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Grundlagen der Schulpädagogik (Fach) / Unterricht aus steuerungstheoretischer & qualitätsorientierterPerspektive (Lektion)
Steuerung von Unterricht
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- Steuerung auf Makro-Ebene: KMK Vorgaben zu Wochenstunden in den Fächern und Lernbereichen bs Hauptschulabschluss bzw. zum mittleren Abschluss
- Steuerung auf Meso-Ebene: Land -Prinzipien der Ressourcenzuweisung an die Schulen• Schüler/Lehrerrelation; Klassenteiler usw.• Festlegung der schulformbezogenen Kontingentstundentafel für jede Jahrgangsstufe -Festlegung weiterer Aufgaben der Schulen (Prüfungsvorgaben, mündliches Abitur, Wandertage, Klassenfahrten) -Realisierte Ressourcenzuweisung an die Schulen
- Steuerung auf Mikroebene Schule/Lehrkräfte -Entscheidungsspielraum der Schule für nominale Unterrichtszeit (Stundentafel für jede Klasse) (Klassengröße, Fachlehrereinsatz, Verplanung fachfremden Unterrichts -Terminierung der zusätzlichen Aufgaben der Schule (Wandertage, Elternsprechtage) -Reaktion auf temporären Unterrichtsausfall (fachfremder Unterricht, Klassenteilung, Lehrerteam) -Prävention von und Reaktion auf Unterrichtsausfall (Absprachen zwischen Fachlehrern, didaktische Entscheidungen zu Stoffverkürzungen und Hausaufgaben)
- Unterrichtsqualität oder Quantität, was führt ehr zum Lernerfog? Der Lernerfolg der SuS hängt von der Qualität des Unterrichtsangebots sowie derindividuellen Nutzung dieses Angebots durch die Schülerinnen und Schüler ab und somitnur mi?elbar von der tatsächlichen Unterrichtszeit
- nominale Unterrichtszeit in der fachbezogenen Stundentafel einer Klasse angesetzte Anzahl von Unterrichtsstunden pr Schuljahr
- tatsächliche Unterrichtszeit Anzahl tatsächlich gehaltener Unterrichtsstunden
- Ergebnisse der Forschung zu Unterrichtsausfall -höchstens geringe Auswirkungen auf die Testleistungen bei höherer Anzahl an erteilten Unterrichtsstunden
- Forschung zu Fehlzeiten Schüler Erhöhte Anzahl an Fehlstunden der Schüler ist ein stärkerer Prädiktor zur Vorhersage von Testleistungen.
- Fazit aus Forschungsbefunden -Auswirkung von Unterrichtsausfall auf Testleistungen überschätzt -erst bei massivem Ausfall sowie längerer Abwesenheit de Schüler sind bedeutsame Konsequenzen zu erwarten -differentiell Wirkungen sind zu erwarten (stärker bei leistungsschwachen SuS)
- Was ist Unterricht? langfristig organisierte Abfolge von Lehr- Lernsituationen von ausgebildeten Lehrpersonen absichtsvoll geplant und initiiert. meist in einem institutinellen Rahmen.
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- charakteristische Forschungsparadigmen von empirischer Unterrichtsforschung Leitfrage: Wovon hängt der Lernerfolg von SuS ab?…einem umfassenden System,das Lernende, Lehrende und dieKontextbedingungenberücksichtigt 1950/60 Persönlichkeitsansatz1970/80 Prozessansatz Produkt-Paradigma1980/90 Angebots-Nutzungs-Modell
- Wovon ist der Unterrichtsforschung zufolge die Unterrichtsqualität abhängig? welche Ziele definiert werden (z.B. kognitive oder motivationale Ziele),welche Schüler- und Klassenzusammensetzungen vorzufinden sind, undwie die SuS selbst das Unterrichtsangebot nutzen.
- Welche theoretischen Bedingungen müssen Tiefenstrukturen von Unterricht gewährleisten? 1.Aufmerksamkeit 2.Motivation 3.Lernen 4.Verstehen
- Welche Faktoren beeinflussen nach Hattie die Schülerleistung? -Schüler 50% -Lehrkraft/Unterricht 30% -peer-group 5% -Familie 5% -Schulleitung 5% -Schule 5%
- Wie sind die Erkenntnisse bezüglich Faktoren, die die Schülerleistung beeinflussen? -Vorwissen, kognitive Grundfähigkeitenund der „sozialeHintergrund“ der SuS sindgrundlegend für erfolgreicheLernprozesse.-Faktoren des Unterrichts unddes Lehrerverhaltens sindwichtiger als schulstrukturelle,organisatorische oder finanzielleAspekte.
- 1. Befund der Metaanalyse: kognitive Aktivierung Anspruchsvolle Aufgaben, hohe Erwartungen, reziprokes Lehren undLernen, Lernstrategien, kooperatives Lernen
- 2. Befund der Metaanalyse: Strukturierte, klare, und störungspräventive Unterrichtsführung Klarheit, Strukturiertheit, aktive Lehrerrolle, effiziente Klassenführung
- 3. Befund der Metaanalyse: Lernförderliches Unterrichtsklima Positive Lehrer-Schüler-Beziehung, Fehlertoleranz, Respekt undWertschätzung, Engagement der Lehrkraft
- 4. Befund der Metaanalyse: Evaluationsorientiertes Handeln das Lernen sichtbar machen; das Lernen aus Sicht der SuS betrachten, formative Evaluation, Tests mit Feedback
- Grenzen der Hattie-Studie -ausschließlich quantitative Studien-Aktualität der Studien-Qualität der herangezogenen Studien unterschiedlich-Übertragbarkeit auf andere Bildungssysteme-Kriterium: fachliche Leistung-Aussagen über 138 Haupteffekte -nicht über: Kombinationen, Koppelungen -nicht über: Wechselwirkungen -nicht über: indirekte Effekte
- störungspräventive Klassenführung und klare Strukturierung möglichst störungsarmer Ablauf des Unterrichts, um die zur Verfügung stehende Lernzeit optimal für Lernaktivitten zu nutzen ->proaktiv und präventiv handeln, statt reaktiv -inhaltliche und organisatorische Strukturierunggute Wissensstrukturierung: klar erkennbare Gliederungdes Unterrichts in einzelne Phasen; inhaltlichstrukturierende Hinweise -klare Struktur, Organisation und Zielorientierung ðreibungsloser Ablauf des Unterrichts
- kognitive Aktivierung Anregungspotenzial zum vertieften Nachdenken und zur aktivenmentalen Auseinandersetzung mit den Unterrichtsgegenständen-zielt darauf ab, aktive Denk- und Problemlöseprozesse in Gang zu setzen-führt zu einer aktiven geistigen Auseinandersetzung mit dem Lernstoff-erlaubt eine intensivere gedankliche Durchdringung des Lernstoffs (größereVerarbeitungstiefe)
- individuelle Unterstützung konstruktives Unterstützungsverhalten, Eingehen auf Potenziale und Bedürfnisse der SuS-unterstützendes Unterrichtsklima-schülerorientierte Rückmeldungen -evaluative Orientierung: Feedbackkultur entwicklen
- Was macht Unterrichtsqualität aus? -setzt eine fachlich korrekte, kohärente und begrifflich gut strukturierte Auswahlund Aufbereitung von Unterrichtsinhalten voraus- kann ohne bewährte Unterrichtsmethoden, die flexibel eingesetzt werden – etwa»Scaffolding«, explizites Lehren von Strategien, Formen des strukturiertenkooperativen Lernens, lernbegleitende Diagnostik und Feedback nicht denkbarsein und vor allem nicht systematisch trainiert werden- entscheidet sich aber letztlich daran, wie Inhalte und Methoden im Unterrichtausgewählt, sequenziert und umgesetzt werden.
- Instrumente und Strukturen zur Unterrichtsentwicklung -geeignete Strukturen schaffen, z.B. Einrichtung von Steuergruppen, Aufbaueines Netzwerks zur Unterrichtsentwicklung mit benachbarten Schulen, …-Zusammenarbeit im Kollegium stärken-systematische Fortbildung, z.B. Fortbildungsplanung des ganzen Kollegiums,Fortbildung im Team mit Berichtspflicht statt „Einzelkämpferfortbildung“,
- Vergleichsarbeiten verfolgen drei Ziele Bestandsaufnahme fachlicher Kompetenzen und erreichterLernstände anhand eines kriterialen Vergleichsmaßstabs Stärkung der Kompetenzorientierung Impulssetzung für eine datengestützte Schul- undUnterrichtsentwicklung
- individuelle Bezugsnorm bei der Leistungsbeurteilung Ausschlaggebend für die Beurteilung ist der individuelle Lernfortschritt desEinzelnen im Vergleich zu vorherigen Leistungen
- kriteriale (sachliche) Bezugsnorm in der Leistungsbeurteilung Die gemessene Leistung wird mit einem vorher festgelegten Kriterium verglichen:Inwieweit wurden die Anforderungen erreicht?
- soziale Bezugsnorm Die Leistung des Einzelnen wird nach ihrem Verhältnis zu einer Gruppe (z.B.klassen- oder jahrgangsstufen-intern) beurteilt
- Was macht das ZEPF? -ist verantwortlich für die Ergebnisrückmeldung der Vergleichsarbeiten
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- was macht ein geschlossenes Aufgabenformat aus? Aufgaben, bei denen Antwortalternativen vorgegeben sind
- was sind halboffene Aufgabenformate? Aufgaben, die eineAntwort in Form einzelnerWörter, Zahlen, Symboleoder eines Satzeserfordern. Die Anzahl derLösungen ist begrenzt
- Was sind offene Aufgabenformate? Aufgaben, dieumfangreichere, selbstformulierte Antwortenerfordern und bei denenvielfältige Lösungswegemöglich und richtig sind
- Welche Kontextmerkmale sind beim Vergleich wichtig? der Hintergrund: Zusammensetzung der Schülerschaft -Merkmale des Schulstandortes und der Schülerschaft (zb soziale Herkunft) werden erfasst-> Zuweisung zu einer Kontextgruppe -Möglichkeit des Vergleichs der Ergebnisse der eigenen Klasse mit einer Vergleichsgruppe mit änhlichem Kontext
- welche drei Informationsbereiche bedienen die Ergebnisse von Vergleichsarbeiten? innerschulische Profile, Vergleich mit dem Landeswert und Fairer Vergleich
- innerschulische Profile wo hat die Klasse Stärken und Schwächen unabhängig vom oder in Hinblick auf den Vergleich?
- Vergleich mit dem Landeswert Wo weicht meine Klasse von der Leistungsviertelung des Bundeslandes ab?
- Fairer Vergleich Weicht das Ergebnis meine Klasse von dem einer Gruppe von vergleichbaren Klassen (ähnliches Einzugsgebiet, ähnliche Schülerzusammensetzung) ab?
- Welche Chancen bietet VERA zur Weiterentwicklung? -Standortbestimmung schulischer Leistungen(„Blick von Außen“)-Ergebnisrückmeldungen stellen einInformationsangebot dar, das pädagogischgenutzt werden kann-Bereitstellung von umfangreichemBegleitmaterial (z.B.Aufgabenbeispiele,Hinweise zum Einsatz im Unterricht) fürLehrerinnen und Lehrer
- Welche Gefahren birgt VERA? -teaching to the test-Verfälschung des Testergebnissesdurch Lehrerhilfen-naive Hoffnung aufVerbesserungendurch bloßes Testen
- Welche Grenzen hat VERA? -eingeschränkte Aussagekraft derErgebnisse durch 0/1-Kodierung(-> ergänzende qualitativeDetailauswertungen?)-Aussagekraft des Tests: Testenthält nur Testbares