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Grundlagen der Schulpädagogik (Fach) / Das deutsche Bildungswesen aus steuerungstheoretischer Perspektive (Lektion)
Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring
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- Wie sahen die Ergebnisse internationaler Leistungsstudien für Deutschalnd Ende der 90er Jahre aus? -unbefriedigend -unterdurchschnittliche Leistungen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften -große Risikogruppe, kleine Spitzengruppe -starke Leistungsdifferenzen zwischen Schulformen, Bundesländern und einzelnen Schulen -erhebliche herkunftsbedingte Leistungsunterschiede
- Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring -1977 TIMSS -1997 Konstanzer Beschluss -2000 PISA -2001 Reaktionen der KMK -2002,03/04 Bildungsstandards: Beschluss und Einführung -2006 Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring
- Wie lauten die 7 Handlungsfelder, die eine Reaktion der KMK auf PISA 2000 waren? 1. Verbesserung der Sprachkompetenz im vorschulischen Bereich2. Verzahnung Grundschule/ vorschulischer Bereich;frühzeitige Einschulung3. Verbesserung der Grundschulbildung, insbes. bzgl.Lesekompetenz4. Wirksame Förderung bildungsbenachteiligter Kinder, insbes.bei Migrationshintergrund5. verbindliche Standards und ergebnisorientierte Überprüfung6. Professionalisierung der Lehrertätigkeit, insbes.diagnostische & methodische Kompetenzen7. Ausbau schulischer & außerschulischer Ganztagsangebote
- Inhalte der Gesamtstrategie zum Bild.monitoring Ziel: Feststellung von Ergebnissen des Bildungssystems 1. regelmäßige Teilnahme an drei internationalen Vergleichsstudien(PISA, TIMSS und PIRLS/IGLU)2. Zentrale Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards imLändervergleich3. Vergleichsarbeiten zur landesweiten Überprüfung der Leistungsfähigkeiteinzelner Schulen4. Gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern
- Standards ->Inhaltsstandards Bildungsstandards ->Lerngelegenheitenstandards ->Mindeststandards ->Leistungsstandards ->Regelstandards ->Optimalstandards
- Wie sind die KMK-Standards? Leistungsstandard -> Regelstandards
- Regelstandards Durchschnitt des erwarteten Niveaus zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Schullaufbahn (Standards die von einer Mehrheit der SuS erfüllt werden können)
- Mindeststandards Basiskompetenzen, über die alle SuS am Ende der Regelschulzeit verfügen sollten, um aktiv am beruflichen und öffentliche Leben teilhaben zu können und ihr privates Leben gestalten zu können (im Fokus SuS mit sehr schwacher Leistung)
- Wie positioniert sich die Gesellschaft für Fachdidaktik bzgl. Standards und wieso? -sie ist für die Entwicklung und Einführung eines auf Mindeststandards ausgelegtes über Einzelfächer hinausgehendes Kerncurriculum -schulfachbezogene Mindeststandards-domänenspezifische Mindeststandards-fachübergreifende Mindeststandards-überfachliche Mindeststandards Unterschied:KMK-Regelstandards: fachlicher FokusGFD-Mindeststandards: übergeordnete Bildungsziele (Identitätsbildung,Alltagsbewältigung, Ausbildungsreife, Partizipation)
- Charakteristika Bildungsstandards Bildungsstandards sind abschlussbezogen formuliert und gelten für dasgesamte allgemeinbildende Schulsystem
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- Wie sehen Bildungsstandards aus? sie beschreiben Lebenserwartungen in Form von fachspezifischen Kompetenzen, die in Can-Do Statements formuliert werden
- vier Bereiche klassischer Lehrplan -detaillierte Festlegeung konkreter Unterrichtsinhalte pro Fach bzw. Lernbereich und Schuljahr -Input-Steuerung -bundeslandspezifisch von Lehrern entwickelt (Lehrplankomisson? -schulformspezifisch
- vier Bereiche Bildungsstandards -Vorgabe abschlussbezogener Leistungserwartungen in bestimmten Fächern -Output-Steuerung -bundesweit, durch interprofessionelle Kooperation entwickelt -bildungsgangspezifisch
- Orientierung als Ziel von Bildungsstandards Intransparenz überwinden -verbindlicher Referenzrahmen für alle Beteiligten -Gleichwertigkeit schulischer Ausbildung und der Schulabschlüsse
- Überprüfung als Ziel von Bildungsstandards Bildungsmonitoring -regelmäßige Leistungmessungen an Schulen -zielgerichtete, evidenzbasierte Veränderungsprozesse
- Entwicklung als Ziel von Bildungsstandards unterrichtliche Qualitätsentwicklung -Weiterentwicklung von Unterricht im Sinne der Kompetenzorientierung -Handlungsspielräume und Eigenständigkeit
- Maßnahmen zur Umsetzung der Bildungsstandards auf Länderebene -Lehrplanarbeit -zentrale Abschlussprüfungen -Lehrerausbildung
- Maßnahmen zur Umsetzung von Bildungsstandards auf Einzelschulebene -Forcierung der Auseinandersetzung in Fachkonferenzen -Bereitstellung strukturierter Unterstützungsmaßnahmen
- Maßnahmen zur Umsetzung von Bildungsstandards auf Unterrichtsebene -Bereitstellung strukturierter Unterstützungsmaßnahmen a)begleitendes didaktisches Material b)Fortbildungsveranstaltungen
- Wie sieht der idealtypische Prozess der Implementation des Bildungsstandards aus? KMK->Länderministerien->Einzelschule->Unterricht->Schülerleistung
- Welche 4 Indikatoren zeigen eine erfolgreiche Implementation an? -Grad der Vertiefung (weitverbreitete Nicht-Nutzung) -Tiefe der Umsetzung -Ausmaß der gefühlten Zugehörigkeit (aufgeschlossen, Wunsch nach mehr Information) -Nachhaltigkeit (Diskrepanz:Wirkungshoffen und -erfahrungen)
- Benenne die Kriterien und Beschreibungen der Kompetenzstufen I-V I ->unter Mindeststandard ->Standards verfehlt II ->Mindeststandard ->Standards verfehlt III ->Regelstandard ->Standards erreicht IV ->Regelstandard plus-> Standards übertroffen V ->Optimalstandard ->Standards überschritten
- Welche Herausforderungen zeigen die Ländervergleiche auf? Insgesamt zeigen die Befunde, dass die Vorgaben der KMKRegelstandardsvon erheblichen Schüleranteilen (nicht) erreicht werden. -fachspezifische Unterschiede-Leistungsheterogenität zwischen und innerhalb der Länder-länderspezifische Stärken-/ Schwächenprofile-erhebliche Leistungsvorsprünge an Gymnasien gegenüber den nichtgymnasialen-Bildungsgängen in der Sek. I-geschlechtsbezogene, soziale und zuwanderungsbezogene Disparitäten
- Definition Bildungsbericht -Zusammenschau bereits vorliegender Daten-kontinuierlich verlässliche Informationen zu aktuellenEntwicklungen und langfristig bedeutsamen Trends imBildungswesen auf empirischer Basis
- Aufbau nationaler Bildungsbericht -Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen -Grundinformationen zu Bildung in DE -Frühkindliche Bildung,Betruung und Erziehung -Hochschulen -Berufliche Ausbildung -Allgemeinbildende Schulen und nonformale Lernwelten im Schulalter -Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter -[Schwerpunktthema] -Wirkungen und Erträge von Bildung
- Auf welchen Ebenen werden Bildungsberichte verfasst? international, länderspezifisch, regional und lokal
- Welche Ziele werden mittels Bildungsberichterstattung verfolgt? -regelmäßige Bestandsaufnahme des Bildungssystems einer Nation oder Region auf Grundlage empirischer Daten ->Beurteilung aktueller Zustände->Beschreibung bildungsbezogener Entwicklungen im Zeitverlauf -Bildungsgesellschaft in einer Gesellschaft transparent machen
- Chancen von Bildungsberichterstattungen -fundierte Analyse zuaktuellen Entwicklungenund langfristigbedeutsamen Trends imBildungswesen -empirisch fundierteAufbereitung undDarstellung von Stärkenund Herausforderungenim Bildungswesen
- Grenzen von Bildungsberichterstattung -Fragen nach Ursachen undWirkungszusammenhängenkönnen nicht beantwortetwerden -z.T. unzureichendebundesweit verfügbareDatenlage (giltinsbesondere für denSchulbereich)