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Psychologie (Fach) / Entwicklungspsychologie (Lektion)
pränatale Entwicklung und Neugeborenenperiode
Diese Lektion wurde von nadialembrikov erstellt.
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- Überblick über die Stadien pränataler Entwicklung 1. Zygote - 1. bis 4. Gestationswoche (Zeit ab letzter Regelblutung) - Befruchtung → 1. Zellteilung (nach 24 h) → 8-Zell-Stadium → Morula → Blastozyste → Keimscheibe → 2-blättrige Keimscheibe (Ende 4. SSW) - ca. 0.5 mm 2. Embryo - 5-10. SSW - Anlage lebenswichtiger Organe durch Zellteilung, Zellmigration, Apoptose (Tod unnötiger Zellen), Zelldifferenzierung - Gastrulation (Ecto-, Meso-, Endoderm), Ernährung durch Fruchtblase - hormonelle Einflüsse (Geschlechtsdufferenzierung ab 10. SSW) - ca. 3 cm 3. Fötus - ab 11. SSW - schnelles Wachstum, Weiterentwicklung der Organe und Körperfunktionen, äußere Geschlechtsorgane - ab 13. SSW: sensorische Erfahrungen, pränatales Lernen - Käseschmiere und Lagunohaar - ab 24. SSW: FÖTUS LEBENSFÄHIG 4. Geburt - Normwert: 40. SSW
- Was sind Altersstereotype und wie wirken sie? - Altersstereotype - negatives Bild des Alters: körperl. Funktionsverluste, geistiger Abbau, geringe Lernfähigkeit und gesellschaftliche Teilnahme, Attraktivitätsverlust - Folgen: Altersdiskriminierung, neg. Selbstbild, Einfluss auf Verhalten von Senioren (durch altersbezogene Primewörter getestet) - positive Primewörter: Leistungsverbesserung - 3. Lebensalter (young-old): 65 - 80 J. - 2 KH-Diagnose,10 % Sehstörung und Mobilitätsstörung,20% Hörschäden, 8% Demenz - 4. Lebensalter (old-old): >80 J. - 3-4 Diagnosen, >25% Seh- und Mobilitätsstörung, 25% Demenz
- Was bezeichnet man als kognitive Reserve? - Reserve für erhöhte Kosten bei Durchführung von Doppelaufgaben - Unterstützung bei Bewältigung von Krankheitsschäden - höhere kogn. Plastizität -> Verbesserung durch kogn. Training - Einflussfaktoren auf Kapazität der kogn. Reserve -> Gehirnvolumen; Neuronenverbindungen; Freizeitaktivitäten
- Wie verändern sich Gehirnfunktionen in der gesamten Lebensspanne? - kognitive Leistungen (verbales Wissen, Gedächtnis, Urteilen, Planen, Artikulation) steiler Anstieg bis ca. 25 Jahre; danach kontinuierlicher Abfall - fluide Intelligenz (Verarbeitungsgeschwindigkeit, AG, ...) Sinken bereits ab 20 J. - kristalline Intelligenz (Wortschatz, Wortflüssigkeit,...) flacher Anstieg ab 20 J. - Zunahme individueller Unterschiede mit steigendem Alter - Abnahme kognitiver Reserve - neuronal: deutliche Volumenreduktion im lat. PFC & Hippocampus & ACC
- Welche zentralen Begriffe beschreiben das Erwachsenenalter? Überblick über Phasen: - junges Erwachsenenalter: Volljährigkeit; Eintritt ins Berufsleben; Familiengründung; emotionale und finanzielle Autonomie; Verantwortungsübernahme - mittleres EA: Stabilität von Familie & Beruf; Karierehöhepkt; Auszug der Kinder - hohes EA: Rente; Verwitwung; physische & kognitive Einschränkungen zentrale Begriffe - Entwicklungsaufgaben - social clock: normativer Zeitplan des Lebenslaufs/ Entwicklungsfristen; 'on time' vs 'off-time' - emerging adulthood: längerer Übergang Jugend-EA - midlife crisis: emot. Unsicherheit im mittleren EA - Sandwich-Generation: mittleres EA, Erfüllung der Bedürfnisse eigener Kinder und Eltern - "Die gewonnenen Jahre": gestiegene Lebenserwartung; Ablösung von Kindern/Lebenspartner/Beruf -> neue Entwicklungsaufgaben
- Welche Bindungsstile gibt es und wie stabil sind diese? - Definition Bindung = enge, intensive, überdauernde Gefühlsbeziehung zu Bezugspersonen - Typ A: unsicher-vermeidend gebundene Kinder kaum Differenzierung zwischen Bezugs- und Fremdperson keine sichtbare emotionale Reaktion auf Trennung Ignoranz bei Rückkehr - Typ B: sicher gebundenes Kind BP als sichere Basis für Explorationsverhalten negative Reaktion auf Trennung & positive auf Rückkehr Langzeiteffekt: harmonische Beziehung zu Gleichaltrigen; höhere Empathie; geringere Aggressivität/Ängstlichkeit - Typ C: unsicher-ambivalent gebundene Kinder Klammerverhalten, wenig Exploration große Erregung bei Trennung von Mutter, aber Widerstand bei Rückkehr der Mama - Typ D: desorganisiert gebundene Kinder teils bizarre Verhaltensweisen Furcht als Teil der Beziehungserfahrung Basis für patholog. Entwicklung - interessant: japanische Kinder: kein unsicher-vermeidendes Verhalten Kibbuz-Kinder: mehr unsicher-ambivalent gebundener Kinder
- Wie äußern sich Geschlechtsunterschiede in der Grob- und Feinmotorik? - Grobmotorik: Zunahme Flexibilität, GGW, Geschicklichkeit, Körperkraft, Geschwindigkeit - Feinmotorik: Fingerfertigkeiten, Schrift, Zeichnen, Detailreichtum - Geschlechtsunterschiede: Vorsprung von Jungen, ABER Mädchen besser in Bezug aiuf Feinmotorik; Jungs beweglicher - Erklärung: höhere Erwartung an Jungs; Einfluss positiver Rückmeldung
- Warum sollte Übergewicht bei Schulkindern behandelt werden? - ÜG: BMI höher als bei 85% Gleichaltriger - 80% der Kinder mit ÜG: bis ins Erwachsenenalter - Gesundheitsprobleme: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafprobleme, Verdauungsstörungen, Typ-2-Diabetes, soziale Isolation, emotionale & schulische Schwierigkeiten - Behandlung/ Prävention: freie/ individuelle Bewegungsaktivitäten an Schulen, Psychoedukation, Ernährungstagebuch
- Wozu wurden Intelligenztests entwickelt? - Binet & Simon (1904): Identifikation lernschwacher Schüler & Prädiktion des weiteren Schulerfolgs - Intelligenztest: Testung komplexer kogn. Fähigkeiten (Verabeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnis, selekt. Aufmerksamkeit, kogn. Kontrolle, Lesen, Schriebn, math. Fähigkeit Bsp.: Wechsler Preschool and Primary Scale -III (Gesamt-IQ: Verbalanteil & Handlungsteil) - 2-Faktoren-Theorie: a) fluide Int. (perzept. Wahrnehmung, schlussfolgerndes Denken, assoziatives Gedächtnis b) kristalline Int. (Faktenwissen, Mathe) - Unterschiede in Intelligenz 50 % Genetik; niedriger sozioökon. Status; Kulturbedingungen - Sternberg's beliebtes 3archisches Modell: analytische Int., praktische Int., kreative Int.
- Was versteht man unter säkularer Akzeleration? - Vorverlegung des Zeitpunktes der körperlichen Reife (z. B. erste Regelblutung) - Ursache: bessere Lebensbedingungen
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- Welche 3 Bereiche sind im Jugendalter besonders durch Veränderungen gekennzeichnet? - multiple Veränderungsbereiche: persönliche Entwicklungsziele (beeinflusst durch soziale Erwartungen) endokrinologische Prozesse (hormonelle Veränderungen in Gonaden, Hypothalamus & Hypophyse; Gewichtszunahme; Körperwachstum) Gehirnentwicklung (Zunahme weißer Substanz, Verlust von ca. 50% der Synapsen; Heterochronizität: frühere Reifung von Sprach-, Orientierungs-, Aufmerksamkeitsarealen; spätere Reifung des PFC)
- Wie interagieren diese 3 Bereiche? - endokrine Systeme: Wirkung im ganzen Körper (Körperreife und Gehirn) - psychosozialer Bereich (z. B. Konflikte, Ressourcenarmut, Abwesenheit des Vaters: Einfluss auf frühere körperl. Reife - Zusammenspiel: Auseinanderdriften von Entwicklungsaufgaben hohe Anforderung an Selbstregulation
- Warum wird das Jugendalter als besonders vulnerable Phase eingestuft? - zeitliche versetzte Entwicklung verschiedener Bereiche ⇒ hohe Emotionalität, ABER wenig Selbstregulation - neue Erfahrungen mit hoher emotionale Intensität - verzögerte Kontrollentwicklung ⇔ viele Impulse - Autonomiestreben ⇔ mangelnde Selbstregulation
- Welche Stadien der Identitätsentwicklung werden im Konzept von Marcia genannt? - Unterscheidung im Grad der kritischen Auseinandersetzung mit Rollen/Werten und Grad der Festlegung 1. Foreclosure: übernommene Identität (Festlegung ohne Exploration) 2. Moratorium: Identitätskrise (Exploration ohne Festlegung) 3. Diffuse Identity: Identitätsdiffusion (geringe Exploration und Festlegung; v. a. bei arbeitslosen Jugendlichen) 4. achieved identity: erarbeitete Identität (Festlegung nach erfolgter Exploration) - Identitätsstadium gering korreliert mit Alter
- Was besagt die Theory of Mind? - in Verbindung mit später Kindheit (6-11 J.) - ToM: Reflexion eigener Denkprozesse und innerer geistiger Prozesse -> Einsatz von Lern-, Denk- und Gedächtnisstrategien Fähigkeit, Absichten und Bedürfnisse anderer Manschen zu VERSTEHEN Perspektivübernahme Korrelation mit soz. Kompetenz, sprachl. Fertigkeiten und Impulsunterdrückung zwischen 3 & 4 Jahren Erkennen des Unterschieds zwischen eigenen und fremden Gedanken - hilfreiche Faktoren: Kommentieren mentaler Zustände des Kindes durch Mama soziale Kontakte mit Geschwistern, Freunden, etc.
- Wie entwickelt sich die soziale Kognition bei Kindern? - 3. - 4. LJ: Wahrnehmung des Unterschieds von Gedanken und Verhalten - ab 4. LJ: Erkenntnis über Zusammenhang von falschen Überzeugungen und unpassendem Verhalten - Vorschulkinder: passiver Geist; keine Vorstellungskraft von Denkprozessen und schlussfolgerndem Denken - Schulkinder: aktiver, konstruierender Geist; bewusste Strategien zur Denksteuerung; Vorstellung von Wissenserweiterung; ABER schwierige Umsetzung des Wissens in Verhalten -> Strukturierungshilfe Erkennen von Überzeugungen 2er Ordnung - Fähigkeit zum Regelspiel durch Perspektivübernahme, höhere kogn. Leistungen, Kooperationsfähigkeit
- Was sind falsche Überzeugungen und wie werden sie erfasst? - Erkenntnis, dass andere Personen durch unterschiedlichen Wissensstand andere, evtl. falsche, Überzeugungen haben - Bsp.: Vl zeigt dem Kind beschriftete vs. unbeschriftete Schachtel -> Pflaster befinden sich in nicht-beschrifteter Schachtel -> Präsentation einer Puppe: "Wo wird diese die Pflaster suchen?" -> Erkenntnis, dass Puppe faslche Überzeugung hat, dass Pflaster in beschrifteter Schachtel
- Wie entwickelt sich der Selbstwert in der Kindheit? - Selbstkonzept: Integration eigener Beobachtungen & Vergleiche mit Anderen - Selbstwert: Bewertung des Selbstkonzepts - Entwicklung des Selbstwerts im Schulalter Vorschulalter: Überschätzung des Selbst erste Schuljahre: Abnahme/ Anpassung der Eigeneinschätzung wieder Zunahme und Differenzierung (in soziale, schulische, körperliche Kompetenzen) ca. 6. Klasse: Stabilität des Selbstkonzepts Einfluss sozialer Gruppen außerhalb Familie wichtiger - Einfluss auf Selbstwert: Kultur, Werte, Normen, Leistungsattribuierung (erlernte Hilflosigkeit)
- Wie verändern sich soziale Beziehungen in der Kindheit? - wachsende Wichtigkeit des Umgangs mit Gleichaltrigen - Freundschaften im Schulalter: Vertrauen und Stabilität, Achtung auf Qualität und nicht Quantität; Konflikte als ertragbare Komponente - Peergruppen im Schulalter: informell; Teilen von gemeinsamen Werte, Kultur, Interessen; soziale STruktur mit Anführern und Gefolgsleuten; Erwerb sozialer Kompetenzen vs. Gruppendruck, Mobbing
- Wie kann man die Bindungsstile experimentell erfassen? - Fremde-Situations-Test: Aktivierung des Erkundungs- und des Bindungssystems -> Einschätzen der Bindngsqualität; Vpn: Babys von 12 bisb24 Monate - 1. Bezugsperson + Kind: Betreten eines Raums mit Spielzeugen - 2. Erkundung des Raums im Beisein von BP - 3. Eintritt der fremden Person - 4. BP verlässt Raum, FP bleibt - 5. Rückkehr von BP, FP verlässt Raum - 6. BP verlässt Raum -> Kind allein - 7. FP kommt rein - 8. BP kommt wieder
- Was sind Bindungsstörungen? - Einflussfaktoren auf Bindungsqualität: mütterliche Feinfühligkeit (Sensitivität gegenüber kindlichen Bedürfnissen) , kritische Lebensereignisse, Bindungsstil der Eltern, kindliches Temperament ('anstrengende' Kinder -> vermehrt negative Reaktion der Eltern -> unsichere Bindung) - Bindungsstörungen nach ICD-10 Gruppe: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend -> Störungen sozialer Funktionen -> a) reaktive Bindungsstörung und b) Bindungsstörung mit Enthemmung a) reaktive BS: evtl. Reaktion auf elterliche Vernachlässigung oder Misshandlung; Symptome: Furchtsamkeit, Übervorsichtigkeit, Aggressivität gegen sich und andere; Unglücklichsein, Wachstumsverzögerung b) BS mit Enthemmung: abnormes soz. Funktionsmuster; Persistenz auf unangemessenen Verhaltensweisen; diffuses nicht-selektives Bindungsverhalten
- Welche Ideen haben das Bindungskonzept beeinflusst? Konzepte der Bindung - John Bowlby: Bezugspersonen von Kindern als sichere Basis für Explorationsverhalten - Bindung = biologisches Grundbedürfnis - inneres Arbeitsmodell = aus früheren Erfahrungen Vorstellung von Verfügbarkeit und Unterstützung durch nahestehende Personen - Bindungsverhaltenssystem: Aktivierung in bedrohlichen Situationen + Bereitschaft der BP emotionale Sicherheit zu geben - Einflussfaktoren auf Bindungsstil: Bonding der Eltern (emotionale Zuwendung); angeborenes Fürsorgeverhalten; attachment des Kindes (Bindungssignale); mütterl. Feinfühligkeit; elterl. Bindungserfahrung; sozioökonom. Einflüsse; kindl. Temperament
- Welche Komponenten der Sprache werden unterschieden? - prosodische Kompetenz: Prosodie (Intonation, Sprachrhythmus) - linguistische Kompetenz: Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Satzbau (Verstehen und Produktion von Sätzen) - pragmatische Kompetenz: Pragmatik (Kohärenz der Konversation, Sprechhandlungen, Diskussionen)
- Wie entwickeln sich die Komponenten der Sprache? - Spracherwerb: strukturbildender Prozess Prosodik -> Linguistik -> Pragmatik; Sprachrezeption -> Sprachproduktion - 1. LJ.: rezeptive phonologische Entwicklung (vorgeburtlich sensitiv zur Prosodie; Präferenz für Muttersprache; ab 4. Monat: Lippenlesen; ab 9. Monat: Entdeckung syntaktischer Strukturen/komplexere Silben, ab 10 Monaten: Worterwerb, Verknüpfung Lautfolgen mit sozialen Situationen - 1. - 2. LJ: holophrastische Phase (1-Wort-Sätze); Benennung vertrauter Personen, Haustiere, Gegenstände, Ereignisse; schnelles Wortlernen; Übergeneralisierung und Überdiskriminierung; bis 18. Monat ca 200 Wörter im passiven Wortschatz; Nutzung versch. Hinweisquellen und Ganzheits- (neue Benennung als Bezeichnung für ganzes Objekt), Taxonomie- (Wort als Bezeichnung für Dinge gleicher Art) und Disjunktionsconstraint (jedes Objekt kann nur eine Bezeichnung haben) ab 30. Monat: schnelles Wortlernen für Verben, ABER Verwechslungen, syntaktische Merkmale wichtig - 2. LJ: Grammatik; Morphologie; Sprachverständnis gut; Produktion im Telegrammstil; Gebrauch abstrakter Kategorien, Pronomen, Hilfsverben, Artikel, ... - 3,5. - 4. LJ: Passivkonstruktion; Negation - bis 5. LJ: sichere Satzmuster > 5. LJ: Weiterentwicklung Lexikon Phase 1: implizites Sprachwissen; Phase 2: internaler Reorganisationsprozess; Phase 3: explizites Sprachwissen - Schulbeginn: ca. 10000 Wörter
- Warum sagt man, dass Kinder vom Generalisten zum Spezialisten werden? - Untersuchung mit der 'High amplitude sucking method' (Werker & Tees, 1984) - 6-8 Monate: generelle Fähigkeit zu Phonemunterscheidung - 12 Monate: Spezialisierung der Phonemdiskrimination
- Was bedeutet Wortschatzexplosion und "fast mapping"? - 18. - 24. Monat: 5-9 neue Wörter pro Tag bis zum 6. Lebensjahr (24 Monate: 225 Wörter; 30 Monate: 550 Wörter; Schulbeginn: 10.000 Wörter; v. a. Explosion in Verberwerb) - fast mapping: schnelle Bedeutungsbildung aus dem Kontext durch sozial-kommunikative Hinweisreize und formal-sprachliche Hinweisreize;
- Warum wird die Phase der Geschlechtsdifferenzierung als kritische Periode bezeichnet? - 10. SSW: Geschlechtsdifferenzierung durch Y-Chromosom (Auslösen der Bildung von Hoden) (sry: , größe 3 cm (SEHR SENSIBEL FÜR SCHADEN DURCH TERATOGENE) - sehr beeinflussnbarer organismus→ nicht reversibel
- Welche Fähigkeiten besitzen Neugeborene? - 'Neugeborenes': 1. - 8. Lebenswoche - physiologische Anpassungsleistungen nach Geburt (Herzfrequenz, Atmen, Muskeltonus,...) - sensorische Fähigkeiten: leicht schwerhörig; Diskrimination von Lauten (Präderenz für 'Ammensprache', Muttersprache, Stimme der Mutter); Exterozeption, Nozizeption, Propriozeption - motorische F. - Sehen: wenig entwickelt; begrenzte Sehschärfe; Blickpräferenz für: Muster, Farben, Vertikalität, Bewegung, Gesichter; visuelles Abtasten; flüssiges Nachverfolgen/Tracking erst ab 2. Monat; ab 4. Woche: Tiefenwahrnehmung (Experiment "Die visuelle Klippe") - Lernen: u. a. Differenzierung zw. bekannten und unbekannten Gesichtern - Temperament: stabile interind. Unterschiede in Qualität & Intensität emotionaler Reaktionen (evtl. durch Unterschiede in Ausbildung von biologischen Regelkreisen)
- Welche Eigenschaften bringt der Bilingualismus mit sich? - Unterteilungen: früh vs. spät (vor/nach 6. LJ); balanced vs dominant; compound vs coordinate (gleichzeitig oder hintereinander); additive vs subtractive; elective vs circumstancial - anstrengenderer Spracherwerb mit steigendem Alter (3 bis 7: sehr effektiv; ab 17 Absinken) - neuronale Korrelate in Abhängigkeit vom Alter bei Spracherwerb: 1-3. LJ: 'normale' Sprachlateralisierung 4-6. LJ: stärkere rechtshemispherische Akt.
- Welche Erkenntnisse bzgl. des Spracherwerbs von Tieren gibt es? - Fähigkeiten Bedeutung mit Objekt zu verknüpfen; Unterscheiden von sequenzartigen Silbenstrukturen; ABER keine rekursive Grammatik
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- Welche Bindungsstile können Erwachsene ausüben? - Adult attachment Interview (retrospektive Erfassung des Bindungsverhaltens in Kindheit) a) sicher-autonom: offener, glaubwürdiger, kohärenter Bericht b) unsicher-distanzier: Idealisierung oder Abwertung, Erinnerungslücken c) unsicher-verwickelt: widersprüchlich, unkritisch, ungenau d) unverarbeitet: Denkfehler, Verzerrungen, häufig zugrundeliegendes Trauma
- Was besagt die Theorie von Noam Chomsky - von allen Theorien geteilte Apekte: Vorbereitetsein auf Spracherwerb bei Menschen; biologische Basis des Spracherwerbs; Sprachwissen nicht angeboren; aktiv schöpferischer Prozess - Überblick Theorien: a) "outside-in" (angeborene generelle Lernmechanismen + kogn. Leistungen + Umwelt -> Sprachlernen wie andere Lernprozesse) b) "inside-out" (angeborenes Sprachwissen oder sprachspezifische Fähigkeiten c) interaktionistisch - N. Chomsky: "Universalgrammatiken"; angeborener,neuronal verankerter Erwerbsmechanismus; hochabstraktes grammatisches Wissen bereits enthalten; Regelwissen nicht abgeleitet, sondern auf Sprache direkt angewendet; im Erwerbsmechanismus enthalten: formale und substanzielle Universalien, Hypothesenbildungs- und -überprüfungsfähigkeiten, sprachspezifische Parameter - pro-Argumente: Schnelligkeit & Mühelosigkeit der Sprachentwicklung; Sprache eigeninitiativ generiert; frühe grammatikalische Regelverwendung; Sprache trotz defizitärem Input erworben; Dissoziation zwischen Spracherwerb und intellektueller Entwicklung - kontra: Language Aquisition Device nicht unbedingt notwendig; Reduktion der Sprachkompetenz auf Syntax; keine Aussage über kommunikative Fähigkeit sowie Verknüpfung mit anderen kognitiven Fähigkeiten
- Was sagt Tomasello über die Sprachentwicklung des Kindes aus? - "outside-in"-Theorie -> sozial-interaktive Theorie (Sprache als genuin soziale Fertigkeit) -> anthropologisch-orientierte Theorie von Tomasello: Unterschied zwischen menschlichem und tierischem Sprachgebrauch: Empathie (Motivation, Sprache zu erlernen) an 1. Stelle: Symbolfunktion der Sprache (daraus späteres Entstehen von Grammatik)
- Was besagt das Modell des erfolgreichen Alterns von Baltes? - Adaptationsprozess: lebenslange Entwicklung im Kontext der Gewinn/Verlust-Bilanzierung - erfolgreiches Altern mit Hilfe der Optimierung durch Selektion und Kompensation - 3 zsmwirkende Prozesse, deren Dynamik sich im Alter aufgrund von Verlust biolog., mentaler und sozialer Kapazität verändert - Selektion: Spezialisierung in Inhalt und Form - Optimierung: Verbesserung der eingeschlagenen Lebenswege bzgl. Qualität und Quantität - Kompensation: objektiv und subj. erlebte Einschränkungen der Adaptationsprozesse (v. a. bei Ausfall bestimmter Funktionen)
- Wie entwickeln sich die kognitiven Fähigkeiten bei Kindern? - Interaktion zwischen kognitiver Entwicklung und Sozialisation - Denkentwicklung: konkret-operationales Denken ( Invarianzverständnis; Gruppeninklusion; Reihenbildung; induktives und deduktives Denken; räumliches Denken; Mathe) - Grenzen: noch an konkrete wahrnehmbare Situationen geknüpft; Schritt-für-Schritt - Intelligenz: 2-Faktorenmodelö nach Catell&Horn (fluide Int.-> starker Zsmhang mit g-Faktor; kristalline Int. -> stark kulturabhängig) - Vorläuferfähigkeiten für Schuleignung: selekjtive Aufmerksamkeit, Sprachverständnis, visuell-räuml. Leistungen; Zahlen- und Mengenwissen