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Innovation und Marketing (Fach) / 3 Der Kunde als Partner im Innovationsprozess (Lektion)

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Diese Lektion wurde von ChiaraLucia erstellt.

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  • Warum müssen Unternehmen das "Closed Innovation-Modell" immer mehr aufgeben ? Durch die technologischen Entwicklungen und breite Vernetzung durch elektronische Systeme in allen Unternehmens- und Lebensbereichen der Nachfrager.
  • Was müssen Unternehmen infolge des Aufgeben des "Closed Innovation-Modell" machen? Durch offenes Agieren Bedürfnis- und Lösungsinformationen über den Markt gewinnen.
  • Was erhöht der Einsatz von Marktanalyse-Tools? Der Einsatz erhöht in besonderer Weise die Erfolgswahrscheinlichkeit der Produkteinführung
  • Was sind wichtige Methoden der Kundeneinbindung? a) Lead User-Ansatz b) Open Innovation c) Design Thinking d) Crowdsourcing e) Communities od Innovation
  • Was sind Lead User? Lead User sind Anwender bzw. Nachfrager deren aktuellen Bedürfnisse als beispielhaft für die zukünftige Entwicklung der Gesamtnachfrage auf einem Markt anzusehen sind und die einen wesentlichen Nutzen aus der Bereitstellung von Innovationen ziehen, die ihre Bedürfnisse befriedigen können.
  • Was sind die Vorteile der Lead-User-Kooperation? - Produktivitätssteigerung bei der Neuproduktentwicklung - Erhöhung der Marktchancen, da die Bedürfnisse von LU repräsentativ für den späteren Massenmarkt sind und LU diese bereits sehr frühzeitig artikulieren können  - Lead User sind eher bereit, Daten zur Verfügung zu stellen  - LU sind (intrinsisch) an neuen Problemlösungen interessiert und deshalb offen für Kooperationen
  • Wie ist die Vorgehensweise der Lead-User-Marktforschung? 1. Aufdeckung von Trends (Szenario-Technik; Experteninterviews usw.) 2. Identifikation von Lead Usern (Screening, Pyramiding usw) 3. Konzepterarbeitung mit Lead Usern (Ideenfindung; Ideenbewertung usw.) 4. Umsetzung und Konzeptverbesserungen
  • Warum stellt sich die Lead User- Identifikation als ein zentrale Problem dar? Da sich Personen mit den charakteristischen Lead User-Merkmalen (latente Variable) nur sehr schwierig finden lassen
  • Was sind Methoden zur Lead-User Identifikation? - Mass Screening - Pyramiding - Virtual Stock Markets - Broadcasting - Netnography
  • Was ist der Kerngedanke des Mass Screenings? Screening einer großen Anzahl an potenziellen Personen nach Lead User-Kriterien
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  • Was ist der Kerngedanke des Pyramiding? Basiert auf der Idee, dass ein "Experte" immer jemanden kennt, der sich noch besser auskennt mit dem Produkt.
  • Was ist der Kerngedanke des Virtual Stock Markets? Produktideen werden virtuell gehandelt. Hohe Lead-User Dichte bei erfolgreichen Teilnehmern
  • Was ist der Grundgedanke beim Broadcasting? Problem wird formuliert und dann bspw. via Internet an eine Gruppe potenzieller Lead-User weitergegeben
  • Was ist der Kerngedanke bei der Netnography? Systematische Untersuchung der Kommunikationsstrukturen von Mitgliedern aus Foren und Communities.
  • Was sind einige Prinzipien der Closed Innovation? - Die besten Leute unserer Branche arbeiten für uns - Um von F&E zu profitieren, müssen wir selber entdecken, entwickeln und vermarkten - Wenn wir zuerst entwickeln sind wir die ersten am Markt und können gewinnen  - Wir sollten unser geistiges Eigentum (intellectual property) kontrollieren, so dass unsere Wettbewerber nicht von unseren Ideen profitieren können.
  • Was sind einige der Prinzipen einer Open Innovation? - nicht alle klugen Leute arbeiten für unser Unternehmen, weshalb wir auch externes Wissen in das Unternehmen integrieren müssen - externe Forschungen können bedeutsamen Wert aufweisen, an dem wir profitieren sollten - bessere Geschäftsmodelle sind bedeutender als der erste am Markt zu sein - Wir werden "gewinnen", wenn wir das beste aus internen und externen Ideen und Ressourcen herausholen und diese kombinieren - wir sollten an der "Fremdverwendung" unserer Ideen profitieren und neue Geschäftsfelder erschließen
  • Was sind Problemfelder einer Open Innovation? - Kosten, die bei der Implementierung der Innovationsstrategie entstehen - OI bedürfen einer innerbetrieblichen Kommunikation und dem Aufbau geeigneter Strukturen, um das Kundenwissen zu absorbieren - Die Kategorisierung und Sortierung von Ideen erfordert erheblichen Managementaufwand - Gefahr der sozialen Verzerrung durch Gefälligkeiten in sozialen Netzwerken (positive Rückbewertung einer anderen Idee als dankende Gegenleistung) - Zielkonflikt: Konsumenten legen wenig Wert auf Umsetzbarkeit und viel Wert auf ein geisses Maß an Originalität. Unternehmen hingegen bevorzugen eher leicht umsetzbare Ideen.     -> Die von Konsumenten online abgegebenen Stimmen oftmals unzuverlässige Indikatoren für die tatsächliche Qualität von Ideen     -> Lösungsmöglichkeit: Entwicklung von Algorithmen, die diese Verzerrungen durch soziale       Verbindungen ausschließen.
  • Nenne Wirkungen einer Open Innovation die auf Kundenseite geschehen. - Unzufriedenheit mit bestehenden Lösungen und Erwartung eines besseren Fits zwischen Produkteigenschaften und Kundenbedürfnissen - Erfolgreiche Absolvierung einer lohnenswerten Aufgabe und Stolz auf das Ergebnis ("pride of authorship") - Reduktion von (Qualitäts- und Anwendungs-) Unsicherheiten - Soziale Bestätigung und externe Anerkennung
  • Was sind Wirkungen einer Open Innovation, die auf Anbieterseite geschehen? - Verkürzung des Zeitraums von Beginn der Entwicklung eines Produktes bis zu dessen Markteinführung (Time-to-Market) - Reduktion der angefallenen und dem Produkt zurechenbaren Kosten (cost-to-market) - Steigerung der Marktakzeptanz i.S.e. positiven Kaufeinstellung (Fit-To-Market) - Steigerung des durch die Nachfrager wahrgenommenen Neuigkeitsgrads und damit Attraktivität einer Innovation (New-to-market)
  • Was sind begünstigende Faktoren für eine Open Innovation? - heterogene Marktbedürfnisse bzw. kleine Marktsegmente - Schwierige Übertragbarkeit von Bedürfnisinformationen ("sticky information") - hohe Interaktionsbereitschaft seitens der Nachfrager und Integrationsmöglichkeiten auf Anbieterseite - Verändertes Unternehmensselbstbild (Vermeidung des "not invented here"-Phänomens)
  • Was sind die Umsetzungsoptionen einer Open Innovation? - Abhängige und unabhängige Online Communities (zwecks Marktforschung oder Lead-User-Identifikation) - Tool kits of user innovation (Bereitstellung von Entwicklungs- und Konstruktionswerkzeugen) - F&E Kooperationen (informell oder formell mit Nachfragern und Anbietern)
  • Was versteht man unter Design Thinking ? Design Thinking ist ein Ansatz um Probleme zu lösen und neue Ideen zu finden - schnell und experimentell, in interdisziplinären Teams und mit dem Nutzen im Fokus.
  • Was sind Merkmale bzw. Besonderheiten des Design Thinking? - Holistischer Ansatz der eine Denkhaltung, Arbeitsweise, Einstellung, Methodensammlung und den Innovationsprozess einschließt - Design Thinking geht vom Menschen aus !! Es hat die Maxime Understand und Observe verinnerlicht und ist daher immer Human-centered - Iterativer Prozess und hohe Fehlertoleranz im Sinne von Trial and Error - Multidisziplinäre Teams in denen sich die einzelnen Mitglieder durch Empathie, Experimentierfreude und Optimismus auszeichnen. - Flexible Raumkonzepte wie Kanban, Whiteboard oder offene räumliche Umgebungen - Unkonventionelle Methoden zur Ideengenerierung und schnellen Visualisierung von Projektideen wie beispielsweise mittels
  • Was sind die 6 Phasen des Design Thinking? 1. gemeinsames Verständnis entwickeln 2. Inspiration durch Beobachtung und Einnahme der Kundensicht 3. Generierung einer gemeinsamen Teamsicht 4. Ideenfindung 5. Entwicklung von Prototypen 6. Testen der Lösungsansätze beim Kunden
  • Was sind die Hauptanwendungsbereiche des Design Thinking? 1. Internes Coaching und Training bereitstellen 2. Neue Produkte und Services gestalten 3. Zusammenarbeit und Wissenstransfer erweitern 4. Besseres Verständnis für den Kunden entwickeln 5. Interne Organisationsprozesse optimieren
  • Was sind Effekte des Design Thinking? Verbesserung der Arbeitskultur Effizientere Innovationsprozesse Nutzer werden häufiger integriert Senkung der Kosten
  • Was versteht man unter Crowdsourcing? Crowdsourcing bezeichnet die Übertragung von Aktivitäten, die klassischerweise durch das Unternehmen durchgeführt werden, auf eine undefinierte und i.d.R. größerere Gruppe von Personen. Die Auslagerung der Aufgabe geschieht meist über einen offenen Aufruf, sodass theoretisch jeder teilnehmen kann.
  • Was sind die Merkmale des Crowdsourcing? - Stützt sich implizit auf der Idee "Weisheit der Vielen" (Wisdom of Crowd) - Keine spezifische Vorauswahl der Teilnehmer - Anreize durch Teilnahme werden meist durch Prämien für die besten Ideen geschafftn
  • Was wollen Unternehmen durch Crowdsourcing erreichen? Sie wollen das Ideen- und Lösungspotenzial der breiten (Nachfrager-)Masse ausschöpfen. Dabei wird "Schwarmintelligenz" unterstellt.
  • Was sind die 5 Phasen des Crowdsourcing? 1. Vorbereitung 2. Iniitierung 3. Durchführung 4. Auswertung 5. Verwertung
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  • Wodurch zeichnen sich Ideen aus, die durch Crowdsourcing entstanden sind ? durch einen höheren Neuheitsgrad  sie generieren einen höheren Kundennutzen sind allerdings schwieriger zu realisieren
  • Was sind Communities of Innovation (CoI)? informelle Akteursgruppen, in denen ein Austausch von Erfahrungen und Know-How mit dem Ziel des "gemeinsamen Lernens" (Wissensgenerierung) und der Generierung von Innovationen erfolgt.
  • Wo sind CoI weit verbreitet? In der PC-Spieleindustrie
  • Was zeichnet CoI aus? sie haben eine große Innovationskraft insb. in "Spezialgebieten" z.B Randsportarten (Canyoing, Handicapped Sports) auch in Verbindung mit kommerziellen Anwendungen möglich (zB IBM, Sun Microsystems)
  • Was sind die Vorteile von Communities of Innovation? - Verbesserung der Innovationsqualität aus Kundensicht - Senkung der Entwicklungskosten - Beschleunigung der Innovations-Diffusion
  • Schaue dir die Funktionsweise von CoI auf F.93 an ....