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PR (Fach) / Konzeptionslehre (Lektion)

KW Hauptfach

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  • Praxeologie Wissenschaft vom (rationalen) Handeln, Entscheidungslogik
  • Lehre der strategischen Kommunikation – normativ-praxeologische Erfolgslehren Konzeptionslehre: - Lehre der systematischen Entwicklung von Kommunikations- oder PR-Konzeptionen - hat sich aus PR-Praxis heraus entwickelt - ist aus praktischen Erfahrungen und Notwendigkeiten heraus erwachsen - Umfasst Strategieentwicklung, -implementierung (Taktiken) und Kommunikations-Controlling - Konzeptionslehre und Kommunikations-Controlling sind Bausteine einer übergreifenden ‚Lehre der strategischen Kommunikation'
  • „Strategie“ ursprünglich militärischer Begriff = genauer Plan eines Vorgehens unter Einbezug möglicher Einflussfaktoren
  • Strategiebegriff in der PR Anfangs: Einführung als „Zauberwort“ in den professionellen Diskurs - Strategiebegriff suggeriert Wissenschaftlichkeit und soll von „Bauch-PR“ abgrenzen - Zunächst kein gesteigertes Interesse in der Praxis - Akademisierung des Feldes führt zu systematischer Auseinandersetzung mit „Strategie“ (und „Taktik“) - Fokus von Strategieplanung hin zu -implementierung (-> Strategie und ihre Folgen für die Taktik-Entwicklung; Zusammenhang zw. Strategie und Taktik(en))
  • Wurzeln der Lehre der strategischen Kommunikation (1) PR-Forschung: Sozialwissenschaften (beschreiben, erklären, analysieren, prognostizieren) (2) Strategie-Lehre: Betriebswirtschafts- und Managementlehre(Probleme lösen und optimieren) - Praxis-Probleme systematisch und methodisch lösen - Praktikern Methoden der systematischen Problemlösung an die Hand geben -> Entwicklung von Erfolgsmethoden bzw. normativ-praxeologische Methodologie
  • Konzeptionsmodelle exemplarisch Unsystematisches Problemlösen 1. Problem 2. Lösung 3. Eliminierung Systematisches Problemlösen: 1. Analyse 2. Planung 3. Umsetzung / Implementierung 4. Evaluation  und wieder von vorne
  • Gemeinsamkeiten verschiedener Konzeptionsmodelle - Viele Modelle weichen in Details voneinander ab, nicht aber in ihrer fundamentalen Systematik - Jedes Modell lässt sich auf eine ähnliche Tiefenstruktur zurückführen: (1) Analyse, (2) Planung, (3) Umsetzung/Implementierung (4) Evaluation -> Schema jeder systematischen Problemlösung
  • Vom systematischen Problemlösen zu PR-Konzeptionslehren Systematisches Problemlösen muss auf Kommunikationsprobleme angepasst werden Frühe Werke: AFK Modell nach Klaus Dörrbecker, „dörrbeckersche Rakete“: „seinerzeit das differenzierteste Kommunikationsmethodik“ Dörrbecker & Fissenewert-Gossmann (1996): „Wie Profis PR-Konzeptionen entwickeln“ (= das erste deutschsprachige Buch zur Konzeptionslehre) -> Das Modelle geht von einem linearen Verlauf der Konzeption aus07.07.2020
  • Systematisches Problemlösen nach der „dörrbeckerschen Rakete“ bei linearem Konzeptionsverlauf: 'Nutzlast‘ (taktisch-kreative Prämissen) î Strategie (Lösungsprinzip) î Verdichtungsstufe x ... usw. (Verdichtung von Beobachtung, Kommunikation, Information...) î Verdichtungsstufe 2 (Verdichtung von Beobachtung, Kommunikation, Information...) î Verdichtungsstufe 1 (Verdichtung von Beobachtung, Kommunikation, Information...) î Faktenplattform (Beobachtung, Kommunikation, Information...)
  • Kybernetik Wissenschaft, die sich mit der Selbststeuerung von Systemen befasst und versucht, Regel- und Steuerungsmechanismen von Lebewesen nachzuahmen.
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  • Leipzigers Regelkreis der Kommunikation Angelegt als kybernetischer Regelkreislauf 1. Organisationsziel & Aufgabenstellung 2. Aufgabenstellung 3. Problemanalyse 4. Kommunikationsziel 5. Dialoggruppen 6. Positionierung 7. Kommunikationsstrategie 8. Maßnahmen 9. Handlungs- & Kostenpläne 10. Evaluation
  • Leipzigers Regelkreis der Kommunikation: Kritik nicht übertragbare technokybernetische Metaphorik (Leipzigers Vergleich „Steuerung eines Thermostats“ taugt nicht für Prozesse zur „Steuerung der Öffentlichkeit“)
  • Leipzigers Regelkreis der Kommunikation: Positiv - rekursiver Ansatz (= kybernetischer Regelkreislauf überwindet mit seiner Rekursivität die Linearität klassischer Werbung) - Integration der Konzeptionslehre in eine Lehre der strategischen Kommunikation
  • „Strategiepolygon“ von Bentele und Nothhaft (2007, 2008) Kommunikationsstrategischer Prozess als Spannungsfeld 5 Positionen müssen in Einklang gebracht werden: - Kommunikationsziele - Zielgruppen - Positionierung - Botschaften - Medien/Themen
  • Kommunikations-Controlling als Bestandteil einer Lehre der strategischen Kommunikation (1) Auf welcher Ebene bewegt sich Controlling? - Normativ-praxeologische Ebene (2) Welche der angesprochenen Stufen im Konzeptionsprozess geht es an? - Strategieentwicklung (formatives (begleitendes) Controlling) und - Strategieumsetzung (summatives (abschließendes) Controlling) (3)  Welche anderen Probleme ignoriert oder reformuliert Controlling? - keine konkreten Aussagen zu Maßnahmen/Taktik; Reformulierung der Strategie; (4) Welche neuen Probleme wirft es auf? - Formalismus