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Kowi (Fach) / mündliche (Lektion)
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- Prämissen UaGA 1. Rezipienten sind aktiv und bewusst 2. Motive veranlassen Zuwendung zu Angeboten 3. Bedürfnis kann durch verschiedene Handlungen befriedigt werden 4. Medium kann perosnen- und situationabhängig mehrere Bedürfnisse erfüllen 5. Erfahrungen beeinflussen spätere Handlungsentscheidungen 6. Qualität der Befriedigung bestimmt künftige Erwartung 7. Erwartung leitet Auswahl 8. All das geprägt durch soziale, ökonomische und kulturelle Faktoren
- Bedürfnispyramide Physiologische BedürfnisseSicherheitsbedürfnisseSoziale BedürfnisseIchbedürfnisse (Selbstachtung, Anerkennung)Selbstverwirklichungsbedürfnisse
- Triebe, Bedürfnisse, Motive Triebe: unbewusste InstinkthandlungenBedürfnisse: bewusst/unbewusst; Mangelzustände, die aufgehoben werden sollenMotive: ähnlich wie Bedürfnisse; werden allerdings auf eine konkrete Handlungsintentionen bezogen. Motive sind eher bewusst
- Arten von Motiven Kognitive Affektive Sozial-InteraktiveIntegrativ-HabituelleEskapismus
- GS-GO Modell GS -> Mediennutzung -> GO -> Erwartungen an nächste Nutzung und Beurteilung der vorhergegangenen Nutzung Inhaltsgratifikationen: - z.B. Wissen; Gratifikationen aus dem dargestellten Inhalt Prozessgratifikationen: - z.B. Entspannung: Gratifikationen aus der Rezeptionssituation
- Publikumsaktivität Selektivität - prä: selektive Zuwendung - komm: selektive Aufmerksamkeit - post: Selektive Erinnerung Involvement (eher affektiv) - prä: Antizipierte Nutzung - komm: Aufmerksamkeit/Identifikation - post: Längerfristige Identifikation Nützlichkeit (eher kognitiv) - prä: Austausch - komm: Erhaltene Gratifikationen - post: Themennutzung im Fernsehalter entstanden
- Theoretische Grundlagen des UaGA Funktionalismus - 4 Funktionen der Massenmedien Beobachtung Korrelation (Aufbereitung der Nachrichten; redaktionelle Bearbeitung des Beobachteten) Kulturvermittlung Unterhaltung Funktional: Erholung/Unterhaltung Dysfunktional: Versinken in Serien gucken, passiv werden HandlungstheorieMenschen handeln aktiv, geplant und zielgerichtet Symbolischer Interaktionismus3 Prämissen- Menschen handeln Dingen in ihrer Umwelt gegenüber gemäß den Bedeutungen, die sie ihnen zuschreiben- Bedeutungen gehen aus zwischenmenschlichen Interaktionen vor- Sie werden in Interaktion und Interpretation stetig weiter aktualisiert Hierdurch entstehen Präferenzen in sozialen Kreisen, z.B. unterschiedliche Generation befinden unterschiedliche Dinge als lustig
- Entwicklungsgeschichte UaGA Paradigmenwechsel- Elihu Katz "Was machen Menschen mit Medien" Weiterentwicklungen - Mehr Mediennutzung, aber auch mehr Medienangebote auf die sich Nutzung verteilt- Gerade junge Leute hören auf alte Medien zu nutzen und benutzen mehrere neue parallel- Im Internet z.B. werden die Nutzer adaptiv und analysieren verschiedene Selektionsphasen vor, während und nach der Mediennutzung Neue technologische Möglichkeiten erzeugen neue Bedürfnisse, und somit Nutzungsgründe
- Forschung UaGA - Befragung als wichtigste Methode der Gratifikationsforschung - UaGA ist empirisch-deskriptiv - Zu Beginn (bsp Professor Quiz) qualitative Studien, um den Reiz des Mediums zu erfahren - Mittlerweile quantitative Befragungen, die ein großes Vorwissen bedingen-- Ziel: Entdeckung von neuen Motiven-- Durch Faktorenanalyse werden diese zusammengefasst - Alternative Methoden:-- Medienverzicht: Rezipienten müssen auf Medien verzichten, und beschreiben ihre Gefühle--- Ersatzhandlungen können beschrieben werden-- Experience Sampling
- Motivklassen: Israelstudie A: Modus- Verstärken von- Schwächen von- Erlangen von B: Ressource- Information- Emotion- Stabilität- Kontakt Im Bezug auf C: Referent- Selbst- Familie- Freunde- Gesellschaft- Tradition- Welt- Negative Referenzgruppen
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- Fernseher-Typen 1. Zeitvertreib Seher2. Gesellschafts-Seher3. Spannungs-Seher4. Seher für spezifische Inhalte5. Entspannungs-Seher6. Informations-Seher7. Eskapisten vgl. Rubin - "Modernes Lagerfeuer": Public Viewing/besondere Ereignisse schaut man zusammen- Zeitversetztes Fernsehen (Mediathek): große Rolle für Angebotsauswahl- Klassische Medien erfüllen kommunikative Bedürfnisse nicht so gut wie neue interaktive Medien Forschung klassifiziert Fernsehen als motivunspezifischstes Medium überhaupt
- Nutzungsmotive und Gratifikationen in der angewandten Nutzungsforschung - Massenmedien sind wie ein Markt; Angebot und Nachfrage entstehen im Kreislauf- Programme werden dementsprechend geplant, um Bedürfnisse möglichst gut zu befriedigen
- Kritik UaGA - Theorielosigkeit des Ansatzes: UaGA stützt sich auf eine Kernaussage (aktive Auswahl von Medien durch Rezipienten), die empirisch nicht bestätigbar/widerlegbar ist-- Theorie entstand wohl erst durch GS-GO Modell - Viele soziodemografische und kulturelle Faktoren haben einen Einfluss auf die Medienauswahl, die die meisten Arbeiten nicht berücksichtigen - UaGA ist quasi nur Gegensatz zum Stimulus Response Modell (nicht mehr: was machen medien mit menschen, sondern umgekehrt); UaGA wird deshalb eine starre Gegenposition vorgeworfen, die so aussagelos wie das ursprüngliche Modell ist ---> Antwort auf die Kritik: Aufteilung in Prozess- und Inhaltsgratifikationen - Begriffe sind oft schwer unterscheidbar. Motiv, Bedürfnis, Erwartung und Bewertung wurden außerdem der Psychologie entnommen, haben im UaGA Zusammenhang allerdings keine theoretischen Hintergründe und sind deshalb nicht richtig definiert - Aktive Rezipienten ist zweifelhaft - Befragung ist möglicherweise nicht valide genug
- Anzeigen-Auflagen-Spirale Hohe auflage -> mehr Anzeigen -> mehr Geld -> bessere Qualität -> hohe AuflageSchlecht für Markteinsteiger, gut für große etablierte Qualitätspresse
- Konsum ausschluss und konsumrivalität Rivalität: was weg ist ist wegAusschluss: man bezahlt für Güter
- Wesensmerkmale der Zeitung AktualitätPublizitätPeriodizitätUniversalität
- Außenpluralität Meinungs- und Programmvielfalt in vielen Programm (priv. Rundfunk)
- Binnenpluralität Alle Meinungen müssen gezeigt werden; alle in einer Sendung
- Akzessorietätsprinzip Geringere Qualitätsanforderungen an PR können nur gegeben sein, wenn ÖR eine ausreichende Grundversorgung liefert
- LMA Aufgaben (priv. Rundfunk) ZulassungKontrolle Aus- und WeiterbildungAusbauen der Infrastruktur
- Monopol der ARD 1949 - 1961
- Duopol ARD/ZDF 1961 - 1984
- TIME-Konvergenz TelekommunikationInformationstechnologieMedienindustrieEntertainment
- Fensterprogramme Unabhängige Dritte dürfen diese Programme veranstalten, um Außenpluralität zu erfüllen
- Art 5GG MeinungsfreiheitInformationsfreiheitPressefreiheitRundfunkfreiheitFreiheit der Kunst/Lehre/Wissenschaft
- ÖR -> Verwaltungsrat − Kompetenzen: Überwachung der Geschäftsführung desIntendanten außerhalb des Programmbereichs, wirtschaftliche/technische Fragen, Prüfung desHaushalts -> Rundfunkrat − Kompetenzen: Beratung des Intendanten bei Programmgestaltung - Überwacht Vielfaltssicherung Intendant: Programmplanung Charakteristika: Binnenpluralität, Staatsferne, Grundversorgung
- Deduktion quantitativ Theorie -> EinzelfallVom allgemeinen zum besonderen
- Induktion qualitativ Einzelfall -> Gesetzmäßigkeit"vom besonderen zum Allgemeinen"
- Falsifikationsprinzip Wenn eine Aussage einmal widerlegt wurde ist sie ungültig, aber sie muss unendlich mal belegt werden um zu gelten
- Entdeckungszusammenhang Begründungszusammenhang Verwertungszusammenhang Entdeckungszusammenhang: Entscheidungen, die zu einer Fragestellung führen Einfluss subjektiver Faktoren ist unproblematisch Begründungszusammenhang: Entscheidungen, die Einfluss auf das Ergebnis der wissenschaftlichen Forschung haben Anforderungen an wissenschaftliches Vorgehen gelten hier in strengster Form Einfluss subjektiver Faktoren ist zu minimieren Verwertungszusammenhang: Verwertung der Forschungsergebnisse Einfluss subjektiver Faktoren ist unproblematisch Eine Veröffentlichung der Ergebnisse und des Vorgehens sollte erfolgen
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- Skalen Nominal (Geschlecht)Ordinal (Bildung)Intervall (Temperatur in °C)Rational (Einkommen)
- Reliabilität Funktioniert das MessinstrumentIst überprüfbar
- Validität Messe ich das richtige?Bedingt prüfbar
- Längsschnittdesign Erfassung zeitlicher Entwicklung Paneldesign: Messung der selben Untersuchungsobjekte zu mehreren Zeitpunkten → Erfassung zeitlicher Entwicklung auf Ebene einzelner Individuen/ ObjekteTrenddesign: Messung unterschiedlicher Untersuchungsobjekte zu mehreren Zeitpunkten →Erfassung zeitlicher Entwicklung auf Aggregat-Ebene
- Kontrolle von Störvariablen - Störvariablen werden – soweit möglich – eliminiert oder in die Versuchsplanung einbezogen - Einbezug von Störvariablen in die Versuchsplanung: systematische Variation innerhalb oder Konstanthaltung zwischen Experimental- und Kontrollgruppe(n) - Beispiel: durch unterschiedliche Tageszeiten der Untersuchung wird der Anteil übermüdeter Untersuchungsanteil systematisch variiert; durch Einsatz digitaler Medien wird die Bildqualität des Stimulus »Nachrichtensendung« konstant gehalten - Ziel der Kontrolle ist die vollständige Gleichhaltung der Bedingungen zwischen Experimental- und Kontrollgruppe(n) - Kontrolle durch Randomisierung oder Parallelisierung
- Interne Validität eines Experiments: Wurde gemessen was gemessen werden soll:Ist innerhalb der Experimentalanordnung der Kausalnachweis gelungen?Wurden alle Störvariablen kontrolliert/ eliminiert? Wurden alle Konfundierungen erkannt und berücksichtigt. Gleichen sich EG und KG? …Problem: Je stärker die Situation kontrolliert, desto unnatürlicher wird sie
- Externe Validität Lassen sich die Ergebnisse des Experiments auf die Realität übertragen?Hat die Künstlichkeit das Ergebnis beeinflusst?
- Gatekeeping Entscheidungsverhalten nach diesen Faktoren- Subjektive Einstellung- Publikumsorientierung- Angebot der Nachrichtenagenturen- Kollegenorientierung- Redaktionelle Linie- Organisatorische und technische Zwänge Zwei GK Gruppen:Informationsfilterung / -reduktionBearbeitung und Modifikation
- Framing Auswahl und Hervorheben von Aspekten einer wahrgenommenen Realität, sodass eine bestimmte kausale Interpretation gefördert wird 4 Elemente- Problemdefinition- Ursachenzuschreibung- Moralische Bewertung- Handlungsempfehlung
- News Bias - Forschung sucht Ursachen von Einseitigkeiten und politischen Tendenzen in Medien- Einseitige Berichterstattung durch politische moralische Tendenzen Unpolitisch: - Accuracy bias- Sexist bias- Racial bias- Crime bias Politisch:- Demokratische Blätter während Präsidentschaftswahl schreiben mehr über Stevenson- Republikanische über Eisenhower
- Nachrichtenwert • Östgaards Nachrichtenfaktoren:o Einfachheit:Die Nachricht darf nicht zu komplex sein oder zumindest auf einfache Strukturenreduzierbar seino Identifikation:Bekannte Themen, prominente Akteure, räumliche/zeitliche/kulturelle Nähe zumPublikumo SensationalismusDramatische, emotional erregende Sachverhalte Ein Nachrichtenwert, ist ein Maß das darüber entscheidet wie berichtenswert eine Nachrichtist.
- top down bottom up Top down: konzentrieren auf eine InformationBottom up: ins Auge springen einer Information
- disperses Publikum Räumlich getrennt, kein Kontakt innerhalb des Publikums
- Stimulus Response UV -> AV (unmittelbarer, monokausaler Zusammenhang) auch: Hypodermic-Needle-Theory ersetzt durch S- O- R (Stimulus -> Organismus mit Einstellungen -> Response); in diesem Modell spielen Persönlichkeitseigenschaften eine Rolle bei der Response
- - Elaboration Likelihood Modell: Hohes Involvement: Zentrale Route der Informationsverarbeitung -> Dauerhafte MeinungsänderungNiedriges Involvement: Periphäre Route -> Temporäre Meinungsänderung
- Theorie Kognitive Dissonanz Dissonanz soll vermieden werden, deswegen wähle ich gezielt Medienangebote ausSelective PerceptionSelective Exposure
- Balance Model Wenn alle Beziehungen positiv, oder zwei negativ sind, ist ein balanciertes Modell vorhandenWenn eine Beziehung positiv ist, ist das Modell gestörtBalancierte Modelle sind Einstellungsänderungen gegenüber resistent, aber wenn O X kritisiert, wird P möglicherweise seine Einstellung überdenken, um das Modell wieder zu balancieren
- ○ Kongruenz Modell bei unbalancierten Relationen wird Beziehung zu beiden objekten angepasst
- mood management: unbewusste Stimmungsoptimierung durch Medienwahl (Bryant und Zillmann Experiment [gestresste und gelangweilte Personen schauen unterschiedliche Sachen an])
- Triadisch dynamische Unterhaltungstheorie: Unterhaltung ist subjektives Erleben, das der Rezipient souverän kontrollieren kann. - Triade: Person, Medien- und Stimulusmerkmale, Merkmale der Situation- Audiovisuelle Stimuli erzeugen Überraschung/Spaß/Angst auf der Mikroebene und werden durch Verarbeitungsprozesse zum Unterhaltungserleben auf der Makroebene - enjoyment beeinflusst die Personenmerkmale