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Handel & Internationales Marketing (Fach) / C.I. Basisstrategien (Lektion)
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- Was bilden Strategien ? Sie bilden Aktivitäten zur Erreichung von Unternehmenszielen. Sie stellen grundlegene Mittel zur Erreichung von Unternehmenszielen dar.
- Was sind die zwei Arten von Grundlegenden Unternehmensstrategien? - Produkt-/Markt-Strategien (Bestimmung der strategischen Geschäftsfelder) - Eintritts-/Umsetzungsstrategien
- Was sind die 3 Aspekte der Produkt-/Markt-Strategien? - Diversifikation/Spezialisierung - Internationalisierung - Vertikale Integration
- Was sind die drei Aspekte der Eintritts-/Umsetzungsstrategien? - Entwicklung/Akquisition - Eigentumsform - Zeitlicher Eintritt bzw. Timing
- Was sind die zwei Arten von Geschäftsfeldstrategien? - Wettbewerbsstrategien (i.e.S.) - Geschäftsentwicklungsstrategien
- Welche 3 verschiedene Wettbewerbsstrategien gibt es? - Kostenführerschaft - Differenzierung - Fokussierung
- Was sind Arten von Geschäftsentwicklungsstrategien? - Expansion - Konsolidierung - Rückzug
- Welche funktionalen Strategien gibt es? - Marketing - Supply Chain - HRM - ..
- Wie werden Wettbewerbsstrategien definiert? Wettbewerbsstrategien sind Strategien auf Ebene der Geschäftseinheiten, deren Ziel die Schaffung sowie Verteidigung von Wettbewerbsvorteilen ist.
- Was sind drei Aspekte, die erfüllt sein müssen um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen? Ein Wettbewerbsvorteil muss (1) Merkmale betrieffen, die für den Kunden wichtig sind, (2) vom Kunden als relevant wahrgenommen werden und (3) eine gewisse Dauerhaftigkeit aufweisen (USP)
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- Aus Kundensicht können Wettbewerbsvorteile nur dann realisiert werden, wenn...? die Leistungen ggü. der Konkurrenz als überlegen beurteilt werden.
- Was ist in Konkurrenzsicht entscheidend für die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen? Stärken- und Swächenanalysen der eigenen Position
- Branchenweite Singularität aus Sicht des Käufers? DIFFERENZIERUNG
- Branchenweiter Kostenvorsprung? KOSTENFÜHRERSCHAFT
- Singularität aus Sicht des Käufers - Beschränkung auf ein Segment? Konzentration auf Schwerpunkte
- Kostenvorsprung - Beschränkung auf ein Segment? Konzentration auf Schwerpunkte
- Welche zwei Bedeutungen hat die Positionierung (als imagebezogene Entscheidung)? - die kaufrelevanten Eigenschaften der im Wettbewerb stehenden Objekte aus Kundensicht - Die auf Basis dieser Informationen zu gezielten Veränderungen eingesetzten Strategien und Maßnahmen des Managements
- Was bedeutet der Positionierungsbegriff im Handel? die strategische und aktive Gestaltung der Stellung von Handelsunternehmen im relevanten Markt
- Welche Besonderheit bezüglich des Positionierungsbegriff betrifft das Einkaufsstättenimage? Auf Basis der Kenntnis von Kundenvorstellungen bzgl. des (Offline und online) Stores aufgebaute Präferenzen
- Welche Besonderheiten bezüglich des Positionierungsbegriffs betreffen den Standort? Offline vollzieht sich der Wettbewerb zwischen Betriebstypen an einem Standort
- Welche Besonderheit bezüglich des Positionierungsbegriffs betrifft den Intra- und Interbetriebstypenwettbewerb Intra- und Interbetriebstypenwettbewerb zwischen Betriebs-/Vetriebstypen oder solchen mit ähnlichen Warenangeboten
- Welche Besonderheit bezüglich des Positionierungsbegriffs betrifft die Mehrkanalzusammenhänge? Nutzen Händler mehrere Be- oder Vetriebstypen parallel, bestehen Wechselwirkungen in der Positionierung der Kanäle
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- Was versteht man unter "Stuck in the Middle"? Es meint den kritischen Bereich zwischen Leistungsführerschaft und Kostenführerschaft (OFFLINE) und Sortimentsexperten und Preisformate (ONLINE)
- Was sind Ziele einer Positionierungsstudie? - Vergleich von Lebensmittelhandelsgeschäften aus Konsumentensicht an einem Standort, so z.B. in einer Stadt - Konzeptionierung über die Attribut-Dimensionen des Store Image-Konstrukts - Wahl fällt auf Preis und Sortiment (Merkmale: Kundenrelevanz, -wahrnehmung, Dauerhaftigkeit
- Was kann Datenbasis für eine Positionierungsstudie sein? - Erhebungsdesign (persönliche Interviews, standardisierter Fragebogen) - Repräsentative Stichprobe (N>1.000; Quotierung Alter & Geschlecht) - Zufällige Ansprache der Respondenten auf der Straße - Gleichmäßige Erhebung über eine Woche hindurch - Jeder Respondent nennt eingangs drei Lebensmittelläden, die er kennt (Auswahl eines Ladens per Zufallsauswahl für die folgende Befragung)
- Wie erfolgt die Messung in einer Positionierungsstudie? - gemessen werden: Sozio-demografische Merkmale zur Charakterisierung der Stichprobe (Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße, Bildungsabschluss, Beruf) - Indikatoren für die latenten Dimensionen Preis und Sortiment über auf relevanten Studien gestützte Operationalisierung -> Preis mit 5 Indikatoren -> Sortiment mit 5 Indikatoren - Messung mittels einer siebenstufigen Likert-Skala von 1 (stimme überhaupt nicht zu) bis 7 (ich stimme voll und ganz zu)
- Was ist die Methode, die bei einer Positionierungsstudie verwendet wird? - Eingabe der Daten in ein geeignetes Programm (z.B. SPSS) - Durchführen von verschiedenen Tests (z.B. Reliabilitäts- und Validitätstests und ggf. sind andere Programme nötig, so Amos oder Mplus)
- Wie wird das Ergebnis einer Positionierungsstudie konzeptioniert und dargestellt? - Kompositionell können Mittelwerte pro Konstrukt gebildet werden (einfachste Methode), sodass in die Dimensionen Preis und Sortiment für jedes lokale LEH darstellbar wird. - Abfrage des kundenseitigen Idealprofil eines LEH denkbar.
- Welche Aspekte müssen bei der Konzeption einer Positionierungsstudie insb. beim Ergebnis beachtet werden? - Branche - Inter- und Intrabetriebsspezifischer Wettbewerb
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- Wie wird die Basisstrategie "Qualitätsführerschaft" definiert? Gemäß Porter bietet ein Unternehmen eine aus Sicht der Kunden im Wettbewerb einzigartige (Dienst-)Leistung an
- Was ist das Ziel einer Qualitätsführerschaft-Strategie? Schaffung von Leistungsvorteilen, d.h. Aufbau qualitativer Präferenzen, z.B. durch hohe Qualität, besondere Sortimentsbreite oder Service.
- Worum geht es in längerfristigen Perspektive bei der Qualitätsführerschaft? Um den Aufbau eines im Bewusstsein verankerten einzigartigen, und nicht auf dem Preis basierenden Image
- Wo liegen die Ansätze zur Qualitäts- und Leistungsführerschaft? v.a. in primären Aktivitäten der Wertkette, und zwar in denen, die vom Kunden als relevant beurteilt werden, so: - Sortiment - Kommunikation (Werbung, Promotion usw.) - Pre- und After-Sales-Service - Standort - Architektur, Ladengestaltung und Warenpräsentation. wobei sich Unternehmen, i.d.R. in mehreren Aktivitäten von der Konkurrenz unterscheiden
- Was sind drei Beispiele für Qualitätsführerschaft? - Sortimentsvielfalt bei REWE - Exklusivität bei Bretz Möbel - Fast-Fashion bei Zara (siehe Fallstudie)
- Nenne Beispiele für Erlebnisstrategien. - Flagship Stores und enorme Sortimentsauswahl (Douglas) - Emotionalisierung des Einkaufs bei Albert Heijn in Haarlem - Erlebnis mit "Submarken" (engelhorn)
- Wie wird die Kosten-/Preisführerschaft definiert? Durch konsequentes Kostenmanagement und damit einhergehend im Vergleich zur Konkurrenz relativ niedrigen Preisen soll ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden
- Was ist das Ziel beim Verfolgen einer Kosten-/Preisführerschaft-Strategie? Kostengünstigster (i.w.S. auch preisgünstigster) Anbieter zu werden.
- Was ist die Voraussetzung um Kostenführer zu werden? Ein relativ großer Marktanteil und ein hoher Standardisierungsgrad.
- Welche zwei Voraussetzungen sind für die Anwendung der Strategie Kosten-/Preisführerschaft zu erfüllen? 1. Die Erreichung relativ hoher Marktanteile (Degressions-/Emissionskurveneffekte) 2. die Ausrichtung auf möglichst standardisierte, kostenminimierende Maßnahmen in der Wertkette sowie an den Schnittstellen mit der Wertkette der Partner
- Wie kann die Kosten-/Preisführerschaft auf der Ebene der marktorientierten Wertkettenfunktion erreicht werden? - Verzicht auf aufwendige Ladengestaltung und Reduzierung der Serviceleistungen - Sortimentsbeschränkung/Realisierung eines hohen Anteils von "Schnelldrehern" - Auswahl günstiger, verkehroptimaler Mietobjekte mit großen Einzugsgebieten.
- Wie kann die Kosten-/Preisführerschaft auf der Ebene der vorgelagerten Wertkettenfunktionen erreicht werden? - durch eine effiziente Beschaffungs- und Distributionslogistik - durch eine möglichst effiziente Warenwirtschaft und ein zeitnahes Informationssystem - ein straffes Management
- Nenne Beispiele für Kosten-/Preisführerschaften In der Lebensmittelbranche: Aldi, Lidl, Netto In der Möbelbranche: Poco, Roller In der Fashionbranche: Woolworth, Kik, Takko-Fashion
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- Wie äußert sich das Merkmal "Dauerhafte Preisvorteile" der Discountorientierung? (Regelmäßig leistungs-/unternehmenspezifisch systematisch ausgewertete) preisbezogenene Kundenwahrnehmung als Preisbestimmungsbasis
- Wie äußert sich das Merkmal "Preisaggressivät" der Discountorientierung? Aktive, initiative Preispolitik mit Inkaufnahme/Schädigungsabsicht von Wettbewerbern.
- Wie äußert sich das Merkmal "Preisehrlichkeit" der Discountorientierung? Vertrauensaufbau durch umfangreiche Preisinformation, konsequent kulantes Handeln
- Wie äußert sich das Merkmal "Sortiment" der Discountorientierung? Konsequente Ausrichtung des Leistungsangebots an den Kunden durch Gestaltung und Verbesserung der wettbewerbsfähigen Kernleistung