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GK Sprachwissenschaft (Fach) / 3.2 Pragmatik II - Implikaturen/Konversationsmaximen (Lektion)
Kapitel 13.3 Busch/Stenschke, ergänzend 2.2.1.2., 2.2.1.3. Finkbeiner
Diese Lektion wurde von deviltrigger erstellt.
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- konversationale Implikatur das Gemeinte/Angedeutete in einer Sprechhandlung; muss durch Überlegung erschließbar sein
- konventionale Implikatur nicht durch rationale Überlegung erschließbar, muss "intuitiv" verstanden werden;
- Allgemeines Kooperationsprinzip Gestalte deinen Redebeitrag so, wie es von dem akzeptierten Zweck/Richtung des Gesprächs, an dem du teilnimmst, verlangt wird
- Konversationskategorien und Gesprächsmaximen Quantität: Beitrag soll so informativ wie (für das Gespräch) nötig, aber nicht mehr sein Qualität: Wahrheit sagen - nichts, von dem man weiß oder glaubt, dass es nicht stimmt, oder wofür einem die angemessenen Gründe fehlen Relevant: Zusammenhang zu aktuellem Gespräch sollte bestehen Modalität: Klarheit, vermeide Mehrdeutigkeit, sequentiell, nicht zu weitschweifig
- generalisierte konversationale Implikaturen nicht kontextabhängig; normalerweise an eine bestimmte Formulierung gekoppelt: X trifft sich mit einer Frau (nicht seine Ehefrau, Mutter, Schwester) X ging in ein Haus und fand eine Schildkröte (nicht sein Haus, nicht seine Schildkröte)
- Eigenschaften von konversationellen Implikaturen Rekonstruierbarkeit: durch pragmatischen Schlussprozess rückverfolgbar Kontextabhängigkeit: würde in anderem Kontext etwas anderes bedeuten Streichbarkeit: kann durch Zusatz gestrichen werden, ohne dass die Aussage widersprüchlich wird Bekräftigbarkeit: können explizit gemacht werden, ohne redundant zu werden Inhaltsbasiertheit (Nicht-Ablösbarkeit): müssen keinen bestimmten Wortlaut haben
- Implikatur =/= entailment entailment: x zieht unweigerlich y nach sich bzw. setzt es voraus; z.B. impliziert "treten", dass man etwas mit dem Fuß berührt, ohne dass dies explizit gesagt werden muss
- partikularisierte konversationale Implikatur vs. generalisierte konversationale Implikatur (PCI vs. GCI) "Wie spät ist es?""Einige Gäste gehen schon." GCI: Nicht alle Gäste gehen schon.PCI: Es ist schon relativ spät. "Wo ist X?""Einige Gäste gehen schon." GCI: Nicht alle Gäste gehen schon.PCI: Vielleicht ist X auch schon gegangen.
- Negationskonstanz von Präsupposition a) Pippi wohnt in der Villa Kunterbunt b) Die Villa Kunterbunt existiert c) Pippi wohnt nicht in der VKB --> b als Supposition bleibt erhalten, wenn a) negiert wird und c) für wahr genommen wird a) Pippi ist ein starkes Mädchen b) Pippi ist sehr stark c) Pippi ist kein starkes Mädchen --> Implikation hier bleibt nicht erhalten
- Löschbarkeit von Präsupposition a) Sie bekam neue Goldtaler, bevor sie die alten aufgebraucht hatte -> hat die alten irgendwann verbraucht vs. b) Sie starb, bevor sie die alten aufgebraucht hatte. -> hat sie nicht verbraucht -> Implikationen sind nicht löschbar, da sie Teil der Bedeutung von Ausdrücken
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- Präsuppositionstrigger 1. Definite Kennzeichnungen: Eigenname, definite NP, Possessiv, W-Frage 2. Faktive Verben/Prädikate: ich bedaure/weiß, ... es ist schrecklich/toll, dass ... 3. Aspektverben: hat angefangen/aufgehört ... --> Zustand war vorher ein anderer 4. Implikative Verben: hat geschafft/vergessen ... --> hat es versucht/hatte vor ... 5. Temporalsätze: x hat y, als ... 6. Kontrafaktische Konditionale: wenn, dann ... --> es ist nicht so