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Grundlagen der Schulpädagogik (Fach) / Funktionen von Schule aus schultheoretischer Perspektive (Lektion)

Fragen der Schultheorie

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  • Bildungspolitik -Bezugnahme auf Wissenschaft, auf Forschungund auf empirische Studien spielt wichtige Rolle -es geht um Fördern und Fordern, Leistungssteigerung und Chancengerechtigkeit,um Konkurrenzfähigkeit und Werterziehung etc.
  • Was ist Schultheorie? Schultheorie ist der Versuch, die Gesamtwirklichkeit von Schule durch widerspruchsfreie Beschreibung, Analyse, Kritik und Prognose verstehbar zu machen. Neben der Erklärung und der Vorraussage ist auch die Empfehlung für eine bessere Gestaltung von Schule ein Merkmal der Schultheorie.
  • Schultheorie ist genelogisch. Was heißt das? Es wird eine Geschichte der Idee des schultheoretischen Denkens konstruiert
  • Schultheorie ist disziplinär. Was heißt das? Ansätze aus der Ideenwelt der Philosophie und Pädagogik werden abgeleitet, um zu erklären, wozu Schule eigentlich da ist. Auch aus modernen Sozialwissenschaften werden Ideen und Vorstellungen übernommen, in denen stärker auf tatsächliche Funktionen eingegangen wird.
  • Schultheorie ist morphologisch. Was ist damit gemeint? Schultheorie lässt sich in verschiedenen Ebenen unterteilen: Meso-Ebene (Schule als Organisation oder zB Makro-Ebene das Schulsystem einer Gesellschaft)
  • Sozialisation - Vermittlung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, diees den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, gesellschaftlichwichtige Aufgaben zu übernehmen- Vermittlung von Normen und Werten sowie spezifischerRollenerwartung (Reproduktion) - nach Parson ist Sozialisation ein zielgerichteter Prozess und Integration eine implizite Wirkung
  • Selektion Schüler werden entsprechend ihrer Noten, Zeugnisse (ihrer Leistungen) weiterführenden Ausbildungsstätten zugeordnet Chancen werden verweigert, Ansprüche zurückgewiesen und die SuS in die Sozialstruktur eingegliedert.
  • Grundidee Mehrgliedrigkeit des Schulsystems -Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern -durch Unterteilung der Schüler nach Leistung geschieht eine Homogenisierung und in homohgenisierten Leistungsgruppen könne man den Unterricht besser auf Schülervorraussetzungen abstimmen und optimieren
  • Beispiele für Passung schulischer Leistung oberhalb des schulischen Anspruchniveaus vorzeitige Einschulung, Wechsel Schulform (nur Haupt- und Realschule), sowie Überspringen (meist nur Gymnasiasten)
  • Beispiele unterhalb des Anspruchsniveaus Rückstellung vom Schulbesuch (Ausschulung), Wiederholen einer Jahrgangsstufe sowie Schulformwechsel
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  • Wozu Schulformwechsel? -Annahme: Passung zwischen Schülerleistung und Anspruchsniveau der Stufe / Klasse erhöhen  -> Erhöhung der Leistungshomogenität der verbleibenden Klasse -Senkung oder Erhöhung des Leistungsniveaus des einzelnen Schülers, was für die weitere Qualifikation förderlich ist -nach Prinzip der Selektion & Allokation sollten individuell differierende Leistungen umverteilt werden
  • Klassewiederholung ist zu unterscheiden von...? freiwilliges Wiederholen Bildungsgangwechsel innerhalb einer Schule Querversetzung
  • Argumentation für Klassenwiederholung 1. Reduzierung Leistungsheterogenität  ->Annahme: Homogenität leistungsfördernd 2. Fördermaßnahme für leistungsschwache SuS  -> Annahme: zusätzl. Lerneit als Chance
  • Empirische Studien zeigen, dass Klassenwiederholungen keine nachhaltige Leistungsverbesserung erzielen. -kurzfristiger Erholungseffekt zwar vorhanden, jedoch nicht langfristig positiv
  • Antinomie von Einheitlichkeit & Differenz Lehrer sind verpflichtet alle SuS gleich zu behandeln, gleichmäßig zu fördern und in einheitlichen Maßstäben zu beurteilen. -je nach Situation steht die verstärkte Zuwendung einzelner leistungsschwächerer SuS entgegen