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GK Literaturwissenschaft (Fach) / Lyrik - Definition (Lektion)

Die Definition des Terms "Lyrik" ist schwierig. Die Vielfalt der Gattung bereitet Probleme, alle Erscheinungsformen unter einer Definition zu vereinen.

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  • 1. In der Antike gab es keine Dreiteilung in Epik, Drama und Lyrik. Seit wann wird diese (im deutschen Sprachraum) vorgenommen? 2. Warum fällt es so schwer, die Definition von "Lyrik" zu vereinheitlichen? 3. Wie lautet die Definition des Begriffs nach Dieter Camping? 1. Seit dem 18. Jhd. 2. Die Erscheinungsformen der Gattung sind mittlerweile sehr vielfältig. Nicht alle sind einem einheitlichen Reimschema, Versmaß etc. unterworfen oder weisen überhaupt keine Regelmäßigkeit auf. 3. "Gedicht ist Versrede/Rede in Versen, die besonders segmentiert ist, z.B. durch Pausen" -> Nachtrag Burdorf: ist nicht auf szenische Aufführung hin ausgelegt
  • Elemente der Lyrik (nicht immer alle gegeben) 1. Abweichung von Alltagssprache (syntaktisch, metrisch, Register...) 2. Kürze (qualitativ und quantitativ) 3. Unmittelbarkeit, direkte Ansprache 4. liedähnlich (Totenklage, Kult, Ritus)
  • Lyrik als subjektiver/unmittelbarer "Ausdruck menschlicher Gefühle" 1. Welche 3 Strömungen waren für die Entstehung dieser Annahme maßgeblich? 2. Was wird als Gehalt des "inhaltslosen" Gedichts angesehen? 3. Warum werden Autor und Erzähler/lyrisches Ich nach Hamburger oft gleichgesetzt? 1. Goethes frühe Lyrik, Empfindsamkeit, Romantik 2. Die Subjektivität selbst 3. Die Interpretation des Gedichts erfolgt "nacherlebend", nicht als Fiktion verstanden, "wirkliche Aussage eines 'Du'" -> im Gedicht ein Lyrisches Ich oder Aussage-/Textsubjekt
  • Lyrik als Kunstprodukt ("Bewusstheit, kritische Kontrolle, Artistik" [Benn]) 1. Was versteht man unter Artistik? 2. Was hat Brecht zur Artistik geäußert? 1. Den Versuch der Kunst, innerhalb des allgemeinen Verfalls der Inhalte sich selbst als Inhalt zu erleben und aus diesem Erlebnis einen neuen Stil zu bilden. -> künstlerisches Schaffen als Hauptzweck der Kunst, nicht Vermittlung außerästhetischer Erkenntnisse/Werte; die artistische Wortmontage enthält Inhalte der Vergangenheit und Gegenwart 2. "absolute" Gedichte/"Gefühlsgedichte": Ablehnung, Spott, Weltfremdheit -> Gedichte sind auf Gebrauchswert zu prüfen; sie müssen sich mit der gesellschaftlichen Realität auseinandersetzen (Klassenverhältnisse etc.), Darstellung von Gegensätzen in Lyrik
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