklung - interessant:             japanische Kinder: kein unsicher-vermeidendes Verhalten             Kibbuz-Kinder: mehr unsicher-ambivalent gebundener Kinder
  • Wie äußern sich Geschlechtsunterschiede in der Grob- und Feinmotorik? - Grobmotorik: Zunahme Flexibilität, GGW, Geschicklichkeit, Körperkraft, Geschwindigkeit - Feinmotorik: Fingerfertigkeiten, Schrift, Zeichnen, Detailreichtum          - Geschlechtsunterschiede: Vorsprung von Jungen, ABER Mädchen besser in Bezug aiuf     Feinmotorik; Jungs beweglicher - Erklärung: höhere Erwartung an Jungs; Einfluss positiver Rückmeldung
  • Warum sollte Übergewicht bei Schulkindern behandelt werden? - ÜG: BMI höher als bei 85% Gleichaltriger - 80% der Kinder mit ÜG: bis ins Erwachsenenalter - Gesundheitsprobleme: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafprobleme, Verdauungsstörungen,                                     Typ-2-Diabetes, soziale Isolation, emotionale & schulische                                       Schwierigkeiten - Behandlung/ Prävention: freie/ individuelle Bewegungsaktivitäten an Schulen,                                        Psychoedukation, Ernährungstagebuch         
  • Wozu wurden Intelligenztests entwickelt? - Binet & Simon (1904): Identifikation lernschwacher Schüler & Prädiktion des weiteren                                          Schulerfolgs - Intelligenztest: Testung komplexer kogn. Fähigkeiten (Verabeitungsgeschwindigkeit,                          Gedächtnis, selekt. Aufmerksamkeit, kogn. Kontrolle, Lesen, Schriebn, math.                             Fähigkeit                          Bsp.: Wechsler Preschool and Primary Scale -III (Gesamt-IQ: Verbalanteil &                                        Handlungsteil) - 2-Faktoren-Theorie:  a) fluide Int. (perzept. Wahrnehmung, schlussfolgerndes Denken,                                                  assoziatives Gedächtnis                                  b) kristalline Int. (Faktenwissen, Mathe) - Unterschiede in Intelligenz                              50 % Genetik; niedriger sozioökon. Status; Kulturbedingungen - Sternberg's beliebtes 3archisches Modell: analytische Int., praktische Int., kreative Int.
  • Was versteht man unter säkularer Akzeleration? - Vorverlegung des Zeitpunktes der körperlichen Reife (z. B. erste Regelblutung) - Ursache: bessere Lebensbedingungen
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  • Welche 3 Bereiche sind im Jugendalter besonders durch Veränderungen gekennzeichnet? - multiple Veränderungsbereiche:                      persönliche Entwicklungsziele (beeinflusst durch soziale Erwartungen)                      endokrinologische Prozesse (hormonelle Veränderungen in Gonaden,                                         Hypothalamus & Hypophyse; Gewichtszunahme; Körperwachstum)                      Gehirnentwicklung (Zunahme weißer Substanz, Verlust von ca. 50% der                                     Synapsen; Heterochronizität: frühere Reifung von Sprach-, Orientierungs-,                                 Aufmerksamkeitsarealen; spätere Reifung des PFC)
  • Wie interagieren diese 3 Bereiche? - endokrine Systeme: Wirkung im ganzen Körper (Körperreife und Gehirn) - psychosozialer Bereich (z. B. Konflikte, Ressourcenarmut, Abwesenheit des Vaters:                        Einfluss auf frühere körperl. Reife  - Zusammenspiel: Auseinanderdriften von Entwicklungsaufgaben                            hohe Anforderung an Selbstregulation
  • Warum wird das Jugendalter als besonders vulnerable Phase eingestuft? - zeitliche versetzte Entwicklung verschiedener Bereiche ⇒ hohe Emotionalität, ABER wenig                                                                                             Selbstregulation - neue Erfahrungen mit hoher emotionale Intensität - verzögerte Kontrollentwicklung ⇔ viele Impulse - Autonomiestreben ⇔ mangelnde Selbstregulation
  • Welche Stadien der Identitätsentwicklung werden im Konzept von Marcia genannt? - Unterscheidung im Grad der kritischen Auseinandersetzung mit Rollen/Werten und Grad der      Festlegung 1. Foreclosure: übernommene Identität (Festlegung ohne Exploration) 2. Moratorium: Identitätskrise (Exploration ohne Festlegung) 3. Diffuse Identity: Identitätsdiffusion (geringe Exploration und Festlegung; v. a. bei arbeitslosen Jugendlichen)  4. achieved identity: erarbeitete Identität (Festlegung nach erfolgter Exploration) - Identitätsstadium gering korreliert mit Alter
  • Was besagt die Theory of Mind? - in Verbindung mit später Kindheit (6-11 J.) - ToM: Reflexion eigener Denkprozesse und innerer geistiger Prozesse           -> Einsatz von Lern-, Denk- und Gedächtnisstrategien           Fähigkeit, Absichten und Bedürfnisse anderer Manschen zu VERSTEHEN                                      Perspektivübernahme                                                                                                            Korrelation mit soz. Kompetenz, sprachl. Fertigkeiten und Impulsunterdrückung                          zwischen 3 & 4 Jahren Erkennen des Unterschieds zwischen eigenen und fremden                      Gedanken - hilfreiche Faktoren: Kommentieren mentaler Zustände des Kindes durch Mama                                                       soziale Kontakte mit Geschwistern, Freunden, etc.    
  • Wie entwickelt sich die soziale Kognition bei Kindern? - 3. - 4. LJ: Wahrnehmung des Unterschieds von Gedanken und Verhalten - ab 4. LJ: Erkenntnis über Zusammenhang von falschen Überzeugungen und unpassendem                        Verhalten - Vorschulkinder: passiver Geist; keine Vorstellungskraft von Denkprozessen und                                                  schlussfolgerndem Denken - Schulkinder: aktiver, konstruierender Geist; bewusste Strategien zur Denksteuerung;                                      Vorstellung von Wissenserweiterung; ABER schwierige Umsetzung des Wissens                          in Verhalten -> Strukturierungshilfe                       Erkennen von Überzeugungen 2er Ordnung - Fähigkeit zum Regelspiel durch Perspektivübernahme, höhere kogn. Leistungen,                        Kooperationsfähigkeit
  • Was sind falsche Überzeugungen und wie werden sie erfasst? - Erkenntnis, dass andere Personen durch unterschiedlichen Wissensstand andere, evtl. falsche,     Überzeugungen haben - Bsp.: Vl zeigt dem Kind beschriftete vs. unbeschriftete Schachtel -> Pflaster befinden sich in               nicht-beschrifteter Schachtel -> Präsentation einer Puppe: "Wo wird diese die Pflaster                 suchen?" -> Erkenntnis, dass Puppe faslche Überzeugung hat, dass Pflaster in                           beschrifteter Schachtel
  • Wie entwickelt sich der Selbstwert in der Kindheit? - Selbstkonzept: Integration eigener Beobachtungen & Vergleiche mit Anderen - Selbstwert: Bewertung des Selbstkonzepts - Entwicklung des Selbstwerts im Schulalter                      Vorschulalter: Überschätzung des Selbst                                                                                 erste Schuljahre: Abnahme/ Anpassung der Eigeneinschätzung                                                 wieder Zunahme und Differenzierung (in soziale, schulische, körperliche                                     Kompetenzen)                                                                                                                       ca. 6. Klasse: Stabilität des Selbstkonzepts                                                                               Einfluss sozialer Gruppen außerhalb Familie wichtiger - Einfluss auf Selbstwert: Kultur, Werte, Normen, Leistungsattribuierung (erlernte Hilflosigkeit)
  • Wie verändern sich soziale Beziehungen in der Kindheit? - wachsende Wichtigkeit des Umgangs mit Gleichaltrigen - Freundschaften im Schulalter: Vertrauen und Stabilität, Achtung auf Qualität und nicht                                                             Quantität; Konflikte als ertragbare Komponente - Peergruppen im Schulalter: informell; Teilen von gemeinsamen Werte, Kultur, Interessen;                                                   soziale STruktur mit Anführern und Gefolgsleuten;                                                                   Erwerb sozialer Kompetenzen vs. Gruppendruck, Mobbing
  • Wie kann man die Bindungsstile experimentell erfassen? - Fremde-Situations-Test: Aktivierung des Erkundungs- und des Bindungssystems -> Einschätzen der Bindngsqualität; Vpn: Babys von 12 bisb24 Monate - 1. Bezugsperson + Kind: Betreten eines Raums mit Spielzeugen - 2. Erkundung des Raums im Beisein von BP - 3. Eintritt der fremden Person - 4. BP verlässt Raum, FP bleibt - 5. Rückkehr von BP, FP verlässt Raum - 6. BP verlässt Raum -> Kind allein - 7. FP kommt rein - 8. BP kommt wieder
  • Was sind Bindungsstörungen? - Einflussfaktoren auf Bindungsqualität: mütterliche Feinfühligkeit (Sensitivität gegenüber kindlichen Bedürfnissen) , kritische Lebensereignisse, Bindungsstil der Eltern, kindliches Temperament ('anstrengende' Kinder -> vermehrt negative Reaktion der Eltern -> unsichere Bindung) - Bindungsstörungen nach ICD-10             Gruppe: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend                      -> Störungen sozialer Funktionen -> a) reaktive Bindungsstörung und b)                                       Bindungsstörung mit Enthemmung a) reaktive BS: evtl. Reaktion auf elterliche Vernachlässigung oder Misshandlung;                                             Symptome: Furchtsamkeit, Übervorsichtigkeit, Aggressivität gegen sich und                               andere; Unglücklichsein, Wachstumsverzögerung b) BS mit Enthemmung: abnormes soz. Funktionsmuster; Persistenz auf unangemessenen                                          Verhaltensweisen; diffuses nicht-selektives Bindungsverhalten
  • Welche Ideen haben das Bindungskonzept beeinflusst? Konzepte der Bindung - John Bowlby: Bezugspersonen von Kindern als sichere Basis für Explorationsverhalten - Bindung = biologisches Grundbedürfnis - inneres Arbeitsmodell = aus früheren Erfahrungen Vorstellung von Verfügbarkeit                                                   und  Unterstützung durch nahestehende Personen - Bindungsverhaltenssystem: Aktivierung in bedrohlichen Situationen + Bereitschaft der BP                                                  emotionale Sicherheit zu geben - Einflussfaktoren auf Bindungsstil:                     Bonding der Eltern (emotionale Zuwendung); angeborenes Fürsorgeverhalten;                        attachment des Kindes (Bindungssignale); mütterl. Feinfühligkeit; elterl.                                Bindungserfahrung; sozioökonom. Einflüsse; kindl. Temperament
  • Welche Komponenten der Sprache werden unterschieden? - prosodische Kompetenz: Prosodie (Intonation, Sprachrhythmus) - linguistische Kompetenz: Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Satzbau (Verstehen und                                         Produktion von Sätzen) - pragmatische Kompetenz: Pragmatik (Kohärenz der Konversation, Sprechhandlungen,                                                       Diskussionen)
  • Wie entwickeln sich die Komponenten der Sprache? - Spracherwerb: strukturbildender Prozess                                                                                                    Prosodik -> Linguistik -> Pragmatik;                                                                              Sprachrezeption -> Sprachproduktion - 1. LJ.: rezeptive phonologische Entwicklung (vorgeburtlich sensitiv zur Prosodie; Präferenz für Muttersprache; ab 4. Monat: Lippenlesen; ab 9. Monat: Entdeckung syntaktischer Strukturen/komplexere Silben, ab 10 Monaten: Worterwerb, Verknüpfung Lautfolgen mit sozialen Situationen - 1. - 2. LJ:                holophrastische Phase (1-Wort-Sätze); Benennung vertrauter Personen,                               Haustiere, Gegenstände, Ereignisse; schnelles Wortlernen;                Übergeneralisierung und Überdiskriminierung; bis 18. Monat ca 200 Wörter                   im passiven Wortschatz; Nutzung versch. Hinweisquellen und Ganzheits- (neue                       Benennung als Bezeichnung für ganzes Objekt), Taxonomie- (Wort als Bezeichnung                 für Dinge gleicher Art) und Disjunktionsconstraint (jedes Objekt kann nur eine                     Bezeichnung haben)                ab 30. Monat: schnelles Wortlernen für Verben, ABER Verwechslungen,                                   syntaktische Merkmale wichtig - 2. LJ: Grammatik; Morphologie; Sprachverständnis gut; Produktion im Telegrammstil; Gebrauch abstrakter Kategorien, Pronomen, Hilfsverben, Artikel, ... - 3,5. - 4. LJ: Passivkonstruktion; Negation - bis 5. LJ: sichere Satzmuster > 5. LJ: Weiterentwicklung Lexikon             Phase 1: implizites Sprachwissen; Phase 2: internaler Reorganisationsprozess;                        Phase 3: explizites Sprachwissen - Schulbeginn: ca. 10000 Wörter
  • Warum sagt man, dass Kinder vom Generalisten zum Spezialisten werden? - Untersuchung mit der 'High amplitude sucking method' (Werker & Tees, 1984) - 6-8 Monate: generelle Fähigkeit zu Phonemunterscheidung - 12 Monate: Spezialisierung der Phonemdiskrimination
  • Was bedeutet Wortschatzexplosion und "fast mapping"? - 18. - 24. Monat: 5-9 neue Wörter pro Tag bis zum 6. Lebensjahr (24 Monate: 225 Wörter; 30 Monate: 550 Wörter; Schulbeginn: 10.000 Wörter; v. a. Explosion in Verberwerb) - fast mapping: schnelle Bedeutungsbildung aus dem Kontext durch sozial-kommunikative Hinweisreize und formal-sprachliche Hinweisreize; 
  • Warum wird die Phase der Geschlechtsdifferenzierung als kritische Periode bezeichnet? - 10. SSW: Geschlechtsdifferenzierung durch Y-Chromosom (Auslösen der Bildung von Hoden)  (sry: , größe 3 cm (SEHR SENSIBEL FÜR SCHADEN DURCH TERATOGENE) - sehr beeinflussnbarer organismus→ nicht reversibel
  • Welche Fähigkeiten besitzen Neugeborene? - 'Neugeborenes': 1. - 8. Lebenswoche - physiologische Anpassungsleistungen nach Geburt (Herzfrequenz, Atmen, Muskeltonus,...) - sensorische Fähigkeiten: leicht schwerhörig; Diskrimination von Lauten (Präderenz für 'Ammensprache', Muttersprache, Stimme der Mutter); Exterozeption, Nozizeption, Propriozeption - motorische F. - Sehen: wenig entwickelt; begrenzte Sehschärfe; Blickpräferenz für: Muster, Farben, Vertikalität, Bewegung, Gesichter; visuelles Abtasten; flüssiges Nachverfolgen/Tracking erst ab 2. Monat; ab 4. Woche: Tiefenwahrnehmung (Experiment "Die visuelle Klippe") - Lernen: u. a. Differenzierung zw. bekannten und unbekannten Gesichtern - Temperament: stabile interind. Unterschiede in Qualität & Intensität emotionaler Reaktionen (evtl. durch Unterschiede in Ausbildung von biologischen Regelkreisen)
  • Welche Eigenschaften bringt der Bilingualismus mit sich? - Unterteilungen: früh vs. spät (vor/nach 6. LJ); balanced vs dominant; compound vs coordinate (gleichzeitig oder hintereinander); additive vs subtractive; elective vs circumstancial - anstrengenderer Spracherwerb mit steigendem Alter (3 bis 7: sehr effektiv; ab 17 Absinken) - neuronale Korrelate in Abhängigkeit vom Alter bei Spracherwerb:                            1-3. LJ: 'normale' Sprachlateralisierung                                                                                    4-6. LJ: stärkere rechtshemispherische Akt.
  • Welche Erkenntnisse bzgl. des Spracherwerbs von Tieren gibt es? - Fähigkeiten                       Bedeutung mit Objekt zu verknüpfen;                                                                                      Unterscheiden von sequenzartigen Silbenstrukturen;                                                                ABER keine rekursive Grammatik
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  • Welche Bindungsstile können Erwachsene ausüben? - Adult attachment Interview (retrospektive Erfassung des Bindungsverhaltens in Kindheit) a) sicher-autonom: offener, glaubwürdiger, kohärenter Bericht b) unsicher-distanzier: Idealisierung oder Abwertung, Erinnerungslücken c) unsicher-verwickelt: widersprüchlich, unkritisch, ungenau d) unverarbeitet: Denkfehler, Verzerrungen, häufig zugrundeliegendes Trauma
  • Was besagt die Theorie von Noam Chomsky - von allen Theorien geteilte Apekte: Vorbereitetsein auf Spracherwerb bei Menschen; biologische Basis des Spracherwerbs; Sprachwissen nicht angeboren; aktiv schöpferischer Prozess - Überblick Theorien: a) "outside-in" (angeborene generelle Lernmechanismen + kogn.                                                  Leistungen + Umwelt -> Sprachlernen wie andere Lernprozesse)                                 b) "inside-out" (angeborenes Sprachwissen oder sprachspezifische                                                 Fähigkeiten                                  c) interaktionistisch - N. Chomsky: "Universalgrammatiken";                                                                                                    angeborener,neuronal verankerter Erwerbsmechanismus;                                                      hochabstraktes grammatisches Wissen bereits enthalten;                                                      Regelwissen nicht abgeleitet, sondern auf Sprache direkt angewendet;                                    im Erwerbsmechanismus enthalten: formale und substanzielle Universalien,                            Hypothesenbildungs- und -überprüfungsfähigkeiten, sprachspezifische                                    Parameter - pro-Argumente: Schnelligkeit & Mühelosigkeit der Sprachentwicklung;                                                            Sprache eigeninitiativ generiert; frühe grammatikalische Regelverwendung;                            Sprache trotz defizitärem Input erworben;                                                                            Dissoziation zwischen Spracherwerb und intellektueller Entwicklung - kontra: Language Aquisition Device nicht unbedingt notwendig;                                                        Reduktion der Sprachkompetenz auf Syntax;                                                                        keine Aussage über kommunikative Fähigkeit sowie Verknüpfung mit anderen                          kognitiven Fähigkeiten
  • Was sagt Tomasello über die Sprachentwicklung des Kindes aus? - "outside-in"-Theorie -> sozial-interaktive Theorie (Sprache als genuin soziale Fertigkeit) -> anthropologisch-orientierte Theorie von Tomasello:                                                                                              Unterschied zwischen menschlichem und tierischem Sprachgebrauch:                                        Empathie (Motivation, Sprache zu erlernen)                                                                              an 1. Stelle: Symbolfunktion der Sprache (daraus späteres Entstehen von                                  Grammatik)
  • Was besagt das Modell des erfolgreichen Alterns von Baltes? - Adaptationsprozess: lebenslange Entwicklung im Kontext der Gewinn/Verlust-Bilanzierung - erfolgreiches Altern mit Hilfe der Optimierung durch Selektion und Kompensation - 3 zsmwirkende Prozesse, deren Dynamik sich im Alter aufgrund von Verlust biolog., mentaler und sozialer Kapazität verändert - Selektion: Spezialisierung in Inhalt und Form - Optimierung: Verbesserung der eingeschlagenen Lebenswege bzgl. Qualität und Quantität         - Kompensation: objektiv und subj. erlebte Einschränkungen der Adaptationsprozesse (v. a. bei Ausfall bestimmter Funktionen)
  • Wie entwickeln sich die kognitiven Fähigkeiten bei Kindern? - Interaktion zwischen kognitiver Entwicklung und Sozialisation - Denkentwicklung: konkret-operationales Denken ( Invarianzverständnis; Gruppeninklusion; Reihenbildung; induktives und deduktives Denken; räumliches Denken; Mathe) - Grenzen: noch an konkrete wahrnehmbare Situationen geknüpft; Schritt-für-Schritt - Intelligenz: 2-Faktorenmodelö nach Catell&Horn (fluide Int.-> starker Zsmhang mit g-Faktor; kristalline Int. -> stark kulturabhängig) - Vorläuferfähigkeiten für Schuleignung: selekjtive Aufmerksamkeit, Sprachverständnis, visuell-räuml. Leistungen; Zahlen- und Mengenwissen