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Entwicklungspsychologie (Fach) / 6.) Theorien kognitiver Entwicklung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von AnnekeAdn erstellt.

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  • Fragen und Dimensionen (allgemein-vs differentialpsychologisch) Allgemeinpsychologisch:betrachtung von Prozessen und Strukturen des Denkens und deren Entwicklung Differntialpsych.: Intelligenz als Eigenschaft("Trait"); messung interindividueller Unterschiede zb durch IQ test -Fragen: exogenetisch vs endogenetisch (Hauptmotor der kognitiven Entwicklung auf außen oder innen? Umwelt vs Genetik) - Rolle von Kultur, Sprache -Bild der Entwicklung: kontinuierlich oder diskontinuierlich? -Bereichspezifisch vs Bereichsübergreifend -Entwicklung: Als Erwachsenwerden oder lebenslanger Prozess (dick= piagets ansicht)
  • Piaget und Neopiaget´sche Theorien- Grundprozesse der Kognitiven Entwicklung Grundprozesse: -Assimilation: neue Info einfügen/ ausdehnen alter, bereitsvorhandener Schemata -Akkomodation: Anpassung vorhandener Schemata durch neue Infos -Äquilibration: Der Prozess, durch den Kinder Akkomodation und Assimilation ausbalancieren, um stabiles Verstehen zu schaffen -> Äquilibrium= Zufriedenheit mit dem Ist-Zustand; Herstellen eines neuen äquilibrium durch entwicklung eines differenziertes Verständnisses der kritischen Informationen, wodurch vorhandene Wissenstrukturen modifiziert werden und neue Informationen eingeordnet werden können
  • Grunannahmen in Piagets Modell -genetische Epistemologie: Erkennen nur verständlich wenn in zeitlicher Perspektive betrachtet - Denken als Form des verinnerlichten Tuns: "be-greifen" -> aus konkreten Verhaltensweisen werden mentale Operationen -Verhalten und Denken in Schemata und Strukturen organisiert -> Struktralismus; ->Entwicklung: Re-Organisation von Strukturen -Diskontinuitäten in Entwicklung des Denkens: Entwicklung: radikale Diskontinuitäten-> Kinder sind keine kleine Erwachsene -kognitive Entwicklung ist bereichsübergreifend
  • Piagets Methoden -naturalistische Beobachtungen der eigenen Kinder -Quasi Experimentelle Untersuchungen (Münz-Mengen) -Klinische Interrviews mit älteren Kindern -Moralentwicklung: Dilemmata &Begründungsfragen-> Untersuchung der Herkunft von Regeln&Normen
  • Grundprinzipien Piaget -Stufen sind Bereichsübergreifend -Decalage(Verschiebung): Vertikal vs horizontal ->Vertikal: Grundidee Stufentheorie, verschiebung zwischen Phänomenen auf verschiedenen Stufen (auf höherer Stufe gibt es Fähigkeit die es auf unterer noch nicht gab) ->horizontal: auf einer Stufe auch Entwicklung (auch auf einer Stufe gibt es Unterschiede, verschiebung auf einer Stufe)
  • Piagets Stufenmodell (4 Stufen) 1.) sensomotorische Phase 0-2J 2.) prä-operationale Phase 2-7J. 3.) konkret-operationale Phase 7-11J. 4.) Formal-operationale Phase ab 11.J
  • Informationsverarbeitungstheorien (IV Ansatz) (zentrale theoretische Elemente) -Computer Metapher aus allg. kogn. psychologie: Kognition als serielle Informationsverarbeitung -zentrale theoretische Termini: Arbeitsspeicher, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, etc. -geht von begrenzten IV -Kapazität aus: vorallem im Arbeitsgedächtnis -Was entwickelt sich: >prozesse (IV geschwindigkeit) >Strategien (Gedächtnisstrategien, zb Rehearsal) >Inhalte (Schemata,..) =Entwicklung ist bedingt durch veränderte IV Prozesse: höhrere Geschwindigkeit, größere Kapazität -Neo-piagetsche Variante: wachsene Kapazität ermöglicht fortscheitende Integration von Verschiedenen Kognitiven Schemata
  • 4 Strukturelle Stufen- Stufenmodell von Case -sensomotorische Operationen-> sensorische Repräsentation-> Handlung - Repräsentationale Operation: Internale Repräsentation -> repräsentierte Handlung -logische Operation: abstrakte Repräsentation -> simple Transformation -formale Operation: abstrakte Operation-> komplexe Transformation
  • Mechanismen der Veränderung 1.) funktional: effizientere Verarbeitung im Arbeitsspeicher -> mehr schemata können koordiniert werden, vermittelt über a) biologische Reifung (myelinisierung, Reifung des Frontallappens= schnellere Verarbeitung b) automatisierung (schnelleres Ausführen) 2.) Strukturell: Veränderung zentraler begrifflicher Strukturen
  • Lew Vygotski& sozio-kulturelle Theorien -sowjetschen kulturhistrosche Schule - hegelianisch-marxistischer Hintergrund: Individuelles Bewusstsein konstitiert in sozialen und historischen Kontext -Unterscheidung in elementare und höhrere geistige Fähigkeiten (elementar= biol. basiert, evolutionär älter, wenig kulturabhängig) (höhere= einzigartig menschlich, kulturabhängig) - Zentrale Rolle von Sprache und psychologischen Werkzeugen bei Entwicklung höhrer Fähigkeiten (Internalisierung) - Zone proximativer Entwicklung (ZPD): Bereich der Leistungsfähigkeit zwischen dem, was das Kind  ohne Hilfe kann und dem, was mit optimaler Hilfe bewältigt-> Entwicklung erfolgt am ehesten, wenn das Denken des Kindes von anderer Person unzerstützt wird, nur auf geringfügigen Niveau (Kind kann heute Dinge mit Hilfe, die es morgen erst alleine können wird -> differenz heute(Mit hilfe) morgen (alleine) =ZPD
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  • Neue theoretische Ansätze: Konnektionismus Konnektionismus= Neuronaler Ansatz Grundannahmen: Anti-nativistisch-> es gibt wenig angeborenes, abgesehen von bereichsübergreifenden Lernmechanismen - Assozianismus: nur einfache Formen von Assoziation (nicht wie behaviorismus) - Theorie Neuronaler Netzte: neuronale Inspiration, die von einfach assoziativen Lernmechanismen, aber mentale Repräsentation als aus dise Prozessen enstehend berücksichtigt -> Konnektionistisches Modell - Units= Neurone -Schichten= Input- Hidden (Layers)- Output -Zwischen den Einheiten der Schichten: Gewichtete Verbindungen=Synapsen - Lernen= Veränderung der Gewichte -Verteilte Repräsentationen: mentale Repräsentationen sind nicht einzelne Einheiten, sondern verteilte Muster -Stärken des Netzte: Modellierung sensomotorischer Fähigkeiten -Schwächen: oft nur lokale Kompetenz modulierbar -> 1 Netz für 1 Aufgabe, probleme bei Modulierung höherer kognitiven Fähigkeiten (Logik, etc)
  • Modularitäts- und „Core Knowledge“-Theorien • Evolutionärer Hintergrund: Spezielle kognitive Adaption für spezielle Aufgaben• Nativismus: Angeborene Fähigkeiten• Modularität: Der Geist ist organisiert in funktional unabhängigen Einheiten (Modulen), diebereichsspezifische Aufgaben übernehmen (Chomsky, Fodor)• Schnell, automatisch• Kognitiv „impenetrabel“ → Funktionsweise der Module ist nicht durch Wissen beeinflussbarund die Funktion der Module kann nicht als Wissen gespeichert werden, z.B. fallen wirimmer noch auf die Müller-Lyer-Täuschung herein, auch wenn wir wissen, wie siefunktioniert• Einzelne Module sind funktional voneinander unabhängig → potenzielle doppelteDissoziationen—>Evidenz für potentielle doppelte Dissoziationen: Die Vpn X und Y haben Läsionen inunterschiedlichen Hirnregionen. Hat Person X Probleme bei Aufgabe A, kann aber AufgabeB bewältigen, und Person Y kann A bewältigen, hat aber Probleme bei B, spricht man voneiner DD)
  • Kernwissen/Core Knowlegde Menschen haben bereichspezifisches,angeborenes Wissen in evolutionär bedeutsamen Inhaltsbereichen (z.T evolutionär älter-> geteilt mit andenren primaten) - gewisse funktionale Isolierung, aber nicht so stark wie bei Modularitätstheorien -angenommene Bereiche(Domänen) : Raum, Zeit, Objekte und Zahlen, naive Physik, naive Psychologie
  • Modularitäts- und „Core Knowledge“-Theorien • Evolutionärer Hintergrund: Spezielle kognitive Adaption für spezielle Aufgaben• Nativismus: Angeborene Fähigkeiten• Modularität: Der Geist ist organisiert in funktional unabhängigen Einheiten (Modulen), diebereichsspezifische Aufgaben übernehmen (Chomsky, Fodor)• Schnell, automatisch• Kognitiv „impenetrabel“ → Funktionsweise der Module ist nicht durch Wissen beeinflussbarund die Funktion der Module kann nicht als Wissen gespeichert werden, z.B. fallen wirimmer noch auf die Müller-Lyer-Täuschung herein, auch wenn wir wissen, wie siefunktioniert• Einzelne Module sind funktional voneinander unabhängig → potenzielle doppelteDissoziationen—>Evidenz für potentielle doppelte Dissoziationen: Die Vpn X und Y haben Läsionen inunterschiedlichen Hirnregionen. Hat Person X Probleme bei Aufgabe A, kann aber AufgabeB bewältigen, und Person Y kann A bewältigen, hat aber Probleme bei B, spricht man voneiner DD)
  • Theorie Theorie "Kind als Wissenschaftler" -überwiegend implizit (analog zu Grammatikwissen) - Motor der Entwicklung: Bereichsübergreifende Mechanismen -> Lernen, Induktion&Deduktion, Theorienbildung und prüfung -aus bereichsübergreifenden Mechanismen wird bereichspezifisches Wissen -logische Grundlage: Form von semantischen Holismus (Begriffe erlangen Bedeutung kraft ihres Platzes in logischem Netztwerk mit anderen Begriffen)
  • Bereichspezifische kindliche Theorien und ihre Entwicklung -folks physics: Begriffe von Gegenständen, Masse, Gewicht, Schwerkraft,.. -folks psychology: Begriffe von Personen, Einstellungen, Handlunge, Gefühlen,.. -folks biology: Begriffe von Leben, Tod, Funktion, Fortpflanzung,..
  • Kulturhistorische Schule und neue kulturelle Theorien des Lernens -Entscheidenen Rolle von Erwachsenen in Kollaboration, Strukturierung -> Scaffolding -soziale Kognition und kulturelles Lernen als Grundlage einzigartig menschlicher höhrer geistiger Fertigkeiten - spezifisch menschlich: soziale Kognition-> kulturelles Lernen-> kulturelle Praxis und Sprache -Sprache wiederum tranformiert kognitive Fähigkeiten-> höhrere geistige Fähigkeiten
  • Theorie der repräsentationalen Neubeschreibung (Karmiloff-Smith) -beeinflusst von Piaget - Integration verschiedener Ideen: -> Piaget: höhrer Kognition als bereichsübergreifende bewusste Fähigkeit ->Konnektionismus: Neuronal plausible Lernmechanismen -> Modularitätstheorien: Bereichsspezifische Fähigkeiten , aber Modularisierung als Ergebnis von Entwicklung - Philosophie/Kognitionswissenschaft: Unterscheidung "know how" (prozedural) vs "know that"(deklarativ) ; implizit vs explizit - Entwicklungsschritte: 0): biologische Prädispositionen (allg. Lernmechanismen) 1): Erwerb bereichspezifischer Fähigkeiten -> know how/implizit 2)Repräsentionale Neubeschreibung: Bereichsspezifisch -> bereichsübergreifend (bewusst); know how-> know that; implizit -> explizit